CH382096A - Vorrichtung zum Behandeln von bandförmigem Textilgut - Google Patents
Vorrichtung zum Behandeln von bandförmigem TextilgutInfo
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Description
Vorrichtung zum Behandeln von bandförmigem Textilgut Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Behandeln von bandförmigem Textilgut, bei wel cher das Textilgut getafelt zwischen zwei endlos um laufenden Förderbändern durch ein Behandlungs medium geführt wird, etwa Flüssigkeiten, z. B. beim Waschen, Bleichen, Entschlichten, Abkochen, Lau gieren und dergleichen, oder andere, z. B. gasförmige Medien, so zum Dämpfen, Trocknen oder Hochkon- densieren.
Soweit Vorrichtungen der vorgenannten Art be kanntgeworden sind, bei denen das Gut in einen senk rechten Trichter eingetafelt und mit dem Beginn einer Kehre zwischen zwei Fördermittel gelangt, welche das Gut durch die Kehre führen sollen, damit es gewendet abgezogen werden kann, sollen sich die Falten als radiale Strahlen durch die Kehre bewegen. Dies birgt die Gefahr in sich, dass die Falten in den Kehren um fallen, wodurch die Hindurchführung des Gutes durch das Behandlungsmedium in Unordnung gerät und das Gut mühsam aus der Vorrichtung entfernt werden muss, um den Schaden zu beheben.
Bei Vorrichtungen, welche das Gut mittels Zellen- fördervorrichtungen durch einen horizontalen Schacht von einer Einlaufkehre zu einer Auslaufkehre fördern, besteht der gleiche Nachteil und sind von den Zellen wänden herrührende Hemmungen zu befürchten.
Es ist auch schon eine Vorrichtung bekanntgewor den, bei welcher das Textilband auf eine schräg nach unten ablaufende, endlos umlaufende Fördervorrich- tung getafelt wird, zu welcher sich nach der Tafelung eine zweite Fördervorrichtung gesellt, so dass das Gut sich zwischen zwei endlos umlaufenden Fördervor- richtungen befindet, um später aus der Lage, mit welcher es eingetafelt worden ist, wieder abgezogen zu werden. Durch mehrere Schleifen ist der Weg von der Eintafelstelle zur Abzugsstelle verlängert.
Der Abstand beider Fördervorrichtungen voneinander ist durch besondere Führungen gesichert. Die jeweils obere Fördervorrichtung soll verhindern, dass das Gut von der Behandlungsflüssigkeit aufgetrieben wird. Da durch, dass das getafelte Textilband nur lose zwischen den Förderern liegt, kann die Tafelung in den Schlei- fenkehren in Unordnung geraten. Auch ist es von Nachteil, dass die Ware mit der unteren Lage der Tafelung abgezogen wird.
Nach der Erfindung zeichnet sich eine eingangs genannte Vorrichtung dadurch aus, dass die beiden von der Eintafelstelle oder einer gedachten Niveau linie aus gesehen schräg nach unten ablaufenden För derbänder einen geringeren Abstand voneinander auf weisen als die Tafelbreite oder bei Quertafelung die Warenbreite beträgt, das Ganze derart, dass die Tafeln geschichtet zusammengehalten werden und die För derbänder das Gut in einer Ganzkehre wenden und es endlos zur Abzugsstelle bringen.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erörtert: Bei einem solchen ist erreicht, dass bei einfacher Ausbildung der Vorrichtung die Ware in gesicherter Tafelung durch das Behandlungsmedium geführt und zwecks Abzugs mit der jeweils oberen Tafel gewendet wird.
Das eine Mitnehmerband oder -tuch bildet zwi schen der Eintafelstelle und dem Ende der Kehre ein gegen das andere Mitnehmerband oder -tuch sich zu nähern bestrebtes Umschlingungsband.
Die Tafelung in der Förderrichtung ist zulässig. Vorzuziehen ist jedoch eine Tafelung quer zur För- derrichtung. Dies bietet den Vorteil, dass die zur Tafe- lung notwendigen Faltlinien nicht zwischen den Mit nehmertüchern scharf gepresst werden, was nament lich bei feinerem Textilgut von Vorteil ist. Bei der Quertafelung können die Falten seitlich der Mitneh- mertücher vorstehen, so dass die Faltlinien nicht dem zusammenpressenden Druck unterworfen sind.
Vorzugsweise ist nur das eine Mitnehmertuch an getrieben und wird das andere Mitnehmertuch von der Ware mitgenommen. Auf diese Weise besteht eine Gewähr dafür, dass keine Relativbewegung zwischen der Ware und einem der Mitnehmertücher eintreten kann.
Das umschlingende Mitläufertuch kann einen nachgiebigen Anzug gegen die Ware besitzen, was den Vorteil mit sich bringt, dass einerseits stets ein hin reichend festes stapelartiges Aufeinanderliegen der Ware gesichert ist und sich anderseits der den Stapel aufrechterhaltende Druck selbsttätig den Bedarfs verhältnissen anpasst.
Es empfiehlt sich, das umschlingende Mitnehmer- tuch in seinem tragenden Teil über eine mit einem reibungsmindernden Belag versehene Unterlage zu führen. Die Unterlage verhindert einen Durchhang des umschlingenden Mitnehmertuches in seinem tra genden Teil.
Zweckmässig bestehen die Mitnehmertücher aus einem Glasfasergewebe mit einem gegen Angriffe des Behandlungsmediums unempfindlichen Kunst stoffüberzug auf der der Ware zugewandten Seite. Das Glasfasergewebe ist unempfindlich gegen das behandelnde Medium, während der Kunststoffüberzug verhindert, dass Glasfasern in die Ware eindringen.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Fig. 1 lässt eine Vorrichtung mit in Förderrich- tung getafelter Ware im Aufriss erkennen.
Fig. 2 gibt die Vorrichtung im Aufriss mit quer zur Förderrichtung getafelter Ware wieder.
Fig. 3 ist eine Stirnansicht der Vorrichtung nach Fig. 2 auf den Tafler gesehen.
Die Vorrichtung, welche sich in einem geeigneten Behälter befindet, besteht aus den beiden endlos um laufenden Förderbändern bzw. Mitnehmertüchern 1 und 2, von denen auf das Mitnehmertuch 1 durch den Tafler 3 in bekannter Weise das Warenband 4 auf getafelt wird. Die Umlaufrichtung der Mitnehmer- tücher ist durch Pfeile kenntlich gemacht.
In Fig. 1 tafelt der Tafler 3 in Umlaufrichtung der Bänder 1, 2 die Ware 4 auf das Mitnehmertuch 1 auf, das heisst, die Tafelfalten sind quer zu den Mit nehmertüchern gerichtet. In Fig. 2 dagegen tafelt der Tafler 3 die Ware quer zur Umlaufrichtung der Mit nehmertücher auf das Mitnehmertuch 1 auf, so dass die Falten 5 der Tafelung seitlich an den Mitnehmer- tüchern vorstehen.
Von der Ein- oder Auftafelungsstelle bzw. der Niveaulinie 12 einer Behandlungsflüssigkeit gesehen laufen die Mitnehmertücher schräg nach unten ab, so dass die getafelte Ware schräg und damit sanft in die Behandlungsflüssigkeit eingefahren wird, falls ein flüs siges Behandlungsmedium vorgesehen ist.
Der kleinste Abstand der beiden Mitnehmertücher voneinander ist geringer, z. B. um ein Mehrfaches ge ringer als die Tafelbreite in Fig. 1 und bei Quertafe- lung gemäss Fig. 2, 3 als die Warenbreite, so dass die Tafeln zwischen den Mitnehmertüchern geschichtet zusammengehalten werden.
Das Mitnehmertuch 2 ist über die beiden Rollen 6 und 7 geführt, von denen die Rolle 7 die Ganzkehre bildet, während das Mitnehmertuch 1 über die Rollen 8, 9 und 10 geführt ist und von der Eintafelstelle bzw. der Rolle 8 bis zur vollendeten Kehre bzw. bis zur Rolle 9 ein freies Umschlingungsband bildet, wel ches bestrebt ist, sich dem Mitnehmertuch 2 zu nähern. Die Rolle 10 bildet eine Spannrolle, welche nachgiebig das Mitnehmertuch 1 gegen das Mitneh- mertuch 2 zieht.
In seinem tragenden Teil ist das Mit nehmertuch 1 über eine Unterlage 11 geführt, die mit einem reibungsmindernden Belag, der gegen Angriffe beständig ist, versehen ist.
Nur das eine Mitnehmertuch wird angetrieben. Das andere Mitnehmertuch wird von der Ware mit genommen.
Die Mitnehmertücher bestehen aus Glasfaser- gewebe und sind auf der der Ware zugewandten Seite mit einem gegen Angriffe beständigen Kunststoffauf strich versehen.
Wie die Zeichnung erkennen lässt, wird die Ware von den Mitnehmertüchern im getafelten Stapel durch das Behandlungsmedium geführt und hierbei gewen det, so dass die Unterseite der Ware auf der Eintafel seite auf der Abzugsseite die Oberseite ist. Das Ab ziehen erfolgt mittels der Abzugsrollen 13.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Behandeln von bandförmigem Textilgut, bei welcher das Textilgut getafelt zwischen zwei endlos umlaufenden Förderbändern durch ein Behandlungsmedium geführt wird, dadurch gekenn zeichnet, dass die beiden von der Eintafelstelle oder einer gedachten Niveaulinie aus gesehen schräg nach unten ablaufenden Förderbänder einen geringeren kleinsten Abstand voneinander aufweisen, als die Tafelbreite oder bei Quertafelung die Warenbreite beträgt, das Ganze derart, dass die Tafeln geschichtet zusammengehalten werden und die Förderbänder das Gut in einer Ganzkehre wenden und es zur Abzugs stelle bringen. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet. dass das eine Förderband zwischen der Eintafelstelle und dem Ende der Kehre ein das andere Förderband sich zu nähern bestrebtes Umschlingungs- band bildet. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ware quer zur Förderrichtung getafelt wird. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass nur das eine Förderband angetrieben und das andere von der Ware mitgenommen wird. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das umschlingende Förderband als Mitläufertuch nachgiebigen Anzug gegen die Ware aufweist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das umschlingende Förderband als Mitläufertuch in seinem tragenden Teil über eine mit einem reibungs mindernden Belag versehene Unterlage geführt ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbänder aus einem Glasfasergewebe mit einem Kunststoffüberzug auf der der Ware zugewand ten Seite bestehen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK0036000 | 1958-10-16 | ||
| DE863773X | 1958-10-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH382096A true CH382096A (de) | 1964-09-30 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7877359A CH382096A (de) | 1958-10-16 | 1959-09-28 | Vorrichtung zum Behandeln von bandförmigem Textilgut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH382096A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2931990A1 (de) * | 1979-08-07 | 1981-02-12 | Kuesters Eduard | Vorrichtung zur verweilbehandlung von bahnfoermigem textilgut |
| DE3127052A1 (de) * | 1981-07-09 | 1983-01-27 | Küsters, Eduard, 4150 Krefeld | "vorrichtung zur verweilbehandlung von bahnfoermigem textilgut" |
-
1959
- 1959-09-28 CH CH7877359A patent/CH382096A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2931990A1 (de) * | 1979-08-07 | 1981-02-12 | Kuesters Eduard | Vorrichtung zur verweilbehandlung von bahnfoermigem textilgut |
| DE3127052A1 (de) * | 1981-07-09 | 1983-01-27 | Küsters, Eduard, 4150 Krefeld | "vorrichtung zur verweilbehandlung von bahnfoermigem textilgut" |
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