CH381815A - Zentrifuge zum Entsaften von Obst, Gemüse und dergleichen - Google Patents
Zentrifuge zum Entsaften von Obst, Gemüse und dergleichenInfo
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Description
Zentrifuge zum Entsaften von Obst, Gemüse und dergleichen Die Erfindung bezieht sich auf eine Zentrifuge zum Entsaften von Früchten aller Art, beispielsweise Obst, Gemüsen, Hackfrüchten und dergleichen, mit einem Saftauffangbehälter und darin umlaufender Siebtrommel und Reibscheibe, der das Gut durch einen dicht über die Reibscheibe endenden und exzen trisch zu ihrer Achse angeordneten Einfüllschacht zu geführt wird.
Bei fast sämtlichen Saftzentrifugen ist die untere, der Reibscheibe zugekehrte Stirnfläche des Einfüll- schachtes plan und parallel zu der in einem Abstand von nur einigen Zehntelmillimetern rotierenden, mit scharfen Zähnen besetzten Reibscheibe. Beim Ent saften von Beerenobst, wie z. B. Trauben, Stachel- oder Johannisbeeren, werden daher die Kerne von den Zähnen der Reibscheibe erfasst und an der Innenkante des Einfüllschachtes zerrieben. Die in den Kernen enthaltenen Bitterstoffe gelangen auf diese Weise in den Fruchtsaft und vermindern seine Qualität.
Eine bekannte Zentrifuge besitzt einen ebenfalls exzentrisch zur Reibscheibenachse gelegenen Einfüll- schacht, dessen der Reibscheibe zugekehrter Rand mit Schlitzen versehen ist, durch welche bei laufender Reibscheibe ein Teil ihrer Zähne hindurchtritt, wäh rend die übrigen, entsprechend niedrigeren Zähne in einem wiederum nur Zehntelmillimeter betragenden Abstand unter der unteren Stirnfläche des Einfüll- schachtes vorbeidrehen. Dabei sind die Schlitze so angeordnet,
dass jeweils zwei sich gegenüberliegende Schlitze auf einem zur Reibscheibenachse konzentri schen Kreis liegen. Die zwischen den Schlitzen ver bleibenden Wandabschnitte des Einfüllschachtes haben Rechteckprofil.
Diese Maschine zeigt beim Entsaften von Stein- und Beerenobst die gleichen, bereits geschilderten Nachteile: Alle Kerne, die an die fingerartigen Wand abschnitte des Schachtes geraten, werden von den kürzeren Zähnen der Reibscheibe in der gleichen Weise wie bei den anderen bekannten Ausführungen an deren unteren Kanten zerrieben.
Kerne, die vor die Schlitze treten, werden, wenn sie grösser als die Schlitzbreite sind, von den längeren Zähnen der Reib scheibe erfasst und an den Schlitzen zertrümmert. Aber selbst solche Kerne, welche kleiner als die Schlitz breite sind, werden infolge ihrer Trägheit von den langen scharfkantigen Zähnen erfasst und zertrümmert und nicht hindurchgeschleudert. Auch hier enthält also der gewonnene Fruchtsaft in unerwünschter Weise die Bitterstoffe der Kerne.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Zen trifuge zu schaffen, bei der Einfüllschacht und Reib scheibe so ausgebildet und aufeinander abgestimmt sind, dass vornehmlich beim Entsaften von kernigen Früchten die Kerne unzerrieben bleiben und somit ein hochwertiger Fruchtsaft gewonnen wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Zentrifuge einen Einfüllschacht besitzt, dessen Wandung an ihrer in der Austrittsebene liegenden Stirnseite kammartig gezinkt ist, und eine Reibscheibe, deren Zähne an ihren wirksamen Kanten abgestumpft sind.
Vorteilhaft sind dabei die Zinkenkanten zum Schachtinneren hin abgerundet und stehen in solchen Abständen voneinander, dass noch grössere Kerne, z. B. von Trauben, zwischen ihnen hindurchtreten können.
Die überraschenden Erfolge beim Entsaften von Beerenobst beruhen darauf, dass diese Zinken, die an die untere Stirnfläche des meist aus thermoplasti schem Kunststoff hergestellten Einfüllschachtes gleich mit angespritzt oder in Form von dünnen Drahtstiften in sie eingelassen sein können, Schale und Frucht fleisch der Früchte so lange führen, bis sie vollkom men zerrissen sind.
Die Kerne werden von den stump- fen Zähnen der Reibscheibe nicht geritzt, sondern erhalten nur einen Impuls, wobei sie an den Zinken nicht hängenbleiben können, sondern vorbeigleiten und unbeschädigt in die Siebtrommel gelangen.
Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegen standes werden im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Zentrifuge im Längsschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie 1-I in Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Arbeitsfläche der Reibscheibe,
Fig. 4 einen Schnitt durch einen Zahn der Reib scheibe längs der Linie II-11 in Fig. 3 und Fig. 5 einen Schnitt durch einen Zahn der Reib scheibe längs der Linie 111-III in Fig.4, beide im grösseren Massstab.
Mit 1 ist das mit einer Tülle 2 versehene Zentrifu- gengehäuse aus thermoplastischem Kunststoff bezeich net, in dem sich mit der von einem (nicht dargestellten) Motor in bekannter Weise angetriebenen senkrechten Welle 3 die Siebtrommel 4 und innerhalb dieser die Reibscheibe 5 drehen. Die zylindrische Mantelfläche der Siebtrommel ist in bekannter Weise mit (nur teil weise gezeichneten) Löchern 6 für den Saftaustritt versehen.
Der in seinem Querschnitt ovale Einfüll- schacht 7 für das zu entsaftende Fruchtgut sitzt an dem ebenfalls aus thermoplastischem Kunststoff ge spritzten Gehäusedeckel 8 exzentrisch zur Wellen achse 3. Seine Wandung ist an ihrer der Reibscheibe zugekehrten Stirnfläche kammartig gezinkt, wobei die Zinken aus in die Wandung senkrecht zur Reibschei- benebene eingelassenen, gleich langen Stiften 9 aus Draht bestehen. Die Abstände der Stifte voneinander wurden so gewählt, dass etwa ein Traubenkern noch zwischen ihnen hindurchgelangen kann; sie müssen nicht gleichmässig über den Umfang des Schacht randes verteilt stehen.
Unmittelbar unter dem Schacht rand rotiert die Reibscheibe, welche mit fächerförmig angeordneten Zähnen 10 in Form von segmentförmig ausgestanzten und abgebogenen Lappen (Fig. 4 und 5) versehen ist. Die etwa nach einer Halbkreislinie verlaufende erhabene Zahnflanke 11 ist stumpf und schneidet oder reisst die Fruchtschale nicht mehr auf, sondern reibt sie gleichsam auf. Der kleinste Spalt n zwischen dem höchsten Punkt einer Zahnflanke 11 und dem freien Ende eines Stiftes 9 beträgt etwa 0,3 mm.
Die neue Anordnung ist besonders gut geeignet für das Entsaften von Beerenobst, aber auch für Stein- und Kernobst, und ihre Wirkungsweise ist folgende: Die in den Einfüllschacht eingebrachten Früchte wer den von den mit hoher Geschwindigkeit auftreffenden Zähnen der Reibscheibe erfasst, jedoch dabei nicht zerrissen oder geschnitten, wie das bei scharfen Zähnen der Fall sein würde, sondern von den stump fen Zähnen nur leicht angeritzt. Dabei werden so gleich ein Teil der in den Früchten befindlichen Flüssigkeit sowie die Kerne frei und zwischen den Zinken hindurch gegen die Innenwand der Sieb trommel geschleudert.
Da die Zinken dünn und rund sind, setzen sie auftreffenden Kernen praktisch keinen Widerstand entgegen, und diese können unbeschädigt zwischen ihnen hindurch in die Siebtrommel gelan gen. Auch die stumpfen Zähne der Reibscheibe ver hindern es, dass die Kerne aufgerissen oder zer schnitten werden. Fruchtfleisch und Schalen werden zwischen den Zinken so lange festgehalten, bis sie von der Reibscheibe und den Kernen der nachfolgenden Früchte zu kleinsten Teilchen zerrissen und ebenfalls in die Siebtrommel geschleudert werden. Beim Ent saften von Hackfrüchten, Gemüse oder dergleichen ist lediglich diese Reibscheibe gegen eine andere mit scharfen Zähnen auszutauschen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zentrifuge zum Entsaften von Früchten aller Art mit einem Saftauffangbehälter und darin umlaufen der Siebtrommel und Reibscheibe, der das Gut durch einen dicht über der Reibscheibe endenden und exzentrisch zu ihrer Achse angeordneten Einfüll- schacht zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung des Einfüllschachtes an ihrer in der Austrittsebene liegenden Stirnseite kammartig ge zinkt ist, und die wirksamen Kanten der Zähne der Reibscheibe abgestumpft sind.UNTERANSPRUCH Zentrifuge nach Patentanspruch, mit einem ge zinkten Einfüllschacht, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinkenkanten zum Schachtinneren hin abgerun det sind und in solchen Abständen voneinander stehen, dass grössere Kerne, z. B. von Trauben, zwi schen ihnen hindurchtreten können.
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