CH382321A - Verfahren zum Widerstandsabbrennschweissen von mit Gehrungsschnitt versehenen Werkstücken und Maschine zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Widerstandsabbrennschweissen von mit Gehrungsschnitt versehenen Werkstücken und Maschine zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Widerstandsabbrennschweissen von mit Gehrungsschnitt versehenen Werkstücken und Maschine zur Durchführung des Verfahrens Das Patent betrifft ein Verfahren zum Wider- standsabbrennschweissen von mit Gehrungsschnitt ver- sehenen Werkstücken und eine Maschine zur Durch führung des Verfahrens.
Diese Maschine hat zwei Spannvorrichtungen, deren jede zum Festhalten eines der Werkstücke dient. Eine dieser Spannvorrichtungen ist relativ zur anderen zur Ausübung des Schweissvorschubes ver schiebbar.
Wenn mit Gehrungsschnitt versehene Werkstücke an ihrer Gehrungsschnittfläche nach dem Wider- standsabbrennverfahren miteinander verschweisst werden, schliessen die verschweissten Werkstücke in der Regel nicht den Winkel ein, unter dem sie relativ zueinander beim Schweissvorgang eingespannt waren.
Diese Winkelabweichung ist darauf zurückzufüh- ren, dass beim Verfahrensschritt des Stauchens die Richtung der Stauchkraft schräg zur Längsrichtung der Werkstücke verläuft und nicht durch den Schwer punkt der Gehrungsschnittfläche geht. Die Stauch kraft greift an den eingespannten Teilen der Werk stücke im Abstand von der Schweissstelle im spitzen Winkel zur Längsrichtung der Werkstücke an und erzeugt ein Biegemoment an den aus den Spannvor richtungen herausragenden, miteinander zu verschwei ssenden Werkstückenden. Die Verschweissung erfolgt, während die Werkstücke diesem Biegemoment unter worfen sind.
Ausserdem haben die Werkstücke (in der Regel Rahmenprofile) meistens eine unsymmetrische Quer schnittsfläche. Das führt zu einer unsymmetrischen Wärmeverteilung beim Schweissen (sowohl beim Ab brennen als auch beim eigentlichen Schweissvorgang) und zu einem unsymmetrischen Abkühlen nach dem Schweissen. Das Biegemoment und die unsymmetrische Er wärmung und Abkühlung bewirken die erwähnte Winkelabweichung, welche vom Profil, vom Werk stoff und von den Schweissdaten (Abbrennstrom, -vorschob und -zeit, Schweissstrom, Stauchkraft) ab hängt.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wird bei dem Verfahren nach der Erfindung das eine Werkstück dem Vorschub zum anderen Werkstück ausgesetzt, während die Werkstücke einen Winkel relativ zu einander einschliessen, welcher vom vorbestimmten Gehrungswinkel derart abweicht, dass die Werkstücke trotz Verbiegung beim Stauchen und trotz ungleich mässiger Wärmeverteilung im Schweissquerschnitt nach dem Abkühlen der Schweissstelle den vorbe stimmten Winkel relativ zueinander einschliessen.
Bei der erfindungsgemässen Maschine zur Durch führung des Verfahrens nach der Erfindung ist wenigstens eine der Spannvorrichtungen relativ zur anderen in vom vorbestimmten Gehrungswinkel ab weichende Lagen der Spannbacken schwenkbar und .in diesen Lagen fixierbar.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Maschine :an Hand der Zeich nung beschrieben. Im Zusammenhang damit wird auch beispielsweise das erfindungsgemässe Verfahren erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen teilweisen Grundriss einer Maschine zum Widerstandsschweissen von mii Gehrungsschnitt versehenen Werkstücken, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, in grösserem Massstab, Fig.3 eine Variante zu Fig. 1.
Die dargestellte Maschine hat zwei Spannvor richtungen 1 und 2 zum Festhalten<B>je</B> eines der miteinander zu verschweissenden Werkstücke 3 und 4. Jede Spannvorrichtung hat einen Anschlag und einen mit diesem Anschlag zusammen arbeitenden verschiebbaren Spannbacken. In der Zeichnung sind die Anschläge mit la und 2a, die Spannbacken mit 1b und 2b bezeichnet. Der Spannbacken 2b ist in Fig. 1 nicht dargestellt. Zur Erzeugung der Spann kraft haben die Spannvorrichtungen 1 und 2 je einen hydraulischen Zylinder. In der Zeichnung ist nur der hydraulische Zylinder 1c der Spannvorrichtung 1 dargestellt.
Wie Fig.2 zeigt, wird das Werkstück 4 zusam men mit einem Zwischenstück 5, dessen Form dem Profil des Werkstückes 4 angepasst ist, zwischen den Anschlag<I>2a</I> und den Spannbacken<I>2b</I> eingelegt und festgespannt, wobei der Spannbacken 2b die strich punktiert gezeichnete Lage 2b' einnimmt. In ent sprechender Weise ist das Werkstück 3 zwischen den Anschlag 1a und den Spannbacken 1b festge klemmt.
Die Spannvorrichtung 1 ist auf einem Schlitten 6 montiert. Der Schlitten 6 ist mittels einer im ein zelnen nicht dargestellten hydraulischen Antriebsvor richtung 7 in Richtung des Doppelpfeiles 8 verschieb bar.
Die Spannvorrichtung 2 ist auf einem ortsfesten Tisch 9 der Maschine um einen Zapfen 10 schwenk bar angeordnet. Die geometrische Achse 11 des Zap fens 10 schneidet sich mit der Richtung 12 der Spannkraft des Spannbackens 2b, und das Zwischen stück 5 ist so bemessen, dass die geometrische Achse 11 des Zapfens 10 annähernd durch den Schwer punkt S des Querschnittes des Werkstückes 4 geht.
Die Spannvorrichtung 2 ist an ihrem dem An schlag 2a abgewandten Ende mit zwei Stellschrauben <B>13</B> versehen, zwischen welche eine am Tisch 9 orts feste Zunge 14 geklemmt ist. Durch Verstellen der Stellschrauben 13 kann die Spannvorrichtung 2 um die Achse 11 geschwenkt werden. Die Spannvorrich tung 2 hat drei um die Achse 11 angeordnete Senk löcher 15 und drei ,in grösserem Abstand von der Achse 11 angeordnete, als Langlöcher geformte Senk löcher 16. Mittels Schrauben 17 und 18, welche durch die Senklöcher 15 bzw. 16 hindurchgeführt sind, ist die Spannvorrichtung 2 mit dem Tisch 9 verschraubt.
Dabei haben die Schrauben 17 in den Senklöchern 15 so viel seitliches Spiel, und es ist die Länge der Langlöcher 16 so bemessen, dass die Spannvorrich tung 2 um einige Winkelgrade um die Achse 11 geschwenkt werden kann, wenn die Schrauben 17 und 18 gelöst sind. Bei angezogenen Schrauben 17 und 18 ist die Spannvorrichtung 2 derart fest auf dem Tisch 9 fixiert, dass sie ihre Lage auch unter der Wirkung der relativ grossen während des. Stauch vorganges auftretenden Kraft nicht verändert, und dass das mittels des Zapfens 10 gebildete Lager dieser Kraft im wesentlichen nicht ausgesetzt ist.
Beim Schweissen mit der beschriebenen Maschine wird zunächst bei gelösten Schrauben 17 und 18 die Spannvorrichtung 2 mittels der Stellschrauben 13 in eine solche Lage relativ zur Spannvorrichtung 1 gebracht, dass der von den Werkstücken 3 und 4 eingeschlossene Winkel von dem vorbestimmten Geh rungswinkel um einen Betrag abweicht, welcher der Winkelabweichung entgegengesetzt gleich ist, die er fahrungsgemäss beim Schweissen zu erwarten ist. Dar aufhin werden die Schrauben 17 und 18 angezogen, und es wird eine Probeschweissung ausgeführt. Die durch die Probeschweissung miteinander verschweiss ten Werkstücke werden aus der Maschine genommen und die bei der Probeschweissung eventuell aufgetre tene Winkelabweichung wird gemessen.
Die Spann vorrichtung 2 kann dann erforderlichenfalls noch um den Winkel nachgestellt werden, welcher ent gegengesetzt gleich der gemessenen Winkelabwei chung ist. Gegebenenfalls kann die Spannvorrichtung 2 mehrmals nachgestellt werden, bis eine Schwei ssung erzielt wird, bei welcher die Werkstücke nach dem Abkühlen der Schweissstelle den vorbestimm ten Winkel hinreichend genau einschliessen.
Bei Veränderung der Daten der Schweissung (Vor schub, Strom und Dauer des Abbrennens, Stauch kraft, Schweissstrom) oder wenn Werkstücke ande rer Form oder aus anderem Material miteinander verschweisst werden sollen, ist die dabei auftretende Winkelabweichung erneut zu messen und in der be schriebenen Weise zu korrigieren.
An Stelle der Stellschrauben 13 und der Zunge 14 kann ein Exzenter 19 (Fig. 3) Verwendung fin den, der am Tisch 9 drehbar angeordnet ist und in einem Schlitz 20 des dem Anschlag 2a abgewandten Endes der Spannvorrichtung 2 hineingreift.
Die Spannvorrichtung 2 kann an ihrem dem An schlag 2a abgewandten Ende eine Winkelteilung aufweisen, und der Tisch 9 kann einen zugehörigen Index tragen. Dadurch ist -es möglich, eine für be stimmte Daten der Schweissung und der Werkstücke als geeignet gefundene Stellung der Spannvorrichtung 2 zu reproduzieren.
Es kann auch die Spannvorrichtung 1 oder die Spannvorrichtung 2 zusätzlich um eine parallel, zur Ebene des Tisches 9 liegende Achse schwenkbar sein. Dadurch ist es möglich, eine Verwindung auszuglei chen, welche beim Schweissen - je nach der Gestalt des Querschnittes - aus den gleichen Gründen auf treten kann wie die erwähnte Winkelabweichung.
Der Gehrungswinkel kann natürlich auch abwei chend von dem gezeichneten Beispiel eine andere Grösse als 45 haben.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Widerstandsabbrennschweissen von mit Gehrungsschnitt versehenen Werkstücken, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Werkstück dem Vorschub zum anderen Werkstück ausgesetzt wird, während die Werkstücke einen Winkel relativ zueinander einschliessen, welcher vom vorbestimm ten Gehrungswinkel derart abweicht, dass die Werk stücke trotz Verbiegung beim Stauchen und trotz ungleichmässiger Wärmeverteilung im Schweissquer schnitt nach dem Abkühlen der Schweissstelle den vorbestimmten Winkel relativ zueinander einschlie ssen. 1I.Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit zwei zum Festhalten je eines der Werkstücke dienenden Spannvorrichtun gen, deren eine relativ zur anderen zur Ausübung des Schweissvorschubes verschiebbar ist, dadurch ge kennzeichnet, dass wenigstens eine der Spannvorrichtun gen relativ zur anderen in vom vorbestimmten Geh rungswinkel abweichende Lagen der .Spannbacken schwenkbar und in diesen Lagen fixierbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Maschine nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die in vom Gehrungswinkel ab weichende Lagen der Spannbacken fixierbare Spann vorrichtung um eine Achse schwenkbar ist, welche wenigstens annähernd durch die Richtung der Spann kraft dieser Spannvorrichtung und den Schwerpunkt des Querschnittes des Werkstückes geht. 2.Maschine nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der Schweissstelle .ab gewandten Ende der schwenkbaren .Spannverrichtung Mittel zum Verschieben dieses Endes relativ zum Maschinengestell angeordnet sind. 3. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass einer der beiden Teile, schwenk bare Spannvorrichtung und Maschinengestell, eine Zunge aufweist, welche zwischen zwei am anderen Teil angebrachten Stellschrauben festklemmbar ist. 4.Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass an einem der beiden Teile, schwenkbare Spannvorrichtung und Maschinenge stell, ein eine Gabel des anderen Teiles führender Exzenter drehbar gelagert und fixierbar ist. 5. Maschine nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch eine Winkelteilung mit Index zur Ablesung der Abweichung der Lage der schwenk baren Spannvorrichtung von ihrer dem vorbestimm ten Gehrungswinkel entsprechenden Lage. 6.Maschine nach Patentanspruch I1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Ausübung des Schweiss druckes verschiebbare Spannvorrichtung eine relativ zum Maschinengestell unveränderliche Richtung der Spannbacken hat, und die andere Spannvorrichtung relativ zur erstgenannten Spannvorrichtung schwenk bar ist. ?. Maschine nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Spannvor richtungen in relativ zur Ebene des vorbestimmten Gehrungswinkels geneigte Lagen der Spannbacken verstellbar und in diesen Lagen fixierbar ist. B.Maschine nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der schwenkbaren Spannvorrichtung mittels Schrauben fixierbar ist, welche durch Öffnungen der Spannvorrichtung hin durchgehen, die bei gelösten Schrauben ein Schwen ken in die abweichenden Lagen ermöglichen.
Priority Applications (3)
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| CH963560A CH382321A (de) | 1960-08-25 | 1960-08-25 | Verfahren zum Widerstandsabbrennschweissen von mit Gehrungsschnitt versehenen Werkstücken und Maschine zur Durchführung des Verfahrens |
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Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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