Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr 373721 Werkzeug zum Montieren federnder Sicherungsringe Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Werkzeug zum Montieren federnder Sicherungsringe auf zylin drischen Werkstücken, z. B.
Achsen oder Wellen, wobei die Ringe auf einer an ihrem vorderen Ende federnden Stapelstange aufgereiht sind, die mit einer Montageklinke zusammenwirkt, deren Arbeits ende senkrecht zum vorderen: Ende der Stapelstange angeordnet ist, und wobei ein. unter Federspannung stehender Schieber in Normalstellung den Ringstapel unterstützt, aber beim Einsetzen des Ringes zu seiner Freigabe um ein gewisses Mass zurückbewegt wer den kann.
Beim Werkzeug nach dem Hauptpatent ist dabei ein Führungsfinger vorgesehen, der den in der Ringaussparung der Montageklinke sitzenden Ring mit der Ringnut im Werkstück ausrichtet.
Ein solcher aus dem Werkzeug vorragender Finger hat sich zuweilen als störend erwiesen und zu Verletzungen des Bedienungsmannes geführt. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Aus richtung des Ringes ohne einen besonderen Füh rungsfinger zu bewirken, und hat diese Aufgabe da durch gelöst, dass ein in seiner Bewegung begrenzter Hebel vorgesehen ist, durch dessen Betätigung die Stapelstange und damit die über dem zu montieren den Ring liegenden Ringe und der Schieber so weit zurückbewegt werden, dass. die vorderen Enden des zu montierenden Ringes frei liegen, um so die Füh rung dieses Ringes zu übernehmen.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh rungsbeispiel des Werkzeuges nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht des Werkzeuges, teil weise im Schnitt; Fig. 2 eine Teilansicht im Aufriss in grösserem Masstab, Fig. 3 in Vorderansicht einen Teil des -Werkzeu ges in grösserem Masstab ; Fig. 4 einen Grundriss des vorderen Teiles des Werkzeuges in grösserem Masstab;
Fig. 5 einen Längsschnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 4, während seiner Annäherung an das Werk stück ; Fig. 6 dasselbe wie Fig. 4 bei anderer Lage der Teile ; Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 in Fig. 6; Fig. 8 dasselbe wie die Fig. 4 und 6 bei anderer Lage der Teile,-und Fig. 9 Werkzeug und Werkstück im Schnitt nach der Linie 9-9 in Fig. 8, nach soeben beendeter Mon tage eines Ringes.
Das Werkzeug hat, wie im Hauptpatent beschrie ben, einen gleichzeitig als Handgriff dienenden Rah men 10, bestehend aus Seitenwand 11, oberer Wand 12 und unterer Wand 13 mit Flanschen 14 bzw. 15. An der Unterseite der Wand 12 ist der horizontale Arm einer etwa L-förmig gebogenen, federnden Sta pelstange 17 befestigt, auf der die Ringe R aufge reiht sind. Diese Ringe sind von bekannter Form mit einem Mittelvorsprung r1 und Endvorsprüngen r2 und r%, die in Spitzen r4 und tz enden (Fig. 8).
Der Arm 17a der Stapelstange 17 erstreckt sich in einem rechten Winkel abwärts und ist nicht am Rahmen 10 befestigt, so dass er nach rückwärts (rechts in Fig. 9 der Zeichnung) federnd durchgebogen werden kann. Die Ringe R werden über einen Schieber 18 von einer Druckfeder 19 nach dem freien Ende der Stapelstange gedrängt.
Das eine Ende-der Montageklinge 20 ist an der Unterwand 13 des Rahmens 10 befestigt und neigt sich vorwärts nach unten, wo es in einem Arbeits teil 20a mit zwei Armen 21, 22, die eine nach oben offene Aussparung 23 umschliessen (Fig. 4, 5), endet. Diese Aussparung entspricht in ihrer Weite dem Aussendurchmesser der Ringe R und hat einen Boden 24 von der Dicke eines Ringes. Die Vorder kante des Bodens 24 verläuft etwa halbkreisförmig und bildet einen Ausschnitt 25, der nach oben, unten und vorn offen ist.
Der unterste Ring ist durch einen Schieber 26 gegen Herausfallen aus dem Ausschnitt gesichert, wobei der Schieber durch eine Feder 29 (Fit-. 1) in Normalstellung gedrückt wird, in welcher er eine Unterlage für die Ringsäule bildet. Zum Zurück schieben des Schiebers ist, wie im Hauptpatent be schrieben, ein Finger 30 vorgesehen.
An der Wand 11 des Rahmens 10 ist ein zwei armiger Hebel 31 um einen Stift 31a schwenkbar befestigt. Der eine Arm 32 dieses Hebels 31 ver läuft unterhalb des Rahmens 10 und ist als Hand griff -ausgebildet, dessen Aufwärtsbewegung durch Anstossen an der Wand 13 begrenzt ist. Der andere Arm 33 erstreckt sich nach vorwärts und endet in einem umgebogenen Teil 33a vor dem ein Glied 34 liegt, welches duch den Teil 33a verstellbar ist. Die ses Element 34 hat umgekehrte U-Form (Fig. 3), und seine beiden Arme 35, 36 sind um einen kleinen Winkel nach hinten geneigt und enden unten in Füs- sen 35a; 36a, die auf dem Schieber 26 aufruhen.
Das Glied 34 und der elastisch biegsame Teil der Stapelstange 17 sind durch eine Rippe 37 starr verbunden. Die Rippe kann daher eine Bewegung vom U-förmigen Glied 34 auf das Ende der Stapel stange übertragen und umgekehrt. Die Rippe über trägt ferner einen Druck nach unten von dem einen zum anderen Teil. Ein solcher Druck wird dadurch ausgeübt, dass die Stapelstange von etwas grösserer als der Normallänge ausgeführt wird, d. h. um etwa 2 mm grösser. Unter Normallänge ist dabei die Länge zu verstehen, welche die Stapelstange haben müsste, um unmittelbar über der Oberfläche eines im Ringausschnitt 25 liegenden Ringes zu enden.
Das. untere Ende der Stapelstange ist durch eine Niete 40 mit dem unteren Ende der Rippe 37 ver bunden, deren Länge so bemessen ist, dass ihre Unterkante 37a auf der Oberfläche des im Ringaus- schnitt liegenden Ringes aufruht.
Da nun die Stapel stange übermässig lang ist, gibt sie in der biegsamen Zone der Rippe 37 etwas nach, bzw. biegt sich etwas nach oben um. Damit übt die Stapelstange und ebenso die Rippe 37 und das Glied 34 einen Druck nach unten aus, wodurch der Ring, wenn er, wie noch zu schildern ist, an seinem vorderen Ende frei liegt, sicher in -montagebereiter Stellung. gehalten wird.
Das Werkzeug arbeitet wie folgt Eine Anzahl Ringe befindet sich auf der Stapel stange 17, der unterste Ring im Ausschnitt 25 der Montageklinge, unterstützt vom Schieber 26 (Fig. 4 und 5). Das Werkzeug wird in Richtung auf das Werkstück zubewegt, hier dargestellt als eine Welle s in der Haltevorrichtung F, in deren Nut g der Ring montiert werden soll. Bevor das Werkzeug mit dem Werkstück in Berührung kommt, drückt der Be dienungsmann auf Arm 32 des Hebels 31.
Das be wirkt einen Druck auf den im rechten Winkel abge bogenen Endteil 33a des Hebelarmes 33 und damit auf das Glied 34 und auf die Stapelstange 17. Wenn der unterste Ring soweit vorgeschoben ist, dass sich dessen Mittelvorsprung r1 unter den betreffenden En den der Stapelstange 17 und der Rippe 37 befindet, gleiten die Füsse 35a und<I>36a</I> von der Oberseite des Schiebers 26 ab, so dass der Ring nun durch die Teile 17 und 37 festgehalten wird. Die im Be reich der Rippe 30 befindlichen Ringe drücken diese Rippe und damit den Schieber 26 zurück (Fig. 6, 7). Dies geschieht jedoch nur um das Mass, das dem Hub des Hebelarms 32 entspricht, der von der Bo denwand 13 des Rahmens begrenzt wird.
Dieses Mass ist aber ausreichend, um die Ringenden 1 l, r5 soweit freizulegen, dass sie als Führung für das Werk zeug und den untersten Ring dienen können. Diese Enden werden also in die Nut g des Werkstücks ge schoben, und wenn nunmehr das ganze so geführte Werkzeug gegen das Werkstück gestossen wird, tritt dieselbe Wirkung ein wie beim Hauptpatent, d. h. der Schieber 26 wird nunmehr vollständig zurückge drückt, so dass der unterste Ring in die des Werk stücks eintreten kann (Fig. 8, 9).
Fig. 7 zeigt insbesondere auch, wie wichtig es ist, den Ring .während dieser Periode an seinem Mittelteil sicher zu halten, was durch den Druck der Stapelstange 17 und der Rippe 37 erreicht wird. Die zu diesem Zweck vorgenommene Verlängerung der Stapelstange hat den weiteren Vorteil, dass die Länge der Stapelstange nicht in den sonst erforderlichen sehr kleinen Toleranzen genau bemessen zu werden braucht.