CH381804A - Apparat zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf die Oberfläche eines lebendigen Wesens, vorzugsweise auf ein menschliches Auge - Google Patents
Apparat zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf die Oberfläche eines lebendigen Wesens, vorzugsweise auf ein menschliches AugeInfo
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Description
Apparat zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf die Oberfläche eines lebendigen Wesens, vorzugsweise auf ein menschliches Auge Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zum Aufbringen einer Flüssigkeit von therapeutischer oder kosmetischer Wirkung auf einen örtlich begrenzten Teil der Oberfläche eines lebendigen Wesens, vorzugsweise eines menschlichen Auges, welcher einen schalenförmigen Oberteil besitzt, dessen Rand den betreffenden Oberflächenteil abgrenzt und der mit einem Flüssigkeitsbehälter aus elastischem Material verbunden ist. Zum Applizieren einer Flüssigkeit auf einen abgegrenzten Teil der Oberfläche eines lebendigen Wesens sind verschiedene Verfahren bekannt. So kann die Flüssigkeit auf die betreffende Oberfläche gepinselt, getröpfelt oder gespritzt werden. In all diesen Fällen wird relativ viel Flüssigkeit verbraucht, und zudem ist die Behandlung ziemlich mühsam. Wenn beispielsweise dem menschlichen Auge eine Flüssigkeit appliziert werden muss, wird meist ein sogenanntes Augenspülglas verwendet, das, mit Flüssigkeit gefüllt, gegen das Auge des vornübergebeugten Kopfes gedrückt wird. Sodann wird der Kopf mit dem angepressten Spülglas nach hinten gebeugt und die Flüssigkeit dadurch auf das Auge gebracht. Der um das Auge anliegende Rand des Spülglases verhindert dabei ein ungewolltes Verschütten von Flüssigkeit. Es sind auch Vorrichtungen bekannt, um Flüssigkeiten ins Auge zu tröpfeln oder auf das Auge zu spritzen. Besonders die letztere Methode ist unangenehm und kann sogar gefährlich sein. Zudem verbraucht man relativ viel Flüssigkeit, da nur ein geringer Teil derselben auf das Auge gelangen und dort die volle Wirkung entfalten kann. Mit den bekannten Geräten, insbesondere dem Augenspülglas, besteht die Gefahr, dass Flüssigkeit verschüttet wird, weshalb solche Behandlungen meistens in einem Badezimmer vorgenommen werden müssen. Das Ausspülen der Augen mittels solcher Augenspülgläser ist mühsam und unangenehm, weshalb es nur im Not- oder Krankheitsfall angewendet wird. Es wäre indessen sehr nützlich, eine Flüssigkeitsbehandlung der Augen regelmässig vorzunehmen zur Schonung übermüdeter Augen, z. B. während des Fernsehens oder bei langem Autofahren, besonders bei schlechter Beleuchtung, bei Aufenthalt in Räumen mit schlechter Luft (Tabakrauch, Dämpfe chemischer Flüssigkeiten) und bei verschiedenen anderen Gelegenheiten. Falls unter solchen Verhältnissen eine Flüssigkeitsbehandlung der Augen vorgenommen werden soll, sollte das dazu gebrauchte Gerät so beschaffen sein, dass besondere Körperstellungen, wie ein Zurückbeugen des Kopfes, sowie die Verwendung eines Waschtisches und Watte oder Handtuch usw. nicht nötig sind. Ferner sollte das Gerät so gebaut sein, dass es in einer Tasche versorgt und diskret verwendet werden kann. Zweck der vorliegenden Erfindung ist, einen Apparat zu schaffen, der den gestellten Forderungen entspricht und mit dem es jedermann und jederzeit möglich ist, die Augen zu spülen oder sonst eine Flüssigkeit von therapeutischer oder kosmetischer Wirkung auf einen örtlich begrenzten Teil eines menschlichen oder tierischen Körpers aufzubringen. Der erfindungsgemässe Apparat ist dadurch gekennzeichnet, dass der schalenförmige Oberteil mit dem obern Teil des Flüssigkeitsbehälters durch mindestens eine Öffnung in Verbindung steht und bei oder in dieser Öffnung die Mündung eines gegen den Boden des Flüssigkeitsbehälters ragenden Rohres liegt, dessen innerer Durchmesser der Viskosität der Flüssigkeit und dem Querschnitt der Öffnung so an gepasst ist, dass bei Druck auf den Behälter infolge Injektorwirkung Flüssigkeit durch das Rohr vom Behälter in den Oberteil gelangt und dort vernebelt wird. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch den erfindungsgemässen Apparat und Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1. Der in Fig. 1 dargestellte Apparat besitzt einen aus elastischem Material hergestellten, flaschenförmigen Behälter 1 mit einem Aussengewinde 2 am Flaschenhals. Auf dem Hals ist eine Verschlusskappe 3 mit einem zylindrischen Zapfen 4 aufgeschraubt, der von einer Öffnung 5 mit einem dreieckigen Querschnitt durchdrungen ist. In der dreieckigen Öffnung 5 ist das Ende eines Rohres 6, das einen kreisrunden Querschnitt besitzt, festgehalten, wobei das Rohr 6 in die Flasche 1 hineinragt und in der Nähe des Bodens endigt. Der Querschnitt des Rohres ist dabei so gross, dass dieses in der Öffnung 5 durch die Elastizität der Materialien festgeklemmt wird, wobei entweder der Zapfen 4 oder das Rohr 6 elastisch und etwas deformierbar ist. Auf dem Zapfen 4 ist ein schalenförmiger Oberteil 7 angeordnet, der ebenfalls aus elastischem Material besteht und der in seinem Boden eine dem Zapfen 4 angepasste Öffnung 10 besitzt. In der Flasche 1 befindet sich eine Flüssigkeit 8 mit therapeutischer oder kosmetischer Wirkung, über der sich, in Gebrauchslage des Apparates - ge mäss Fig. 1 - ein Luftraum 9 befindet. Der Luftraum 9 ist mit dem inneren Raum 11 des Oberteils 7 durch die Öffnungen 5 verbunden. Durch Druck auf die Flasche 1 von Hand wird die Luft vom Raum 9 durch die Öffnungen 5 in den Raum 11 befördert, wobei einerseits durch den Luftstrom infolge der Injektorwirkung und anderseits durch den erhöhten Flüssigkeitsdruck im Rohr 6 eine kleine Menge Flüssigkeit 8 durch das Rohr austritt und sich im Raum 11 mit der Luft vermischt und dadurch vernebelt wird. Je nach der Viskosität der zur Verwendung gelangenden Flüssigkeit muss der Querschnitt der Öffnungen 5 im Vergleich zum innern Querschnitt des Rohres 6 so gewählt bzw. verändert werden, dass tatsächlich eine Nebelbildung eintritt. Der beschriebene Apparat kann bequem und in sitzender Stellung verwendet werden, ohne dass Flüssigkeit verschüttet wird, da im Raum 11 nur ein Nebel gebildet wird. Der Rand des schalenförmigen Oberteils begrenzt dabei die zu behandelnde Oberfläche. Ausser dem Vorteil, dass der Apparat einfach zu handhaben ist, besteht noch ein weiterer Vorteil darin, dass nur eine minimale Menge der oft sehr teuren Flüssigkeit verbraucht wird. Zudem ist die Behandhabung sehr schonend, was besonders beim Behandeln von Augen wichtig ist. Ausser für die Behandlung von Augen kann dieser Apparat auch zur Behandlung von andern Körperteilen verwendet werden. Der beschriebene Apparat kann verhältnismässig billig hergestellt werden, da die vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoff bestehenden Teile gespritzt werden können. Der Querschnitt der Öffnung 5 muss nicht unbedingt dreieckig sein, er kann vielmehr jede beliebige Form besitzen, wobei er jedoch grösser ist als der Innenquerschnitt des Rohres 6.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Apparat zum Aufbringen einer Flüssigkeit von therapeutischer oder kosmetischer Wirkung auf einen örtlich begrenzten Teil der Oberfläche eines lebendigen Wesens, vorzugsweise eines menschlichen Auges, welcher einen schalenförmigen Oberteil besitzt, dessen Rand den betreffenden Oberflächenteil abgrenzt und der mit einem Flüssigkeitsbehälter aus elastischem Material verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der schalenförmige Oberteil mit dem obern Teil des Flüssigkeitsbehälters durch mindestens eine Öffnung in Verbindung steht und bei oder in dieser Öffnung die Mündung eines gegen den Boden des Flüssigkeitsbehälters ragenden Rohres (6) liegt, dessen innerer Durchmesser der Viskosität der Flüssigkeit und dem Querschnitt der Öffnung (5) so angepasst ist, dass bei Druck auf den Behälter (1) infolge Injektorwirkung Flüssigkeit durch das Rohr (6) vom Behälter (1)in den Oberteil (7) gelangt und dort vernebelt wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (5) einen dreieckigen und das in diese eingeschobene Rohr (6) einen kreisrunden Querschnitt besitzt.2. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (6) in der Öffnung (5) durch Klemmwirkung des elastischen Materials festgehalten ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH85861A CH381804A (de) | 1961-01-25 | 1961-01-25 | Apparat zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf die Oberfläche eines lebendigen Wesens, vorzugsweise auf ein menschliches Auge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH85861A CH381804A (de) | 1961-01-25 | 1961-01-25 | Apparat zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf die Oberfläche eines lebendigen Wesens, vorzugsweise auf ein menschliches Auge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH381804A true CH381804A (de) | 1964-09-15 |
Family
ID=4196824
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH85861A CH381804A (de) | 1961-01-25 | 1961-01-25 | Apparat zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf die Oberfläche eines lebendigen Wesens, vorzugsweise auf ein menschliches Auge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH381804A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2540914A1 (de) * | 1975-09-13 | 1977-03-17 | Bartels & Rieger | Augenwaschflasche |
| FR2579459A1 (fr) * | 1985-03-29 | 1986-10-03 | Lebour Amand | Oeillere ophtalmique pour l'instillation et les bains oculaires |
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1961
- 1961-01-25 CH CH85861A patent/CH381804A/de unknown
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