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Bandtrockner für Grünpflanzen In der Landwirtschaft besteht ein Bedürfnis nach einer selbsttätigen, kleinen Trockenmaschine für Grünpflanzen, insbesondere für Gras, Grüngetreide, Klee, Seradella u. a. m. Die meisten in der Technik bekannten Trockenanlagen sind für diesen Zweck ungeeignet. Sie sind zu teuer und den speziellen Betriebserfordernissen zu wenig angepasst. Vielfach arbeiten sie mit hohen Unkosten und erfordern eine fachlich ausgebildete Bedienung. Da das hier vorliegende Trockengut sich von Körnern, Früchten und ähnlichem sehr unterscheidet, sind auch die hier verwendeten Geräte meist unbrauchbar. Wenn im Folgenden von Gras gesprochen wird, so soll damit jedes derartige Trockengut gemeint sein, also auch andere Grünpflanzen.
Gras als Trockengut gesehen, ist ein besonders schwierig zu behandelndes Trockenmaterial. Es ist sehr ungleichmässig in Form, Dicke und Länge, dazu sperrig, mit einer Neigung zum Verfilzen. In biologischer Hinsicht ist es empfindlich. Es darf nur kurze Zeit unkonserviert gelagert werden, sonst kommt es zum Gären und erleidet hohe Verluste an Vitamin, Proteinen und Kohlenhydraten. Ungenügend getrocknet kommt es nachträglich noch zum Schimmeln und verdirbt. Mengenmässig gesehen ist das Gras ungewöhnlich billig, weshalb es kein teueres Trockenverfahren und keine teuere Trockenanlage zulässt.
Die Erfindung betrifft einen Bandtrockner, der für Gras und ähnliches Grüngut geeignet ist. Im Gegensatz zu den bekannten fabrikmässig arbeitenden grossen Trocknern für landwirtschaftliche Produkte kann er so billig gebaut werden, dass auch der einzelne Landwirt ihn anschaffen kann. Er ist einfach und robust, erfordert keine Fachkenntnisse zur Bedienung, kann in der Nähe der Scheune im Freien aufgestellt werden, ja sogar fahrbar gebaut werden. Die Arbeitsweise ist im wesentlichen eine selbsttätige, so dass gegenüber der manuellen Heubereitung erhebliche Ersparnisse an Ar- beitslöhnen eintreten. Er macht die Heubereitung wetterunabhängig.
Die notwendige künstliche Wärme wird so wirtschaftlich angewendet, dass die gesamten Trockenkosten, die Arbeitslöhne eingerechnet, kaum die Höhe der heutigen manuellen Heubereitung im Freien erreicht. Das erhaltene Trockengut ist besser und nährwertbeständiger als normales Wiesenheu.
Der Bandtrockner für Grünpflanzen, in welchem das Trockengut hin und her wandernd sich abwärts und die Trockenluft sich aufwärts bewegt, ist erfin- dungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass er einen etwa rechteckigen Kasten besitzt, wobei an einer Stirnseite desselben die Beschickung mit dem Grüngut, an der ihr gegenüberliegenden Stirnseite der Auswurf des Trockengutes, an der einen Längsseite die Bereitung der Heissluft erfolgt, an der gegenüberliegenden Längsseite ein Antriebsmotor und Geschwindigkeits-Regu- lierungsmittel für die Transportbänder vorgesehen sind,
an der Grundfläche die Verteilung der Trockenluft erfolgt und die Oberseite als Abzugshaube und Dach ausgestaltet ist und ist ferner dadurch gekennzeichnet, dass die Trockenbänder so dicht übereinander angeordnet sind, dass das Trockengut von unten und oben gleichzeitig gehalten wird.
In den Fig. 1 bis 4 ist der Bandtrockner in einem Beispiel dargestellt.
Fig. 1 stellt einen Längsschnitt des Trockners dar. Links ist die Beschickungsanlage zu sehen, in der Mitte befinden sich die übereinanderliegenden Trockenbänder, rechts erfolgt der Heuauswurf, oben im Dach ist der Saugventilator zu sehen.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht von der Beschik- kungsseite her gesehen.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch Heizraum und Trockenraum, von der gleichen Seite wie in Fig. 2 her gesehen.
Fig. 4 zeigt einen Grundriss des Trockners.
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Der Kasten ist hier aus Stahl, und zwar aus Blech und Walzeisen aufgebaut. Die Wände des Kastens 1 können verschieden gross sein, wie hier im Beispiel gezeigt. Die Längsseiten liegen hier parallel zu den Bändern, die Stirnseiten sind nur wenig breiter als die Bandbreite. Die Trockenbänder 2 sind über die Rollen 3 gespannt und können etwas durchhängen, so dass sie übereinander liegende, flache Mulden bilden. Sie können auch durch hier nicht gezeichnete Zwischenrollen gestützt sein.
Das unterste Band ist einfach rechts aus dem Kasten herausgeführt und dessen Endrolle liegt deshalb aus- serhalb der Wand. Das ausgeworfene Heu fällt dort frei herab. Der Auswurf kann mit einer pneumatischen Saugeinrichtung versehen sein, welche das Heu direkt in die Scheune bläst.
Auf der Beschickungsseite ist ein schräg nach oben laufendes Band 8 angeordnet. Es trägt fingerartige Mitnehmer 9, die in Längsreihen angeordnet sind. Das Band kann aus einem gelenkigen Drahtgeflecht bestehen. Die obere Rolle 10 ist die Antriebsrolle. Die untere Rolle 11 kann verstellt und damit das Band nachgespannt werden. Sie liegt hier in einem trichterförmigen Trog 27, welcher das vorbereitete, zerkleinerte Grüngut enthält. Unten am Trog befindet sich noch der Rechen 13 (Fig. 1 und 4), mit der Stellachse 12. Dieser Rechen dient zur Regulierung der Grüngutmenge, welche die Beschickungsanlage fördern soll. Die Rechenachse 12 ist in dem Trog 27 an beiden Enden 28, 29 gelagert und lässt sich etwas verdrehen mit Hilfe des Hebels 30.
Dadurch können die Zinken des Rechens 13 zwischen den beiden Grenzstellungen bewegt und festgestellt werden. In der Innenstellung liegen sie nahe am Band 8 an, zwischen den Längsreihen der Mitnehmer, so dass diese darüber hervorragen. In der äusseren Stellung haben sie die gleiche Höhe wie die Mitnehmer 9. Sie halten damit das Grüngut von diesem fern, so dass das Band leer läuft. Zwischen diesen beiden Grenzstellungen liegen die Arbeitsstellungen des Rechens, wobei die Mitnehmer 9 teilweise abgedeckt sind und so eine kleinere oder grössere Grasmenge gefördert wird. Das Beschickungsband 8 ist in der Arbeitsstellung, wie gezeichnet, an die Kastenwand gelehnt, es kann um die Achse der Rolle 10 etwas hochgeklappt werden.
Das am oberen Ende des Beschik- kungsbandes 8 angelangte Grüngut fällt von dort auf das oberste Trockenband, wobei ein nicht gezeichneter Abstreifer mitwirken kann. Es wird dabei gelockert und wandert als breites, filzartiges Band über die verschiedenen Trockenbänder im Kasten hin und her, fällt dabei jedesmal eine Schicht tiefer und wird gewendet, bis es an die Auswurfstelle gelangt.
Die Trockenbänder sind hier vornehmlich aus Draht in gelenkiger Bauart gefertigt und werden um ziemlich dünne Rollen geführt. Sie sind so dicht übereinander angeordnet, dass die Grasschicht auch am darüber befindlichen Band anliegen kann und von diesem gehalten wird. Dies ist in der unteren Trockenzone wichtig, wo das Gras bereits so leicht ist, dass es durch den Luftstrom mitgenommen werden könnte. Da der Strom des Grases beim Umwenden und Fallen auf das nächste Band umgekehrt wird, durchströmt die Trockenluft das Gras abwechselnd von beiden Seiten. An den Bandenden können Deckbleche 19 angebracht sein, welche das Gras vom Luftstrom dort abschirmen, so dass das Trockengut unbehindert von der Trockenluft dort herunterfällt und diese nicht ungenützt dort nach oben steigen kann.
Der Bandabstand kann verschieden sein, z. B. nach unten abnehmend, entsprechend dem abnehmenden Volumen des Trockengutes. Die unteren Bänder können auch langsamer laufen, wodurch sich das Heu etwas anstaut. Die Trockenbänder können ausserdem nach unten eine abnehmende Maschen- grösse aufweisen, um das Durchfallen der zusammengeschrumpften Blätter zu verhindern. An der Eintrittsstelle des Grasteppichs, oberhalb des Beschickungsbandes und an der Austrittsstelle des Heues sind die Durchlässe so eng, dass das dicht gepackte Gras, bzw. Heu selbst dort den Eintritt von Falschluft verhindert. Beim Austritt sind die Bänder zudem oben und unten abgedeckt.
Auf der einen Längsseite des Kastens, der Antriebsseite, sind die Rollenköpfe angeordnet und mit Kettenrädern versehen und in entsprechenden Lagern gelagert, was hier nicht näher gezeigt ist. Ausserdem ist dort der Antriebsmotor mit Getriebe 18 angebracht, der auf der Getriebewelle ein Antriebskettenrad besitzt. Eine endlose Kette 31, die im Zickzack um alle Kettenräder läuft, treibt gleichzeitig das Beschickungsband und alle Trockenbänder an. Dadurch ist Gewähr gegeben, dass der Trockner nur dann beschickt wird, wenn auch das Trockenbandsystem läuft. Auf dieser Kastenseite findet auch die Schmierung und Wartung der Lager und Bänder statt, welche von dort zugänglich sind und ein- und ausgebaut werden können.
Zur Kontrolle sind ausserdem hier nicht dargestellte, verschliess- bare Öffnungen in den Wänden angebracht. Durch verschiedene Kettenradgrössen können die verschiedenen Bandgeschwindigkeiten mit einem einzigen Antriebsgetriebe erzeugt werden. Der gesamte Bandantrieb, bestehend aus Motor 18, Kette 31, den Rollenköpfen mit den Kettenrädern 20 ist durch ein abnehmbares Schutzgehäuse 32 nach aussen abgedeckt.
Der Heizraum wird aus den Wänden 21, 22, 23 und 24 gebildet (Fig. 2 bis 4). Er enthält eine Heizeinrich- tung, die aus einfachen Ölbrennern 26 bekannter Art bestehen kann. Es kann natürlich auch irgendeine andere Heizanlage verwendet werden. Diese muss eine rauchlose Verbrennung aufweisen, so dass die Abgase weitgehend aus CO. und H.20 bestehen. Sie können dann direkt der Trockenluft beigemischt werden. In der Wand 21 sind oben und unten Luftklappen 25 angeordnet, welche so eingestellt werden können, dass der Luftdurchgang zwischen einem Minimum und einem Maximum verändert werden kann. Der Heizraum wird der Länge nach durch die stehende Zwischenwand 33 geteilt.
Diese hat den Zweck, die Heizgase und die Luft zunächst nach oben zu führen und zu mischen, sodann aber nach unten zu dem Lufteinlass 4 des Trockenraumes zu führen. Durch eine entsprechende Einstellung
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der oberen und unteren Luftklappen 25 kann bei gleicher Brennerleistung die Gesamtmenge der Trockenluft und damit deren Temperatur reguliert werden, indem jeweils zu den Heizgasen so viel Frischluft zugemischt wird, bis die Heissluft die gewünschte Temperatur hat. Beim Anzünden der Ölbrenner können die oberen Klappen ganz geöffnet werden, so dass etwa entstehende nichtrauchfreie Abgase zunächst ins Freie entweichen, bis der richtige Brand eingestellt ist.
Sodann kann durch Anstellen des Ventilators 16 die Trockenluft in den Trockenraum gesaugt werden. Die Heizraumwände sind aus unbrennbarem Material, hier ebenfalls aus Stahlblech gebaut, und zwar doppelwandig, so dass dazwischen ein wärmeisolierendes Mittel, wie z. B. Schlackenwolle, untergebracht sein kann. Die Kastenwand auf der Heizraumseite braucht nicht isoliert zu werden, da dorthin keine Wärmeverluste auftreten. Die Trockenluft wird beim Eintritt in den Trockenraum durch die Öffnung 4 durch Leitbleche 5, 6, 7 unter das unterste Gitter verteilt. Sie wird nur so hoch erhitzt, als der Trockenvorgang dies biologisch gestattet. Ihre Temperatur liegt weit unter der Glüh- temperatur trockenen Heues.
Funken, welche durch ein unsachgemässes Bedienen der Heizanlage auftreten könnten, werden durch ein feinmaschiges Gitter 34 vom Trockenraum fern gehalten. Der Heizraum ist durch die Türe 22 zugängig. Die Ölöfen werden normalerweise am Schluss des Betriebes herausgenommen, entleert und gereinigt. Beim Ingangsetzen der Trockenanlage können sie einzeln im Freien entzündet werden und brennend in den Trockenraum eingestellt werden. Gegebenenfalls können sie auch durch die untere voll geöffnete Luftklappe in Brand gesetzt werden. Es können auch in der Längswand 21 Türen angebracht werden.
Die Oberseite des Trockenraumes 14 ist als Dach ausgebildet und besitzt den Saugventilator 16. Dieser zieht durch die trichterartige Haube die feuchte Trok- kenluft nach oben ab und bläst sie ins Freie. Dadurch stehen der ganze Trockenraum und der Heizraum unter leichtern Unterdruck und werden Heissluftverluste vermieden, die infolge von Undichtigkeiten auftreten könnten. Vorhandene Undichtigkeiten, wie der Einlass des Grüngutes, bewirken nur eine geringe Frischluftzuführung.
Diese mischt sich mit der Heissluft und kann, soweit diese dann noch durch das Grüngut strömt, durch eine entsprechende Klappeneinstellung am Heizraum berücksichtigt werden. Über dem Ventilator befindet sich das kleine Dach 17, das mit Hilfe der Mittelstütze 15 verstellt werden kann.
Eine schädliche Kondenswasserbildung wird beim Trockner folgendermassen verhindert: An den unteren Teilen des Trockenraumes können Wärmeisolierungen angebracht werden. Im Kasten selbst wird das Gras an den Wänden durch das Ent- langschleifen etwas zusammengedrückt, so dass sich dort .ein kleiner Zwischenraum bilden kann und ein feiner Strom von noch ziemlich trockener Heissluft entlang streicht. Diese sättigt sich nicht mit Feuchtigkeit und scheidet deshalb kein Kondenswasser aus. Am Dach des Kastens sich niederschlagendes Kondens- wasserläuft daran herab und wird in einer nicht dargestellten Rinne abgefangen und weggeleitet.
Die Bedienung des Trockners besteht im Nachfüllen des Grünzeugtroges, dem Ingangsetzen der Heizung und des Trockners selbst, und dem Wegschaffen des Heues, wenn dieses nicht abgesaugt wird. Nachdem der Trockner für das betreffende Grüngut, dessen Feuchtigkeit und entsprechend den atmosphärischen Bedingungen eingestellt ist, arbeitet er ohne Bedienung weiter.
Die Heizeinrichtung kann natürlich auch anders als in dem dargestellten Beispiel aufgeführt sein.
Es kann ein Ölzerstäubungsbrenner, der in einer Muffel brennt, angeordnet sein, wobei ebenfalls Frischluft zu den Heizgasen zugemischt wird. Die Heissluft- zuführung unter das unterste Trockenband geschieht jedoch in der beschriebenen Art und Weise.