Thermometer für Heisswasserspeicher Für Heisswasserspeicher sind Thermometer be kannt, die an dem den Wasserspeicher umgebenden Isoliermantel befestigt werden und einen von einer Kontakthülse umgebenen Wärmefühler aufweisen, welche Kontakthülse unter dem Einfluss einer zwi schen den Wärmefühler und den Boden der Hülse eingeschalteten Feder von aussen gegen die Wand des Heisswasserspeichers angepresst wird. Die Kon takthülse hat die Aufgabe, Ungenauigkeiten des Heiss wasserspeichers bei der Montage des Thermometers auszugleichen und eine möglichst gute Wärmeleitung von der Wand des Wasserspeichers zum Wärme fühler des Thermometers herbeizuführen. Diese Auf gabe wurde durch die bisher bekannten Konstruk tionen nur in ungenügendem Masse erfüllt.
Das Ther mometer reagierte daher sehr träge auf Temperatur änderungen des Speicherinhaltes und zeigte ausserdem in den meisten Fällen eine unrichtige Temperatur an. Der Wärmefühler hatte bisher nämlich eine zylindri sche Aussengestalt und in der Kontakthülse ein ge wisses Spiel, um ein Schwenken der Hülse gegen über der Axe des Wärmefühlers zu ermöglichen. Damit wollte man erreichen, dass bei nicht genau rechtwinkliger Lage der Wärmefühleraxe bezüglich der Speicherwand die Kontakthülse trotzdem mit ihrer gesamten Bodenfläche gegen die Speicherwand an liegen kann.
Dies war jedoch nur bei geringen Ab weichungen von der Normallage möglich, wobei dann in den meisten Fällen jede unmittelbare Berührung des Wärmefühlers mit der Kontakthülse verlorenging und somit ein schlechter Wärmeübergang von der Hülse zum Wärmefühler eintrat. Vermied man je doch das Spiel zwischen der Kontakthülse und dem Wärmefühler, so konnte in vielen praktisch vorkom menden Fällen die Kontakthülse nur mit einem klei nen Teil ihrer Bodenkante gegen die Wand des Was- serspeichers anliegen, wodurch wiederum ein schlech ter Wärmeübergang eintrat.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseiti gung der geschilderten Nachteile und betrifft ein Thermometer für Heisswasserspeicher mit einem Wärmefühler und einer denselben umgebenden Kon takthülse, welche unter dem Einfluss einer zwischen den Wärmefühler und den Boden der Hülse einge schalteten Feder von aussen gegen die Wand des Heisswasserspeichers anzupressen ist. Die Erfindung besteht darin, dass die äusseren Umfangsfläche des Wärmefühlers wenigstens ein Teil einer Kugelober fläche ist und dass die Kontakthülse Schlitze aufweist, welche die Wandung der Hülse teilweise in nach giebige Lamellen unterteilen, die unter elastischer Spannung gegen die Kugelfläche des Wärmefühlers anliegen.
Zweckmässig verlaufen die Schlitze in Längsrich tung der Kontakthülse und weist die letztere eine in ursprünglichem Zustand zylindrische Wandung auf, deren Innendurchmesser etwas kleiner ist als der Durchmesser der Kugelfläche des Wärmefühlers, so dass die Lamellen unter ihrer eigenen elastischen Spannung gegen den Wärmefühler anliegen.
Die Vorteile der Erfindung sind offensichtlich. Es ist nun möglich, die Kontakthülse gegenüber dem Wärmefühler in verhältnismässig weiten Grenzen zu schwenken, ohne dass dabei die einwandfreie und unmittelbare Berührung der Hülse und des Wärme fühlers verlorengeht. In jeder Stellung berühren sich die Hülse und der Wärmefühler durch eine Ring fläche, die in ihrer Umfangsrichtung nur durch die verhältnismässig schmalen Schlitze der Hülse unter brochen ist.
Es ist somit in allen Fällen eine gute Wärmeleitung von der Kontakthülse zum Wärme fühler gewährleistet, und der Boden der Kontakt- hülse kann in allen Fällen vollständig gegen die Aussenseite der Speicherwand anliegen, wodurch auch dort eine gute Wärmeleitung gewährleistet ist.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung, in welcher rein beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht ist.
Fig. 1 zeigt ein gemäss der Erfindung ausgebil detes Zeigerthermometer im Längsschnitt, wobei mit strichpunktierten Linien auch die Wandung und der Isoliermantel eines Heisswasserspeichers angedeutet sind, an welchem das Thermometer montiert wird.
Fig.2 ist ein Querschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, und Fig. 3 veranschaulicht, wie sich die Kontakthülse einstellt, wenn die Achse des Thermo- meters nicht rechtwinklig zur Wand des Wasser speichers verläuft.
Das in Fig. 1 dargestellte Thermometer weist eine Bimetallspirale 10 auf, deren äusseres Ende in einem Gehäuse 11, 12 festgehalten ist, wogegen das innere Ende der Spirale 10 mit einer drehbaren Achse 13 verbunden ist. Die Spirale 10 und das Gehäuse 11, 12 bilden zusammen den Wärmefühler des Thermometers. Die äussere Umfangsfläche des Ge häuseteiles 11 ist ein Teil einer Kugelfläche 11a. Die Achse 13 trägt einen Zeiger 14, der über eine zu gehörige Skalenscheibe 15 streicht. Der Zeiger 14 und die Skalenscheibe 15 sind in bekannter Weise in einem Gehäuse 16 mit durchsichtiger Scheibe 17 angeordnet.
Durch einen axial durchbohrten Zapfen 18 sind das Gehäuse 16 und die Skalenscheibe 15 mit einem Nippel 19 verbunden, in welchem das eine Ende eines die Achse 13 umgebende Schutzrohres 20 befestigt ist. Das andere Ende des Schutzrohres 20 ist mittels eines gegen Wärmeleitung isolierenden Nippels 21 mit dem Gehäuse 11, 12 verbunden.
Der Wärmefühler 10, 11, 12 befindet sich im Innern einer metallischen Kontakthülse 22, die meh rere in Längsrichtung der Hülse verlaufende Schlitze 23 aufweist, welche die ursprünglich zylindrische Wandung der Hülse in nachgiebige Lamellen 24 unterteilt, wie insbesondere Fig.2 veranschaulicht. Der Innendurchmesser der zylindrischen Wandung der Kontakthülse 22 ist ein wenig kleiner als der Durchmesser der Kugelfläche 11a des Wärmefühlers, so dass die Lamellen 24 unter dem Einfluss ihrer eigenen Elastizität gegen die Kugelfläche 11a anlie gen.
Zwischen der Unterseite des Wärmefühlerge- häuses 11, 12 und dem Boden 25 der Kontakt hülse 21 ist eine Schraubendruckfeder 26 einge schaltet.
In Fig. 1 ist ein Teil eines Heisswasserspeichers 30 mit zylindrischer Wandung angedeutet. Dieser Speicher 30 ist von einem Mantel 31 umgeben, der rechteckigen oder quadratischen Grundriss hat und mit dem Speicher durch einige Stege 32 verbunden ist. Der Raum zwischen dem Speicher 30 und dem Mantel 31 ist mit nicht dargestelltem Wärmeisolier material ausgefüllt. Das oben beschriebene Thermo meter ist am Mantel 31 befestigt und ragt in den Zwischenraum zwischen dem Mantel 31 und dem Heisswasserspeicher 30 hinein. Unter dem Einfluss der Feder 26 wird die Kontakthülse 22 mit ihrem Boden 25 gegen die Aussenseite des Wasserspeichers 30 angepresst.
Die Temperatur des Speicherinhaltes 33 über trägt sich auf die Wand des Speichers 30 und von dort über die Kontakthülse 21 auf den Wärmefüh ler 10, 11, 12 des Thermometers. Die Bimetallspi- rale dreht dann die Achse 13 und den Zeiger 14 in eine der Temperatur entsprechende Stellung.
Wenn bei der Montage des Thermometers dessen Achse nicht in eine die Längsachse des zylindri schen Wasserspeichers 30 rechtwinklig schneidende Lage gebracht wird, so stellt sich gemäss Fig. 3 die Kontakthülse 22 selbsttätig schräg, was wegen der Kugelfläche lla auf einwandfreie Weise möglich ist, ohne dass dadurch die Berührung und gute Wärme leitung zwischen der Kontakthülse 22 und dem Wärmefühler 10, 11, 12 verschlechtert wird. Die Feder 26 presst auch in diesem Fall die gesamte Fläche des Bodens 25 der Kontakthülse 22 gegen die Aussenseite des Wasserspeichers 30 an, so dass auch eine gute Berührung und Wärmeleitung zwischen dem Speicher 30 und der Kontakthülse 22 erhalten bleibt.
Die Feder 26 vermag überdies Unterschiede im Ab stand des Mantels 31 von der Wand des Wärme speichers auszugleichen, ohne dass hierfür bei der Montage des Thermometers besondere Massnahmen getroffen werden müssen.
Bei einer nicht dargestellten Ausführungsvariante kann die Kontakthülse 22 von einem federnden Ring umgeben sein, der die Lamellen 24 zusätz lich gegen das Wärmefühlergehäuse 11, 12 presst.
Es ist klar, dass die Erfindung nicht an Thermo meter mit einem durch eine Bimetallspirale angetrie benen Zeiger gebunden ist, sondern gegebenenfalls auch Quecksilberthermometer oder Thermometer zur elektrischen Fernübertragung der Anzeige aufweisen kann.