CH382262A - Anordnung zur selbsttätigen Steuerung des Lichtstromes von Lichtquellen in Abhängigkeit von der Beleuchtungsstärke an einem beliebigen Ort - Google Patents
Anordnung zur selbsttätigen Steuerung des Lichtstromes von Lichtquellen in Abhängigkeit von der Beleuchtungsstärke an einem beliebigen OrtInfo
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Description
Anordnung zur selbsttätigen Steuerung des Lichtstromes von Lichtquellen in Abhängigkeit von der Beleuchtungsstärke an einem beliebigen Ort Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur selbsttätigen und sich selbst überwachenden Steue rung des Lichtstromes von Lichtquellen in Abhän gigkeit von der Beleuchtungsstärke an einen beliebigen Ort, die mittels lichtelektrischer Empfänger erfasst wird, insbesondere zur Steuerung der Tunnelbeleuch tung in Abhängigkeit von der Aussenhelligkeit.
Wird beispielsweise die Tunnelbeleuchtung, zu mindest im Bereich der Tunneleinfahrt und der Tunnelausfahrt, nicht der Aussenhelligkeit angepasst, so besteht, besonders wenn der Fahrer eines Fahr zeuges der Sonne entgegenfährt, für ihn die Gefahr, dass er bei Einfahrt in den Tunnel nichts sieht, weil sich das Auge den veränderten Helligkeitsverhältnissen nicht schnell genug anpasst. An hellen Sonnentagen wird diese Gefahr noch vergrössert, wenn der Fahrer des Fahrzeuges eine Sonnenbrille trägt. Die Gefahr in umgekehrter Richtung besteht, wenn die Tunnel innenbeleuchtung zu hell ist.
Bisher versuchte man, ihr dadurch zu begegnen, dass von Hand mehr oder weniger Lichtquellen durch einen Tunnelwärter ent sprechend der Aussenhelligkeit eingeschaltet werden, wobei es dem subjektiven Empfinden des Tunnel wärters überlassen bleibt, in welchem Masse er die Tunnelbeleuchtung einer geänderten Aussenhelligkeit anpassen will. Liegt in einem Strassenzug eine grössere Anzahl von Tunneln, so steuert man die Tunnel beleuchtung von einer Zentrale aus in gleicher Weise. Dabei werden dann aber die örtlich oft sehr unter schiedlichen Aussenhelligkeiten nicht berücksichtigt, so dass dadurch nicht das Gefährdungsmoment aus geschaltet werden kann.
Der Einführung selbsttätiger Steuerungen stand bisher das Vorurteil entgegen, dass beim Ausfall der Steuerung die Tunnelbeleuchtung vollkommen versagt, so dass noch neue Gefal: ren- quellen entstehen können. Die Erfindung zeigt nun einen Weg, der es ge stattet, in derartigen Fällen eine selbsttätige Steuerung zu verwenden und dabei gleichzeitig die Gefahr des Ausfalles der Steuerung zu verhindern.
Dies ist bei einer Anordnung zur selbsttätigen und sich selbst überwachenden Steuerung des Lichtstromes von Licht quellen in Abhängigkeit von der Beleuchtungsstärke an einem beliebigen Ort, die mittels lichtelektrischer Empfänger erfasst wird, nach der Erfindung dadurch möglich, dass alle Mess- und Verstärkerglieder zwei fach vorhanden sind, die Ausgänge beider Verstärker dasselbe Steuerglied für das Stellglied des Lichtstromes speisen und die Differenz zwischen Spannungen oder Strömen zur Kontrolle der beiden gleichen Einrich tungen derart überwacht wird, dass beim überschrei ten eines vorgegebenen Differenzwertes eine Störungs meldung erfolgt.
Zur voneinander unabhängigen Einstellung der Einschalt- und Ausschalthelligkeit bzw. einer Grund aussteuerung und des geforderten Verhältnisses von Lichtstrom zu Beleuchtungsstärke werden dabei zweckmässig Einstellglieder vorgesehen, die gleichartig auf jeden der Verstärker wirken. Um die Einstellung der vorzugebenden Werte unabhängig von der jewei ligen Beleuchtungsstärke vornehmen zu können, ist es zweckmässig, an die Eingangsstufen der Verstärker anstelle der Spannung der lichtelektrischen Empfänger eine Einstellspannung einstellbarer Grösse zu legen.
Wenn Einschalt- und Ausschalthelligkeit voneinander unabhängig einstellbar sind, kann man die Differenz zwischen beiden Schaltpunkten so gross wählen, dass langsam verlaufende Änderungen bestimmter Grösse, bedingt durch Rauch, leichtes Gewölk usw., nicht zum jedesmaligen Schalten führen.
Verwendet man in den Verstärkern Transistoren, so kann die Einstellung der vorzugebenden Werte durch Potentiometer in den Steuerkreisen der Tran sistoren erfolgen. Die Mess- und Verstärkerglieder müssen dabei so ausgelegt werden, dass bei Ausfall eines der beiden Kreise der andere die volle Steuer spannung aufbringen kann.
Will man den Lichtstrom stetig steuern, so kann man mit der Ausgangsspannung der beiden Verstär ker eine Thyratronschaltung, einen Transduktor oder dergleichen als Stellglied für den Lichtstrom beauf- schlagen. Soll eine unstetige Steuerung verwendet werden, so ist es zweckmässig, durch jeden der bei den Verstärker eine Kippstufe aussteuern zu lassen, so dass sich die Ausgangsspannung für die Steuerung des Stellgliedes für den Lichtstrom stets sprungartig ändert. Durch die Kippschaltung wird dann eine schleichende Kontaktgabe des Stellgliedes und damit ein Flackern vermieden. Die Kippschaltung kippt dabei z.
B. in ihre Endlagen, wenn die Beleuchtungs stärke bestimmte voreingestellte Werte durchläuft. Als Stellglied für den Lichtstrom kann dabei ein über entsprechende Relais betätigtes Schaltschütz dienen.
Selbstverständlich ist es auch möglich, stetige und unstetige Steuerungen auf verschiedene in einer Be leuchtungsanlage enthaltene Lichtquellen wirken zu lassen. In diesen Fällen kann es von Vorteil sein, die unstetigen Steuerungen so einzustellen, dass sie erst dann wirksam werden, wenn die stetigen Steuerungen vorgegebene Grenzlagen erreicht haben. Mit dem Wirksamwerden einer unstetigen Steuerung kann von dieser die erreichte Wirkung der stetigen Folgesteue rung übernommen werden. Verändert man damit gleichzeitig die Grundwerte der stetigen Steuerung, so kann man mit ihr den anschliessenden Bereich aus steuern.
Die Wirkung schnell verlaufender Änderun gen der Beleuchtungsstärke, wie Blitze, Flugzeug schatten oder dergleichen, auf die Steuerung lässt sich unterdrücken, wenn man entsprechende Verzöge rungsglieder vorsieht.
Häufig kann es bei derartigen Anordnungen an gebracht sein, dass der Lichtstrom mit zunehmendem Abstand der Lichtquellen von den Stellen mit der die Steuerung bestimmenden Beleuchtungsstärke auf kleinere Werte gesteuert wird. Durch diese Massnahme wird eine übergrosse Helligkeit im Innern des zu beleuchtenden Raumes vermieden, was insbesondere bei Tunnelbeleuchtungen dann angenehm ist, wenn sich in diesem Bereich Kurven befinden.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungs beispiele von Anordnungen nach der Erfindung dar gestellt. Fig. 1 zeigt die Schaltung für eine stetige, Fig. 2 für eine unstetige Steuerung. Schaltelemente, die in beiden Schaltungen vorhanden sind und dort die gleichen Aufgaben erfüllen, sind dabei mit glei chen Bezugsziffern bezeichnet.
Die Anordnung wird über die Transformatoren 1 und 1' von dem an den Klemmen 2 liegenden Netz gespeist. In der gewählten Zeichnungsweise werden mit einem Strich die entsprechenden Schaltelemente in den zweiten Kreisen bezeichnet. Den Sekundär wicklungen 3 und 3' sowie 4 und 4' werden die zum Betrieb der einzelnen Schaltelemente erforderlichen Spannungen entnommen. Zur Messung der Beleuch tungsstärke dienen die Photoelemente 5 und 5'. Sie steuern bei der eingezeichneten Stellung der Schalter 7 und 7' die Transistoren 6 und 6'. Die Kollektor basisspannung für diese Transistoren wird den Se kundärwicklungen 4 und 4' des Transformators ent nommen.
Die im Basiskreis der Transistoren 6 und 6' liegen den Potentiometer 8 und 8' dienen bei der Schaltung nach Fig. 1 zur Einstellung des gewünschten Verhält nisses von Lichtstrom zu Beleuchtungsstärke. Diese Einstellung dient der Anpassung des Lichtstromes an die Tageshelligkeit. über die Potentiometer 9 und 9' erfolgt die Einstellung der Grundaussteuerung, die zugleich als sogenannte Nachtaussteuerung den Lichtstrom in den Nachtstunden bestimmt, wenn die Photoelemente nicht ansprechen oder nur ein dem geringen nächtlichen Verkehr angepasster Lichtstrom benötigt wird. Die Einstellung der Potentiometer 8 und 8' und 9 und 9' kann über im einzelnen nicht dargestellte Messinstrumente erfolgen.
Um dabei von der Beleuchtungsstärke unabhängig zu sein, werden die Transistoren 6 und 6' von den Photoelementen 5 und 5' mittels der Schalter 7 und 7' getrennt und über die Potentiometer 10 und 10' unmittelbar an die Sekundärwicklungen 3 und 3' gelegt.
Auch für eine Messbereichsumschaltung können entsprechende Schaltelemente verwendet werden, die gleichsfalls im einzelnen nicht dargestellt sind. Die Transistoren 11 bis 14 bzw. 11' bis 14' dienen der Verstärkung der gemessenen und eingestellten Span nungswerte. Die an den Klemmen 15 auftretende Ausgangsspannung dient dann zur Steuerung des Stellgliedes für den Lichtstrom. Dies kann beispiels weise eine Thyratronschaltung oder ein Transduktor sein. Jeder der beiden Schaltungsteile ist dabei so ausgelegt, dass er die volle Ausgangsspannung liefern kann. Zur Erfassung von Störungen in der Anordnung dienen die Relaiswicklungen 16 und 16'.
Weichen die Ausgangsspannungen der beiden Verstärkerteile voneinander ab, so werden auch die beiden Relais wicklungen von unterschiedlicher Spannung beauf- schlagt. Der auftretende Spannungsunterschied hat zur Folge, dass sie über ihr zugehöriges Relais eine Störungsmeldung an eine zentrale überwachungs- stelle abgeben. Bis zur Behebung der Störung wird die notwendige Steuerung des Lichtstromes von dem jeweils ungestörten Verstärker durchgeführt.
Bei der Schaltung nach Fig. 2, die der unstetigen Steuerung des Lichtstromes dient, wird die Einschalt helligkeit an den Potentiometern 18 und 18' ein gestellt. Unabhängig von der Einschalthelligkeit kann an den Potentiometern 19 und 19' die Aussehalthellig- keit eingestellt werden.
Wie bei der Fig. 1 erläutert, erfolgt der Abgleich dieser Potentiometer unabhängig von der jeweiligen Beleuchtungsstärke dadurch, dass die Eingangstransistoren 6 und 6' über die Schalter 7 und 7' und die Potentiometer 10 und 10' an die Sekundärwicklungen 3 und 3' gelegt werden. Die weitere Verstärkung der anstehenden Spannungswerte übernehmen die Transistoren 21 bis 23 bzw. 21' bis 23' in Verbindung mit den Kippschaltungen 20 und 20', die unter Verwendung der Transistoren 24 und 25 bzw. 24' und 25' aufgebaut sind.
Entsprechend dem jeweiligen Schaltzustand dieser bistabilen Kippschal tungen tritt entweder an dem Klemmenpaar 26 und 26' oder 27 und 27' eine Ausgangsspannung auf, die über nicht dargestellte Relais ein gleichfalls nicht dargestelltes Schaltschütz steuert. Mit diesem Schalt schütz werden die Lichtquellen, bei denen es sich um Glühlampen, Gasentladungslampen und dergleichen handeln kann, ein- und ausgeschaltet. Die überwa- chung der Anordnung erfolgt auch bei dieser Schal tung in der bereits in Fig. 1 erläuterten Art über die Relaiswicklungen 16 und 16'.
Claims (1)
- PATENTTAINTSPRÜCHE Anordnung zur selbsttätigen und sich selbst über wachenden Steuerung des Lichtstromes von Licht quellen in Abhängigkeit von der Beleuchtungsstärke an einem beliebigen Ort, die mittels lichtelektrischer Empfänger erfasst wird, insbesondere zur Steuerung der Tunnelbeleuchtung in Abhängigkeit von der Aussenhelligkeit, dadurch gekennzeichnet, dass alle Mess- und Verstärkerglieder zweifach vorhanden sind, die Ausgänge beider Verstärker dasselbe Steuerglied für das Stellglied des Lichtstromes speisen und die Differenz zwischen Spannungen oder Strömen zur Kontrolle der beiden gleichen Einrichtungen derart überwacht wird,dass beim Überschreiten eines vor gegebenen Differenzwertes eine Störungsmeldung er folgt. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass gleichartig auf jeden der Verstärker Einstellglieder zur voneinander unabhängigen Ein schah- und Ausschalthelligkeit und des geforderten Verhältnisses von Lichtstrom zu Beleuchtungsstärke wirken. 2. Anordnung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (7, 7') vorhanden sind, um zur Einstellung der vor zugebenden Werte unabhängig von der jeweiligen Beleuchtungsstärke an die Eingangsstufen der Ver stärker an Stelle der Spannung der lichtelektrischen Empfänger eine Einstellspannung einstellbarer Grösse anzulegen. 3.Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der vorzugebenden Werte Potentiometer in den Steuerkreisen der Transistoren vorhanden sind. 4. Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausfall einer der beiden Mess- und Verstärkerglieder besitzenden Einrichtungen die andere die volle Steuer spannung aufbringt. 5. Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass zur stetigen Steuerung die Ausgangsspannung der beiden Verstärker eine Thyratronschaltung als Stellglied für den Lichtstrom steuert. 6.Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass zur stetigen Steuerung die Ausgangsspannung der beiden Verstärker einen Transduktor als Stellglied für den Lichtstrom steuert. 7. Anordnung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass zur un stetigen Steuerung jeder der beiden Verstärker eine Kippstufe aussteuert, so dass die Ausgangsspannung für die Steuerung des Stellgliedes für den Lichtstrom stets sprungartig ändert. B. Anordnung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Stellglied für den Licht strom ein Schaltschütz dient. 9.Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass eine stetige und unstetige Teilsteuereinrichtung auf ver schiedene in einer Beleuchtungsanlage zusammen gefasste Lichtquellen wirken. 10. Anordnung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die unstetigen Steuereinrichtungen erst dann wirksam werden, wenn die stetigen Steuer einrichtungen vorgegebene Grenzlagen erreicht haben. 11.Anordnung nach den Unteransprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Wirksam werden einer unstetigen Steuereinrichtung von dieser die erreichte Wirkung der stetigen Steuereinrichtung übernommen und die Grundwerte der stetigen Steuer einrichtung so verändert werden, dass -sie den an schliessenden Bereich aussteuert. 12. Anordnung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass Ver zögerungsglieder vorgesehen sind, um die Einwir kung kurzzeitiger Änderungen der Beleuchtungsstärke zu verhindern.
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