CH382474A - Einrichtung zur Prüfung und Korrektur der Arbeitsweise von von einem Impulsgenerator gespeisten Relaisgruppen - Google Patents

Einrichtung zur Prüfung und Korrektur der Arbeitsweise von von einem Impulsgenerator gespeisten Relaisgruppen

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CH382474A
CH382474A CH160860A CH160860A CH382474A CH 382474 A CH382474 A CH 382474A CH 160860 A CH160860 A CH 160860A CH 160860 A CH160860 A CH 160860A CH 382474 A CH382474 A CH 382474A
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relays
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CH160860A
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Hoppe Walter
Schlatter Erwin
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El Re Ma Societa Anonima Per L
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    • H04Q1/20Testing circuits or apparatus; Circuits or apparatus for detecting, indicating, or signalling faults or troubles
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
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Description


  Einrichtung zur Prüfung und Korrektur der     Arbeitsweise    von von einem Impulsgenerator  gespeisten Relaisgruppen    Serien von aufeinanderfolgenden Schaltungen in  Relaisgruppen, derart, dass eine Schaltung von der  Stellung der vorher geschalteten Relais eventuell auch  in Verbindung mit mechanischen oder elektronischen  Schaltern abhängt, sind in fast allen Geräten der  Signaltechnik (Rechenautomaten,     Telephonanlagen,     automatischen Steuerungen usw.) anzutreffen. Be  kanntlich gibt es zwei Möglichkeiten, solche weiter  schaltende Relaisgruppen zu betreiben:  1.     Unsynchronisierte    Schaltungen, bei welchen der  geschaltete Relaiskontakt den Zeitpunkt der nächsten  Relaisschaltung bestimmt.  



  2. Synchronisierte Schaltungen, bei welchen die  Relais durch Impulse eines gesonderten Impulsgebers  getrieben werden.  



  In der Praxis setzt sich die letztere Schalttechnik  immer mehr durch, da sie den Vorzug besitzt, dass die  Relaiskontakte stromlos geschaltet werden können.  



  Beide Schaltungsarten haben eine Eigenschaft,  welche sich besonders bei langen Schaltungsserien und/  oder bei grossen Relaisgruppen unangenehm bemerkbar  macht: Da eine Schaltung immer von der vorangegan  genen Schaltung abhängt, bewirkt ein zufälliger Fehler  eines Relais einen fehlerhaften Verlauf der ganzen  Schaltserie (bei Rechenmaschinen z. B. eine falsche  Rechnung). Wenn die Wahrscheinlichkeit eines zu  fälligen Relaisfehlers gleich w ist, so ist bekanntlich  die Wahrscheinlichkeit, dass in Relaisgruppen mit n  Relais während m Schaltungen ein Fehler auftritt,  gleich<I>n m</I>     w.    Wenn auch w bei guten Relaiskonstruk  tionen sehr klein ist, so kann das Produkt<I>n m w</I> bei  grossen Gruppen und langen Schaltserien doch störende  Werte annehmen.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt, in synchroni  sierten, in Relaisgruppen durchgeführten und von dem  Ergebnis vorgehender Schaltungen abhängigen Relais-    kreisen eine     Fehlerwahrscheinlichkeitsakkumulation     zu vermeiden.  



  Bei gewissen Relaisrechenmaschinen sind Schal  tungen entwickelt worden, bei welchen das Eintreten  eines falschen Rechenresultates entdeckt und korrigiert  wird und die daher in ihrem speziellen Fall zu ähnlichen  Zielen führen wie die Erfindung. In dem einen Fall  arbeitet die Maschine im binär verschlüsselten dezi  malen System, benötigt drei zusätzliche Relais für jede       Tetrade    und arbeitet nach einem besonderen mathe  matischen System, das nur     fürdiesen        Rechenmaschinen-          typ    anwendbar ist.

   Im anderen Falle handelt es sich um  eine     biquinäre    Rechenmaschine, in welcher durch  zusätzliche Kontakte an den Relais geprüft wird, ob  nur je ein und nur ein Relais in einer binären und     qui-          nären    Relaiseinheit geschlossen ist; ist diese Bedingung  nicht erfüllt, so wird die Rechnung als falsch abge  brochen oder kann von irgendeinem Zwischenresultat  wieder begonnen werden, mit der Hoffnung, dass eine  Wiederholung zum richtigen Resultat führen wird.

    Diese Schaltung kann auch nicht als Korrekturschal  tung im Sinne der Erfindung bezeichnet werden, da sie  auf den wesentlichsten zufälligen Fehler eines Relais  nicht unmittelbar anspricht, nämlich auf die Kontakt  störung, die eintritt, wenn sich ein kleines     Schmutz-          partikelchen    oder ein Oxyd- oder     Sulfidhäutchen    zwi  schen den Kontakten befindet. Denn in diesem Fall  ist ein Relais im eingeschalteten Zustand, die Fehler  prüfung meldet keine Störung; trotzdem ist der Kreis  gestört und führt zu fehlerhaften Resultaten.

   Im Falle  der erwähnten Rechenmaschine wird ein solcher Fehler  zwar im weiteren Verlauf der Rechnung entdeckt, da  in einer binären oder     quinären    Relaisgruppe des  nächsten Rechentaktes alle Relais in Ruhestellung  verbleiben; doch ist diese Art der nachträglichen       Kontaktfehlerprüfung    auf Relaisrechenmaschinen im           biquinären    oder einem verwandten mathematischen  System beschränkt.  



  Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur  Prüfung und Korrektur der Arbeitsweise der Relais  von mindestens zwei mit wenigstens zwei Relais aus  gerüsteten, von einem Impulsgeber gespeisten, syn  chronisierten Relaisgruppen.  



  Die erfundene Einrichtung hat den Vorteil, auf den  elektrischen Zustand des Relais, insbesondere auf  Kontaktfehler, unmittelbar anzusprechen, benötigt  wenig Schaltmittel, keine speziellen Prüfkontakte an  den Relais und kann in den verschiedensten synchroni  sierten Relaiskreisen angewendet werden.

   Sie ist da  durch gekennzeichnet, dass sie Steuerelemente aufweist,  die auf eine bestimmte elektrische Grösse ansprechen  und derart geschaltet sind, dass die Relais nur bei Auf  treten festgelegter Werte der genannten elektrischen  Grösse arbeiten, während bei abweichendem Wert  dieser Grösse diese Steuerelemente das     Inbetriebsetzen     einer Korrekturvorrichtung hervorrufen, welche die  Kontaktstellung einer ungestörten Gruppe hält, die  wirksame Kontaktstellung einer gestörten Gruppe um  kehrt, den Schaltzyklus, welcher zur gestörten Kon  taktstellung geführt hatte, wiederholt und die genannte  elektrische Grösse durch die Steuerelemente überprüft.

    Dieser     Korrekturschaltzyklus    kann so oft durchlaufen  werden, bis die geprüfte elektrische Grösse die fest  gelegten Werte aufweist, worauf die Steuerelemente die  durchzuführende Relaisschaltung auslösen. Die ge  nannte geprüfte elektrische Grösse in einer Relais  schaltung kann z. B. ihr gesamter elektrischer Wider  stand sein oder ein durch ihren Widerstand bedingter  Spannungsabfall oder ein bei Anlegung einer     Mess-          spannung    erhaltener Strom. Die elektrischen Grössen  werden sich nun im allgemeinen ändern, wenn eines  der Relais der Gruppe gestört ist. Durch geeignete  Schaltung der Relaisgruppen kann man erreichen, dass  solche Änderungen besonders gross sind.

   Sehr oft kann  man erreichen, dass alle in einer Relaisschaltung     strom-          durchflossenen    Kontakte in Serie liegen (mit oder ohne  zwischengeschalteten Relaiswicklungen). Dann kann  ein entweder mechanisch oder elektrisch nicht geschlos  sener Kontakt bewirken, dass der Widerstand des  Kreises um viele Grössenordnungen auf den Sperr  widerstand des Kontaktes vergrössert wird.  



  Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand  der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben.       Fig.la    zeigt die Grundschaltung einer Relais  anordnung mit synchronisierten Relaisgruppen.       Fig.        1b    zeigt ein Impulsdiagramm zu     Fig.    la.  



       Fig.    2a zeigt eine binäre Relaispyramide mit drei  Binärstellen.  



       Fig.   <I>2b</I> zeigt die gleiche Relaispyramide wie     Fig.   <I>2a,</I>  aber mit     Arbeitskontaktrelais    dargestellt.  



       Fig.    3 zeigt das     Blockschaltdiagramm    einer Relais  rechenmaschine.  



       Fig.    4a zeigt ein Beispiel einer allgemeinen, über       Arbeits-,    Ruhe- und Umschaltkontakte arbeitenden  Relaisschaltung.         Fig.   <I>4b</I> zeigt die gleiche Schaltung wie in     Fig.   <I>4a,</I>  aber in Serienschaltung geschaltet.  



       Fig.    5 zeigt eine Ausführungsform für reine Arbeits  kontaktschaltungen.  



       Fig.    6a zeigt das Impulsdiagramm dieser Schaltung  bei ungestörtem Ablauf.  



       Fig.   <I>6b</I> zeigt das Impulsdiagramm dieser Schaltung  bei einmaligem Durchlauf des     Korrekturschaltzyklus.          Fig.    7 zeigt die grundsätzliche Prüfschaltung von       Fig.    5 über eine vorgespannte Diode.  



       Fig.8    zeigt die gleiche Ausführungsform wie       Fig.    5, doch abgeändert für beliebige Arbeitskontakt-,  Ruhekontakt- und     Umschaltkontaktschaltungen.     



       Fig.    la zeigt eine bekannte Grundschaltung einer  Relaisanordnung mit synchronisierten Relaisgruppen.  Die Anordnung besteht aus zwei Relaisgruppen, welche  abwechselnd arbeiten und mit<I>U</I> und<I>V</I> bezeichnet sind.  Die Steuerwicklungen<I>VS</I> der Relais der Gruppe<I>V</I>  sind mit Steuerkontakten     Us    der Relais der Gruppe<I>U</I>  und die Steuerwicklungen US der Relais der Gruppe U  mit Steuerkontakten     Vs    der Relais der Gruppe<I>V</I> ver  bunden. Die Relais der Gruppen<I>U</I> und<I>V</I> sind noch  mit Haltewindungen<I>UH</I> und     VH    versehen, die mit  Haltekontakten<I>Uh</I> und     Vh    verbunden sind.

   Der  Schaltzyklus wird durch einen Impulsgeber     Ig    durch  geführt, der die Zweige I bis IV aufweist, deren  Impulsdiagramm in     Fig.        1b    dargestellt ist. Die Impulse  stehen  auf Lücke , d. h. die eine Relaisgruppe muss  ihre Schaltung beendet haben, bevor die nächste  Relaisgruppe geschaltet wird. Dadurch wird bekannt  lich erreicht, dass die Relais nie unter Strom geschaltet  werden. Nach Beendigung der Schaltung wird die  Kontaktstellung durch Erregung der Wicklungen     VH     bzw.<I>UH</I> gehalten, damit die geschalteten Relaiskon  takte während der nächsten Schaltung wirksam werden  können. Die Haltung könnte auch mechanisch er  folgen, so dass keine Halteimpulse erforderlich wären.

    Dafür wären jedoch gewisse, von der Bauart der  Relais abhängige Schaltoperationen erforderlich, wel  che vor Durchführen einer neuen Schaltoperation  durchgeführt werden müssen und welche die Aufgabe  haben, die alten Schaltstellungen zu löschen. Eine  Schaltoperation ist daher bei mechanisch arretierenden  Relais zusammengesetzt aus der Lösch- und der  eigentlichen Schaltoperation. Die Erfindung ist ohne  Änderung auch in Kreisen mit mechanisch arretieren  den Relais anwendbar, wenn man unter  Schaltopera  tion  diese kombinierte Schaltoperation versteht. Da  die Halteoperationen wegfallen, können in den Aus  führungsformen die Haltekreise weggelassen werden.  



  Die Struktur der Relaisgruppen hängt von den  ihnen zugeteilten Schaltaufgaben ab; sie ist jedoch  ausserdem bestimmt durch die Forderung möglichst  grosser Unterschiede einer zur Durchführung der  Schaltung erforderlichen und von den     Steuerschalt-          elementen    des Impulsgebers     aufgeprüften    elektrischen  Grösse, z. B. des elektrischen Widerstandes des     Relais-          gruppenkreises.    Der grösste Widerstandsunterschied  wird erzielt, wenn sämtliche Kontakte der Gruppe       hintereinandergeschaltet    sind, da dann ein Kontakt-           unterbruch    den Widerstand des Kreises auf den Sperr  widerstand des gestörten Kontaktes erhöht.

   Es gibt  gewisse     Relaisgruppenschaltungen,    in welchen diese  Bedingung ohne Änderungen erfüllt ist.  



       Fig.    2a zeigt z. B. die bekannte binäre Relais  pyramide (mit drei Binärstellen dargestellt). Jede  binäre Stelle enthält Relais, von denen in     Fig.    2a nur  die Kontakte gezeichnet sind. Die Kontakte in     Fig.    2a  sind     hintereinandergeschaltet;    ein Kontaktfehler macht  den Widerstand der Schaltung gleich dem Sperr  widerstand des gestörten Kontaktes. Man kann die mit  binären Zahlen bezeichneten Ausgänge an Relais  wicklungen der Gruppe V führen. Vielstellige Relais  pyramiden weisen eine grosse Anzahl von Vielfach  kontaktrelais auf, so dass die erwähnte Einrichtung  sehr vorteilhaft ist.  



  In     Fig.    la kann ein Relais in Ruhe- wie in     Arbeits-          kontaktstellung    gestört sein. Man kann daher in  Schaltungen nach     Fig.    2a grundsätzlich nicht erkennen,  ob das Relais mechanisch richtig umgestellt hat. In  dieser Beziehung verhält sich die erfundene Einrichtung  genau umgekehrt wie die Fehlerprüfeinrichtung der  einleitend erwähnten     biquinären    Relaismaschine nach       Vibbard,    in welcher zwar ein mechanisches Nicht  funktionieren eines Relais, nicht aber ein Kontakt  fehler unmittelbar erkannt werden kann.

   Da aber ein  Relais - gute Konstruktion und genügende Anzug  sicherheit vorausgesetzt - zwar Kontaktfehler, aber  kaum zufällige magnetische Fehler zeigen wird, ist die  letzte Prüfung von untergeordneter Bedeutung. In  gewissen Fällen kann sie aber ebenfalls erfolgen, dann  nämlich, wenn man Schaltungen, die mit Umschalt  kontakten arbeiten, durch     Arbeitskontaktschaltungen     ersetzt. Im allgemeinen ist allerdings mit so einer Ände  rung eine Erhöhung des Aufwandes verbunden. In       Fig.    2b ist die gleiche Relaispyramide gezeigt wie in       Fig.    2a, doch mit Arbeitskontakten.

   In der Schaltung  von     Fig.    2b ist die Zahl der Relais verdoppelt, es muss  immer entweder ein Relais der oberen oder der unteren  Gruppe geschlossen und kontaktmässig ungestört  sein. Man erkennt sofort, dass - im Gegensatz zu       Fig.    2a - nicht nur ein Kontaktfehler, sondern auch  ein fälschlich nicht angezogenes Relais zu einer Wider  standsänderung führt und daher erkannt werden kann.  



       Fig.3    zeigt das     Blockschaltdiagramm    einer be  kannten Relaisrechenmaschine. Man beachte, dass sich       Fig.    3 von     Fig.    la nur durch die Besetzung der vier  Zweige des Impulsgebers mit speziellen     Relaisrechen-          aggregaten    unterscheidet, wobei statt der üblichen  einfachen Gruppe von Kontakten - in Zusammen  wirkung mit Zweig 1 des Impulsgebers - zwei Gruppen  von Kontakten auftreten<I>- As</I> und     Bs    - welche den  zwei Operanden einer Rechnung entsprechen.

   In diesen  Rechenmaschinen sind die Dezimalstellen - um simul  tane Zehnerübertragungen zu ermöglichen - in Serie  geschaltet, ausserdem wurden aus konstruktiven Grün  den reine     Arbeitskontaktrelais    verwendet. Die erfin  dungsgemässe Einrichtung kann daher leicht in den  Relaisaggregaten angewendet werden und gestattet  auch das Erkennen von mechanischen Schaltfehlern    der Relais; ein nicht schaltendes     Arbeitskontaktrelais     unterbricht in-gleicher Weise den elektrischen Strom  kreis wie ein schaltendes, aber im Kontakt gestörtes  Relais und kann daher korrigiert werden.  



  Die Umschaltkontakte der Relaispyramide in       Fig.   <I>2a</I> sind Relaiskontakte der Gruppe<I>U (</I>     =        Us);     die entsprechenden Relais (Wicklungen US) müssen  durch Kontakte der anderen Relaisgruppe V (=     Vs)     in irgendeiner Weise .gesteuert werden. Die Art dieser  Steuerung hängt von der speziellen Aufgabe ab. Die  Relais, denen die Kontakte in     Fig.2a    angehören,  bilden nun ein binäres Relaisregister.    Es ist üblich, in einem solchen Relaisregister die  Relaiswicklungen     USparallel    zu schalten, da die Anzahl  der zu schaltenden Relais beliebig sein kann (sie ist  durch die Zahl der Einer der einzugebenden binären  Zahl bestimmt).

   In der     Parallelschaltweise    beeinflusst  ein neu hinzugeschaltetes Relais bekanntlich in  keiner Weise die Speisung eines anderen Relais.    Parallelschaltung ist aber für die Anwendung der  erfindungsgemässen Einrichtung nicht günstig, da die  Widerstände und Ströme des Kreises sich mit einem  Kontaktfehler um so weniger ändern, je mehr Zweige  parallel geschaltet sind. Mit entsprechendem Aufwand  kann man ihre Anwendung ermöglichen, wenn man  die einzelnen Zweige getrennt prüft. Es ist allerdings  meist einfacher, die Parallelaggregate in Serienaggre  gate umzuformen.     Fig.    4a zeigt eine typische Relais  schaltung in Parallelschaltung. Kontakte     Us    und  Wicklungen VS gehören - wie üblich - verschiedenen  Gruppen an.

   Ihre Stellung sei gerade durch eine vorher  gegangene Relaisschaltung bestimmt worden -'es sei  z. B. der Arbeitskontakt     Us2    und der Umschalt  kontakt     Us4    geschlossen worden, so dass die durchzu  führende Relaisschaltung in einem     Stromfluss    in  Wicklung<B>VS,</B> in Wicklung<B>VS,</B> (wegen des nicht  betätigten und daher stromleitenden Ruhekontakts       Us3)    und in Wicklung<B>VS,</B> bestehen.  



  Ein Versagen von     Us,    kann schwer bemerkt wer  den, da einerseits die Widerstands- oder Strom  änderung in der durchzuführenden Schaltung nur  gering ist und da ausserdem vorausgesetzt werden soll,  dass auch bei korrektem Schalten die Anzahl der zu  schaltenden Relais - und damit auch seine elektri  schen Grössen - sich ständig unregelmässig ändern.       Fig.    4b zeigt nun die gleiche Gruppe in Serienschaltung.

    Durch Ersatz der Arbeitskontakte     Usl,        Us2    und des  Ruhekontaktes     Us,1    durch Umschaltkontakte durch  Einführen der den entsprechenden     Relaiswicklungs-          widerständen    gleichen     Ohmschen    Widerständen     R1,          R2,    R3 ist eine symmetrische Schaltung entstanden, in  welcher der Widerstand von der Zahl der betätigten  Relaisunabhängig ist und bei Eintreten eines Kontakt  fehlers auf den Sperrwiderstand des gestörten Kontak  tes steigt.

   Die Schaltung     Fig.    4b zeigt damit die gleichen  Kennzeichen wie die vorher diskutierten Schaltungen  und ist daher     vorzügliqh-    für .die Verwendung der  erfindungsgemässen     Einrichtung.    geeignet. Es soll er  wähnt werden, dass Schaltungen vom Typ der     Fig.    4b -      ähnlich wie Schaltungen vom Typ     Fig.    2a - keine  Prüfung der mechanischen Schaltung der Relais ge  statten.  



       Fig.5    zeigt ein Ausführungsbeispiel für reine       Arbeitskontaktschaltungen,    das z. B. für Relais  rechenmaschinen nach     Fig.3    anwendbar ist. Die  Schaltung ist symmetrisch aufgebaut, d. h. die beiden  synchronisiert schaltenden Relaisgruppen werden in  genau gleicher Weise kontrolliert und gesteuert. Zwei  Impulsgeber     IgI    und     IgIII    senden die Steuerimpulse  aus.

   Am einfachsten werden sie durch je einen Ein  weggleichrichter in Serie mit je einer Wechselstrom  quelle gebildet.     Fig.        1b    und     Fig.    6a zeigen diese zer  hackten Gleichströme als     Steuerimpulszweige    I und     III.     



  Die Relaisgruppen, an welchen die beschriebene  Einrichtung wirksam wird, sind mit     Us,   <I>VS</I> bzw. mit       Vs,    US bezeichnet. Zur     Aufprüfung    der elektrischen  Grösse der Relaisgruppe dient in dieser Ausführungs  form ein     Diodenkreis,    welcher auf Widerstandsände  rungen der Relaisgruppe     Us,   <I>VS</I> bzw.     Vs,   <I>US</I> anspricht.  Dieser Kreis ist in     Fig.    7 zur besseren Veranschauli  chung der Wirkungsweise vereinfacht dargestellt.

    Sendet der Impulsgeber     Igl    einen Impuls durch     Us,     <I>VS,</I> so entsteht im Widerstand     Rv    eine Spannung,  welche der Gleichspannung der Stromquelle Ball       entgegengeschaltet    ist und welche wegen der Diode     Dv     bewirkt, dass im Haltekreis     Vh,        VH    kein Strom fliessen  kann. Die dadurch freigegebenen Relais der Gruppe V  können daher durch den Steuerimpuls des Impuls  gebers     IgI    geschaltet werden.

   Ist der Steuerimpuls  beendet, so wird die     Vorspannung    der Diode     Dv     aufgehoben, der Strom der Gleichstromquelle<I>Ball</I>  kann durch den Haltekreis     Vh,        VH        fliessen    und die  Kontaktstellung der Gruppe V halten.     Fig.    6a zeigt  deutlich die  komplementäre  Struktur des Halte  stroms (in den Zweigen     1I    und IV), welcher Lücken  während der Steuerimpulse aufweist. Ein Vergleich  von     Fig.6a    und     Fig.        1b    zeigt, dass die Impulsdia  gramme bis auf die in diesem Zusammenhang un  wesentliche Form der Halteimpulse identisch sind.

    Tritt nun in     Fig.    7 ein Kontaktfehler in     Us,   <I>VS</I> auf,  so wird kein     Steuerimpulsstrom    wegen des Sperr  widerstandes des gestörten Kontaktes fliessen können.  Der Widerstand     Rv    - der jetzt als Steuerelement des  Impulsgebers zur     Aufprüfung    des Widerstandes des       Relaisgruppenkreises        Us,   <I>VS</I> wirksam wird - ist nicht  vom     Steuerimpulsstrom    durchflossen und löst nun die  erste Operation des     Korrekturschaltzyklus    aus. Diese  besteht in der Nichtlöschung der - nicht gestörten   Kontaktstellung     Vs    in der Gruppe V.

   Denn da die  Diode     Dv    keine Gegenspannung erhält, wird der  Strom des Zweiges     1I    nicht unterbrochen. Dieses  Abfangen der letzten richtigen Kontaktstellung bei  Auftreten eines Kontaktfehlers ist von grundsätzlicher  Bedeutung für die Wirkungsweise der Erfindung.  Denn sie ermöglicht nun das Umkehren der wirksa  men Kontaktstellung der     gestörten    Relais sowie die  Wiederholung der gestörten Relaisoperation im weite  ren Verlauf des     Korrekturschaltzyklus.    Diese Steuerung  kann nun in verschiedener Weise geschehen.

           Fig.    5 zeigt eine Ausführungsform der Steuerung,  welche bei     Arbeitskontaktrelais    in     Us,   <I>VS</I> bzw.     Vs,   <I>US</I>  anwendbar ist, in welcher die Umkehrung der ge  störten Relais in einer Abschaltung aller Relais der  Gruppe besteht. In     Fig.    5 kann der Steuerimpuls durch  die Umschaltkontakte     u1    bzw.     v1    entweder über     Us,     <I>VS</I> bzw.<I>VJ, US</I> oder auch über die Widerstände     R'v     bzw.     R'u    geleitet werden.

   Im ungestörten Ablauf sind die  Kontakte     u1    und     v1    so umgeschaltet, dass sie den Strom  über     Us,   <I>VS</I> bzw.     Vs,   <I>US</I> leiten, da Wicklungen der  entsprechenden Relais     U1,        U,"    bzw.     V1,        V,"    immer  entweder von Steuerimpulsen oder Halteimpulsen       durchflossen    sind.

   Es ist zur Speisung der Halteströme  in     Ui   <I>'</I> bzw.     V,"    ein eigener     Haltestromimpulskreis     vorhanden, dessen Halteimpulse nicht davon abhängen,  ob ein Steuerimpuls durch den Widerstand     Rv        fliesst.     Dieser Kreis arbeitet über den parallel zu     IgI    geschal  teten und gleiche Steuerimpulse wie     Igl    liefernden  Impulsgeber     IgI',    welcher über die Widerstände     Rv",          Rv"'    und die Diode     Dv'    den Gleichstrom der Quelle       BaII    so steuert,

   dass Halteimpulse der gleichen Form  in der Haltewicklung     V1"    (bzw.     U1")    wirksam werden  wie in den Haltestromkreisen der Relaisgruppen (also  in     Vh,        VH    bzw. in<I>Uh, UH).</I> Da es nicht wesentlich ist,  welche Form den Halteimpulsen in     V1"    bzw.

       U,"     zukommt und da diese Halteimpulse nicht von dem  Resultat einer Fehlerprüfung abhängen, kann natür  lich die Kombination von     IgI'    mit     Rv",        Rv"',        Dv'    und  <I>Ball</I> auch durch irgendeinen anderen Haltestrom  impulsgeber ersetzt werden, welcher geeignet ist,  Impulse des Zweiges     1I    (bzw. - bei Ersatz von     IgIlI',          Rü',        Rü   <I>", Du</I> und<I>Ba IV -</I> des Zweiges IV) von     Fig.        1b     oder von     Fig.6a    auszusenden.

   Auch die Arbeits  kontakte     u3    und     v3    sind während des normalen Schalt  ablaufs ständig geschlossen, da die entsprechenden  Wicklungen     V3    und     V3    bzw.     U3,    und     U3    ständig von  Steuer- oder Halteimpulsen durchflossen sind.  



  Die Stromkreise in     Fig.5    entsprechen also bei  ungestörtem Ablauf völlig dem Stromkreis von     Fig.    7,  da die Kontakte     u1    bzw.     v1    derart geschaltet sind, dass  sie die Steuerimpulse auf die geschlossenen Kontakte       u3    bzw.     v3    leiten.  



  Zunächst soll die Bedeutung dieser letzteren  Kontakte     u3,        v3    (und der Wicklungen     V3,        V3    und     U3,          U3)    erläutert werden. Diese Kontakte sind mit den zu  prüfenden     Relaisgruppenschaltungen    in Serie geschal  tet und gehören zu den Relais, die sich von den Relais  der Gruppenschaltung durch eine besonders grosse  Schaltgeschwindigkeit (Grössenordnung von 1     Milli-          sekunde)    unterscheiden; sie haben die Aufgabe, die  Einrichtung auch bei Kontaktfehlern im Haltestrom  kreis wirksam werden zu lassen.

   Ist nämlich ein Halte  stromkreis gestört, der Steuerstromkreis aber nicht  gestört, so kann der Steuerimpuls, der mit dem ge  störten Halteimpuls gleichzeitig auftreten sollte, zu  nächst     fliessen;    da aber die Kontakte wegen des Kon  taktfehlers im Haltekreis nicht gehalten werden,  fallen sie während des Steuerimpulses ab, worauf der  Unterbruch des Steuerimpulses in üblicher Weise den       Korrekturschaltzyklus    einleiten kann. Es ist nun er-      wünscht, dass dieser Unterbruch möglichst zu Beginn  des Steuerimpulses erfolgt: Es wird so eine strom  belastete Abschaltung von Relaiskontakten mitten im  Steuerimpuls vermieden; auch die Gefahr einer teil  weisen Löschung der ungestörten Relaisgruppe (die  auftreten kann, wenn der Steuerimpuls zum Teil  fliessen kann) ist ausgeschaltet.

   Die Verwendung von  je einem     Schnellschaltrelais    mit den Wicklungen     V-          V,'    bzw.     U3,        U.,;    in jeder der synchronisierten Relais  gruppen verlegt nun diese Abschaltung in den Beginn  des Steuerimpulses: Ist z. B. der Haltestromkreis<I>Uh,</I>  <I>UH</I> gestört, so wird     U,    wegen der stromlosen Wicklung       U3    bereits ganz zu Beginn des Steuerimpulses des  Impulsgebers     IgI    abfallen.

   Es wird daher die Einrich  tung genau gleich wirksam werden, als wäre der Steuer  impulskreis über     Us,    VS gestört; d. h. die durch den  Haltestrom in     Vh,        VH    gehaltene ungestörte Kontakt  stellung     Vs    wird weiter gehalten und der Korrektur  zyklus kann beginnen.  



  Dieser Zyklus soll nun für den soeben erwähnten  Fall eines offenen Kontaktes in     Us,   <I>VS -</I> wobei es  gleichgültig ist, ob dieser Kontakt, wie soeben be  schrieben, als offener Relaiskontakt     u3    auftritt oder ob  es sich um einen gestörten Steuerkontakt     Us    handelt   näher beschrieben werden. Der nicht fliessende Steuer  impuls von     IgI    bewirkt, dass auch die Relaiswicklung       V1    keinen Strom erhält.

   Da nun die Haltewicklung  dieses Relais     V1"    von<I>Ball</I> über einen eigenen, durch       Igt'    gesteuerten     Halteimpulsgeber        gespiesen    wird (wel  cher nicht kontaktkontrolliert ist und daher immer das  normale Diagramm des Zweiges     11    in     Fig.    6a liefert),  fällt der Umschaltkontakt     v1    in seine Ruhestellung.  Gleichzeitig fliesst aber der Haltestrom in     Vh,        VH     weiter, da die Diode     Dv    keine Gegenspannung erhält,  so dass die ungestörte Kontaktstellung     Vs    erhalten  bleibt.

   Wegen des umgeschalteten Kontaktes     v1    läuft  nun der nächste Steuerimpuls des Impulsgebers     IgIII     über den dem     Relaiskreiswiderstand    ungefähr gleich  grossen Widerstand     Rü    und die Relaiswicklung     U2.     Dieser Steuerimpuls erzeugt an     Ru    einen Spannungs  abfall oder eine Gegenspannung zur Diode, so dass eine       Halteimpulspause    in<I>Uh, UH</I> auftritt, welche alle  Arbeitskontakte     Us    abfallen lässt. Da wegen     v1    kein  Steuerimpuls in Wicklungen<I>US</I> geleitet wurde, ziehen  auch keine neuen Wicklungen     Us    neu an.

   Damit wird  die wirksame Kontaktstellung     Us    umgekehrt; denn da  alle Relaiskontakte     Us    in Ruhestellung gehen, werden  alle wirksamen - also geschlossenen - Arbeitskontakte       Us    (also auch der gestörte Kontakt) ihre Stellung um  kehren. Das angezogene Relais     U2    wird über einen  Haltestromkreis     u2    , U2', der z. B. wie in der Zeichnung  parallel zu<I>Uh, UH</I> gelegt werden kann, der aber  ebensogut auch parallel zu     u1',    U1" gelegt werden kann  (in der Zeichnung     strichliert    angedeutet), während des  nächsten Steuerimpulses von     IgI    gehalten.

   Dieser kann  wieder nicht über     Us,   <I>VS</I>     fliessen,    da nun alle Arbeits  kontakte geöffnet sind. Hingegen gestattet der ge  schlossene Kontakt     u2    einen Strom durch die Relais  wicklung     V1',    welcher zu einem Anzug dieses Relais  führt. Dieser     Steuerimpulsstrom    läuft nicht über den    Widerstand     Rv,    so dass die Diode     Dv    auch in dieser  Schaltphase keine     Vorspannung    erhält, so dass also der       Halteimpulsstrom    der (ungestörten) Kontakte     Vh,        VH     weiter aufrechterhalten wird.

   Der Haltestrom über       v,',        Vi    ' hält während des nächsten Impulses von     IgIII     den Kontakt     v1    in Arbeitsstellung, so dass nun der  Impulsstrom über die Kontakte     Vs    in<I>US</I> einläuft und  die Relaisschaltung, welche zur gestörten Kontakt  stellung geführt hatte, wiederholt. Hierbei werden alle  offenen Arbeitskontakte - also auch der früher ge  störte Kontakt - geschlossen. Der nächste Impuls  von     IgI    versucht nun wieder über     Us,        vs    zu laufen. Ist  die Störung beseitigt (z.

   B. ein Staubkörnchen zwischen  den Kontakten weggeschlagen), so läuft die Schalt  operationenserie normal weiter; ist die Störung noch  vorhanden, so wiederholt sich der soeben beschriebene  Zyklus. Da man diesen Korrekturzyklus beliebig oft  wiederholen kann, so besteht sehr grosse Wahrschein  lichkeit, dass das gestörte Relais wieder in Ordnung  kommt.     Fig.    6b zeigt das Impulsdiagramm, das erhalten  wird, wenn der beschriebene     Korrekturschaltzyklus     einmal durchlaufen wird. Man erkennt deutlich das  beschriebene Aussetzen von zwei Steuerimpulsen in  Zweig I und den verlängerten Halteimpuls in Kreis     1I,     welcher die Kontaktstellung der ungestörten Gruppe  während des Ablaufs des     Korrekturschaltzyklus     ermöglicht.  



  Diese Beschreibung zeigt, dass der Korrektur  schaltzyklus aus einem eigenen kleinen Relaisprogramm  besteht, welches dem eigentlichen Schaltprogramm der  synchronisierten Relaisgruppen übergeordnet ist. Für  die Durchführung dieses     Programmes    lassen sich  natürlich im Sinne der Erfindung auch beliebige  andere Relaisschaltungen verwenden. So ist es z. B.  möglich, das Programm so einzurichten, dass die Fehler  registriert oder gezählt werden. Man kann z. B. mit  dem ungestörten Programm Relaiszähler oder auch  andere Zähler mitlaufen lassen und kann den Einsatz  einer gestörten Operation, die Zahl der Korrektur  zyklen usw., registrieren lassen. Ist eine unter allen  Umständen korrekte Schaltfunktion einer synchroni  sierten     Relaisgruppenschaltung    von wesentlicher Be  deutung - wie es z.

   B. bei gewissen automatischen  Steuerungen der Fall ist - deren Versagen sehr ge  fährliche oder kostspielige Konsequenzen haben kann,  so ist es sehr leicht, auf eine parallel angeordnete       Reserverelaisgruppeumzuspringen,    wenn die erfindungs  gemässe Korrektur nicht zum Ziele geführt hatte, weil  ein Relais nicht zufällig gestört, sondern defekt ist.  Zu diesem Zweck lässt man durch einen Relaiszähler  oder ein Zeitrelais das Ende einer - vergeblichen   Serie von     Korrekturschaltzyklen    bestimmen und  springt dann über Relaiskontakte analog zu     u1,        v1    in  neue Relaisgruppen ein, welche die Aufgabe der ge  störten Relaisgruppe übernehmen.

   Man kann natür  lich mit dem Abschluss einer vergeblichen Serie von       Korrekturschaltzyklen        auchFehleranzeigegeräte,    Warn  geräte usw. kombinieren.  



  Im     Korrekturschaltzyklus    muss die Kontaktstellung  eines gestörten Relaiskreises umgekehrt werden,      worauf die gleiche Schaltung wiederholt wird, die zur  gestörten Schaltung geführt hat. Die Umkehrung  einer gestörten Kontaktstellung ist sehr einfach, wenn  alle Relais nur Arbeitskontakte enthalten. Man     muss     dann nur den Haltestrom der gestörten Gruppe ab  schalten; es fallen dann alle Relais in ihre Ruhestellung  zurück - also auch das kontaktgestörte Relais.

    Anderseits darf der Haltestrom der nicht gestörten  Relaisgruppe nicht abgeschaltet werden, da die vor  hergehende Relaisschaltung - die zur gestörten Kon  taktstellung geführt hatte - wiederholt werden     muss,     mit der Erwartung,     dass    die Kontaktstellung - eventuell  auch erst nach mehrfachem Durchlaufen des gleichen  Korrekturschaltzyklus - keine Störung mehr zeigen  wird. Sind nicht nur Arbeitskontakte, sondern auch  Ruhe- und Umschaltkontakte in einer     Relaisgruppen-          schaltungvorhanden(wie    z. B.     inFig.    2a und     inFig.4b),     so ist ein einfaches Abschalten der Halteimpulse der  gestörten Gruppe nicht mehr ausreichend.

   Denn es  kann ja die gestörte Schaltoperation während des  Zurückfallens eines Relais in seine Ruhestellung auf  treten, wobei ein Ruhekontakt (oder die Ruhestellung  eines Umschaltkontaktes) gestört sein kann. Eine  Umkehrung der Kontaktstellung in der durchzu  führenden, aber gestörten Relaisschaltung besteht dann  in einem Anzug und nicht im Abfallen des entspre  chenden Relais. Es müssen also Mittel vorhanden sein,  welche diese Umkehrung der Kontaktstellungen durch  zuführen gestatten.     Fig.    4b zeigt eine Anordnung für       derartige    Schaltungen, die einfach aus Gegenwick  lungen bestehen, welche über alle Relais der Relais  gruppe gewickelt werden und gemeinsam stromdurch  flossen sind.

   Ist nun eine Relaisstellung gestört, so  wird die gleiche Relaisschaltung wiederholt, welche  zur     gestörten    Stellung geführt hatte, gleichzeitig  werden aber auch diese Gegenwicklungen stromdurch  flossen. Dadurch tritt aber nun eine komplementäre  Schaltung in dieser Relaisgruppe auf: Die Relais wech  seln ihre Stellung. Hierauf wird genau wie in Schaltun  gen mit reinen Arbeitskontaktrelais die Schaltung,  welches zur     gestörten    Kontaktstellung geführt hatte,  wiederholt (ohne Einschaltung der Gegenwicklung),  worauf die Relais wieder die alte Stellung einnehmen.  



  Sind die zu schaltenden synchronisierten Relais  gruppen ausser mit Arbeitskontakten auch mit Um  schalt- und Ruhekontakten versehen, so kann der  Korrekturschaltzyklus mit einer geringfügig abge  änderten Schaltung nach     Fig.    5 durchgeführt werden.       Fig.    8 zeigt diese modifizierte Schaltung in nur einer  Gruppe, da die andere Gruppe völlig symmetrisch aus  gebildet ist.

   Der Unterschied besteht darin,     dass    den  Relaisgruppen     Us,   <I>VS</I>     (bzw.        Vs,   <I>US)</I> die in     Fig.    4  geschriebenen Gegenwicklungsserien (VG in     Fig.    8)  vorgeschaltet werden, wenn eine Umkehrung der  Kontakte im Korrekturschaltzyklus auftreten soll. In       Fig.5    hatte diese Umkehrung in einem einfachen  Abschalten der Relaisgruppen bestanden. Im unge  störten Ablauf schaltet der Umschaltkontakt     u1    immer  den Widerstand     Rv'    ein, der nur die Funktion besitzt,  den Relaisgruppenwiderstand konstant zu halten.

   Der    Korrekturschaltzyklus ist analog zu dem bereits  beschriebenen Ablauf, bis auf den Unterschied,     dass     der Kontakt     u1        (bzw.        v1)    in Ruhestellung nicht von der  Relaisgruppe auf einen Widerstand     R'v        (bzw.        R'u)    um  schaltet (wodurch bewirkt wurde,     dass    alle wirksamen  Arbeitskontaktstellungen der Relaisgruppe wegen der       Stromlosigkeit    von     US-bzw.   <I>VS-</I> in ihre Ruhestellung  zurückfallen), sondern vom Widerstand     R'v        (bzw.        R'u)

       auf die Gegenwicklungen der Relaisgruppe<I>VG</I>     (bzw.          UG).    Die Relaisgruppe fällt damit nicht in den strom  losen Zustand, sondern kehrt wegen der gemeinsamen  Wirkung der Gegenwicklungen und des Impulses durch       Us,   <I>VS</I> die Stellung aller Kontakte um. Während des  nächsten Steuerimpulses des gleichen Impulsgebers ist  diese Gegenwicklung wieder abgeschaltet, so     dass    die  Relaisschaltung, welche zur gestörten Kontaktstellung  geführt hatte, normal wiederholt wird, wobei     offenbar     die Kontakte wieder umspringen müssen. Aufeinander  folgende Korrekturschaltzyklen führen damit zu  wiederholtem Umschalten aller Kontakte der Relais  gruppe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Prüfung und Korrektur derArbeits- weise der Relais von mindestens zwei mit wenigstens zwei Relais ausgerüsteten, von einem Impulsgeber ge speisten synchronisierten Relaisgruppen, dadurch gekennzeichnet, dass sie Steuerelemente aufweist, die auf eine bestimmte elektrische Grösse ansprechen und derart geschaltet sind, dass die Relais nur bei Auftreten Festgelegter Werte der genannten elektrischen Grösse arbeiten, während bei abweichenden Werten dieser Grösse diese Steuerelemente das Inbetriebsetzen einer Korrekturvorrichtung hervorrufen, welche die Kon taktstellung einer ungestörten Gruppe hält, die wirk same Kontaktstellung einer gestörten Gruppe um kehrt, den Schaltzyklus,
    welcher zur gestörten Kon taktstellung geführt hatte, wiederholt und die genannte elektrische Grösse durch die Steuerelemente überprüft. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net dadurch, dass die zu prüfende elektrische Grösse der Widerstand des Relaiskreises ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Kontakte in den Relaiskreisen derart angeordnet sind, dass ein gestörter Kontakt den Widerstand des Relaiskreises auf den Sperrwiderstand des gestörten Kontaktes ver grössert. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, dass Relais in den Schaltkreisen vorhanden sind, welche die gestörte wirksame Kontaktstellung umkehren. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass diese Umkehrung der gestörten wirksamen Kontaktstellung bei Relaisgruppen mit ausschliesslich Arbeitskontakten als Abschaltung aller angezogener Relais in der ge störten Relaisgruppe herbeigeführt wird. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass die Umschaltung durch Wiederholen der Relaisschaltung, welche zur gestörten Kontaktstellung geführt hatte und durch Einschalten einer über die Relais gewickelten Gegenwicklung herbeigeführt wird. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass Relais in den Schaltkreisen vorhanden sind, welche nach der Umkehr die Relaisschaltung wiederholen, welche zur gestörten Kontaktstellung geführt hatte.
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