CH382430A - Process for the treatment of thermoplastic films stretched on all sides - Google Patents

Process for the treatment of thermoplastic films stretched on all sides

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CH382430A
CH382430A CH141760A CH141760A CH382430A CH 382430 A CH382430 A CH 382430A CH 141760 A CH141760 A CH 141760A CH 141760 A CH141760 A CH 141760A CH 382430 A CH382430 A CH 382430A
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CH
Switzerland
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films
film
stretched
sides
treatment
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Application number
CH141760A
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German (de)
Inventor
Hans-Eberhard Dipl Hildebrandt
Original Assignee
Hoechst Ag
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    • B29C55/28Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor of blown tubular films, e.g. by inflation
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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
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  • Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  

  
 



  Verfahren zur Behandlung allseitig verstreckter Folien aus thermoplastischen Kunststoffen
Es sind zahlreiche Verfahren zur Herstellung von
Folien aus thermoplastischen Kunststoffen bekannt, bei denen die hergestellten Folien die gleichen mechani schen Eigenschaften aufweisen wie das Ausgangsmaterial. Solche Verfahren sind z. B. Kalandrieren,
Blasen, Extrudieren.



   Durch Verfahren, die die bekannte Tatsache ausnutzen, dass sich das Ausgangsmaterial durch Reckung in zwei zueinander senkrecht stehenden Richtungen verbessern lässt, erhält man Folien, die eine etwas höhere Festigkeit aufweisen als das Ausgangsmaterial.



  Diese Reckung bewirkt lediglich eine Straffung der Makromoleküle, denn es können nur Reckbeträge von   50-100:o    erreicht werden.



   Aus der belgischen Patentschrift Nr. 553096 ist ferner ein Verfahren zu allseitigen Verstreckung thermoplastischer Kunststoffe bekanntgeworden, das neuartige, ganz besonders hochwertige Folien ergibt.



  Hierbei werden Rohre aus diesen Stoffen bei Temperaturen unterhalb des Kristallitschmelzpunktes bzw.



  Erweichungspunktes des Rohrmaterials durch Innendruck zu Schläuchen derart aufgeweitet, dass man eine kugelförmige Aufweitung, ausgehend von dem hinteren halbkugelförmigen Übergang zwischen Rohr und Kugel durch fortlaufende halbkugelförmige Aufweitung des gesamten Rohres zu der gewünschten Schlauchfolie verstreckt. Der Verstreckungsgrad ist bei diesem Verfahren wesentlich höher, denn es findet bei diesen Temperaturen nicht nur eine Straffung, sondern eine Umlagerung und Ausrichtung der Kettenmoleküle statt. Das Flächenverstreckverhältnis beträgt hierbei   1 : 813    bis   1:250,    woraus sich das lineare Ver   streckungsverhältnis zu 1 : g bis 1 :/250 = 1 : 1:2,9 bis      1:15,8    errechnet.

   Dies bedeutet, dass diese Folie in jeder Richtung um 190 bis   14800/0    verstreckt wird.



   Die Art der Herstellung ist also von ausschlag gebender Bedeutung für die Eigenschaften der Folien.



  Am Beispiel des Niederdruckpolyäthylens sollen die bestehenden Unterschiede näher erläutert werden: Eine ungereckte Folie hat im einachsigen Zerreissversuch bei 50 mm/min. Zerreissgeschwindigkeit eine Reissfestigkeit von 200-250kg/cm2 bei einer Reissdehnung von etwa   1000%.    Durch die Reckung in zwei zueinander senkrecht stehenden Richtungen lässt sich die Reissfestigkeit um höchstens 100-150% steigern, wobei die Reissdehnung abnimmt. Die allseitige Verstreckung gemäss dem Verfahren des belgischen Patents Nr. 533096 bewirkt eine mit dem Grad der Verstreckung zunehmende Verfestigung, so dass Festigkeitswerte bis zu 3000 kg/cm2 erreicht werden können.



  Diese zunehmende Verfestigung bedingt jedoch eine starke Abnahme der Reissdehnung; so hatte eine Folie mit 1100 kg/cm2 Reissfestigkeit eine Reissdehnung von nur   88 %,    eine stärker verstreckte Folie mit 2000 kg/cm2 Reissfestigkeit eine Reissdehnung von nur   28 %.   



   Trotz der weiten Verbreitung des Zugversuches hat es sich für die Beurteilung von Folien als nicht ausreichend erwiesen, lediglich die Werte der einachsigen Prüfung bei relativ geringer Prüfgeschwindigkeit heranzuziehen. Die in der Praxis auftretenden Beanspruchungen sind in sehr vielen Fällen dynamisch (stossartig), d. h. sie erfolgen bei Geschwindigkeiten, die um Zehnerpotenzen höher liegen als beim Zerreissversuch.



  Ausserdem wirken sie nicht einachsig, sondern flächenhaft auf das Material ein. So wird z. B. die äussere Folienhülle eines Beutels beim Aufprall nach einem Fall durch den Inhalt schlagartig und flächenhaft beansprucht.



   Für die Prüfung der dynamischen Eigenschaften der Folien ist bisher noch kein Prüfverfahren genormt worden. In Nachahmung der in der Praxis auftretenden   Beanspruchungen wurde der sogenannte   Beutelfalltest  entwickelt, der für die Prüfung von Verpackungsfolien weit verbreitet ist. Bei ihm werden aus dem Prüfmaterial Beutel mit definierten Abmessungen hergestellt, die mit einer bestimmten Menge Metallkugeln gefüllt und dann fallengelassen werden. Es wird dann bei vorgegebener Fallhöhe die Zahl der überstandenen Fälle ermittelt, oder es wird die Mindesthöhe bestimmt, bei der die Hälfte der Beutel zehn Fälle ohne Schaden überstanden hat.



   In der Ergänzung zu dieser konventionellen   Prü-    fung gibt ein neues Prüfverfahren mit dem sogenannten Folientester Kenngrössen, die physikalisch deutbar sind. Bei diesem Verfahren werden membranförmig eingespannte Folien auf einen Messkopf fallengelassen und unter flächenhafter Beanspruchung zerrissen. Das dazu entwickelte Messsystem gestattet es, während des nur Millisekunden dauernden Zerreissvorganges ein vollkommenes Kraft-Deformationsschaubild der zerrissenen Folie mit elektronischen Mitteln aufzunehmen. Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein solches Diagramm. Aus ihm sind als physikalische Kenngrössen    die Stosskraft P und die Deformation iIs s abzulesen,    sowie durch Ausplanimetrieren die zum Zerstören erforderliche Energie ER ZU bestimmen.



   Für das Beispiel des Niederdruckpolyäthylens ergeben sich als Mass für die Beurteilung der dynamischen Eigenschaften folgende Werte: Im Beutelfalltest hält bei normalem (ungerecktem) Material weniger als die Hälfte der Beutel aus   100,u    starker Folie einen Fall aus 0,5 m Höhe aus, während von Beuteln aus nur   30, u    starkem allseitig verstrecktem Material mindestens die Hälfte einen Fall aus 1,0 m Höhe übersteht.



   Diese starke Verbesserung des allseitig verstreckten Materials gegenüber dem normalen Material zeigt sich auch in den Ergebnissen von Prüfungen mit dem oben erwähnten   Folientester:    die Stosskraft steigt von 5 auf 4045 kg, die Deformation von 10 auf 14 bis 16 mm und die zur Zerstörung notwendige Energie von 2,5 auf 20-25 cm/kg.



   Bedingt durch die Herstellung weist die allseitig verstreckte Folie einen hohen Grad durch Abkühlung fixierter molekularer Orientierung auf. Setzt man diese Folien einer Wärmeeinwirkung bei Temperaturen unterhalb ihres Kristallitschmelzpunktes aus, so war zu erwarten, dass sich mit zunehmender Temperatur die inneren Spannungen mehr und mehr auswirken können. Dies bedeutet, dass der verstreckte Zustand zunehmend abgebaut wird, und dass die Folie sich unter Einwirkung der freiwerdenden Spannungen zusammenzieht (schrumpft). Der Zugversuch muss dann ausweisen, dass die Reissfestigkeit unter Zunahme der Reissdehnung wieder abgebaut wird. Versuche haben diese Überlegungen bestätigt.



   Für vier Niederdruckpolyäthylen-Folien mit verschiedenem Verstreckungsgrad (Kristallitschmelzpunkt bei   125-127     C) zeigt; Fig. 2 die Werte der Reissfestigkeit   o    als Funktion der Temperatur und Fig. 3 den entsprechenden Einfluss der Temperatur auf die Reissdehnung   b.    Die verschiedenen Folien sind durch verschiedene Punktsymbole gekennzeichnet; die durchgezogenen Linien zeigen die Werte in Maschinenrichtung, die gestrichelten Linien die Werte in dazu senkrechter Richtung. Durch diese Versuchsergebnisse wird die in der Fachwelt anerkannte Ansicht bewiesen, dass eine Temperung und eine damit verbundene Schrumpfung die durch eine Verstreckung erzielte Veränderung der Eigenschaften wieder rückgängig macht.

   Da bei Temperaturen von   1200    C die Schrumpfung in der Grössenordnung von   10-25"o    liegt, bleibt die Folie unter entsprechender Dickenzunahme als solche erhalten. Erst Erwärmung bis an den Kristallitschmelzpunkt oder über diesen hinaus führt sehr rasch bis zum völligen Abbau der Molekülorientierung, d. h. die Folie schrumpft zu einem Materialklumpen zusammen.



   Das gleiche wurde allgemein auch für die dynamischen Eigenschaften vorausgesetzt: wenn allseitige Verstreckung, d. h. allseitige Orientierung der Moleküle, eine Steigerung von Stosskraft und Stosszähigkeit sowie eine höhere Beutelfallzahl bewirkt, dann war von einer Temperung ein Abbau der Orientierung zu erwarten. Durch diesen Abbau müssten sich dann die Eigenschaften wieder in Richtung auf das unverstreckte Material hin entwickeln, d. h. sie müssten sich wieder verschlechtern.



   Es wurde nun gefunden, dass allseitig verstreckte Folien (Verstreckungsbeträge   190-1480? o)    aus thermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise Niederdruckpolyolefinen, hinsichtlich ihres Verhaltens bei stossartigen mechanischen Beanspruchungen dadurch verbessert werden können, dass die Folien kurzzeitig auf eine Temperatur erwärmt werden, die   1-50     C, vorzugsweise   2-20  C,    unterhalb des Kristallitschmelzpunktes bzw. Erweichungspunktes des Folienwerkstoffes liegt und geschrumpft werden, wobei das Schrumpfmass sich entsprechend der Temperatur einstellt. Eine solche Verbesserung der dynamischen Eigenschaften konnte auf Grund der vorher geschilderten bekannten Tatsache nicht erwartet werden.

   Durch die erfindungsgemässe Temperung der allseitig verstreckten Folien erhält man ein Material, dessen Stosskraft bis zu der erwähnten oberen Temperaturgrenze nicht oder nicht nennenswert abfällt. Völlig überraschend steigt dabei die Deformation weiter erheblich an. Dies ist insofern besonders bedeutungsvoll, als in erster Linie die Deformation eines Materials für das Stossverhalten massgebend ist.



   Die für die erfindungsgemässe Behandlung der Folie angewandten Temperaturen dürfen in der Spitze nur bis einige Grad unterhalb des Kristallitschmelzpunktes betragen, d. h. die Folie darf höchstens eine Temperatur erreichen, die noch   1  C    unterhalb des Kristallitschmelzpunkts des Materials liegt. Beispielsweise beträgt im Falle eines Niederdruckpolyäthylens, dessen Kristallitschmelzpunkt bei   125-127  C    liegt, die günstigste Temperatur für die erfindungsgemässe Temperung etwa 115-120   "C.   



   Die Temperatur der Folie erfolgt zweckmässig in einem Flüssigkeitsbad, z. B. in Glykol, da hierbei die erforderliche Durchwärmung sehr rasch eintritt. Die   Temperung kann selbstverständlich auch auf jede andere erdenkliche Weise, z. B. durch heisse Luft oder andere Gase oder durch Berührung mit erwärmten Platten, durch Strahlungs- und/oder Induktionswärme bewirkt werden. Bei der Temperung mit einem erwärmten Gas muss wegen des schlechteren Wärme überganges von diesem auf die Folie eine längere Verweilzeit gegenüber der Flüssigkeitstemperung in Kauf genommen werden. Um bei der Temperung mit einem Gas mit kürzeren Verweilzeiten auszukommen, ist es denkbar, dass das verwendete Gas eine über der oben angegebenen Grenze liegende Temperatur aufweist.



  Entscheidend für die Verweilzeit ist dabei, dass die Temperatur der Folie die genannte obere Temperaturgrenze nicht überschreitet.



   Die Temperungsdauer soll ausreichen, um die vollständige Durchwärmung der Folie auf die gewünschte Temperatur zu gewährleisten. Im Falle der Anwendung eines Flüssigkeitsbades genügt es, die Folie je nach ihrer Dicke etwa 1-40 Sekunden im Bad zu belassen. Entsprechend der angewandten Temperatur ergibt sich ein bestimmtes Mass an Schrumpfung, das durch längere Verweilzeiten im Bad (z. B. bis zu 3000 Sekunden) nicht nennenswert erhöht wird. Bei Temperung in einem Gas ist die erforderliche Mindestverweilzeit grösser, wie schon oben erläutert wurde.



   Folienmaterialien, die für die erfindungsgemässe Behandlung in Frage kommen, sind alle solche, die einer allseitigen Verstreckung zugänglich sind. Hierzu sind vor allem die Polyolefine, insbesondere Poly äthylen, Polypropylen, Polybutylene und Polymere höherer a-Olefine, wie   Penten-l,    Hexen-1, Hepten-1, Methylpentene, Dimethylpentene, zu rechnen. Ganz besonders geeignet sind unter diesen solche Polymeren, die nach einem Niederdruckverfahren, z. B. unter Verwendung der sogenannten Ziegler-Katalysatoren, wie sie in den belgischen Patentschriften Nrn. 533362, 534792, 534888 und 540459 und in zahlreichen anderen Veröffentlichungen beschrieben sind, hergestellt werden.

   Ferner eignen sich für das erfindungsgemässe Behandlungsverfahren Folien aus Fluorolefin-polymeren, wie Polymerisaten aus Tetrafluoräthylen, Chlortrifluoräthylen, Vinylidenchlorid; weiterhin solche aus Polyamiden, Polyvinylverbindungen mit Polyvinylchlorid, Acrylnitril oder solche Ester der Acrylsäure. Selbstverständlich können auch Folien aus Mischpolymerisaten mehrerer der genannten Monomeren oder Mischungen aus verschiedenen Polymeren als Werkstoffe für die erfindungsgemäss zu behandelnden Folien in Frage kommen.



   Die Dicke der Folien hat naturgemäss auf den erfindungsgemässen Effekt keinen Einfluss. Es können daher Folien jeder beliebigen Dicke dem Verfahren unterworfen werden. Zweckmässig jedoch beträgt die Dicke der zu behandelnden Folie nicht mehr als 600   u,    weil dickere Folien für die meisten Verwendungszwecke aus Gründen, die nichts mit dem vorliegenden Verfahren zu tun haben, nicht so gut geeignet sind.



  Vorzugsweise sollte die Foliendicke etwa 5 bis   300, u    betragen.



   Beispiel 1
Allseitig verstreckte Folien aus Niederdruckpoly äthylen, die eine Dicke von   2840      z    haben, werden in einem Glykolbad 30 Sekunden bei verschiedenen Temperaturen getempert. Eine Prüfung der so behandelten Folien hinsichtlich ihrer Deformation   (sps)    und der Zerreissenergie (ER) mit Hilfe des eingangs erwähnten Folientesters lieferte die aus den Fig. 4 und 5 der Zeichnung ersichtlichen Ergebnisse.



   Für 4 Niederdruckpolyäthylen-Folien mit verschiedenem Verstreckungsgrad zeigt Fig. 4 den Einfluss der Temperung auf die Zerreissenergie ER und Fig. 5    den Einfluss der Temperung auf die Deformation ds.   



   Entsprechend der grösseren Bedeutung der Stosszähigkeit weist der Beutelfalltest aus, dass das getemperte Material bis zu   7 x    mehr Fälle als das ungetemperte Ausgangsmaterial überstanden hat.



   Beispiel 2
Eine durchschnittlich 38   u    dicke allseitig verstreckte Folie aus Polypropylen wurde in einem Glykolbad 30 Sekunden bei   140  C    getempert. An dieser Folie wurden folgende Werte gemessen: ungetempert getempert Reissfestigkeit (kg/cm2) längs 1476 quer 1667 längs 1437 quer 1408 Reissdehnung (%) längs 58,9 quer 33,5 längs 72 quer 69 Deformation (mm) 18,1 24,2 Zerreissenergie (cm/kg) 42,0 59,6   



  
 



  Process for the treatment of thermoplastic films stretched on all sides
There are numerous methods of making
Films made of thermoplastics known in which the films produced have the same mechanical properties as the starting material. Such methods are e.g. B. calendering,
Blowing, extruding.



   By methods which use the known fact that the starting material can be improved by stretching in two mutually perpendicular directions, films are obtained which have a somewhat higher strength than the starting material.



  This stretching only causes a tightening of the macromolecules, because stretching amounts of only 50-100: o can be achieved.



   From the Belgian patent specification No. 553096 a process for all-round stretching of thermoplastic plastics has also become known, which results in novel, particularly high-quality films.



  Pipes made from these substances are produced at temperatures below the crystallite melting point or



  The softening point of the pipe material is expanded into tubes by internal pressure in such a way that a spherical expansion, starting from the rear hemispherical transition between tube and ball, is stretched to the desired tubular film by continuously expanding the entire tube. The degree of stretching is much higher in this process, because at these temperatures not only a tightening, but a rearrangement and alignment of the chain molecules takes place. The area stretching ratio here is 1: 813 to 1: 250, from which the linear stretching ratio of 1: g to 1: / 250 = 1: 1: 2.9 to 1: 15.8 is calculated.

   This means that this film is stretched 190 to 14800/0 in each direction.



   The type of production is therefore of crucial importance for the properties of the films.



  Using the example of low-pressure polyethylene, the existing differences will be explained in more detail: An unstretched film has a uniaxial tear test at 50 mm / min. Tear speed a tear strength of 200-250kg / cm2 with an elongation at break of about 1000%. By stretching in two mutually perpendicular directions, the tensile strength can be increased by at most 100-150%, with the elongation at break decreasing. The all-round stretching according to the method of Belgian patent No. 533096 causes a strengthening that increases with the degree of stretching, so that strength values of up to 3000 kg / cm2 can be achieved.



  However, this increasing hardening causes a sharp decrease in elongation at break; For example, a film with a tensile strength of 1100 kg / cm2 had an elongation at break of only 88%, while a more stretched film with a tensile strength of 2000 kg / cm2 had an elongation at break of only 28%.



   Despite the widespread use of tensile tests, it has not proven to be sufficient for the assessment of foils to use only the values of the uniaxial test at a relatively low test speed. The stresses that occur in practice are in very many cases dynamic (shock-like), i.e. H. they take place at speeds that are powers of ten higher than in the case of the tear attempt.



  In addition, they do not affect the material uniaxially, but over a large area. So z. B. the outer film envelope of a bag suddenly and extensively stressed by the contents upon impact after a fall.



   No test method has yet been standardized for testing the dynamic properties of the films. The so-called bag drop test, which is widely used for testing packaging films, was developed to imitate the stresses that occur in practice. Here, bags with defined dimensions are made from the test material, which are filled with a certain number of metal balls and then dropped. The number of cases survived is then determined for a given drop height, or the minimum height is determined at which half of the bags have withstood ten cases without damage.



   In addition to this conventional test, there is a new test method with the so-called film tester, parameters that can be physically interpreted. In this process, foils clamped in the shape of a membrane are dropped onto a measuring head and torn under stress over a large area. The measuring system developed for this makes it possible to record a complete force / deformation diagram of the torn film with electronic means during the tearing process, which lasts only milliseconds. 1 of the drawings shows such a diagram. The impact force P and the deformation iIs s can be read from it as physical parameters, and the energy ER ZU required for the destruction can be determined by planimetrising.



   For the example of low-pressure polyethylene, the following values result as a measure for assessing the dynamic properties: In the bag drop test, with normal (unstretched) material, less than half of the bags made of 100 u thick film can withstand a fall from a height of 0.5 m, while Bags made of only 30 u thick material stretched on all sides can withstand at least half a fall from a height of 1.0 m.



   This strong improvement of the all-round stretched material compared to normal material is also shown in the results of tests with the above-mentioned film tester: the impact force increases from 5 to 4045 kg, the deformation from 10 to 14 to 16 mm and the energy required for destruction of 2.5 to 20-25 cm / kg.



   As a result of its production, the film, which is stretched on all sides, has a high degree of molecular orientation fixed by cooling. If these foils are exposed to heat at temperatures below their crystallite melting point, it was to be expected that the internal stresses could have more and more effects with increasing temperature. This means that the stretched state is increasingly broken down and that the film contracts (shrinks) under the action of the tension released. The tensile test must then show that the tensile strength is reduced again with an increase in the elongation at break. Tests have confirmed these considerations.



   For four low-pressure polyethylene films with different degrees of stretching (crystallite melting point at 125-127 C) shows; FIG. 2 shows the values of tensile strength o as a function of temperature and FIG. 3 shows the corresponding influence of temperature on elongation at break b. The different foils are identified by different point symbols; the solid lines show the values in the machine direction, the dashed lines the values in the direction perpendicular thereto. These test results prove the opinion recognized in the specialist world that tempering and associated shrinkage reverse the change in properties achieved by stretching.

   Since the shrinkage at temperatures of 1200 C is of the order of magnitude of 10-25 "o, the film remains intact as such with a corresponding increase in thickness. Only when it is heated to the crystallite melting point or beyond this leads very quickly to the complete breakdown of the molecular orientation, ie the film shrinks into a lump of material.



   The same was generally assumed for the dynamic properties: if all-round stretching, i.e. H. All-round orientation of the molecules, an increase in impact force and impact strength as well as a higher number of bag cases, then a degradation of the orientation was to be expected from tempering. As a result of this degradation, the properties would then have to develop again in the direction of the unstretched material, i.e. H. they would have to get worse again.



   It has now been found that foils stretched on all sides (stretching amounts 190-1480? O) made of thermoplastics, preferably low-pressure polyolefins, can be improved with regard to their behavior under shock-like mechanical loads by briefly heating the foils to a temperature of 1-50 C., preferably 2-20 C., is below the crystallite melting point or softening point of the film material and is shrunk, the degree of shrinkage being adjusted according to the temperature. Such an improvement in the dynamic properties could not be expected on the basis of the previously described known fact.

   The inventive heat treatment of the films stretched on all sides results in a material whose impact force does not decrease or does not decrease significantly up to the above-mentioned upper temperature limit. Quite surprisingly, the deformation continues to increase considerably. This is particularly important insofar as the deformation of a material is primarily decisive for the impact behavior.



   The temperatures used for the treatment of the film according to the invention may only be a few degrees below the crystallite melting point at the peak, i.e. H. the film may at most reach a temperature which is still 1 C below the crystallite melting point of the material. For example, in the case of a low-pressure polyethylene, the crystallite melting point of which is 125-127 ° C., the most favorable temperature for the inventive tempering is about 115-120 ° C.



   The temperature of the film is expediently in a liquid bath, e.g. B. in glycol, since the necessary heating occurs very quickly. The tempering can of course also in any other conceivable way, for. B. by hot air or other gases or by contact with heated plates, by radiation and / or induction heat. In the case of tempering with a heated gas, a longer dwell time compared to liquid tempering must be accepted because of the poorer heat transfer from this to the film. In order to manage with a gas with shorter residence times during tempering, it is conceivable that the gas used has a temperature above the limit given above.



  It is crucial for the residence time that the temperature of the film does not exceed the upper temperature limit mentioned.



   The heat treatment time should be sufficient to ensure that the film is completely heated to the desired temperature. If a liquid bath is used, it is sufficient to leave the film in the bath for about 1-40 seconds, depending on its thickness. Depending on the temperature used, there is a certain amount of shrinkage that is not significantly increased by longer residence times in the bath (e.g. up to 3000 seconds). In the case of tempering in a gas, the required minimum dwell time is greater, as has already been explained above.



   Film materials which are suitable for the treatment according to the invention are all those which can be stretched on all sides. These include, in particular, the polyolefins, in particular polyethylene, polypropylene, polybutylenes and polymers of higher α-olefins, such as pentene-1, hexene-1, heptene-1, methylpentenes, dimethylpentenes. Particularly suitable among these are those polymers which are prepared by a low pressure process, e.g. B. using the so-called Ziegler catalysts as described in Belgian Patent Nos. 533362, 534792, 534888 and 540459 and in numerous other publications.

   Films made of fluoroolefin polymers, such as polymers of tetrafluoroethylene, chlorotrifluoroethylene, vinylidene chloride, are also suitable for the treatment process according to the invention; also those made from polyamides, polyvinyl compounds with polyvinyl chloride, acrylonitrile or such esters of acrylic acid. Of course, films made from copolymers of several of the monomers mentioned or mixtures of different polymers can also be used as materials for the films to be treated according to the invention.



   The thickness of the foils naturally has no influence on the effect according to the invention. Films of any desired thickness can therefore be subjected to the process. Appropriately, however, the thickness of the film to be treated is not more than 600μ, because thicker films are not so well suited for most purposes for reasons unrelated to the present process.



  The film thickness should preferably be about 5 to 300 µ.



   example 1
All sides stretched foils made of Niederdruckpoly ethylene, which have a thickness of 2840 z, are annealed in a glycol bath for 30 seconds at different temperatures. A test of the foils treated in this way with regard to their deformation (sps) and the tear energy (ER) with the aid of the foil tester mentioned at the beginning provided the results evident from FIGS. 4 and 5 of the drawing.



   For 4 low-pressure polyethylene films with different degrees of stretching, FIG. 4 shows the influence of tempering on the tear energy ER and FIG. 5 shows the influence of tempering on deformation ds.



   In accordance with the greater importance of impact strength, the bag drop test shows that the tempered material has withstood up to 7 times more drops than the untempered starting material.



   Example 2
A polypropylene film stretched on all sides, on average 38 .mu.m thick, was heated in a glycol bath at 140 ° C. for 30 seconds. The following values were measured on this film: unannealed tempered tensile strength (kg / cm2) along 1476 across 1667 along 1437 across 1408 elongation at break (%) along 58.9 across 33.5 along 72 across 69 deformation (mm) 18.1 24.2 Energy to tear (cm / kg) 42.0 59.6

 

Claims (1)

PATENTANSPRUCH Verfahren zur Behandlung allseitig verstreckter Folien aus makromolekularen thermoplastischen Kunststoffen zur Verbesserung ihres Verhaltens gegen über stossartigen Beanspruchungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Folien kurzzeitig auf eine Temperatur, die 1-50 C unterhalb des Kristallitschmelzpunktes bzw. Erweichungspunktes des Folienmaterials liegt, erwärmt und geschrumpft werden. PATENT CLAIM Process for the treatment of films made of macromolecular thermoplastics, stretched on all sides, to improve their behavior against shock loads, characterized in that the films are briefly heated and shrunk to a temperature 1-50 C below the crystallite melting point or softening point of the film material. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Folien aus Niederdruckpolyolefinen verwendet werden. SUBCLAIMS 1. The method according to claim, characterized in that films made of low-pressure polyolefins are used. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Folien aus Niederdruckpolyäthylen verwendet werden. 2. The method according to claim, characterized in that films made of low-pressure polyethylene are used. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Folien aus Polypropylen verwendet werden. 3. The method according to claim, characterized in that films made of polypropylene are used. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Folien 140 Sekunden erwärmt werden. 4. The method according to claim, characterized in that the films are heated for 140 seconds. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der Folien in einem Flüssigkeitsbad erfolgt. 5. The method according to claim, characterized in that the heating of the films takes place in a liquid bath. 6. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Folien aus Niederdruckpolyäthylen auf 115-120 C erwärmt werden. 6. The method according to dependent claim 2, characterized in that films made of low-pressure polyethylene are heated to 115-120 C.
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