Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Fasermaterial, insbesondere Asbestfasern Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Behandlung von Fasermaterial, ins besondere Asbestfasern, um unerwünschte, mit dem Fasermaterial vermischte oder an dem Fasermaterial haftende Teilchen zu entfernen, wobei das Fa!ser- material in einen geschlossenen Raum gebracht und darin pneumatischer Einwirkung unterzogen wird.
Beim Abfräsen von Asbestfasern in trockenem Zustand werden mit den Asbestfasern beträchtliche Mengen unerwünschter Teilchen vermischt. Durch die Beimischung dieser unerwünschten Teilchen wird die Asbestfaser für viele Verwendungszwecke unge eignet, weshalb es äusserst wesentlich ist, reine Fasern zu erzeugen.
Die Entfernung der unerwünschten Teilchen ist äusserst schwierig infolge der Brüchig keit der Asbestfaser, weil bei allzu strenger mecha nischer Behandlung die Fasern verletzt werden, was mit einem Qualitätsverlust und einer Einbusse in den Anwendungsmöglichkeiten verbunden ist. Nachdem der Wert der Asbestfaser von der Faserlänge ab hängt, muss äusserste Sorgfalt aufgewandt werden, um die Faserlänge bei der Staubentfernung nicht zu verringern. Das beste Enderzeugnis ist ein solches" in dem die Faserlängen einigermassen gleichmässig sind.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass das Fasermaterial in einen z. T. durch einander gegenüber angeordnete, durchlöcherte Wände gebildeten, geschlossenen Raum eingebracht und dort vorwärtsbewegt wird, während es abwech selnd von entgegengesetzten Seiten wiederholt pneu matischer Einwirkung unterworfen wird, wobei jede solche Einwirkung einen Teil des, Fasermaterials von der einen durchlöcherten Wand weg in Querrichtung zur Vorwärtsbewegung zur gegenüber angeordneten durchlöcherten Wand bringt.
Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Anzahl durchlöcherter Abteile und eine Anzahl pneumatscher Bewegungs- vorrichtungen, die auf das. in den Abteilen befind liche Fasermaterial während der Bewegung der Ab teile abwechselnd von entgegengesetzten Richtun gen her einwirken.
Die Erfindung wird an Hand des in der Zeich nung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläu tert. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäss der Erfindung, wobei einzelne Teile im Schnitt dar gesteilt sind, Fig.2 einen Schnitt entlang der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines Tei les des unteren Förderbandes und Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Teils einiger der Luftmesser.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein im wesentlichen rechteckiges Gehäuse 10, das. über Kanäle 11 und 12 mit einer (nicht dargestellten) Vakuumerzeugungs- quelle verbunden ist. Jede der Endwände 13 und 14 des Gehäuses: 10 ist mit Öffnungen 15 und 16 ver sehen, durch die ein über die Walzen 18 und 19 geführtes endloses Sieb 17 hindurchgeführt ist.
Die Walze 18 isst auf einer Welle 20 befestigt, die in üblichen Lagergehäusen drehbar gelagert ist. Ein am einen Ende der Welle 20 befestigtes und sich mit dieser Welle drehendes Kettenrad 21 wird über eine Kette 22 von einem Antrieb 23 angetrieben, der auf diese Weise die Wa4ze 18 antreibt und auf einem feststehenden Lagerbock 24 gelagert ist.
Das endlose Sieb 17 wird durch die Drehung der Walze 18 bewegt. Die andere Walze 19, die neben der Endwand 13 liegt, ist auf einer Welle 25 befestigt, die ebenfalls in üblichen Lagergehäusen drehbar ge lagert ist. Entlang jeder Kante des Siebes: 17 sind auf dessen aussenliegender Oberfläche endlose Schaum gummistreifen 26 und 27 befestigt.
Durch eine Reihe von querverlaufenden Schaumb mmistreifen 28, die mit ihren Enden an den Innenkanten der Streifen 26, 27 anliegend auf der aussenliegenden Oberfläche des Siebes 17 unter regelmässigen gegenseitigen Ab ständen befestigt sind, werden auf der äusseren Oberfläche des Siebes 17 einzelne Abteile 29 gebil det. Neben der Endwand 13 oberhalb eines Endes des oberen Trums des endlosen Siebes 17 ist ein üblicher Speisetrichter 30 vorgesehen. In diesem Speisetrichter wird das zu behandelnde Material ge lagert.
Ein drehbares: Organ 31 im Trichter 30 ge stattet das Austreten einer abgemessenen Menge des Faserstoffes, mit dem unerwünschte Teilchen ver mischt sind, die an ihm haften, auf das obere Trum des endlosen Siebes 17, und zwar in die Abteilung 29 hinein.
In dem Gehäuse 10 bewegt sich ein zweites end loses Sieb 35, das über die Walzen 36 und 37 ge legt ist. Das endlose Sieb 35 erstreckt sich in Längs richtung durch das Gehäuse 10 und liegt in nächster Nähe und parallel zum oberen Trum des endlosen Siebes 17.
Das untere Trum des endlosen Siebes 35 hat von dem oberen Trum des endlosen Siebes 17 einen bestimmten Abstand, derart, dass es die freien oberen Oberflächen der Schaumgummistreifen 26, 27 und 28 berührt und leicht zusammendrückt. Die Walzen 36 und 37 sind auf Wellen 38 und 39 be festigt, die in üblichen Lagergehäusen drehbar ge lagert sind. Der Antrieb des endlosen Siebes 35 erfolgt durch die Reibungsverbindung mit den Schaumgummistreifen 26, 27 und 28.
Das untere Trum des endlosen Siebes 35 wird innerhalb des Gehäuses 10 genau in einer Ebene gehalten, indem es gegen eine Reihe von Wallzen 40 anliegt, deren Wellen drehbar in längsverlaufen den, feststehenden Winkeleisen 41, die von Säulen 42 getragen werden, gelagert sind.
Die Winkeleisen 41 sind in vertikaler Richtung einstellbar, um den Abstand zwischen den einander zugekehrten Bereichen der endlosen Siebe einstellen zu können. Das: obere Trum des endlosen Siebes 17 wird genau in einer Ebne gehalten, indem es. auf einer Reihe von Walzen 43 aufliegt, deren Wellen drehbar in längs verlaufenden, feststehenden Winkeleisen 44 gelagert sind, die ebenfalls von den Säulen 42 getragen wer den. Die Walze 36 ist derart angeordnet, dass sie die Schaumgummistreifen 26, 27 und 28 um ein vor bestimmtes Mass zusammendrückt, wenn das endlose Sieb 17 zusammen mit den Streifen 26, 27 und 28 unter der Walze 36 hindurchläuft.
Die Walzen 40 und 43 arbeiten derart miteinander zusammen, dass sie die einander zugekehrten Bereiche der endlosen Siebe 17 und 35 bei deren Längsdurchgang durch das Gehäuse 10 genau auf diesem vorbestimmten gegen seitigen Abstand halten. Wie auf der linken Seite der Fig.l gezeigt ist, nehmen die Schaumgummistrei- fei 26, 27 und 28 ihre normale Dicke wieder an, wenn das untere Trum aus der Walze 37 herausläuft.
Während des Durchganges durch das Gehäuse drük- ken die Schaumgummistreifen 26, 27 und 28 die Bänder 17 und 35 nachgiebig gegen die Walzen 43 bzw. 40, um die Bänder unter ihrem vorbestimm ten gegenseitigen Abstand zu halten. Auf diese Weise bewirken die Schaumgummistreifen 26, 27 und 28 zusammen mit den endlosen Sieben 17 und 35 eine Luftabdichtung der zwischen den einander zuge kehrten Bereichen der beiden endlosen Siebe liegen den Abteile 29.
Für die Führung des endlosen Siebes 1.7 über die zugehörigen Walzen 18 und 19 ist eine ein stellbar gelagerte Führungs- und Spannwa'ze 45 vor gesehen, die auf einer Welle 451 drehbar gelagert ist. Jedes der beiden Enden der Welle 451 ist in vertikaler Richtung einstellbar in einem Schlitz 46 der von den Säulen 42 getragenen Konsolen 47 ge lagert. In ähnlicher Weise wird das endlose Sieb 35 durch eine auf der Welle 49 drehbar gelagerte Füh- rungs- und Spannwalze 48 über die zugehörigen Walzen 36 und 37 geführt. Jedes der beiden Enden der Welle 49 ist in vertikaler Richtung einstellbar in einem Schlitz 51 der von den Profileisen 41 ge tragenen Konsolen 52 gelagert.
In dem Gehäuse 10 ist zwischen dem oberen und dem unteren Trum des endlosen Siebes 17 festste hend eine Kammer 55 angebracht, die über einen Kanal 56 mit einem (nicht dargestellten) Gebläse verbunden ist, das Druckluft von einstellbarem Druck liefert. Von der Oberseite der Kammer 35 steht eine Reihe von Luftmessern 57 nach oben vor. Die Luft messer 57 können beispief:sweise, wie dargestellt, aus einem geschlitzten Block, einer Reihe von Düsen oder einer Reihe von Mundstücken bestehen.
Wie in Fig. 1 dargestellt, sind diese Luftmesser 57 jeweils in Vierergruppen angeordnet, die einen be stimmten gegenseitigen Abstand voneinander aufwei sen. Jede Gruppe von vier Messern 57 liegt zwischen den benachbarten Walzen 43. Jedes Messer 57 ist, wie Fig. 4 zeigt, im Querschnitt etwa dreieckig ge formt, wobei die Basisfläche 58 zu der Kammer 55 hin offen ist. Jedes Luftmesser 57 verjüngt sich bis zur Oberkante, die einen beschränkten Schlitz 59 aufweist.
Der Schlitz 59 jedes Luftmessers 57 liegt unmittelbar unterhalb des oberen Trums. des end losen Siebes 17 und erzeugt einen Druckluftstrom nach oben durch das endlose Sieb 17 hindurch.
Eine weitere Kammer 60 ist in dem Gehäuse 10 zwischen dem oberen und unteren Trum des end losen Siebs 35 angebracht. Ein Kanal 61 verbindet die Kammer 60 mit einem (nicht dargestellten) Ge bläse, das Druckluft von einstellbarem Druck lie fert. Von der Oberseite der Kammer 60 geht eine Reihe von Luftmessern 62 aus. Wie Fig. 1 zeigt, sind die Luftmesser 62 in Vierergruppen angeordnet, wo bei jede solche Gruppe zwischen benachbarten Wal zen 40 liegt.
Die Messer 62 sind änhlich den Mes sern 63, und jedes Messer 62 hat eine Öffnung 63, die mit der Kammer 60 in Verbindung steht, und verjüngt sich sodann bis, zu einem beschränkten Schlitz 64, der unmittelbar über dem unteren Trum des endlosen Siebes 35 liegt und einen nach unten durch das. Sieb 35 hindurch gerichteten Druckluft strahl erzeugt.
Die Längsachsen der Luftmesser 57 und 62 sind im wesentlichen parallel zueinander und senkrecht zur Bewegungsrichtung der endlosen Siebe 17 und 35. Die Schlitze 59 und 64 verlaufen etwa über den gesamten Abstand zwischen den Innenkanten der Schaumgummistreifen 26 und 27.
Die Gruppen der Luftmesser 57 und 62 sind derart gegenseitig in Längsrichtung versetzt, dass eine durch eines; der Luftmesser 57 gelegte vertikale Ebene etwa durch die Mitte zwischen zwei einander benachbarten Luft messern 62 verlaufen würde. Infdlge der versetzten Anordnung der Luftmesser 57 und 62 wird der Faserstoff in den Abteilen 29 während des Durch ganges durch das Gehäuse 10 abwechselnd der Blas wirkung der Messer 57 und der Messer 62 unter worfen.
Durch geeignete (nicht dargestellte) Trägerteile ist neben der Endwand 14 eine Absaugvorrichtung 65 angebracht. Die Einlassöffnung 66 dieser Saug vorrichtung liegt unmittelbar über dem oberen Trum des endlosen Siebes 17 an der Stelle, wo dieses über die Walze 18 läuft, so dass die gesäuberten Fasern durch die Saugvorrichtung 65 nach oben abgesaugt werden. Mit der Kammer 60 .ist ein Manometer 67 verbunden, das eine überwachung des genauen Ar beitsdruckes in dieser Kammer ermöglicht. Ein neben der Walze 19 über dem unteren Trum des Siebes 17 liegender Saugkasten 68 reinigt die innere Ober fläche des endlosen Siebes. 17.
Zur Inbetriebnahme werden die endlosen Siebe 17 und 35 in Bewegung gesetzt und die verschiedenen Gebläse eingeschaltet. Der Faserstoff, mit dem an ihm anhängende unerwünschte Teilchen vermischt sind, wird aus dem Vorratstrichter 30 in abgemes- senen Mengen in die Abteile 29 auf dem oberen Trum des endlosen Siebes 17 gebracht. Bei Hin durchlaufen des endlosen Siebes 17 unter der Walze 36 werden die Schaumgummistreifen 26, 27 und 28 zusammengedrückt.
Das unter der Wirkung der Wal zen 40 stehende endlose Sieb 35 arbeitet anschlie ssend mit dem unter der Wirkung der Walzen 43 stehenden endlosen Sieb 17 derart zusammen, dass die Schaumgummistreifen 26, 27 und 28 den Faser stoff innerhalb der Abteile 29 festhalten. Das Sieb 35 wird durch den Reibeingriff mit den Schaum gummistreifen von dem Sieb 17 angetrieben. Wenn der Faserstoff das erste Luftmesser 57 erreicht, so wirkt auf ihn der aus diesem austretende Luftstrahl ein. Der Faserstoff wird von dem Sieb 17 durch die aus dem Messer 57 austretende Luft angehoben und gegen das Sieb 35 gedrückt.
Hierdurch wird ein Teil der unerwünschten Teilchen in dem Faserstoff frei gegeben; der Faserstoff wird durch das Vakuum in dem Gehäuse 10 an dem Sieb 35 festgehalten, wäh- rend die unerwünschten Teilchen, die durch das Sieb 35 hindurchgetreten sind, durch das Gehäuse 10 und die Ausl'asskanäle 11 und 12 abgeleitet wer den.
Sobald der Faserstoff auf dem endlosen Sieb 35 nun das erste Luftmesser 62 erreicht, wirkt auf ihn der aus diesem Messer austretende Luftstrahl ein und drückt ihn von dem Sieb 35 nach unten gegen das Sieb 17. Hierbei werden weitere uner wünschte Teilchen aus dem Faserstoff befreit und treten durch das Sieb 17. Jedes der Luftmesser 57 und 62 hat die Wirkung, dass die Aussenseite des zugehörigen endlosen Siebes 17 oder 35 gereinigt und der Faserstoff gegen das jeweils. andere Sieb 17 oder 35 gedrückt wird.
Dieser Vorgang wird fortlaufend durch die Luftmesser 57 und 62 wie derholt, während sich der Faserstoff durch das Gehäuse 10 bewegt. Der Faserstoff wird zuerst gegen das eine und anschliessend gegen das andere Sieb bewegt. Diese wiederholte Einwirkung, abwechselnd von beiden Seiten, bewirkt das Auslösen praktisch sämtlicher unerwünschter Teilchen in dem Faser stoff.
Diese Teilchen gehen durch die endlosen Siebe 17 und 35 hindurch und werden über das Gehäuse 10 und die Auslasskanäle 11 und 12 abgeführt. Wenn der in einem der Abteile 29 befindliche gereinigte Faserstoff sich über die Walze 18 hinausbewegt, so wird er durch diese Vorrichtung 65 angesaugt und an einer beliebigen Stehle gesammelt.
Die innerhalb dieses Abteils 29 stattfindende Bewegung des Faserstoffes, ist nicht auf die unmit telbare, von den Luftmessern 57 und 62 hervorge- rufene Bewegung beschränkt. Die abwechselnde Ein wirkung der Luftmesser von beiden Seiten her be wirkt eine turbulente Umwälzbewegung des Faser stoffes, bei der jede einzelne Faser einer Bewegung unterworfen wird,
um die daran anhaftenden uner wünschten Teilchen durch die Eigenbewegung der Faser sowie durch ihre Berührung mit anderen Fasern und mit den endlosen Sieben 17 und 35 abzulösen. Diese turbulente Umwälzwirkung hat die Wirkung, dass die meisten oder auch jede einzelne Faser wäh rend des Durchganges durch das Gehäuse 10 min destens einmal mit den endlosen Sieben 17 und 35 in Berührung kommt.
Als Ergebnis wird der Faser stoff während des Durchganges durch das Geb:äuse 10 einer so gründlichen Behandlung unterzogen, dass praktisch alle unerwünschten Teilchen aus dem Fa serstoff herausgelöst und nach Durchtritt durch die endlosen Siebe über das Gehäuse 10 und die Aus- lässkanäle 11 und 12 abgeleitet werden. Nach dem Durchgang durch die Vorrichtung läuft der Faser stoff als schaumige Masse des gewünschten Rein- heitsgrades unter der Walze 37 durch, um anschlie ssend durch die Absaugvorrichtung 65 abgesaugt zu werden.
Zusätzlich zu dieser Reinigungswirkung kann die Vorrichtung auch zu einer Klassifizierung des Faser stoffes- in bestimmte Gruppen dienen. Die Klassi- fizierung wird bewirkt durch die Verwendung end- loser Siebe unterschiedlicher Stärke und Feinheit. Für eine bestimmte Fasergruppe wird ein endloses Sieb mit vorbestimmter Stärke und Feinheit verwendet.
Gegebenenfalls; kann eine Anzahl von Reinigern nacheinander benutzt werden, um einen Faserstoff sauber zu reinigen und gleichzeitig in eine Anzahl von Gruppen zu klassifizieren, von denen jede aus gründlich gereinigten Fasern besteht.
Im Betrieb der beschriebenen Vorrichtung liessen sich befriedigende Ergebnisse erzelen, wenn die ver änderlichen Vorrichtungsteile die folgenden Werte hatten. Jedes endlose Sieb hatte die Maschengrösse 40X40. Jeder der Schaumgummistreifen 26 und 27 war 38 mm dick und 51 mm breit und war entlang beider Kanten auf der gesamten Länge des endlosen Siebes 17 aufgeklebt, so dass die Innenkanten der Schaumgummistreifen 305 mm voneinander entfernt waren.
Die querverlaufenden Schaumgummistreifen 28 waren 38 mm dick und 25,4 mm breit und in Abständen von jeweils 457 mm auf das. Band 17 aufgeklebt. Die Luftmesser 57 und 62 waren im Querschnitt dreieckig und etwa 100 mm hoch, wobei die Breite der Basisöffnung 25,4 mm und die der Spitzenöffnung 0,8 mm betrug. Der Luftdruck für die Luftmesser 57 und 62 betrug etwa 0,035 Atü. Das an die Kanäle 11 und 12 angeschlossene Ge bläse hatte eine ausreichende Leistung, um in dem Gehäuse 10 einen Unterdruck aufrechtzuerhalten. Die endlosen Bänder 17 und 35 wurden mit einer Geschwindigkeit von 16,5 m pro Minute bewegt.
Asbestfasern mit der Handelsbezeichnung 6D20 der Kanadischen Asbestklassifizierung wurden aus, dem Trichter 30 in die Abteile 29 eingeführt, und die Absaugvorrichtung 65 erhielt gereinigte Fasern der Handelsbezeichnung 4D der Kanadischen Asbest klassifizierung. Es ist offensichtlich, dass die vor stehend angegebenen Einzelheiten einer bestimmten Vorrichtung lediglich als Beispiel angeführt sind und keinerlei Beschränkung der Erfindung bedeuten sollen.
Offensichtlich kann eine ganze Reihe von Merk malen zwecks Erzielung sauberer und klassifizierter Fasern unterschiedlicher Gruppen in abgewandelter Form angewandt werden. Die Breite und Länge der endlosen Siebe und auch der Abstand zwischen den einander benachbarten Bereichen der endlosen Siebe kann verändert werden, um ein bestimmtes gewünsch tes Erzeugnis. zu erhalten. Auch kann die Qualität des Enderzeugnisses durch Veränderung der Ge schwindigkeit der endlosen Siebe und des: den Luft messern zugeführten Druckes, beeinflusst werden. Ferner kann, wie bereits erwähnt, die Stärke und Feinheit der endlosen Siebe ebenfalls; verändert wer den.
Die Veränderung dieser einzelnen Grössen kann in den verschiedensten Kombinationen erfolgen, um saubere und klassifizierte Fasern in der gewünschten Art und Weise zu erhalten.
Es wird darauf hingewiesen, dass die hier be schriebene Erfindung in vorteilhafter Weise mit je der Vorrichtung verwirklicht werden kann, bei der das mit unerwünschten Teilchen vermischte Material in einer vorbestimmten Hauptrichtung bewegt und abwechselnd von entgegengesetzten Seiten her einer wiederholten Einwirkung unterzogen wird, so dass durch die sich hieraus ergebende turbulente Umwälz- bewegung die unerwünschten Teilchen aus dem Ma terial gelöst werden.