CH381490A - Einrichtung zum stossfreien Schalten von Zwei- oder Mehrganggetrieben - Google Patents
Einrichtung zum stossfreien Schalten von Zwei- oder MehrganggetriebenInfo
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Description
Einrichtung zum stossfreien Schalten von Zwei- oder Mehrganggetrieben Es sind bereits mehrgängige Getriebe bekannt, bei denen die Zahnräder sich in dauerndem Angriff befin den und bei denen jedem Gang je eine Flüssigkeits kupplung zugeordnet ist. Hierbei ist es auch schon bekanntgeworden, den Schaltvorgang, d. h. den Übergang von einem Gang auf den andern so vorzu nehmen, dass zwecks Vermeidung einer Unterbrechung der Antriebskraft bzw. Abtriebskraft der Füllvorgang und damit das Einrücken der einen Flüssigkeitskupp lung sich zeitlich mit dem Entleerungsvorgang bzw. Ausrücken der anderen Flüssigkeitskupplung über deckt.
Die Schwierigkeiten bei der Anwendung solcher Anordnungen liegen in der Steuerung der Vorgänge, welche bislang verhältnismässig kompliziert war, wo bei auch die Anpassung an verschiedenartige Vorbe dingungen äusserst schwierig war.
Die Erfindung soll diese Nachteile beseitigen und eine in der Betätigung sehr einfache und in der Funk tion sehr sichere Einrichtung zum stossfreien Schalten von Zwei- oder Mehrganggetrieben schaffen.
Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zum stossfreien Schalten von Zwei- oder Mehrganggetrieben, mit mindestens zwei Strömungskupplungen, welche zwei oder mehr über je eine dieser Strömungskupplun gen arbeitende Gangbereiche bestimmen. Bei einer solchen Einrichtung wird die Kombination der nach folgenden Merkmale vorgeschlagen a) dass die Gangbereiche für den gleichen Abtriebs- drehsinn und für verschiedene Übersetzungsbereiche vorgesehen sind, b) dass aufeinanderfolgenden Gangbereichen je eine andere Strömungskupplung zugeordnet ist, c) dass jede Strömungskupplung Füllungsregel organe sowohl zur Entleerung als auch zur stufenlosen Füllungsregelung aufweist, d)
dass eine auf ein einziges Kommandoorgan an sprechende Steuervorrichtung für die Betätigung der Füllungsregelorgane aller Kupplungen nach Art einer Programmsteuerung vorgesehen ist und e) dass diese Steuervorrichtung ferner derart aus gebildet ist, dass sie das Umschalten auf einen andern Gangbereich durch stetiges Entleeren einer Kupplung und gleichzeitiges Füllen einer andern Kupplung be wirkt, damit der Gangbereichwechsel stossfrei sowie ohne wesentliche Minderung des Abtriebsmoments erfolgt.
Die Steuervorrichtung kann eine Steuerwelle auf weisen, welche fest oder einstellbar mit sich verbunden eine der Anzahl der Kupplungen entsprechende Anzahl von Kurven- oder Nockenscheiben trägt, welche gegen einander winkelversetzt, gegebenenfalls einstellbar winkelversetzt, angeordnet sind, wobei jeder Kurven- oder Nockenscheibe ein Steuerventil für Füllen bzw. Entleeren der zugehörigen Kupplung zugeordnet ist und wobei die Steuerweile eine Verbindung mit dem Kommando-Organ besitzt.
Ferner kann jede Kurven- oder Nockenscheibe mittels Übertragungsmittel ein Steuerventil betätigen, das zum Verändern der Querschnitte der Fülleitung und/oder der Entleerleitung der Kupplung dient. Es ist zweckmässig, wenn zwecks Einregulierung des je weils geforderten Flüssigkeitsstandes in jeder Kupp lung die zugehörige Kurven- oder Nockenscheibe mit Hilfe von Übertragungsmitteln das Einstellen der Lage eines Schöpfrohres besorgt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführung des Erfin dungsgegenstandes kann die Steuerwelle ein weiteres kurven- oder nockenscheibenartiges Organ tragen, welches das verschiebbare Element eines Vorsteuer ventils betätigt, mit der Massgabe, dass das Vorsteuer ventil das Steuerventil der momentan zu füllenden und somit einzurückenden Kupplung für das Steuern des Füllorgans betriebsbereit macht, während durch das Vorsteuerventil gleichzeitig das Steuerventil oder die Steuerventile der anderen Kupplung bzw. der anderen Kupplungen betriebsbereit für das Entleeren gemacht werden.
Das Vorsteuerventil kann mit einer Steuerdrucköl- Speiseleitung und mit einer Rückleitung zum Ölbehäl ter versehen sein und Steuerdrucköl-Leitungen besitzen, welche zu den Steuerventilen führen, mit der Massgabe, dass das einer Steuerdrucköl-Leitung zugeordnete Steuerventil durch Auftreten von Druck in dieser Steuerdrucköl-Leitung betriebsbereit zum Füllen ge macht wird, also dadurch, dass das Vorsteuerventil diese Steuerdrucköl-Leitung mit der Steuerdrucköl-Speise- leitung verbindet,
während die Steuerdrucköl-Leitung des anderen Steuerventils bzw. die Steuerdrucköl-Lei- tungen der anderen Steuerventile gleichzeitig durch das Vorsteuerventil mit der Rückleitung verbunden sind, so dass das letztgenannte Steuerventil bzw. die letztgenannten Steuerventile bereit gemacht sind, das Entleeren bzw. Leerbleiben der dem letztgenannten Steuerventil bzw. den letztgenannten Steuerventilen zugeordneten Kupplung bzw. Kupplungen zu ermög lichen bzw. zu steuern.
Beim- Drehen der Steuerwelle kann jeweils eine Kupplung über das zugehörige Schöpfrohr und gege benenfalls auch über das zugehörige Steuerventil ent leert und die andere Kupplung gleichzeitig über deren zugehöriges Steuerventil gefüllt werden, wobei die Nockengestalt und die Winkellage des kurven- oder nockenscheibenartigen Organs für das Vorsteuerventil gegenüber den Kurven- oder Nockenscheiben der Steuerventile so gewählt sind, dass bei dem bzw.
un mittelbar vor dem Füllvorgang einer Kupplung das dieser Kupplung zugeordnete Steuerventil durch das Vorsteuerventil mit die Betriebsbereitschaft zum Füllen herstellendem Steuerdrucköl versorgt und gleichzeitig die Steuerdruckölversorgung des Steuerventils oder der Steuerventile der andern Kupplung bzw. Kupplungen unterbrochen wird.
Bei einer Einrichtung für ein zweigängiges Schalt getriebe kann die Kupplung eines Getriebeganges für die Spitzenlast bestimmt sein, wobei dieser Gang in einem Drehzahlbereich von einem Teilwert der vollen Abtriebsdrehzahl des Schaltgetriebes an bis zu dieser vollen Abtriebsdrehzahl wirksam ist, während die Kupplung des anderen Getriebegangs für die Normal last bestimmt ist und in einem Drehzahlbereich von der Mindestabtriebsdrehzahl des Schaltgetriebes bis zu dem vorgenannten Teilwert, der vollen Abtriebs drehzahl wirksam ist, wobei also ein die Steuerwelle beeinflussender Drehzahlregler so eingestellt ist,
dass die stossfreie und zugkraftunterbrechungslose Um schaltung von einer Kupplung auf die andere bei dem vorgenannten Teilwert der vollen Abtriebsdrehzahl stattfindet.
In mindestens einer Steuerleitung kann ein aus wechselbares oder einstellbares Drosselorgan vorge sehen sein. Für die Steuerung mindestens einer zusätzlich vor gesehenen mechanischen Kupplung des Getriebes kann auf der Steuerwelle ein weiteres pockenartiges Organ vorgesehen sein, dem ein die mechanische Kupplung steuerndes Organ bzw. ein über ein besonderes Steuer ventil mittelbar steuerndes Vorsteuerventil zugeordnet ist.
Schliesslich können die beweglichen Teile der Steuerventile derart einer Rückführkraft unterworfen werden, dass beim Ausbleiben des Steueröldruckes die Steuerventile ihre dem Entleeren der zugehörigcn Kupplung entsprechende Stellung einnehmen.
Auf den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbei spiele gezeigt, und zwar zeigen Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Schalteinrich tung für ein zweigängiges Getriebe, Fig. 2 eine Ausführungsform der Einrichtung für ein dreigängiges Getriebe, Fig. 3 ein Schema für das zu der Einrichtung nach Fig. 2 gehörende Dreiganggetriebe,
Fig. 4a-c den Kraftverlauf des vorgenannten Drei ganggetriebes und Fig. 5 ein Diagramm für den Verlauf der Abtriebs- drehzahl des gleichen Getriebes in Abhängigkeit von seinem Abtriebsdrehmoment.
Mit der Einrichtung soll bei einer bestimmten vom Regler geforderten Abtriebsdrehzahl von einer Kupp lung auf die andere umgeschaltet werden, ohne dass während des Schaltvorganges wesentliche Drehzahl schwankungen auftreten.
Die Kupplung 1 ist z. B. bei der Ausführung gemäss Fig. 1 für die Spitzenlast bestimmt. Ihr Drehzahlbe reich geht von etwa 80 % der Volldrehzahl bis zur Volldrehzahl. Die Kupplung 11 ist für die Normallast bestimmt. Ihr Drehzahlbereich geht von der Mindest drehzahl bis etwa 80 % der Volldrehzahl.
Beim Anfahren des Kupplungsgetriebes werden zwangläufig die auf einer gemeinsamen Welle sitzende Kreiselpumpe 1 und die Zahnradpumpe 2 von der Primärwelle 3 über ein Kegelradvorgelege 4 angetrie ben. Die Kreiselpumpe 1 dient zur Füllung der Kupp lungen und die Zahnradpumpe 2 liefert das Steueröl und das Öl für die Lager- und Zahnradschmierung. Das Öl von der Zahnradpumpe 2 gellt über das Dop pelfilter 5 (Rückschlagventil a soll das Leerlaufen der Leitungen nach dem Abstellen des Doppelkupplungs- getriebes verhindern) zum Vorsteuerventil 6.
Mit dem Drosselplättchen h soll der erforderliche Steueröldruck eingestellt werden. Mit Hilfe des Vorsteuerventils 6 soll die jeweils einzuschaltende Kupplung mit Drucköl versorgt und zugleich die Steuerölleitung der jeweils abzuschaltenden Kupplung auf folgende Weise druck los gemacht werden: Die Nockenscheibe c ist gemäss dem gewählten Programm z. B. so auf der Steuerwelle d befestigt, dass der Nocken bei etwa 80 % der Volldreh zahl den Steuerkolben e betätigt. In seiner untersten Lage gibt der Steuerkolben e die Steuerkante (frei, so dass das Drucköl durch die Bohrung g in den Raum h gelangt und den Zwischenkolben i unter Überwindung des Federdruckes der Feder k nach oben drückt.
In dieser oberen Stellung des Zwischenkolbens i wird Kupplung 1 mit Drucköl versorgt, während Kupplung 11 entlastet wird. Wird der Steuerkolben e beim Auf laufen den auf kleineren Durchmesser der Nocken scheibe c durch Feder t nach oben bewegt, so schliesst die Steuerkante f die Druckölzufuhr ab und verbindet den Raum h mit dem Ablauf<I>1,</I> dadurch wird Raum<I>h</I> drucklos und der Zwischenkolben i wird durch die Federkraft der Feder k in seine untere Stellung ge bracht. In dieser unteren Stellung des Zwischenkolbens i wird Kupplung 1I mit Drucköl versorgt, während Kupplung 1 entlastet wird.
Das Drucköl drückt beim Einschalten einer Kupp lung in deren Steuerventil 7 bzw. 8 den Kolben n nach oben, bis die Rolle o an der Kurvenscheibe p anliegt. Der Kolben ist über das Zahnsegment g mit dem Schöpfrohr m verbunden, so dass nun der Regler die Schöpfrohrstellung diktiert und der Kolben n das von der Kreiselpumpe 1 durch die Leitung y, y' kommende Öl zum Füllen der Kupplung freigibt (siehe die Stel lung der Regelorgane für Kupplung 1). Beim Wieder abschalten der Kupplung wird der Raum unter dem Steuerkolben n durch das Vorsteuerventil 6 drucklos gemacht.
Der Kolben n wird durch den Federdruck der Feder r in seine unterste Lage und damit auch das Schöpfrohr m in seine äusserste Stellung gebracht, wo durch die Kupplung vollständig entleert wird (Steuer organ-Stellung für Kupplung 11). Mit Hilfe des Dros selplättchens s soll der Entleervorgang so abgebremst werden, dass er zeitlich mit dem durch die Form der Nocken p bestimmten Füllvorgang der anderen Kupp lung übereinstimmt und das Umschalten ohne wesent liche Zugkraftminderung erfolgt.
Nach dem Anfahren des Doppelkupplungsgetriebes sind noch beide Kupplungen leer und somit beide Kolben n in der untersten Stellung; dabei soll möglichst wenig Öl in die Kupplungen gelangen. Das gesamte von der Kreiselpumpe 1 geförderte Öl wird bei diesem Zustand über ein Überströmventil (hier nicht darge stellt) in den Ölbehälter zurückgefördert. Mit 9 ist der Ölsumpf des Getriebes und mit 10 ein Kühler zum Rückkühlen des heissen Kupplungsöles bezeichnet.
Noch nicht erwähnt ist eine Kolbenstange s', welche zwischen einer Kurven- oder Nockenscheibe p einerseits und einem Steuerventil 7 bzw. 8 anderseits angeordnet ist, also vorzugsweise einerseits den Steuer kolben des Steuerventils und anderseits die Rolle o trägt. Die Kolbenstange s' trägt im Beispiel eine Ver zahnung, die mit dem Übersetzungssegment zusammen wirkt.
Die Leitung v bzw. v' ist eine Steuerdrucköl-Lei- tung, wie sie zwischen dem Vorsteuerventil und jedem Steuerventil n vorgesehen ist.
Die Leitung w ist eine Rückleitung vom Vorsteuer ventil 6 zum Ölsumpf 9 oder dergleichen.
K' ist das eigentliche Kommando-Organ, welches beispielsweise auf der Steuerwelle d als Drehhebel sitzt und mittels der Stange 11 mit einem hier nicht darge stellten Regler in Verbindung steht. Dieser Regler er hält seine Regelimpulse von der anzutreibenden Ma- schine in Abhängigkeit einer ihrer Betriebsgrössen, z. B. in Abhängigkeit des etwa konstant zu haltenden Förderdruckes eines Ventilators oder einer Kessel speisepumpe.
Die Leitung x ist die Schöpfrohrableitung.
Die Leitung y ist die Speiseleitung zwischen der Kreiselpumpe 1 und dem zugehörigen Steuerventil; die Leitung y' korrespondiert mit der Leitung y und führt in die Kupplung, ist also eine Füll-Leitung.
Fig. 2 zeigt eine der vorbeschriebenen Einrichtung ähnliche Einrichtung mit zum grossen Teil gleichen Bauelementen, jedoch für ein dreigängiges Überset zungsgetriebe mit zwei Strömungskupplungen. In Fig. 3 ist ausserdem das Schema dieses Getriebes dar gestellt. Hierbei sind mit I und II wiederum die beiden regelbaren Strömungskupplungen bezeichnet, während mit 20 der Antriebsmotor und mit 21 bis 26 je paar weise miteinander kämmende Stirnzahnräder beziffert sind.
Die beiden Zahnräder 24 und 26 sitzen auf je einer Hohlwelle 27 bzw. 28 und sind mittels der me chanischen Doppelschaltkupplung 29, 30 (die hier pneumatisch durch den Schaltzylinder 31 betätigbar ist) wahlweise mit der Vorgelegewelle 32 kuppelbar.
Die Schaltweise und der Kraftverlauf dieses Ge triebes sind aus den Fig. 4a bis 4e ersichtlich. Hiernach wird im ersten, untersten Gang das Drehmoment über die Getriebeeingangswelle 33 die regelbare Strömungs kupplung 1, die Zahnräder 21, 22, Vorgelegewelle 32, die mechanische Schaltkupplung 29 und die Zahn räder 26, 25 auf die Abtriebswelle 34 übertragen (Fig. 4a). Im zweiten Gang ist die Strömungskupplung I entleert und statt deren die Strömungskupplung 11 gefüllt, so dass nunmehr die Zugkraft über 33, I1, 34 weitergeleitet wird (Fig. 4b).
Im dritten Gang ist die Strömungskupplung 1I geleert und wiederum die Strö mungskupplung I gefüllt und ausserdem die mechani sche Schaltkupplung 30 eingerückt. Der Kraftverlauf geht hierbei über<B>33,1,21,22,32,30,24,23,</B> 34 (Fig.4c). Das Umschalten zwischen diesen Gängen erfolgt auch hier durch zeitlich entsprechend abgestimmtes Füllen der einen und Entleeren der anderen Strömungskupp lung stossfrei und ohne merkliche Zugkraftminderung. Das Umschalten der mechanischen Doppelschalt kupplung 29, 30 geschieht im unbelasteten Zustand zu einem Zeitpunkt nach dem Ausschalten des ersten und vor dem Einschalten des zweiten Ganges.
Fig. 5 zeigt schliesslich in Diagrammform den Zu sammenhang zwischen dem Abtriebsmoment Ma, und der Abtriebsdrehzahl na des Getriebes. Hiernach kön nen im untersten Gang Abtriebsdrehzahlen und Aus gangsdrehmomente bis zu dem Betriebspunkt A erzielt werden, im zweiten Gang bis zu dem Betriebspunkt B und im dritten Gang bis zu dem Betriebspunkt C. Letzterer entspricht der vollen Drehzahl und dem maximalen Abtriebsdrehmoment des Antriebs.
In Fig. 2 sind alle jene Teile, die mit denen der Ein richtung nach Fig. 1 übereinstimmen, mit gleichen Bezugszeichen wie dort versehen oder unbezeichnet gelassen. Ein Unterschied besteht allerdings darin, dass nach Fig. 2 die Kurvenscheibe p' nunmehr zwei Hök- ker 40 und 41 aufweist, wobei der erste (40) im ersten Gang und der zweite (41) im dritten Gang mit der Rolle o in Berührung steht. Dadurch wird bewirkt, dass die Strömungskupplung 1 durch Verdrehen der Steuerwelle d für zwei verschiedene Gänge, nämlich für den ersten und dritten Gang, eingeschaltet wird und somit in zwei verschiedenen Gängen als Regel kupplung arbeitet.
Als weitere Abweichung weist die Einrichtung nach Fig. 2 noch eine zweite Nockenscheibe e' auf, die ein zweites Vorsteuerventil 42 beeinflusst. Dieses steuert seinerseits den Zufluss des Steuerdrucköls von der Zahnradpumpe 2 und den Leitungen<I>u,</I> a( zu dem Schaltzylinder 31 für die mechanischen Schaltkupp lungen 29 und 30 (siehe auch Fig. 3), und zwar derart, dass diese Schaltkupplungen in der richtigen Zuord nung zu den Betriebszuständen der Strömungskupp lungen und dem jeweils gewünschten Gang betätigt werden.
Ansonsten sind der Aufbau und die Funktion des Vorsteuerventils 42 gleich wie bei dem früher be schriebenen Vorsteuerventil 6. Desgleichen stimmt auch die Arbeitsweise der Kupplungsregelorgane mit der Ausführung nach Fig. 1 überein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum stossfreien Schalten von Zwei- oder Mehrganggetrieben, mit mindestens zwei Strö mungskupplungen, welche zwei oder mehr über je eine dieser Strömungskupplungen arbeitende Gang bereiche bestimmen, gekennzeichnet durch die Kom bination der Merkmale a) dass die Gangbereiche für den gleichen Abtriebs drehsinn und für verschiedene Übersetzungsbereiche vorgesehen sind, b) dass aufeinanderfolgenden Gangbereichen je eine andere Strömungskupplung zugeordnet ist, e) dass jede Strömungskupplung Füllungsregel organe sowohl zur Entleerung als auch zur stufenlosen Füllungsregelung aufweist, d)dass eine auf ein einziges Kommandoorgan an sprechende Steuervorrichtung für die Betätigung der Füllungsregelorgane aller Kupplungen nach Art einer Programmsteuerung vorgesehen ist und e) dass diese Steuervorrichtung derart ausgebildet ist, dass sie das Umschalten auf einen andern Gang bereich durch stetiges Entleeren einer Kupplung und gleichzeitiges Füllen einer andern Kupplung bewirkt, damit der Gangbereichwechsel stossfrei sowie ohne wesentliche Minderung des Abtriebsmoments erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuervorrichtung eine Steuer welle (d) aufweist, welche fest oder einstellbar mit sich verbunden eine der Anzahl der Kupplungen entspre chende Anzahl von Kurven- oder Nockenscheiben (p) trägt, welche gegeneinander winkelversetzt, gegebenen falls einstellbar winkelversetzt, angeordnet sind, wobei jeder Kurven- oder Nockenscheibe (p) ein Steuerventil (n) für Füllen bzw. Entleeren der zugehörigen Kupp- lung zugeordnet ist und wobei die Steuerwelle (d) eine Verbindung mit dem Kommando-Organ (K') be sitzt. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kurven- oder Nockenscheibe (p) mittels Übertragungsmittel <I>(o, s')</I> ein Steuerventil (r7) betätigt, das zum Verändern der Querschnitte der Fülleitung und/oder der Entleer- leitung der Kupplung dient. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Ein regulierung des jeweils geforderten Flüssigkeitsstandes in jeder Kupplung die zugehörige Kurven- oder Nok- kenscheibe (p) mit Hilfe von Übertragungsmitteln (o, <I>s', q)</I> das Einstellen der Lage eines Schöpfrohres<I>(m)</I> besorgt. 4.Einrichtung nach den Unteransprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerwelle (d) ein weiteres kurven- oder nockenscheibenartiges Organ (e) trägt, welches das verschiebbare Element eines Vorsteuerventils betätigt, mit der Massgabe, dass das Vorsteuerventil das Steuerventil der momentan zu füllenden und somit einzurückenden Kupplung für das Steuern des Füllorgans betriebsbereit macht, während durch das Vorsteuerventil gleichzeitig das Steuerventil oder die Steuerventile der anderen Kupp lung bzw. der anderen Kupplungen betriebsbereit für das Entleeren gemacht werden. 5.Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Vor steuerventil mit einer Steuerdrucköl-Speiseleitung (ar) und mit einer Rückleitung (w) zum Ölbehälter versehen ist, ausserdem Steuerdrucköl-Leitungen (v), welche zu den Steuerventilen führen, besitzt, mit der Massgabe, dass das einer Steuerdrucköl-Leitung (v) zugeordnete Steuerventil durch Auftreten von Druck in dieser Steuerdrucköl-Leitung (v) betriebsbereit zum Füllen gemacht wird, also dadurch, dass das Vorsteuerventil diese Steuerdrucköl-Leitung (v)mit der Steuerdrucköl- Speiseleitung (u) verbindet, während die Steuerdrucköl- Leitung des anderen Steuerventils bzw. die Steuer- drucköl-Leitungen der anderen Steuerventile gleich zeitig durch das Vorsteuerventil mit der Rückleitung (w) verbunden sind, so dass das letztgenannte Steuer ventil bzw. die letztgenannten Steuerventile bereit ge macht sind, das Entleeren bzw. Leerbleiben der dem letztgenannten Steuerventil bzw. den letztgenannten Steuerventilen zugeordneten Kupplung bzw. Kupp lungen zu ermöglichen bzw. zu steuern. 6.Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich beim Drehen der Steuerwelle (d) jeweils eine Kupp lung über das zugehörige Schöpfrohr (tn) und gege benenfalls auch über das zugehörige Steuerventil ent leert und die andere Kupplung gleichzeitig über deren zugehöriges Steuerventil füllt, wobei die Nockengestalt und die Winkellage des kurven- oder nockenscheiben- artigen Organs (e) für das Vorsteuerventil gegenüber den Kurven- oder Nockenscheiben (p) der Steuer ventile so gewählt sind, dass bei dem bzw.unmittelbar vor dem Füllvorgang einer Kupplung das dieser Kupp lung zugeordnete Steuerventil durch das Vorsteuer ventil mit die Betriebsbereitschaft zum Füllen herstel lendem Steuerdrucköl versorgt und gleichzeitig die Steuerdruckölversorgung des Steuerventils oder der Steuerventile der anderen Kupplung bzw. Kupplungen unterbrochen wird. 7.Einrichtung nach Patentanspruch, für ein zwei gängiges Schaltgetriebe, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung eines Getriebeganges für die Spitzenlast bestimmt ist und dass dieser Gang in einem Drehzahl bereich von einem Teilwert der vollen Abtriebsdrehzahl des Schaltgetriebes an bis zu dieser vollen Abtriebs drehzahl wirksam ist, während die Kupplung des anderen Getriebeganges für die Normallast bestimmt ist und in einem Drehzahlbereich von der Mindest- abtriebsdrehzahl des Schaltgetriebes bis zu dem vorge nannten Teilwert der vollen Abtriebsdrehzahl wirksam ist, wobei also ein die Steuerwelle (d) beeinflussender Drehzahlregler so eingestellt ist,dass die stossfreie und zugkraftunterbrechungslose Umschaltung von einer Kupplung auf die andere bei dem vorgenannten Teil wert der vollen Abtriebsdrehzahl stattfindet. B. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in mindestens einer Steuerleitung ein auswechselbares oder einstellbares Drosselorgan (Drosselplättchen s) vorgesehen ist. 9.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Steuerung mindestens einer zusätzlich vorgesehenen mechanischen Kupplung des Getriebes auf der Steuerwelle (d) ein weiteres nocken- artiges Organ (e') vorgesehen ist, dem ein die mechani sche Kupplung steuerndes Organ bzw. ein über ein besonderes Steuerventil mittelbar steuerndes Vorsteuer ventil zugeordnet ist. 10. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die beweglichen Teile der Steuer ventile derart einer Rückführkraft unterworfen sind, dass beim Ausbleiben des Steueröldruckes die Steuer ventile ihre dem Entleeren der zugehörigen Kupplung entsprechende Stellung einnehmen. 11.Einrichtung nach Patentanspruch, für Getriebe mit drei oder mehr Gängen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Strömungskupplungen je mehreren, nicht unmittelbar aufeinanderfolgenden Gängen zugeordnet ist (Fig. 2-5).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV0015664 | 1958-12-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH381490A true CH381490A (de) | 1964-08-31 |
Family
ID=7575159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH8091359A CH381490A (de) | 1958-12-23 | 1959-11-20 | Einrichtung zum stossfreien Schalten von Zwei- oder Mehrganggetrieben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH381490A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006050759A1 (de) * | 2006-10-27 | 2008-05-08 | Voith Turbo Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Steuerung einer hydrodynamischen Kupplung in einer Anfahreinheit in einem Kraftfahrzeugantriebsstrang |
-
1959
- 1959-11-20 CH CH8091359A patent/CH381490A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006050759A1 (de) * | 2006-10-27 | 2008-05-08 | Voith Turbo Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Steuerung einer hydrodynamischen Kupplung in einer Anfahreinheit in einem Kraftfahrzeugantriebsstrang |
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