CH381619A - Einrichtung zur Oberflächenbelüftung von Flüssigkeiten - Google Patents
Einrichtung zur Oberflächenbelüftung von FlüssigkeitenInfo
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Description
Einrichtung zur Oberflächenbelüftung von Flüssigkeiten Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Ein richtung zur Oberflächenbelüftung von Flüssigkeiten, beispielsweise zur Behandlung von Abwassern nach dem Belebtschlammverfahren.
Es ist in diesem Zusammenhang bekannt,<B>Ab-</B> wasser in einen Tank einzuführen, indem es dem unteren Ende eines umgekehrten, abgestumpften Ke gels zugeführt wird, welcher eine feststehende Hülle um einen Ring von Flügeln bildet, der sich um eine vertikale Achse dreht und der teilweise in die Flüssig keit eintaucht, so dass das Abwasser nach aussen über den Rand des Konus entweicht.
Das Arbeiten mit derartigen Einrichtungen hat gezeigt, dass, während das Ausmass der Belüftung der Flüssigkeit früher als notwendigerweise abhängig von der Intensität der zirkulierenden Flüssigkeit, das heisst des Durchlaufes betrachtet wurde, es möglich ist, eine unerwartete intensive Belüftung dadurch zu erreichen, dass die austretenden Flüssigkeits-Teil- ströme durch Berührung mit geeigneten Organen verteilt werden, und zwar entweder beim Verlassen der rotierenden Schaufeln oder im Verlauf ihres Weges.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine andere und sehr wirksame Einrichtung um eine intensive Oberflächen-Belüftung, z. B. von Abwasser, aber auch von anderen Flüssigkeiten zu erreichen. Das Ausmass der Belüftung ist dabei abhängig vom Durchlauf der Flüssigkeit veränderlich.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist gekenn zeichnet durch eine Mehrzahl von in Bezug aufein ander versetzten Rührelementen, die um eine vertikale Achse drehbar sind und herabhängende, teilweise in die in einem Tank befindliche Flüssigkeit eintauchende Schaufeln tragen.
In der beiliegenden Zeichung sind einige bei spielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes dargestellt, und zwar zeigen: Fig. <B>1</B> einen schematischen Querschnitt der Belüf tungseinrichtung, wobei zwei beispielsweise Ausfüh rungen des rotierenden Rührwerkes und der damit zusammenwirkenden, feststehenden Platten darge stellt sind; Fig. 2 zeigt in perspektivischer Darstellung ver schiedene Ausführungsformen der Rührelemente; Fig. <B>3</B> ist eine schematische Darstellung von anders ausgebildeten Rührelementen;
Fig. 4 ist eine Darstellung des oberen Teiles der Fig. <B>1,</B> jedoch mit zwei geänderten Ausführungen der feststehenden Platten, und Fig. <B>5</B> zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Variante.
Die in Fig. <B>1</B> dargestellte Einrichtung dient zur Behandlung von Abwasser, das sich in einem Tank<B>10</B> befindet. Derselbe kann im Grundriss rechteckig oder rund sein, oder irgend eine andere Form aufweisen. Seine Wände<B>11</B> können vertikal oder geneigt ver laufen und der Boden 12 kann eben oder konkav sein.
Dieser Tank<B>10</B> wird in bekannter Weise von Stegen<B>13</B> oder von einer Plattform überbrückt, welche den Getriebekopf 14 tragen. Letzterer ist mit einer vertikalen Büchse<B>15</B> versehen, durch welche hindurch die Spindel<B>16</B> nach unten ragt. Dieselbe trägt einen Ring oder Stern<B>17,</B> an welchem ein kon zentrischer, eine Art Nabe bildender Zylinder<B>18</B> fest angeordnet ist. Der Zylinder<B>18</B> ist mit horizontalen Armen<B>19</B> versehen, welche radial oder tangential zu ihm verlaufen. Von jedem dieser Arme ragt eine Anzahl von im Abstand angeordneten Schaufeln 20 nach unten, und zwar derart, dass sie unter das normale (statische) Flüssigkeitsniveau 21 des<B>Ab-</B> wassers im Tank<B>10</B> ragen.
In Fig. <B>1</B> sind diese Schaufeln als flache, vertikale Streifen dargestellt, deren Breitenausdehnung in der Längsrichtung der Arme<B>19</B> verläuft, welch' letztere verhältnismässig kurz gehalten sein können. Die Schaufeln 20 sind dann verhältnismässig nahe bei einander angeordnet, wie dies aus dem linken Teil der Fig. <B>1</B> ersichtlich ist. Die Arme<B>19</B> können aber auch länger und die Schaufeln weiter auseinander angeordnet sein, wie dies auf der rechten Seite der Fig. <B>1</B> gezeigt ist.
Fig. 2 zeigt verschiedene mögliche Schaufelformen, die an einem Arm<B>19</B> angeordnet sind, der sich im Sinne des eingezeichneten Pfeiles dreht. Die Schau fel 20a besteht aus einem flachen, rechteckigen Metall stück, ähnlich der benachbarten Schaufel 20, aber sie ist so verwunden, dass die Schaufelfläche z. B. etwa 45' in Bezug auf den Arm<B>19</B> geneigt ist. Die beiden nächsten Schaufeln<B>20b,</B> 20c sind trapez- förmig. Die erste verläuft in der Ebene des Armes<B>19,</B> die zweite ist wiederum verwunden.
Die Schaufeln 20d und 20e weisen einen V-förmigen Querschnitt auf, wobei beim erstgenannten Beispiel der Scheitel nach vorne, im zweitgenannten Beispiel nach hinten gerich tet ist. Eine äquivalente Anordnung würde durch die Verwendung von zwei entgegengesetzt geneigten flachen Streifen erhalten. Die beiden letzten dar gestellten Schaufelformen<B>20f</B> und<B>20g</B> sind den Schaufeln 20 bzw. 20a ähnlich, aber ihr unterer Teil ist gabelartig in mehrere Zinken aufgeteilt.
Die an einem Arm<B>19</B> angeordneten Schaufeln können gleich oder verschiedenartig ausgebildet sein. Anstatt die Schaufeln im wesentlichen vertikal ver laufen zu lassen, könnten sie auch einen Winkel mit der Achse der Spindel<B>16</B> einschliessen.
Die Eintauchtiefe der Schaufeln 20 kann ver ändert werden, sei es, dass die Schaufeln gegen kürzere oder längere ausgewechselt werden, sei es, dass die vertikale Lage der Arme<B>19</B> auf dem Zylin der<B>18</B> verstellt wird. Die Drehung des Rührers bewirkt eine mehr oder weniger starke Bewegung der Flüssigkeit. Die Intensität dieser Bewegung nimm- aber in dem Masse ab, als der ganzen Flüssigkeitst masse eine drehende Bewegung erteilt wird.
Diesem Bestreben der Flüssigkeit, sich als ein heitlicher Körper zu drehen, wirken die feststehenden Platten oder Schaufeln 22 entgegen, die unterhalb des Flüssigkeitsspiegels im Tank in Bezug auf die Drehrichtung, oder sonstwie angeordnet sind. Diese feststehenden Platten oder Schaufeln bestehen zweck- mässig aus Holz, obwohl auch andere Materialien zur Verwendung gelangen können. An der Oberseite jeder Schaufel 22 ist eine Verlängerungsplatte<B>23</B> angeordnet, die gegen das statische Flüssigkeits niveau 21 hin oder von demselben weg verstellbar ist. Die obere Kante jeder Platte<B>23</B> ist zweckmässig gerade und horizontal, wie auf der linken Seite der Fig. <B>1</B> dargestellt.
Sie kann aber auch, wie in Fig. <B>1</B> rechts ersichtlich, mit Einschnitten 24 versehen sein, in welche die Schaufeln 20 eintreten. Die zwischen den Einschnitten vorhandenen Zähne oder Zinken ragen dabei bis über den Flüssigkeitsspiegel 21.
Die beschriebene Einrichtung bewirkt eine inten sive Belüftung der Flüssigkeit. Die zahlreichen Schau feln 20 bewirken eine Aufteilung der Flüssigkeit in Teilströme, die intensiv belüftet werden. Die Durch dringung des ganzen Tankinhaltes mit Sauerstoff ist unabhängig vom Durchlauf desselben. Der letztere braucht nicht rascher zu erfolgen als nötig ist um den aktivierten Schlamm in Suspension zu erhalten. Die zum Antrieb erforderliche Kraft kann somit auf einem Minimum gehalten werden und die Behandlung weist einen sehr hohen Wirkungsgrad auf, da ein ungewöhnlich grosser Anteil der zugeführten Kraft zur Belüftung verwendet wird.
Die aufteilende Wirkung der an den Armen<B>19</B> angebrachten Schaufeln 20, welche wie gesagt, die Flüssigkeitsmasse in einzelne, vorwärts getriebene Teilströme aufteilen, kann noch dadurch verbessert werden, dass die Arme<B>19</B> mit zusätzlichen Schau feln<B>25</B> versehen werden, welche in einem geringen Abstand vom statischen Flüssigkeitsspiegel 21 enden. Wie aus Fig. <B>3</B> ersichtlich, ist immer eine solche Schaufel<B>25</B> zwischen zwei Schaufeln 20 angeordnet.
Der oben beschriebene Rührer kann in Verbindung mit einer ganz oder teilweise eingetauchten Umlauf leitung<B>26</B> verwendet werden, welche koaxial zur Spindel<B>16</B> angeordnet ist und deren unteres Ende<B>27</B> im Abstand vom Tankboden 12 endet, auf welchem sie mittels Beinen<B>28</B> (Fig. <B>1)</B> abgestützt ist. Eine solche Umlaufleitung bildet eine zweckmässige Stütze für die feststehenden Schaufeln oder Platten 22. Dieselben müssen in diesem Falle nicht an der Wand<B>11</B> oder am Boden 12 des Tanks befestigt werden.
Die unteren Kanten der Schaufeln 22 können dann auch, wie aus Fig. <B>1</B> ersichtlich, verhältnismässig hoch angeordnet werden, damit die zirkulierende Flüssigkeit unbem hindert zum unteren Ende<B>27</B> der Leitung<B>26</B> ge langen kann.
Die Zirkulation kann durch die Verwendung von verschränkten Schaufeln 20a, 20c oder<B>20g</B> unter stützt werden, welche das Bestreben haben, die Flüssigkeit gegen die Tankwand<B>11</B> zu bewegen. Eine Abwärtsströmung der Flüssigkeit kann dadurch bewirkt werden, dass die oberen Teile der feststehen den Schaufeln in der Drehrichtung des Rührers geneigt ausgebildet werden, wie dies bei 22a rechts in Fig. 4 dargestellt ist. Umgekehrt kann einer solchen Abwärtsbewegung nötigenfalls entgegengewirkt wer den, indem eine horizontale Membrane<B>29</B> auf den feststehenden Schaufeln 22 oder dem zentralen Um laufrohr<B>26</B> angeordnet wird, wie dies links in Fig. 4 dargestellt ist.
Bei dieser letzteren Anordnung wird lediglich die oberste Flüssigkeitsschicht durch die rotierenden Schaufeln 20 umgerührt.
Oberhalb der Umlaufleitung<B>26</B> kann irgend ein mit Leitschaufeln versehener Konus vorgesehen sein, welcher mit der Spindel<B>16</B> verbunden ist. Die Flüssig keit wird dadurch nach aussen gegen die rotierenden Schaufeln 20 geschleudert, wodurch die Belüftung verbessert wird.
Bei der in Fig. <B>1</B> dargestellten zweckmässigen Ausführungsforin ist ein abgestumpfter Kegel<B>30</B> vorgesehen, dessen unterer Rand den oberen Rand des Rohres<B>26</B> beidseitig übergreift, während sein oberer Rand leicht oberhalb des statischen Flüssig keitsspiegels endet. Die Leitschaufeln <B>31</B> am Kegel<B>30</B> verbinden den letzteren mit dem Deckel<B>32,</B> der die Form eines auf der Spitze stehenden Kegels aufweist. Dieser Deckel ist am Ring oder Stern<B>17</B> befestigt und er kann den Zylinder<B>18</B> tragen.
Am unteren Ende der Spindel<B>16</B> kann ein unter halb des Flüssigkeitsspiegels befindlicher Propeller<B>33</B> (Fig. <B>5)</B> angeordnet sein, welcher ähnlich wie der mit Schaufeln versehene Kegel<B>30</B> eine radiale Zirkulation des Tankinhaltes, ebenfalls zusätzlich zu der durch die Schaufeln 20 erzeugten Drehbewegung der Flüssig keitsmasse erzeugt. Über dem Propeller ist zweck- nlässig ein auf der Spitze stehender Kegelmantel oder Deckel<B>32</B> vorgesehen. Der Propeller<B>33</B> erzeugt in dem zentralen Umlaufrohr 34, in welchem die fest stehenden Platten 22 befestigt sein können, einen nach unten oder nach oben gerichteten Flüssigkeits- Strom.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Einrichtung zur Oberflächenbelüftung von<B>Flüssig-</B> keiten, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von in Bezug aufeinander versetzten Rührelementen<B>(19),</B> die um eine vertikale Achse drehbar sind und her abhängende, teilweise in die in einem Tank<B>(10)</B> befindliche Flüssigkeit eintauchende Schaufeln (20) tragen. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jedes Rührelement einen sich von einer Nabe nach aussen erstreckenden Arm<B>(19)</B> umfasst. 2. Einrichtung nach Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Arm<B>(19)</B> eine Mehr zahl von nebeneinander angeordneten, aus Material streifen gebildeten Schaufeln (20) vorgesehen sind.<B>3.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (20,<B>20b)</B> parallel zum Arm<B>(19)</B> verlaufen, an welchem sie ange ordnet sind. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (20a, 20c) in Bezug auf die Vertikalebene durch den sie tragenden Arm<B>(19)</B> verschränkt sind. <B>5.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (20b, 20e) trapez- förmig sind. <B>6.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (20d, 20e) im Querschnitt V-förmig sind.<B>7.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen<B>je</B> zwei Schaufeln (20) zusätzliche, kürzere Schaufeln<B>(25)</B> vorgesehen sind, die oberhalb des normalen statischen Flüssigkeits spiegels (21) im Tank<B>(10)</B> enden. <B>8.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 2, gekenn zeichnet durch untergetauchte, feststehende Schau feln (22), welche einer allgemeinen Umdrehung des Tankinhaltes entgegenwirken. <B>9.</B> Einrichtung nach Unteranspruch<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Teil jeder fest stehenden Schaufel (22) eine Verlängerungsplatte<B>(23)</B> angeordnet ist, die in Bezug auf die beweglichen Schaufeln (20) einstellbar ist.<B>10.</B> Einrichtung nach Unteranspruch<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der feststehenden Schaufeln geschlitzt ist, wobei die unteren Teile der beweglichen Schaufeln (20) in diese Schlitze eintreten. <B>11.</B> Einrichtung nach den Unteransprüchen<B>9</B> und<B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze in der Verlängerungsplatte<B>(23)</B> vorgesehen sind. 12. Einrichtung nach Unteranspruch<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die feststehenden Schaufeln (22) eine horizontale Membrane<B>(29)</B> tragen, welche einer radialen Zirkulation des Tankinhaltes zufolge der Wirkung der Rührschaufeln (20) entgegenwirkt.<B>13.</B> Einrichtung nach Unteranspruch<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die feststehenden Schaufeln (22) mindestens teilweise entgegen der Drehrichtung der Arme<B>(19)</B> geneigt sind, um die sich unter dem Ein- fluss der rotierenden Schaufeln (20) bewegende Flüssig keit nach unten zu richten. 14. Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen drehbar gelagerten, zentral angeordneten Kegel<B>(30),</B> der in teilweise in die Flüssigkeit eingetauchtem Zustand rotiert und der Flüssigkeit durch Zentrifugalwirkung gegen die Rühr- elemente <B>(19)</B> richtet.<B>15.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen koaxial zu den Rührelementen <B>(19)</B> angeordneten Propeller<B>(33),</B> der einen vertikalen Flüssigkeitsstrom erzeugt. <B>16.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein zentral angeordnetes Umlauf rohr<B>(26,</B> 34), dessen unteres Ende sich im Abstand vom Tankboden (12) befindet und an dessen oberem Ende ein einen Flüssigkeitsumlauf bewirkendes Organ <B>(30, 33)</B> angeordnet ist. <B>17.</B> Einrichtung nach Unteranspruch<B>16,</B> dadurch gekennzeichnet dass die feststehenden Schaufeln (22) am zentralen Umlaufrohr<B>(26,</B> 34) angeordnet sind.
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