Drän-Betonrohr Dränrohre sind seit vielen Jahren in der Ent- und Bewässerung für Böden bekannt. Die verschie denen Ausführungsformen als gelochte, geschlitzte und poröse Rohre sollen entweder beim Vorliegen grosser Bodenfeuchtigkeit die überschüssigen Wasser mengen aus dem Boden abführen oder trocknen Bö den die notwendige Feuchtigkeit zuführen. Es können auch Fälle auftreten, wo zeitweise aus dem Boden Feuchtigkeit abzuführen und zeitweise wieder dem Boden Wasser zuzuleiten ist.
Lange Jahre hindurch waren die Tondränrohre mit glatten Enden in Anwendung, später ging man zu porösen Muffenrohren aus Beton, insbesondere aus reinem, d. h. sandfreiem Einkornsplitt über. Ne ben runden Rohren sind auch ovale Ausführungen, sechseckige Formen und an der Unterseite abgeflachte Rohre bekanntgeworden. Für Sonderfälle sind mehr schichtige Rohre und bewehrte Rohrformen für die Entwässerung verwendet worden.
Da alle Böden irgendwie wirtschaftlich nutzbar gemacht werden sollen, kommt der hierbei auftreten den Wasserfrage besondere Bedeutung zu, so dass meist erst durch entsprechende Dränanlagen ein wirt schaftlicher Erfolg gesichert werden kann.
Die im Boden verlegten Rohre sind häufig, zumal sie mit Rücksicht auf die Wasserverhältnisse meist nicht tief unter der Oberfläche liegen, starken Be lastungen ausgesetzt, z. B. wenn die zu be- oder ent wässernden Äcker, Wiesen oder Wege mit Traktoren 'befahren werden.
Um die Rohre gegen solche Belastungen wider standsfähig zu machen, weist erfindungsgemäss der Rohrquerschnitt der Drän-Betonrohre, die ganz oder teilweise aus porösem Beton bestehen, die Form eines nach oben gerichteten Spitzbogens auf, während der Rohrboden eine mindestens annähernd ebene Auf- lagefläche bildet. Dieser Spitzbogen verleiht dem Rohr eine erhöhte Festigkeit gegen Belastungen verschie dener Art, gegen Druck und Stoss, wenn beispiels weise Dränrohre unter Strassen, Gleiskörpern oder Autobahnen verlegt werden- müssen. Die untere, ebene Fläche gestattet ein einfaches und sicheres Verlegen der Dränrohrleitung im Rohrgraben.
Die breite Auf lagefläche, die gegebenenfalls noch auf die ganze Länge oder an einigen Stellen des Rohres fussartig weiter verbreitert werden kann, ermöglicht zudem auch in weichen Böden eine Verlegung ohne Anwen dung von Rosten oder Bohlen als Unterlage.
Die den Boden durchsetzenden Wurzeln der Pflan zen sind, insbesondere bei der Bewässerung, Feinde der Rohre, da die feinen Wurzelfasern sich stets der Feuchtigkeit zuwenden, um das vorhandene Wasser der Pflanze zuleiten zu können. Sie versuchen dabei auch in die Rohre einzudringen und durchsetzen un ter Umständen die porösen Rohre vollständig mit ihren Wurzelbärten. Die Wurzeln wachsen in die Tiefe oder in die Breite, jedoch niemals nach oben.
Diese Erkenntnisse haben dazu geführt, bei Drän- Betonrohren für die Bodenent- oder -bewässerung die Wasserdurchlässigkeit in der unteren Rohrhälfte grösser zu machen als in den übrigen Rohrteilen. Eine im Boden vorhandene Überschussmenge an Feuch tigkeit kann von unten unbehindert in das Rohr ein dringen, um schnell abgeführt zu werden. Die Wur zeln aber finden an einer dichten oder dickeren Wand im oberen Rohrteil keine Gelegenheit, in das Rohr einwachsen zu können.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann zu einer verstärkten und intensiveren Entwässerungs leistung der Dränrohrboden mit einzelnen oder meh reren ganz oder teilweise durchlaufenden Ausneh- mungen, Nuten oder Rillen versehen sein. Da für eine Entwässerung vorzugsweise der un tere Rohrteil wasserdurchlässig sein muss, kann bei den Rohren nach der Erfindung auch nur dieser untere Teil aus porösem Beton, der obere Rohrteil dagegen aus dichtem Beton bestehen.
In Fällen, wo eine reine Bewässerung für den Boden in Frage kommt, kann umgekehrt nur der untere Rohrteil aus dichtem Beton, der obere Rohrteil dagegen aus po rösem Beton bestehen.
Die Trennflächen der beiden Betonschichten ver laufen zweckmässig schräg nach aussen ansteigend. Bei einem radialen Verlauf der Trennflächen sind diese verhältnismässig kurz, bei schräg aufwärts ver laufenden Trennflächen vergrössern sie sich, wobei eine bessere Verbindung der beiden Schichten er reicht wird.
Bei den Bewässerungsrohren, bei denen der untere Teil eine dichte Rinne bildet, die vom oberen, porösen Teil überdeckt wird, hat die schräge Ausbildung der Trennflächen den weiteren Vorteil, dass der poröse Teil in die Rinne eintaucht und auf Grund der Kapillarwirkung das Wasser in diesem hochsteigt, so dass die Feuchtigkeit sehr gleichmässig an das umgebende Erdreich abgegeben wird, wodurch auch die Gefahr vermieden ist, dass einzelne Stellen wegen zu starker Wasserabgabe versumpfen.
Ein be sonderer Vorteil dieser Bewässerungsrohre liegt fer ner darin, dass die Bewässerungskanäle abgedeckt sind, so dass die Verdunstung und auch die Gefahr, dass solche Kanäle zu Brutstellen für Insekten werden, vermieden sind. Die Widerstandsfähigkeit gegen Scherkräfte wird bei schräger Lage der Trennflächen zudem wesentlich besser.
Die Muffenausbildung der neuen Drän-Beton- rohre kann in üblicher Form als gerade Muffen erfolgen, wobei eine Dichtung der Muffenteile durch Kaltasphalt, Bitumen, Dichtungsbänder od. dgl. als zusätzliche Sicherung erfolgen kann.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Rohrquerschnitt, Fig.2 einen Rohrlängsschnitt nach 1-I der Fig. 1; Fig. 3 zeigt eine Unteransicht auf den Rohrkör per.
In Fig. 1 ist die spitzbogenförmige Ausgestaltung des Rohrmantels 1 gezeigt, dessen Grundfläche 6 im wesentlichen eben ist. Der Winkel a zwischen der Grundfläche 6 und den Seitenwänden ist vor teilhaft kleiner als 90 , da dadurch bei der Her stellung das Entschalen wesentlich erleichtert wird und das Rohr eine breitere Grundfläche erhält.
Die Lichtweite 2 liegt so im Rohrkörper 3, dass die Wandstärke unten schwächer ist als in den Seiten. Der untere Teil des Rohrkörpers 3 besteht hier aus porösem Beton, vorzugsweise aus sandfreiem Ein kornsplittbeton, der obere Teil aus dichtem Beton, vorzugsweise aus Beton mit Sandzuschlag. In den schräg nach oben verlaufenden Trennflächen 9 grenzt der untere Rohrteil an den oberen. Die beiden Aus- nehmungen 7 im Boden können über die ganze Länge des Rohres durchlaufen oder durch End- oder Zwi schenstege unterbrochen sein. Ebenso kann die Mittel rille 8 durchgehend oder unterbrochen sein. Die Lage der Muffe ist durch die gestrichelten Kreise 5 ange deutet.
Um für besonders weiche Böden die Grund- fläche noch zu vergrössern, kann das Rohr beider seits mit fussartigen Verbreiterungen 10, gestrichelt gezeichnet, versehen sein, die sich entweder über die ganze Länge des Rohres erstrecken oder nur an einigen Stellen, vorzugsweise an den Enden, be finden.
Soll das Rohr speziell zur Bewässerung dienen, so kann der untere Teil 3 des Rohrkörpers aus dichtem Beton, der obere Teil des Rohrkörpers aus porösem Beton bestehen, so dass das Wasser in einer überdeckten Rinne fliesst, über deren Ränder der Überschuss austreten kann bzw. aus der das Wasser durch den porösen Teil hochgesaugt und an das um gebende Erdreich abgegeben wird.
Dienen die Rohre zeitweise zur Be- und zeitweise zur Entwässerung, so sind die verlegten Rohrstränge an den höher lie genden Enden mit einer Wasserzuführung für den Fall der Bewässerung, an den tiefer liegenden Enden mit einer Wasserabführung, gegebenenfalls mit einer Pumpe zur Wasserabführung zu verbinden.
Der Längsschnitt des Rohrkörpers 3 in Fig.2 zeigt einen Teilschnitt des Rohrmantels 1, der Licht weite 2 und Muffenteil 4 mit Gegenmuffe 5. In der Unteransicht der Fig.3 sind End- und Mittelun terbrechungen 16 bzw. 17 der Ausnehmung 7 auf der Grundfläche 6 gestrichelt angedeutet, während die Mittelrille 8 zwei gestrichelte Unterbrechungen 18 aufweist. Die dargestellte Ausführungsform ist nur als Beispiel einer möglichen prinzipiellen Ausbildung des Rohrkörpers anzusehen. Hierbei sollen andere Möglichkeiten nicht ausgeschlossen werden.