CH382677A - Fadenbremse zum Selbstregulieren der Fadenspannung eines zwischen einer station#ren und einer senkrecht dazu beweglichen Bremsplatte durchgeführten Fadens - Google Patents
Fadenbremse zum Selbstregulieren der Fadenspannung eines zwischen einer station#ren und einer senkrecht dazu beweglichen Bremsplatte durchgeführten FadensInfo
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Description
Faden bremse zum Selbstregulieren der Fadenspannung eines zwischen einer stationären und einer senkrecht dazu beweglichen Bremsplatte durchgeführten Fadens
Die bisher bekannten selbstreguiierenden Fadenbremsen besitzen im allgemeinen einen Fühlerhebel, der die Fadenspannung abtastet und entweder pneumatisch direkt steuernd auf die Bremsorgane überträgt oder als Impulsgeber wirkend eine Steuerung betätigt, die den Bremsdruck der Bremsorgane beeinflusst.
Im erstgenannten Fall, der pneumatischen Direkt übertragung, ist ein nicht zu vernachlässigender Teil der zu reguìierenden Fadenspannung gleichzeitig dazu verwendet, die Regulierungsorgane zu betätigen, so dass die Regulierung notwendigerweise sehr ungenau wird.
Die zweite Variante erfordert eine grosse Ablenkung des Fadenlaufs durch den Fühler, damit die Steuerung robust gebaut werden kann oder dann muss die Steuerung ausserordentlich empfindlich und mit grosser Präzision gebaut sein.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaffung einer Fadenbremse zum Selbstregulieren der Faden spannung eines zwischen einer stationären und einer senkrecht dazu beweglichen Bremsplatte durchgeführten Fadens, welche die den bisher bekannten Ausführungen anhaftenden Nachteile dadurch beseitigt, dass die bewegliche Bremsplatte zugleich als Fühiorgan zur Abtastung der Fadenspannung ausge bindet und in Fühlrichtung beweglich gelagert ist, und dass Mittel vorgesehen sind, um bei Ablenkung des Brems- und Fühlorgans aus einer Normallage infolge veränderter Fadenspannung den Druck auf dieses Organ in Richtung gegen die stationäre Bremsplatte selbsttätig zu regulieren.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemässen Fadenbrernse dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch die Fadenbremse längs der Linie A-A der Fig. 3,
Fig. 2 eine Seitenansicht dieser Fadenbremse, und
Fig. 3 einen Schnitt durch die gleiche Fadenbremse längs der Linie B-B der Fig. 1.
In einem abgewinkelten, am oberen Ende offenen Gehäuse 1 ist ein Druckrohr 4 in Spitzenlagern 2 und 3 schwenkbar gelagert. An beiden offenen Enden des Druckrohres 4 sind je eine flexible Manschette 5 bzw. 6 aufgestülpt. Die ; Nlanscheue 6 verbindet das eine Ende des Druckrohres 4 mit einem im Gehäuse 1 festgeklemmten Anschlussstutzen 7, während die Manschette 5 an ihrem durch das Gehäuse 1 nach aussen ragenden Ende eine Platte 8 trägt, welche die Manschettenöffnung dicht abschliesst und als bewegliche Bremsplatte der Fadenbremse ausgebildet ist.
Diese untere, bewegliche Bremsplatte 8 wirkt mit einer stationären oberen Bremsplatte 9 zusammen, die von einem NVinkel 10 getragen ist, der seinerseits über Schrauben 11 fest mit dem Druckrohr 4 verbunden ist, so dass die relative Lage der beiden Bremsplatten 8 und 9 sich bei Schwenkbewegungen des Druekrohres 4 in den Lagern 2, 3 nicht verändert. Ein im NVinkelstück 10 eingegossener Drahtbügel 12 trägt an seinem freien Ende eine Fadenumlenköse 13 für den in die Fadenbremse eingeführten Faden 20. Ein Lappen 15 des Gehäuses 1 trägt ferner den üblichen Einlauftrichter 14, den der von einer Spule 19, z. B. eines Schärgatters (nicht dargestellt), abgezogene Faden 20 durchläuft, bevor er die Fadenumlenköse 13 passiert und von dort zwischen den Bremsplatten 8, 9 hindurch zu einer nicht dargestellten Verbraucherstelle, z.
B. einer Schärmaschine, führt.
In der Seitenwandung des Druckrohres 4 ist eine Auslassöffnung 16 vorgesehen, deren äusseres Ende einen Ventilsitz bildet, welcher mit dem als Ventilnadel ausgebildeten Ende einer in das Gehäuse 1 eingeschraubten, von aussen einstellbaren Regulierschraube 17 zusammenwirkt.
Die dargeste1lte Fadenbremse arbeitet wie folgt:
Der Anschlussstutzen 7 wird mit einer nicht dargestellten Druckluftquelle verbunden. Das eintretende Druckmedium trifft nach seinem Durchgang durch Manschette 6 auf eine in das Druckrohr 4 eingebaute Blende 18. Ein Teil dieses Druckmediums beaufschlagt die gegen die Strömung gerichtete Fläche der Biende, so dass das Druckrohr um seine Lagerung in den Lagern 2 und 3 verschwenkt wird, wobei der Ventilsitz der Auslassöffnung 16 gegen die Ven tilnadel bzw. Regulierschraube 17 gepresst und da. mit die Auslassöffnung 16 verschlossen und in dieser abgeschlossenen Lage gehalten wird.
Der durch die Öffnung der Blende 18 strömende Teil des Druckmediums fiiilt das Druckrohr 4 und die Manschette 5 und presst, da keine Entweichungsmöglichkeit besteht, die untere bewegliche Bremsplatte 8 mit dem im System bestehenden Druck gegen die obere stationäre Bremsplatte 9.
Ein von der Spule 19 durch den Trichter 14, die Fadenumlenköse 13 und zwischen den beiden Bremsplatten 8, 9 in Richtung des Pfeiles 21 in Fig. 1 hindurchgezogener Faden 20 wird somit entsprechend dem Druck, mit welchem die Bremsplatte 8 gegen die Bremsplatte 9 gepresst wird, gebremst. Erhöht sich nun aus irgendeinem Grund die Fadenspannung, so reisst der Faden die beiden Bremspilatten 8, 9 mit, das heisst das Druckrohr 4 wird um die Lager 2, 3 in Fig. 1 nach links verschwenkt.
Dadurch wird aber wiederum die Ausiassöffnung 16 freigegeben, da ja die im Gehäuse 1 feste Regulierschraube 17 die Schwenkbewegung nicht mitmacht und das im Druckrohr und in den Manschetten befindliche Druckmedium kann durch die frei gewordene Auslassöffnung 16 entweichen. Dadurch fällt der Druck im Druckrohr 4 ab, die Anpresskraft der unteren beweglichen Bremsplatte 8 auf den Faden 20 wird kleiner und demzufolge auch die Fadenspannung. Das bewirkt aber, dass das durch die Blende 18 einströmende Druckmedium das Druckrohr 4 entgegen der Richtung 21 des Fadenzuges verschwenkt bis zum Anschlag des. Ventilsitzes der Auslassöffnung 16 gegen das Ende der Regulierschraube.
Da jetzt wiederum die Öffnung, durch welche das Druckmedium entweichen konnte, geschlossen ist, baut sich im Druckrohr 4 wieder der Betriebsdruck auf und die Kraft, mit welcher die untere Bremsplatte 8 gegen die stationäre obere Bremsplatte gepresst wird, wird wieder grösser. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis sich ein Geichgewicht zwischen dem Fadenzug und dem eingesteI'1ten Druck des Druckmediums eingespielt hat. In diesem Gleichgewichtszustand wird stets ein geringer Anteil des Strömungsmediums durch die etwas geöffnete Auslassöffnung 16 entweichen. Der gewünschte, durch die Fadenbremse zu erzeugende Fadenzug lässt sich also direkt durch die Einstellung des Druckes des durch den Stutzen 7 eingeführten Druckmediums regulieren.
Damit ist es auch möglich, durch Par allelschaltung der Anschlussstutzen 7 aller Fadens bremsen die Fadenspannung der z. B. von einem Sehärgatter abgezogenen Fäden zentral zu vcrslel- len.
Der auffalendste Vorteil der beschriebenen 1 : ; 1- denbremse ist aber ihre einfache Konstruktion, derzufolge Fühl- und Bremsorgan, das heisst Steluc- und Betätigungsorgan, in einem Element vereinigt sind, was durch den Wegfall von Übermittlungsfehlern einen einwandfreien Lauf gewährleistet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fadenbremse zum Sebstregulieren der Fadenspan nung eines zwischen einer stationären und einer senk- recht dazu beweglichen Bremsplatte durchgeführten Fadens, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Bremsplatte (8) zugleich als Fühlorgan zur Ah tastung der Fadenspannung ausgebildet und in Fiilli- richtung beweglich gelagert ist, und dass Slittcl (1 (.17) vorgesehen sind. um bei Ablenkung des 13rem- und Fühlorgans aus einer Normallage infolge ver änderter Fadenspannung den Druck auf dieses Or. ln in Richtung gegen die stationäre Bremspiatte 9 selbsttätig zu regulieren.UNTERANSPRÜCHE 1. Fadenbremse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden senkrecht zueinan- der relativ beweglichen Bremsplatten (8, 9) mit einer in Fühirichtung schwenkbaren Druckkammer (4) verbunden sind, die eine Abzugsöffnung (16) besitzt. deren Grösse durch Schwenkbewegungen der Druck- kammer in Fühlrichtung veränderlich ist.2. Fadenbremse nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der genannten Auslassöffnung ein Ventilsitz gebildet ist, der mit dem als Ventilkegel ausgebildeten Ende einer stationären Regulierschraube (17) ein Ventil bildet, das je nach seiner Einstellung den Druck in der Druckkammer und damit den Anpressdruck der beweglichen Bremsplatte (8) entsprechend den durch den Fadenzug bedingten Schwenkbewegungen der Druckkammer ver ändert.3. Fadenbremse nach Unteranspruch l 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druck kammer als Winkelrohr ausgebildet, in einem Gehäuse (1) in Fühlrichtung zusammen mit den beiden Bremsplatten schwenkbar gelagert ist und e.inenends über eine flexible Manschette (6) mit einem Zuführstutzen (7) für ein Druckmedium und andernends über eine zweite flexible Manschette (5) dicht mit der beweglichen Bremsplatte (8) verbunden ist.4. Fadenbremse nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung (16) an der Seitenwandung des Winkelrohres angeordnet ist und die mit ihr zusammenwirkende Regulierschraube im Gehiiuse befestigt ist.5. Fadenbremse nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Einlassseite des Winkel rohres eine Blende (18) angeordnet ist, welche durch einen Teil des einströmenden Druckmediums so be ; aufschlagt wird, dass das Winkelrohr mit seiner Auslassöffnung in Schliessrichtung des VentiLs (16, 17) verschwenkt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH797960A CH382677A (de) | 1960-07-13 | 1960-07-13 | Fadenbremse zum Selbstregulieren der Fadenspannung eines zwischen einer station#ren und einer senkrecht dazu beweglichen Bremsplatte durchgeführten Fadens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH797960A CH382677A (de) | 1960-07-13 | 1960-07-13 | Fadenbremse zum Selbstregulieren der Fadenspannung eines zwischen einer station#ren und einer senkrecht dazu beweglichen Bremsplatte durchgeführten Fadens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH382677A true CH382677A (de) | 1964-09-30 |
Family
ID=4333286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH797960A CH382677A (de) | 1960-07-13 | 1960-07-13 | Fadenbremse zum Selbstregulieren der Fadenspannung eines zwischen einer station#ren und einer senkrecht dazu beweglichen Bremsplatte durchgeführten Fadens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH382677A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3629928A1 (de) * | 1986-09-03 | 1988-03-10 | Norddeutsche Faserwerke Gmbh | Schaeranlage und tellerfadenbremse |
| FR2664622A1 (fr) * | 1990-07-10 | 1992-01-17 | Mecatex | Dispositif tendeur de fil pour machine textile et plus particulierement pour cantre d'ourdissage. |
-
1960
- 1960-07-13 CH CH797960A patent/CH382677A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3629928A1 (de) * | 1986-09-03 | 1988-03-10 | Norddeutsche Faserwerke Gmbh | Schaeranlage und tellerfadenbremse |
| FR2664622A1 (fr) * | 1990-07-10 | 1992-01-17 | Mecatex | Dispositif tendeur de fil pour machine textile et plus particulierement pour cantre d'ourdissage. |
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