CH381067A - Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung von Falten in Verpackungsmaterialien - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung von Falten in VerpackungsmaterialienInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung von Falten in Verpackungsmaterialien Die bisher bekannten Herstellungsmethoden für Seitenfaltenschläuche beruhen darauf, dass eine Bahn des jeweiligen Verpackungsmaterials über ein Sei tenfalten-Formatblech geführt wurde. Dieser Vorgang ist aber nur während des Herstellungsprozesses, aus gehend von einer offenen Materialbahn, nicht aber bei Verwendung eines Schlauches als Ausgangsma terial möglich. Wurden nun etwa Säcke mit Seiten falten hergestellt, die einen Aufdruck tragen sollten, so musste entweder die Bahn vorbedruckt und da nach mit Seitenfalten versehen werden, oder man musste von bereits mit Seitenfalten versehenen Schläu chen ausgehen und diese bedrucken.
Bei ersterem Verfahren ergibt sich der Nachteil, dass die bereits bedruckte Folie zu einem Schlauch zusammengefügt werden muss, wodurch der Aufdruck an der Füge stelle leidet bzw. dessen Aufbringung an dieser Stelle zwecklos ist. Nach dem zweiten Verfahren ergibt sich ein Nachteil für das Bedrucken dadurch, dass die Materialstärke, bedingt durch die eingelegten Seiten falten, über den Querschnitt nicht konstant ist, wo durch sich Schwierigkeiten beim Bedrucken, insbe sondere ein ungleich starker und ungleich haftfähiger Aufdruck bzw. eine ungleiche Abnutzung der Druck walzen ergeben. Ausserdem ist es bei diesem Verfah ren nicht möglich, einen Aufdruck im Bereich der Seitenfalten aufzubringen.
Diese Nachteile werden bei dem erfindungsgemä ssen Verfahren dadurch vermieden, dass als Aus gangsmaterial ein in Längsrichtung bewegter Schlauch verwendet wird, der bei Bewegung über einen im Innern des Schlauches befindlichen Körper zunächst zu einem, vorzugsweise rechteckigen, Querschnitt auf geweitet und dann, z. B. längs der Seitenflächen, durch in den Körper einschiebbare Faltfinger gefal tet wird. Bei diesem Verfahren ist es möglich, das Bedrucken, etwa beidseitig, auf dem Schlauch vor dem Anbringen der Seitenfalten auszuführen. Da das Bedrucken bis fast an den Rand des Schlauches aus führbar ist, ergibt sich hiebei die Möglichkeit, auf einfache Weise Säcke herzustellen, die auch im Be reich der Falten einen Aufdruck tragen.
Weiter kann nach dem angegebenen Verfahren ein fertiger Schlauch, z. B. aus Polyäthylen, als nahtloser Schlauch weiter geformt werden, wobei aber auch eine, zwei oder mehrere Längsklebe- oder Siegel nähte schon vorhanden sein können. Es lassen sich also z. B. aus Papier oder anderen Verpackungsma terialien auf einer Maschine Schläuche formen und verkleben, welche dann mit Hilfe der Faltenvorrich tung ebenfalls im nachhinein zu Seitenfaltenschläu- chen verarbeitet werden können.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durch führung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der im Innern des Schlauches befindliche Körper, vorzugsweise ein Drahtgestell, im wesentlichen von zwei Rahmen begrenzt wird, die durch vorzugsweise aus Draht bestehende Stützelemente im Innern des Körpers im Abstand gehalten werden und dass in den dadurch zwischen den Rahmen gebildeten Zwi schenraum Faltfinger von aussen einschiebbar sind.
Anhand der schaubildlichen Darstellung wird der Erfindungsgegenstand näher beschrieben.
Das schlauchförmige Ausgangsmaterial 1 wird über einen Körper 2 geführt, der aus Draht herge stellt ist und sich im Innern des Schlauches befindet. Die obere und untere Begrenzung des Körpers 2 ist als Rahmen 3 ausgebildet, die durch Stützelemente 4 im Abstand gehalten werden. Diese Stützelemente 4 sind Drahtstäbe, die untereinander bzw. mit dem Rahmen 3 z. B. durch Lötung verbunden sind. Die Bildung der Seitenfalten erreicht man nun dadurch, dass zwei mit 5 bezeichnete Faltfinger in den zwischen den Rahmen 3 gebildeten Zwischenraum von aussen einschiebbar sind.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an den Körper 2 eine Haltevorrich tung 6 für mindestens eine, vorzugsweise aber zwei Walzen 7 angelenkt, wobei die Achse dieser Walze bzw. Walzen 7 etwa in der von den beiden Faltfin- gern 5 gebildeten Symmetrieebene der beiden Rah men 3 bzw. symmetrisch zu dieser liegen und vor zugsweise normal auf die Bewegungsrichtung A des Schlauches 1 stehen. Der Körper 2 kann nun da durch gegenüber dem längstbewegten Schlauch 1 fest gehalten werden, dass sich im Bereich der drehbar angeordneten Walze bzw. Walzen 7 zwei zylindrische Rollen 8 befinden, deren Achsen parallel zur Walzen achse verlaufen.
Der Abstand dieser Rollen 8 ist nun so einzustellen, dass die Walze bzw. Walzen 7, die mit dem Faltkörper 2 über das Gestell 6 verbunden sind, durch die Zugwirkung des bewegten Schlauches gegen die Rollen gepresst werden, ohne dass sie zwi schen den Rollen 8 hindurchgleiten. Die Ausbildung des Drahtgestells 2 erfolgt zweckmässigerweise derart, dass die Durchstosspunkte zwischen dem Drahtgestell und Ebenen, die senkrecht zur Fortbewegungsrich tung A des Schlauches 1 stehen, Rechtecke sind.
Zur Sicherung einer satten Anlage des Schlauches 1 an der Faltvorrichtung bildet man die Faltfinger 5 einstellbar und gegen den Schlauch 1 andrückbar aus. Zu dem gleichen Zweck werden nach weiteren Aus gestaltungen der Erfindung, einerseits die in Bewe gungsrichtung A gesehenen vorderen Enden der Rah men 3 federnd ausgebildet, wobei jedes Rahmenende mit einem im Walzengestell 6 im Bereich zwischen der bzw. den Walzen 7 und der Mitte des Faltkör- pers 2 gelagerten Schraubenbolzen 9 verbunden ist, der mit einer Mutter 10 zusammenarbeitet, durch deren Drehung der Abstand der Enden der Rahmen 3 entgegen dem Druck des Schlauches 1 veränderbar ist.
Anderseits werden Bügel 12 im Bereich des Schlaucheinlaufes vorgesehen, die entgegen dem Druck des Schlauches in einem am Walzengestell 6 angeordneten Lager 11 schwenkbar sind, wobei für jeden Bügel 12 eine Verstellmöglichkeit durch einen mit einer Mutter 14 zusammenarbeitenden Schrauben bolzen 13 gegeben ist. Der Schraubenbolzen 13 ist dabei vorzugsweise mit dem kürzeren Hebelarm des Bügels 12 verbunden. Die Mutter 14 stützt sich zweckmässig gegen das Haltegestell 6 der Walzen ab. Zweckmässig werden der Faltvorrichtung zwei drehbare zylindrische Quetschwalzen 15 nachgeschal tet, die den Schlauch zusammenpressen und auf diese Weise ein Aufspringen der durch die Faltvorrichtung gebildeten Seitenfalten verhindern.
Weiter kann die ser beschriebenen Vorrichtung etwa noch eine der bekannten Schweissvorrichtungen und beispielsweise noch eine Trennvorrichtung angegliedert werden, wo durch sich die Möglichkeit ergibt, ausgehend von einem Schlauch, Säcke mit Seitenfalten herzustellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Aufbringung von Falten in Ver packungsmaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmaterial ein in Längsrichtung bewegter Schlauch verwendet wird, der bei Bewegung über einen im Innern des Schlauches befindlichen Körper zunächst aufgeweitet und dann durch in den Körper einschiebbare Faltfinger gefaltet wird. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass der im Innern des Schlauches (1) befind liche Körper (2) im wesentlichen von zwei Rahmen (3) begrenzt wird, die durch Stützelemente (4) im Innern des Körpers im Abstand gehalten werden und dass in den dadurch zwischen den Rahmen (3) gebildeten Zwischenraum Faltfinger (5) von aussen einschiebbar sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schlauch zu einem rechteckigen Querschnitt aufgeweitet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Faltung längs der Seitenflächen erfolgt. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltfinger (5) einstellbar und gegen den Schlauch (1) andrückbar sind. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente aus Draht be stehen. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper ein Drahtgestell ist. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchstosspunkte zwischen dem Drahtgestell und Ebenen, die senkrecht zur Fort bewegungsrichtung (A) des Schlauches (1) stehen, Rechtecke begrenzen. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass an den Körper (2) eine Halte vorrichtung (6) für mindestens eine Walze angelenkt ist. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die in Bewegungsrichtung (A) gesehenen vorderen Enden der Rahmen (3) federnd ausgebildet sind, wobei jedes Ende mit einem im Wal zengestell (6) im Bereich zwischen der Walze und der Mitte des Faltkörpers (2) gelagerten Schrauben bolzen (9) verbunden ist, der mit einer Mutter (10) zusammenarbeitet, durch deren Drehung der Abstand der Enden der Rahmen (3) entgegen dem Druck des Schlauches (1) veränderbar ist. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse dieser Walze etwa in der von den beiden Faltfingern (5) gebildeten Sym metrieebene der beiden Rahmen (3) liegt. 10.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse dieser Walze normal auf die Bewegungsrichtung (A) des Schlauches (1) steht. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Bereich der drehbar an geordneten Walze zwei zylindrische Rollen (8) be- finden, deren Achsen parallel zur Walzenachse ver laufen, wobei die Innenseite des Schlauches (1) die Walze und die Aussenseite des Schlauches die zylin drischen Rollen (8) berührt, wobei die Rollen (8) so angeordnet sind, dass durch den bewegten Schlauch (1) die Walze über die Schlauchfolie gegen die Rollen (8) gedrückt wird, wodurch der Körper (2) gegenüber dem bewegten Schlauch (1) festgehalten ist. 12.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Walzenlager am Walzengestell (6) je ein Lager (11) für je einen als zweiarmigen Hebel ausgebildeten, in diesem Lager schwenkbaren Bügel (12) vorgesehen ist, wobei jeder Bügel (12) über einen, an seinem kürzeren Hebel arm befestigten Schraubenbolzen (13), der im Wal zengestell (6) gelagert ist, in Zusammenarbeit mit einer Mutter (14) entgegen dem Druck des Schlauches verstellbar ist. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an den Körper (2) eine Haltevor richtung (6) für zwei Walzen (7) angelenkt ist. 14.Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen dieser Walzen (7) symmetrisch zu der von den beiden Faltfingern (5) gebildeten Symmetrieebene der beiden Rahmen (3) liegen. 15. Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen dieser Walzen (7) normal auf die Bewegungsrichtung (A) des Schlauches (1) stehen. 16.Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Bereich der drehbar an geordneten Walzen (7) zwei zylindrische Rollen (8) befinden, deren Achsen parallel zur Walzenachse ver laufen, wobei die Innenseite des Schlauches (1) die Walzen (7) und die Aussenseite des Schlauches die zylindrischen Rollen (8) berührt, wobei die Rollen (8) so angeordnet sind, dass durch den bewegten Schlauch (1) die Walzen (7) über die Schlauchfolie gegen die Rollen (8) gedrückt werden, wodurch der Körper (2) gegenüber dem bewegten Schlauch (1) festgehalten ist. 17.Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die in Bewegungsrichtung (A) gesehenen vorderen Enden der Rahmen (3) federnd ausgebildet sind, wobei jedes Ende mit einem im Walzengestell (6) im Bereich zwischen den Walzen (7) und der Mitte des Faltkörpers (2) gelagerten Schraubenbolzen (9) verbunden ist, der mit einer Mutter (10) zusammenarbeitet, durch deren Drehung der Abstand der Enden der Rahmen (3) entgegen dem Druck des Schlauches (1) veränderbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT375960A AT230722B (de) | 1960-05-18 | 1960-05-18 | Vorrichtung zur Bildung von Falten in, insbesondere nahtlosen Schlauchbahnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH381067A true CH381067A (de) | 1964-08-15 |
Family
ID=3555031
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH751260A CH381067A (de) | 1960-05-18 | 1960-07-01 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung von Falten in Verpackungsmaterialien |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT230722B (de) |
| CH (1) | CH381067A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2295879A1 (fr) * | 1974-12-25 | 1976-07-23 | Dainippon Printing Co Ltd | Sac d'emballage autoporteur, son procede de fabrication et machine mise en oeuvre dans ce procede |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2633869A1 (fr) * | 1988-07-05 | 1990-01-12 | Holweg Int | Mandrin de formage d'un boyau a soufflets |
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1960
- 1960-05-18 AT AT375960A patent/AT230722B/de active
- 1960-07-01 CH CH751260A patent/CH381067A/de unknown
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|---|---|---|---|---|
| FR2295879A1 (fr) * | 1974-12-25 | 1976-07-23 | Dainippon Printing Co Ltd | Sac d'emballage autoporteur, son procede de fabrication et machine mise en oeuvre dans ce procede |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT230722B (de) | 1963-12-30 |
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