CH381353A - Verfahren zur Herstellung eines Bauschgarnes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Bauschgarnes

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CH381353A
CH381353A CH945861A CH945861A CH381353A CH 381353 A CH381353 A CH 381353A CH 945861 A CH945861 A CH 945861A CH 945861 A CH945861 A CH 945861A CH 381353 A CH381353 A CH 381353A
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CH
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fibers
yarn
yarns
shrinkage
crimpable
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Application number
CH945861A
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English (en)
Inventor
Earnshaw John
Original Assignee
Du Pont
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/18Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by combining fibres, filaments, or yarns, having different shrinkage characteristics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung        eines        Bauschgarnes       Bauschige Garne sind solche, welche im Verhältnis  zu ihrem Gewicht einen grossen Querschnitt aufweisen.  Allgemein sind Wollgarne bauschig, da die     Wollfasern     nicht gerade sind, sondern eine natürliche Kräuselung  aufweisen. Da deshalb die Wollfasern nicht parallel  verlaufen, besitzen sie eine relativ geringere Dichte und  grössere Deckkraft gegenüber parallel verlaufenden  Fasern. Synthetische Fasern sind, wenn sie durch kon  ventionelle Spinndüsen erzeugt werden, praktisch nicht  bauschig, sondern bestehen aus etwa geraden glatten,  kontinuierlichen Strängen. Deren Verlauf kann höch  stens durch eine spezielle Behandlung verändert wer  den.

   Andernfalls verlaufen die Fasern parallel, ob sie  nun Stapelfasern oder Kabel bilden. Es wurde vor  einiger Zeit erkannt, dass die Erzeugung einer gewissen       Bauschigkeit    in Garnen, die aus synthetischen Fasern  gesponnen werden, wünschenswert wäre und es wur  den erhebliche Anstrengungen in bezug auf Faser  behandlungen unternommen, um den Garnen diese  Eigenschaft zu vermitteln.  



  Bei bekannten Verfahren zur Herstellung eines       Bauschgarnes    wird ein Zwirn, dessen Einfachgarne  zwei Garnkomponenten aufweisen, von denen die eine  ein höheres Schrumpfvermögen aufweist als die andere,  einer Schrumpfbehandlung ausgesetzt. Durch die  Kontraktion der Garnkomponente mit dem höheren  Schrumpfvermögen wird die andere Garnkomponente  gekräuselt, so dass ein     Bauschgarn    entsteht. Dieses       Bauschgarn    besitzt jedoch nur eine sehr geringe Dehn  barkeit, da sich die geschrumpften Garnkomponenten  der Einfachgarne einer elastischen Deformation wider  setzen.  



  Daneben ist schon ein Verfahren bekanntgeworden,    bei welchem von zwei miteinander verzwirnten Ein  fachgarnen das eine aus thermoplastischen Fasern und  das andere aus Fasern mit höherem Schrumpfvermö  gen besteht. Nach der Schrumpfbehandlung wird die  im anderen Garn entstandene Kräuselung fixiert und  darauf das geschrumpfte Garn vom gekräuselten Garn  entfernt, z. B. durch ein geeignetes Lösungsmittel. Hie  durch ist zwar das verbleibende Einfachgarn elastisch  dehnbar geworden. Anderseits hat das Verfahren aber  den Nachteil, dass durch die Auflösung oder ander  weitige Entfernung des einen Garnes die Dichte oder  Fülligkeit des ursprünglichen Zwirnes stark herabge  setzt wird, ganz abgesehen vom Faserverlust, den die  Auflösung des geschrumpften Garnes mit sich bringt.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die       Schaffung    eines solchen Garnes, welches diese Nach  teile vermeidet.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur Herstellung  eines elastisch dehnbaren     Bauschgarnes    durch Verar  beitung eines überwiegenden Anteils von permanent       kräuselbaren    thermoplastischen Fasern mit einem  kleineren Anteil an Fasern mit hohem Schrumpfver  mögen     zu    einem Mischgarn, Schrumpfung der zweit  genannten Komponente unter gleichzeitiger Kräuse  lung der erstgenannten Komponente und Fixierung  dieser Kräuselung, zeichnet sich dadurch aus, dass das  Garn nachher einer Streckoperation unterzogen wird,

    um die geschrumpften Fasern relativ zueinander und  relativ zu den gekräuselten Fasern zu verschieben und       damit    den     Einfluss    der geschrumpften Garnkomponente  auf die Dehnbarkeit des Garnes aufzuheben.  



  Unter permanent     kräuselbaren    Fasern sollen solche  verstanden sein, denen eine bleibende Kräuselung ver-           mittelt    werden kann. Unter  Kräuselung  soll jede  Deformation der Faser verstanden sein, z. B. jede Art  von     Krümmung,    Schleife, Windung oder Krause, ob  sie nun durch mechanische Mittel     erzeugt    wird, oder  durch andere beispielsweise chemische Einwirkung.  Unter  permanent  ist zu verstehen, dass nach der  Fixierung der Kräuselung die natürliche Form der  Faser die aus der     Kräuselung    resultierende ist.

   Beispiels  weise ist es möglich, die gekräuselte Faser zu geraden,  indem an den Enden ein Zug ausgeübt wird, jedoch  kehrt die Faser beim Nachlassen des Zuges in den  gekräuselten Zustand zurück. Selbstverständlich kann  in der Faser eine unterschiedliche Kräuselung     fixiert     oder die Kräuselung durch entsprechende Behandlung  aufgehoben werden. Beispielsweise kann die einer  thermoplastischen Faser unter Erwärmung erteilte       Kräuselung    durch erneute Erwärmung auf gleiche oder  erhöhte Temperatur entfernt oder verändert werden.  Die Form -einer einzelnen Faser im Garn wird durch  die Gegenwart von andern Fasern beeinflusst, so dass  die Tendenz der Faser, in ihre gekräuselte     Forin    zurück  zukehren,     beeinflusst    werden kann.  



  Als permanent     kräuselbare    Fasern werden thermo  plastische Fasern verwendet, wie Polyamide, z. B. in  Form von     Poly-s-Caproamid    und     Poly-Hexamethy-          lenadipamid;        Zelluloseester;    Polyester, z. B.     Tereph-          thalate    aus     Äthylenglykol    und aus     trans-p-Hexa-          hydroxylylenglykol;        Polyalkylen,    z. B. Polyäthylen  und     Polypropylen;        Polyvinyle    und     Polyacryle,        \z.    B.

         Polyacrylnitril    sowie Mischpolymere dieser Materia  lien. Es handelt sich um Fasern, die unter ihren Han  dels- oder Markenbezeichnungen als Nylon (Poly  amide),      Dacron     und      Terylene     (Polyester) sowie   Orion ,      Acrilan     und      Courtelle     (Mischpolymere  von     Acrylnitril)    bekannt sind.     Polyacrylnitril-Fasern     wurden schon für frühere Verfahren als speziell geeignet  ermittelt, und sie     finden    auch für das vorliegende Ver  fahren bevorzugte Anwendung.  



  Vorzugsweise besitzt die permanent     kräuselbare     Faser nur geringes oder kein Schrumpfvermögen.  Unter Fasern mit hohem Schrumpfvermögen wird  nicht nur verstanden, dass die Faser schrumpfen oder  sich zusammenziehen kann, sondern dass, wenn sie  auch nur mit kleinem Anteil in einem Garn vorhanden  ist, das überwiegend aus     Fasern    mit bedeutend gerin  gerem Schrumpfvermögen bei denselben Bedingungen  besteht, die Kontraktion mit genügender Kraft erfolgt,  um die Länge des Garnes zu reduzieren, um dadurch  die weniger oder nicht schrumpfbaren Fasern zur An  nahme neuer Formen zu veranlassen und sich dabei  der verkürzten Länge des Garnes anzupassen.

   Somit  enthält das Garn nach dem Schrumpfen einen kleine  ren Anteil an Fasern (mit früher hohem Schrumpf  vermögen, jedoch nur in geschrumpftem Zustand) in  überwiegend gerader Form und den überwiegenden  Anteil der     kräuselbaren    Faser in gekräuselter und des  halb bauschiger Form.  



  Es soll also hauptsächlich eine unterschiedliche  Schrumpfung erzeugt werden, indem das schrumpf-    fähige Material im Verhältnis zum     kräuselbaren    Ma  terial ein hohes Schrumpfvermögen besitzt.  



  Um eine stark unterschiedliche Schrumpfung zu  erzeugen, ist es selbstverständlich ratsam, eine     kräusel-          bare    Faser mit praktisch keinem Schrumpfvermögen  zu verwenden. Es ist möglich, aus den oben erwähnten  Materialien entspannte permanent     kräuselbare    Fasern  zu erzeugen, die um weniger als 3% schrumpfen.  



  Im Verfahren zur Herstellung von     Bauschgarnen     durch Schrumpfung, wie in der     US-Patentschrift     Nr. 2 810 281 beschrieben, haben die verschiedenen  Fasern kein genügend unterschiedliches Schrumpf  vermögen und es werden deshalb grosse Anteile von  schrumpffähigen Fasern verwendet. Überdies wird das  Garn nicht behandelt, um den     Einfluss    der Schrump  fung auszuschalten, d. h. die mangelnde Streckfähig  keit wird nicht neutralisiert.

   In dem in dieser Patent  schrift beschriebenen Beispiel ist die     Differenz-          Schrumpfung    der beiden Arten von     Polyacrylnitril-          Fasern    etwa     200/",    während nach den Beispielen des  vorliegenden Verfahrens diese mindestens 30 bis 35  ausmacht.

   Die Garne, welche nach dem Verfahrens  beispiel dieser Patentschrift hergestellt werden, enthal  ten einen Anteil von 40% an     unverstreckbaren    Fasern  und sind somit selbst ebenfalls nicht     verstreckbar.    Ge  mäss dieser Patentschrift wird auf die Bedeutung eines  genügenden Anteiles dieser     unverstreckbaren    Kompo  nente hingewiesen, um zu gewährleisten, dass das fertige  Garn eine genügende Zugfestigkeit erhält.  



  Vielen synthetischen Fasern wird das hohe  Schrumpfvermögen durch ein als  Kaltziehen  oder        Streck-Spinnen     bezeichnetes Verfahren vermittelt.  Dieses Verfahren wird praktisch unmittelbar nach dem  Spinnen der kontinuierlichen Fasern mittels Spinn  düsen durchgeführt. Solche kalt gezogene Fasern sind       bezüglich    ihrer Dimension unstabil, indem sie bei ent  sprechender, vom Material abhängiger Erwärmung  auf ihren ursprünglichen Zustand beim Spinnen ein  schrumpfen. Bei kalt gezogenen bzw.     verstreckten     Fasern, ist das Schrumpfvermögen nicht durchwegs  ausreichend für das     vorliegende    Verfahren, je nach  Wahl der     kräuselbaren    Fasern.

   Für die schrumpfbaren  Fasern werden kalt     verstreckte        Polyvinylchlorid-Fasern     bevorzugt. Unter dem Markennamen      Fibravyl     ist  eine solche Faser bekannt, die sich um 50-60% ihrer  Länge zusammenziehen kann, während bei       Retrac-          tyl    30  die Kontraktion etwa 35% ausmachen kann.  Geeignet sind auch     Polyvinylidenchlorid-Fasern    und  Mischpolymere aus     Vinylchlorid    und/oder     Vinyliden-          chlorid,    speziell mit     Acrylnitril.     



  Je höher das Schrumpfvermögen der Faser ist, um  so günstiger ist dies allgemein für das Verfahren. Es  müssen genügend Fasern mit hohem Schrumpfvermö  gen vorhanden sein, um in den     kräuselbaren    Fasern  die notwendige .Kräuselung hervorzurufen. Je kleiner  das Schrumpfvermögen ist, um so grösser muss der  Anteil dieser Fasern im Garn sein. Die geschrumpfte  Faser (welche ursprünglich hohes Schrumpfvermögen  besass) trägt im fertigen     Bauschgarn    nicht wesentlich  zu dessen     Bauschigkeit    bei (abgesehen von dessen Ein-           fluss    während des     Kräuselvorganges)    und infolge ihres       unverstreckbaren    Charakters ist sie nunmehr uner  wünscht.

   Somit soll also der Anteil der Faser mit  hohem Schrumpfvermögen möglichst gering sein, so  dass gerade noch die notwendige Schrumpfkraft auf  gebracht werden kann.  



  Wie aus den Beispielen ersichtlich ist, ist es möglich,  gute und kommerziell verwendbare Resultate zu erhal  ten, indem überwiegend     Polyacrylnitril-Fasergarne     erzeugt werden, die 2-10 Gewichtsprozent     Polyvinyl-          chlorid-Fasern    mit hohem Schrumpfvermögen enthal  ten. Das genaue Verhältnis der Faseranteile hängt von  den individuellen Eigenschaften des Garnes und seiner  Komponenten ab, speziell der Art der permanent       kräuselbaren    Faser, der Art der Faser mit hohem  Schrumpfvermögen und der Anzahl von Fasern im  Garnquerschnitt.

   Es ist klar, dass es üblicherweise eines  grösseren Anteiles von Fasern mit hohem Schrumpf  vermögen bedarf, wenn das Garn eine relativ kleine  Zahl von Fasern pro     Querschnittseinheit    enthält, und  zwar infolge der Schwierigkeit, welche sich der gleich  mässigen Verteilung der Fasern mit hohem Schrumpf  vermögen entgegenstellt, da ja ein Zusammenziehen  bzw. Verkürzen des Garnes als Ganzes resultieren  muss.  



  Je grösser der Anteil der im fertigen Garn an sich  unerwünschten Faser     mit    dem früher hohen Schrumpf  vermögen ist, desto grösser ist die Arbeit, den Einfluss  dieser Faser im Garn zu neutralisieren. Üblicherweise  ist es unerwünscht, mehr als 20 Gewichtsprozent von  Fasern mit hohem Schrumpfvermögen zu verwenden,  jedoch können je nach Endzweck des Garnes höhere  Anteile, beispielsweise bis zu 25 oder     30%    solcher  Fasern verwendet werden.  



  Der     Einfluss    der Faser mit hohem Schrumpfver  mögen wird dadurch neutralisiert, dass das Garn in  vorbestimmtem Ausmass gestreckt wird. Durch die  Streckung des Garnes werden die einzelnen geschrumpf  ten Fasern relativ zueinander und bezüglich der ge  kräuselten Fasern verschoben oder sogar zerrissen.  Wenn die Streckspannung reduziert wird, zieht sich  das Garn infolge der Gegenwart der gekräuselten Fa  sern zusammen. Darnach ist das Garn ohne weiteres  dehnbar, da die Schrumpffasern praktisch keinen Ein  fluss mehr haben.  



  Die so hergestellten Garne besitzen ein Aussehen,  welches demjenigen von konventionellen gesponnenen  Garnen ähnlich ist, jedoch besitzen sie eine hohe elasti  sche Dehnbarkeit, d. h. eine Dehnbarkeit in der Grö  ssenordnung von 25-45 %.  



  Das fertige     Bauschgarn    kann neben den gekräusel  ten Fasern und den Schrumpffasern auch Anteile von  Fasern anderer Eigenschaften und Materialien enthal  ten. Je nach den Eigenschaften dieser zusätzlichen  Fasern kann das fertige Garn verändert werden. Bei  spielsweise wäre es auch möglich, zwei oder mehr ver  schiedene Arten von     kräuselbaren    Fasern mit unter  schiedlichem Schrumpfvermögen zu verwenden. Ebenso  ist es denkbar, zwei oder mehr verschiedene Arten von  Fasern mit hohem Schrumpfvermögen zu verwenden.    Durch geeignete Auswahl von     Fasern    hierfür und Ab  stimmung der Verfahrensbedingungen ist es möglich,  Garne mit vorbestimmter     Bauschigkeit    und Dehnbar  keit zu erzeugen.  



  Die Schrumpfung kann in billiger Weise ausge  führt werden. Wichtig ist allerdings, dass das Garn sich  soweit möglich in spannungsfreiem Zustand befindet,  um eine gleichmässige Schrumpfung der Fasern mit  hohem Schrumpfvermögen zu erhalten. Die Schrump  fung kann     zweckmässigerweise    durch Dämpfen im       Autoklav    erfolgen, wobei die Garnstrange in     flachen     Behältern angeordnet werden, um zu gewährleisten,  dass keine Spannung im Garn vorhanden ist.  



  In der Zeichnung ist eine geeignete Apparatur zum  Strecken des Garnes im Aufriss dargestellt.  



  Ein Garnstrang, welcher aus dem Garn A gebildet  ist, wird über einen Garnhaspel B gelegt, der auf einem  Zapfen b drehbar ist. Der Zapfen ist beispielsweise am  Rahmen der Maschine befestigt. Das Garn A wird  durch eine Vorrichtung D geführt, welche ein über  mässiges Abwickeln verhindert und hierauf über eine  Rolle     R1.    Die Rolle     R1    besteht beispielsweise aus einem  Kern, der mit einer Hülse oder einem Mantel aus  Gummi oder synthetischem Material gebildet ist und  eine genügende Reibung aufweist, um ein Gleiten des  Garnes auf der     Rollenoberfläche    zu verhindern.

   Die  Rolle R 1 ist auf einer Welle angeordnet, die im Rahmen  der Maschine gelagert ist, so dass sich die Rolle drehen  kann, jedoch ist deren Drehbewegung durch eine  Bremsvorrichtung begrenzt, welche eine federbelastete  Einstellschraube     Dz    besitzt und einen Reibungswider  stand auf die Rolle ausübt. Die Vorrichtung D ist so  angeordnet, dass das durch dieselbe verlaufende Garn  die Rolle     R1    mit einer anderthalbfachen Umschlingung  verlassen kann.  



  Das Garn von der Rolle     R1    wird durch einen  Klemmpunkt geführt, der durch zwei Rollen     R2    und       R3    gebildet ist, von denen jede mit einem Mantel oder  einer Hülse aus Gummi oder einem anderen nach  giebigen Material versehen ist. Die Rolle     R2    ist auf  einer Welle     S    angeordnet, welche zwischen im Ma  schinengestell angeordneten Lagern abgestützt ist. Auf  dem einen Ende der Welle     S    sitzt eine     Riemenscheibe     P, über welche die Welle von einem Elektromotor M  und einen Riemen angetrieben wird. Bei der Rolle R3  handelt es sich um eine Druckrolle, die auf einem  Zapfen     S3    frei drehbar ist.

   Der Zapfen     S2    ist an einem  schwenkbaren Bügel befestigt und wird mittels einer  nicht dargestellten Feder nach abwärts gedrückt, so  dass die Rollen     R3    in paralleler Lage gegen die Rolle     R2     angedrückt wird. Damit entsteht zwischen den beiden  Rollen ein Klemmpunkt.  



  Der Abstand vom Zentrum der Rolle     R1    an den  Klemmpunkt der Rollen     R2    und     R3    ist etwas grösser,  als die längsten     Stapelfasern,    welche im zu streckenden  Garn enthalten sind. Wenn die Rolle     R2    durch den  Motor M angetrieben wird, so ziehen die beiden Rol  len     R2    und     R3    das Garn entgegen der Bremswirkung  der Rolle     R1,    welche durch die Schraube     B2    einge  stellt werden kann, nach vorwärts. Das den Klemm-           punkt    verlassende gestreckte Garn wird in eine Kanne  abgelegt, und zwar in Form von Windungen im span  nungslosen Zustand.  



  Die auf die Rolle     R1    ausgeübte Reibung kann zwi  schen Null und einem Maximum verändert werden,  bei welchem letzteren Reibungszustand das durch die  Maschine verlaufende Garn zerrissen wird. Zwischen  diesen Grenzen kann die gewünschte Streckung des  Garnes eingestellt werden. Die Einstellung muss dabei  so sein, dass der     Einfluss    der geschrumpften Fasern auf  gehoben wird. Selbstverständlich lässt sich zur Brem  sung auch ein zweites Rollenpaar verwenden, dessen  Drehzahl geringer ist, als diejenige des Rollenpaares       R2    und     R3.     



  Selbstverständlich lässt sich auch eine Mehrzahl  von Garnen in ähnlicher Weise behandeln, wobei ein       kontinuierliches    Verfahren unter Verwendung von  zwei Rollenpaaren vorzuziehen ist.  



  Nachfolgend sind einige Verfahrensbeispiele be  schrieben, in welchen die angegebenen Prozentzahlen,  soweit nicht anderes bestimmt ist, Gewichtsprozente  bedeuten.  



  <I>Beispiel I</I>  Aus 10%      Fibravyl     und 90%     acrylischen    Fasern       ( Courtelle ,    6 Den.) wurde eine Fasermischung er  zeugt.. Die     Fasern.    wurden gründlich gemischt, ge  streckt und hierauf in einer offenen Strecke gesponnen  und nach dem     Kammgarnsystem    auf Ringspinnma  schine und     Flyer    weiterverarbeitet. Es lässt sich aller  dings auch irgendein anderes Verfahren zum Spinnen  von     Stapelfasern    verwenden.

   Die erzeugten Garne hat  ten     1/,'    s     we        (Kammgarnnummer)    und     2/1s'    s     wc.    Die  einfachen Garne wurden mit Z-Drehung gesponnen,  während bei Mehrfachgarnen     S-Drehung    verwendet  wurde. Diese Bedingungen wurden auch in den folgen  den Beispielen eingehalten. Das gesponnene Garn  wurde in Strängen in offenem und gefaltetem Zustand  einer Dampfbehandlung in einem     Autoklav    bei etwa  105  C während 6 Min. ausgesetzt; hierbei befanden  sich die Garnstrange in spannungslosem Zustand.  



  Es zeigte sich, dass die Garne sich um etwa die       Hälfte    ihrer gesponnenen Länge zusammengezogen  hatten, d. h. es trat eine Kontraktion oder Schrump  fung um etwa 50 % ein.  



  Die Garne wurden hierauf temporär auf ihre ur  sprüngliche gesponnene Länge gestreckt, und zwar in  der Maschine nach     Fig.    1. Die fertigen Garne besassen  eine stabile Länge von etwa     700,/.    der     ursprünglichen     gesponnenen Länge und wiesen eine elastische Deh  nung von 40-50 % auf.    <I>Beispiel</I>     Il     Aus 8 %       Fibravyl     und 92 %     ungestreckten        acryli-          schen    Fasern.(      Courtelle ,    6 Den.) wurde eine Mi  schung erzeugt.

   Aus dieser Mischung gesponnene  Garne, welche wie im Beispiel I einer Dampfbehand  lung ausgesetzt wurden, zeigten eine Schrumpfung um  etwa 43 % ihrer ursprünglichen Länge. Nach dem  Strecken besassen sie etwa     75"/.    der ursprünglichen    Länge und wiesen eine elastische Dehnung von etwa       30"/"    auf.  



  <I>Beispiel</I>     III     Aus     40/'.          Retractyl    30  und 96 %     ungestreckten,          acrylischen    Fasern ( Orion 42 , 6 Den.) wurde eine  Mischung erzeugt. Garne aus dieser Mischung wurden  wie im Beispiel I in einem     Autoklav    gedämpft, wonach  sie auf     62%    ihrer     ursprünglichen    Länge einschrumpf  ten. Nach dem Strecken besassen sie etwa 80      /o    ihrer  ursprünglichen Länge und eine elastische Dehnung  von etwa 25%.  



  <I>Beispiel IV</I>  Aus 2 %       Retractyl     und 98 %     ungestreckten        acry-          lischen    Fasern ( Orion 42 , 6 Den.) wurde eine Mi  schung erzeugt. Garne aus dieser Mischung schrumpf  ten bei Behandlung in einem     Autoklav    auf 67 % ihrer  ursprünglichen Länge ein. Nach dem Strecken besassen  sie eine Länge von 80      /o    und eine Dehnung von 25 %.  <I>Beispiel V</I>  Aus 8 %       Fibravyl     und 92 % Nylon (B. N. S. Nylon  66, 3 Den.) wurde eine Mischung erzeugt. Die Fasern  wurden in einem     Autoklav    bei 146 C während 10 Min.  einer Dampfbehandlung ausgesetzt.

   Dabei erfolgte  eine Schrumpfung auf<B>5001.</B> der ursprünglichen Länge,  wobei die Garne nach dem Strecken sich auf etwa 70  der ursprünglichen Länge zusammenzogen und eine  elastische Dehnung von 400/" aufwiesen.  



  <I>Beispiel</I>     V1     Aus 8%      Retractyl    30  und 92%      Terylene ,    4  Den. wurde eine Mischung erzeugt. Garne aus dieser  Mischung wurden einer Dampfbehandlung wie in Bei  spiel V ausgesetzt und besassen darnach eine ge  schrumpfte Länge von 65 % der ursprünglichen Länge.  Nach dem Strecken zogen sich die Garne auf     750/"    der  ursprünglichen Länge zusammen und wiesen eine elasti  sche Dehnung von 30% auf.  



  In allen beschriebenen Beispielen wurden die     Garn-          strange    in     flache    Behälter oder Schalen gelegt, um den  spannungslosen Zustand während des     Schrumpfens     zu gewährleisten.  



  Für das Verfahren ist es keine Bedingung, dass  Stapelfasern verwendet werden und es lassen sich auch  endlose Fasern verwenden. Beispielsweise lässt sich  eine geringe Menge von endlosen Fasern mit den     Sta=          pelfasern    mischen, um eine bestimmte Wirkung bezüg  lich Eigenschaft oder Aussehen des Garnes zu erzeugen.  Vorzugsweise bestehen die Fasern von hohem  Schrumpfvermögen aus endlosen Fasern statt aus  Stapelfasern. Die Neutralisierung der geschrumpften  Fasern wird dabei in gewissen Fällen nicht nur durch  Streckung des Garnes vorgenommen, sondern die end  losen Fasern können vorerst geschwächt oder zerrissen  werden, indem das Garn zwischen zwei Zylindern hin  durch geführt wird, von denen mindestens der eine  eine gerippte     Oberfläche    aufweist.

   Diese Behandlung  wird vor dem Strecken durchgeführt. Eine geeignete  Apparatur zur Behandlung von Einfach- oder Mehr-      Fachgarnen, welche auch als      Turbo-Stapler     bezeich  net wird, ist in der     US-Patentschrift    Nr. 2 419 320 be  schrieben.  



  Es zeigt sich, dass die Faserlänge im Falle von Sta  pelfasern offenbar keinen wesentlichen Einfluss hat,  und zwar sowohl in bezug auf die     Kräusel-    wie auch  auf die Schrumpffasern. Die Fasern können alle die  gleiche oder unterschiedliche Länge aufweisen.    <I>Beispiel</I>     VII     Aus 5% einer     acrylischen    Faser (3 Den., 41/2" Sta  pel) mit     35-400/"    restlicher Schrumpfung und 95  einer anderen     acrylischen    Faser (3 Den. endlos auf  einem     Turbostapler    behandelt) mit nur 2%     restlicher     Schrumpfung wurde eine Mischung erzeugt.

   Es wurde  ein Garn der     Kammgarn-Nr.        4/1s'    s gesponnen. Dieses  wurde in einem     Autoklav    bei 115 C und 1,7     at    während  5 Min. gedämpft. .Die Garne wurden auf etwa :die  doppelte entspannte Länge gestreckt, um die -unter  Wärme geschrumpften Fasern auseinander zu reissen,  und hierauf vollständig     entspannt.-          Dieser    Vorgang wurde mit einem Garn bestehend  aus 10%     acrylischen    Fasern mit 35-40% restlicher  Schrumpfung und     900/"        acrylischen    Fasern mit 2  restlicher Schrumpfung wiederholt.

   Die folgende Ta  belle gibt die durchschnittlichen Längenwerte in cm  von 3 Mustern mit 1 Meter gesponnener Länge der  obigen Garne nach jedem Schritt des Verfahrens an.  Die einzelnen Fasern waren stark gekräuselt und die  fertigen Garne besassen grosse     Bauschigkeit    sowie eine  angemessene Dehnung.  
EMI0005.0020     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Mischung <SEP> 5/95 <SEP> 10/90
<tb>  nach <SEP> Dampfentspannung <SEP> 57 <SEP> 51
<tb>  max. <SEP> Streckung <SEP> 87 <SEP> 87
<tb>  nach <SEP> 3 <SEP> Min. <SEP> Entspannung <SEP> 60,5 <SEP> 57

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung eines elastisch dehn baren Bauschgarnes durch Verarbeitung eines über wiegenden Anteils an permanent kräuselbaren thermo- plastischen Fasern mit einem kleineren Anteil an Fa sern mit hohem Schrumpfvermögen zu einem Misch garn, Schrumpfung der zweitgenannten Komponente unter gleichzeitiger Kräuselung der erstgenannten Komponente und Fixierung dieser Kräuselung, da durch gekennzeichnet, dass das Garn nachher einer Streckoperation unterzogen wird, um die geschrumpf ten Fasern relativ zueinander und relativ zu den ge kräuselten Fasern zu verschieben und damit den Ein fluss der geschrumpften Garnkomponente auf die Dehnbarkeit des Garnes aufzuheben. Il.
    Elastisch dehnbares Bauschgarn, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die kräuselbaren Fasern praktisch nicht schrumpfbar sind. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die schrumpfbaren Fasern kalt ge zogen sind. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die schrumpfbaren Fasern Poly- vinylchlorid-Fasern sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, und Unter ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die kräuselbaren Fasern Acrylnitril-Mischpolymer-Fasern sind. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der Polyvinylchlorid-Fasern 2-10 Gewichts prozent ausmacht.
CH945861A 1960-08-12 1961-08-11 Verfahren zur Herstellung eines Bauschgarnes CH381353A (de)

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