CH382721A - Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Fasermaterial, insbesondere Asbestfasern - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Fasermaterial, insbesondere Asbestfasern

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CH382721A
CH382721A CH7231359A CH7231359A CH382721A CH 382721 A CH382721 A CH 382721A CH 7231359 A CH7231359 A CH 7231359A CH 7231359 A CH7231359 A CH 7231359A CH 382721 A CH382721 A CH 382721A
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CH
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fiber material
sieve
endless
screen
foam rubber
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CH7231359A
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Reamer Russum Gaillard
Original Assignee
Johns Manville
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B20/00Use of materials as fillers for mortars, concrete or artificial stone according to more than one of groups C04B14/00 - C04B18/00 and characterised by shape or grain distribution; Treatment of materials according to more than one of the groups C04B14/00 - C04B18/00 specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone; Expanding or defibrillating materials
    • C04B20/02Treatment
    • C04B20/08Defibrillating asbestos
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B4/00Separating by pneumatic tables or by pneumatic jigs
    • B03B4/04Separating by pneumatic tables or by pneumatic jigs using rotary tables or tables formed by travelling belts

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Description


  Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Fasermaterial,     insbesondere    Asbestfasern    Die Erfindung betrifft ein     Verfahren    und     eine     Einrichtung zur Behandlung von     Fasermaterial,    ins  besondere Asbestfasern, um unerwünschte, mit dem  Fasermaterial vermischte oder an dem Fasermaterial  haftende     Teilchen    zu     entfernen,    wobei das     Fa!ser-          material    in einen geschlossenen Raum gebracht und  darin pneumatischer Einwirkung unterzogen wird.  



  Beim     Abfräsen    von Asbestfasern     in    trockenem  Zustand werden mit den     Asbestfasern        beträchtliche     Mengen unerwünschter     Teilchen    vermischt. Durch  die Beimischung dieser     unerwünschten    Teilchen wird  die Asbestfaser für viele Verwendungszwecke unge  eignet, weshalb es äusserst wesentlich ist, reine Fasern  zu erzeugen.

   Die     Entfernung    der unerwünschten  Teilchen ist äusserst     schwierig    infolge der Brüchig  keit der Asbestfaser, weil bei     allzu    strenger mecha  nischer Behandlung die Fasern verletzt werden, was  mit einem     Qualitätsverlust    und     einer    Einbusse in den  Anwendungsmöglichkeiten verbunden ist. Nachdem  der Wert der Asbestfaser von der Faserlänge ab  hängt, muss äusserste Sorgfalt aufgewandt werden,  um die Faserlänge bei der Staubentfernung nicht zu  verringern. Das beste Enderzeugnis ist ein solches"  in dem die Faserlängen einigermassen gleichmässig  sind.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass das Fasermaterial in einen z. T.  durch einander gegenüber angeordnete, durchlöcherte  Wände gebildeten, geschlossenen Raum eingebracht  und dort vorwärtsbewegt wird, während es abwech  selnd von entgegengesetzten Seiten wiederholt pneu  matischer Einwirkung     unterworfen    wird, wobei jede  solche Einwirkung einen Teil     des,    Fasermaterials von  der einen durchlöcherten Wand weg in     Querrichtung     zur Vorwärtsbewegung zur gegenüber angeordneten  durchlöcherten Wand bringt.

      Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens  ist     gekennzeichnet    durch eine Anzahl     durchlöcherter     Abteile und eine Anzahl     pneumatscher        Bewegungs-          vorrichtungen,    die auf das. in den     Abteilen    befind  liche Fasermaterial während der Bewegung der Ab  teile abwechselnd von entgegengesetzten Richtun  gen her einwirken.  



  Die Erfindung wird an Hand des in der Zeich  nung     dargestellten        Ausführungsbeispiels    näher erläu  tert. Es zeigen:       Fig.    1 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäss  der Erfindung, wobei     einzelne        Teile    im     Schnitt    dar  gesteilt sind,       Fig.2    einen Schnitt entlang der Linie 2-2 in       Fig.    1,

         Fig.    3     eine    perspektivische     Darstellung    eines Tei  les des     unteren        Förderbandes    und       Fig.    4 eine perspektivische     Darstellung        eines    Teils  einiger der Luftmesser.  



       Fig.    1 der Zeichnung zeigt ein im wesentlichen  rechteckiges Gehäuse 10, das. über Kanäle 11 und  12 mit einer (nicht dargestellten)     Vakuumerzeugungs-          quelle        verbunden    ist. Jede der     Endwände    13 und 14  des Gehäuses: 10 ist mit Öffnungen 15 und 16 ver  sehen, durch die ein über     die    Walzen 18 und 19       geführtes    endloses Sieb 17 hindurchgeführt ist.

   Die  Walze 18 isst auf einer Welle 20 befestigt, die in  üblichen Lagergehäusen drehbar gelagert ist.     Ein     am einen Ende der     Welle    20 befestigtes und sich  mit     dieser    Welle     drehendes    Kettenrad 21 wird über  eine Kette 22 von einem Antrieb 23     angetrieben,     der     auf    diese Weise die     Wa4ze    18 antreibt     und    auf  einem feststehenden Lagerbock 24 gelagert ist.

   Das  endlose Sieb 17     wird    durch die Drehung der Walze  18     bewegt.    Die andere     Walze    19,     die    neben der       Endwand    13 liegt, ist auf     einer        Welle    25 befestigt,      die ebenfalls in üblichen     Lagergehäusen    drehbar ge  lagert ist. Entlang jeder Kante des     Siebes:    17 sind auf  dessen aussenliegender     Oberfläche    endlose Schaum  gummistreifen 26 und 27 befestigt.

   Durch eine Reihe  von querverlaufenden     Schaumb        mmistreifen    28, die  mit ihren Enden an den Innenkanten der     Streifen     26, 27     anliegend    auf der aussenliegenden Oberfläche  des Siebes 17 unter regelmässigen     gegenseitigen    Ab  ständen befestigt sind, werden auf der äusseren  Oberfläche des Siebes 17     einzelne    Abteile 29 gebil  det. Neben der Endwand 13 oberhalb eines Endes  des oberen     Trums    des endlosen Siebes 17 ist ein  üblicher     Speisetrichter    30 vorgesehen. In diesem  Speisetrichter wird das zu behandelnde     Material    ge  lagert.

   Ein drehbares: Organ 31 im Trichter 30 ge  stattet das Austreten einer abgemessenen Menge des  Faserstoffes, mit dem unerwünschte Teilchen ver  mischt sind, die an ihm haften, auf das obere     Trum     des endlosen Siebes 17, und zwar in die Abteilung  29 hinein.  



  In dem Gehäuse 10 bewegt sich ein zweites end  loses Sieb 35, das über die Walzen 36 und 37 ge  legt ist. Das     endlose    Sieb 35 erstreckt sich in Längs  richtung durch das Gehäuse 10 und liegt in nächster  Nähe und     parallel    zum oberen     Trum    des endlosen  Siebes 17.

   Das untere     Trum    des endlosen Siebes 35  hat von dem oberen     Trum    des endlosen Siebes 17  einen bestimmten Abstand, derart, dass es die     freien     oberen Oberflächen der     Schaumgummistreifen    26,  27 und 28 berührt und leicht     zusammendrückt.    Die  Walzen 36 und 37 sind auf Wellen 38 und 39 be  festigt, die in üblichen Lagergehäusen drehbar ge  lagert sind. Der Antrieb des endlosen Siebes 35  erfolgt durch die Reibungsverbindung mit den       Schaumgummistreifen    26, 27 und 28.  



  Das untere     Trum    des endlosen Siebes 35 wird  innerhalb des Gehäuses 10 genau in einer Ebene  gehalten, indem es gegen eine Reihe von     Wallzen     40 anliegt, deren Wellen drehbar in längsverlaufen  den,     feststehenden    Winkeleisen 41, die von Säulen  42 getragen werden, gelagert sind.

   Die Winkeleisen  41 sind in vertikaler Richtung einstellbar, um den  Abstand zwischen den einander zugekehrten Bereichen  der endlosen Siebe einstellen zu     können.    Das:     obere          Trum    des endlosen     Siebes    17 wird genau in einer  Ebne gehalten, indem es. auf einer Reihe von  Walzen 43 aufliegt, deren Wellen drehbar in längs  verlaufenden, feststehenden Winkeleisen 44 gelagert  sind, die ebenfalls von den Säulen 42 getragen wer  den. Die Walze 36 ist derart angeordnet, dass sie die       Schaumgummistreifen    26, 27 und 28 um ein vor  bestimmtes Mass zusammendrückt, wenn das endlose  Sieb 17 zusammen mit den     Streifen    26, 27 und 28  unter der Walze 36 hindurchläuft.

   Die Walzen 40  und 43 arbeiten derart miteinander zusammen, dass  sie die einander zugekehrten Bereiche der endlosen  Siebe 17 und 35 bei deren Längsdurchgang durch das  Gehäuse 10 genau auf     diesem    vorbestimmten gegen  seitigen Abstand     halten.    Wie auf der linken Seite  der     Fig.l    gezeigt ist, nehmen die Schaumgummistrei-    fei 26, 27 und 28 ihre normale Dicke wieder an,  wenn das untere     Trum    aus der Walze 37 herausläuft.

    Während     des        Durchganges        durch    das Gehäuse     drük-          ken    die     Schaumgummistreifen    26, 27 und 28 die  Bänder 17 und 35 nachgiebig gegen die Walzen 43  bzw. 40, um die Bänder unter ihrem vorbestimm  ten gegenseitigen Abstand zu halten. Auf diese Weise  bewirken die     Schaumgummistreifen    26, 27 und 28  zusammen mit den endlosen Sieben 17 und 35 eine  Luftabdichtung der zwischen den einander zuge  kehrten     Bereichen    der beiden endlosen Siebe liegen  den Abteile 29.  



  Für die Führung des endlosen Siebes 1.7 über  die zugehörigen Walzen 18 und 19 ist     eine    ein  stellbar gelagerte     Führungs-    und     Spannwa'ze    45 vor  gesehen, die auf einer Welle 451 drehbar gelagert  ist. Jedes der beiden Enden der Welle 451 ist in  vertikaler Richtung einstellbar in einem Schlitz 46  der von den Säulen 42 getragenen Konsolen 47 ge  lagert. In ähnlicher Weise wird das endlose Sieb 35  durch eine auf der Welle 49 drehbar gelagerte     Füh-          rungs-    und Spannwalze 48 über die zugehörigen  Walzen 36 und 37 geführt. Jedes der beiden Enden  der Welle 49 ist in vertikaler Richtung einstellbar  in einem Schlitz 51 der von den Profileisen 41 ge  tragenen Konsolen 52 gelagert.  



  In dem Gehäuse 10 ist zwischen dem oberen und  dem unteren     Trum    des endlosen Siebes 17 festste  hend eine Kammer 55 angebracht, die über     einen     Kanal 56 mit einem (nicht dargestellten)     Gebläse     verbunden ist, das     Druckluft    von einstellbarem Druck  liefert. Von der Oberseite der Kammer 35 steht eine  Reihe von Luftmessern 57 nach oben vor.     Die    Luft  messer 57 können     beispief:sweise,    wie dargestellt,  aus einem geschlitzten Block, einer Reihe von  Düsen oder einer Reihe von Mundstücken bestehen.

    Wie in     Fig.    1     dargestellt,    sind diese     Luftmesser    57  jeweils     in    Vierergruppen angeordnet, die einen be  stimmten gegenseitigen Abstand     voneinander    aufwei  sen. Jede Gruppe von vier Messern 57 liegt zwischen  den benachbarten Walzen 43. Jedes Messer 57 ist,  wie     Fig.    4 zeigt, im Querschnitt etwa dreieckig ge  formt,     wobei    die Basisfläche 58 zu der Kammer 55  hin offen ist. Jedes Luftmesser 57 verjüngt sich bis  zur Oberkante, die einen beschränkten Schlitz 59  aufweist.

   Der Schlitz 59 jedes     Luftmessers    57 liegt  unmittelbar unterhalb des oberen     Trums.    des end  losen Siebes 17 und erzeugt einen Druckluftstrom  nach oben durch das endlose Sieb 17 hindurch.  



  Eine weitere Kammer 60 ist in dem Gehäuse 10  zwischen dem oberen und unteren     Trum    des end  losen Siebs 35 angebracht. Ein Kanal 61 verbindet  die Kammer 60 mit einem (nicht dargestellten) Ge  bläse, das Druckluft von     einstellbarem    Druck lie  fert. Von der Oberseite der Kammer 60 geht eine  Reihe von Luftmessern 62 aus. Wie     Fig.    1 zeigt, sind  die Luftmesser 62 in Vierergruppen angeordnet, wo  bei jede solche Gruppe zwischen benachbarten Wal  zen 40 liegt.

   Die Messer 62 sind     änhlich    den Mes  sern 63, und jedes Messer 62 hat eine Öffnung 63,      die mit der Kammer 60 in Verbindung steht, und  verjüngt sich sodann bis, zu einem beschränkten  Schlitz 64, der unmittelbar über dem unteren     Trum     des endlosen Siebes 35 liegt und einen nach unten       durch    das. Sieb 35 hindurch     gerichteten        Druckluft     strahl erzeugt.  



  Die Längsachsen der Luftmesser 57 und 62 sind  im wesentlichen parallel zueinander und senkrecht  zur Bewegungsrichtung der endlosen Siebe 17 und  35. Die Schlitze 59 und 64 verlaufen etwa über den  gesamten Abstand zwischen den Innenkanten der       Schaumgummistreifen    26 und 27.

   Die Gruppen der  Luftmesser 57 und 62 sind derart gegenseitig     in     Längsrichtung     versetzt,    dass     eine    durch     eines;    der  Luftmesser 57 gelegte     vertikale    Ebene etwa     durch     die Mitte     zwischen    zwei     einander    benachbarten Luft  messern 62 verlaufen würde.     Infdlge    der versetzten  Anordnung der Luftmesser 57 und 62 wird     der     Faserstoff in den Abteilen 29 während des Durch  ganges durch das Gehäuse 10 abwechselnd der Blas  wirkung der Messer 57 und der Messer 62 unter  worfen.  



  Durch geeignete (nicht dargestellte) Trägerteile  ist neben der Endwand 14 eine     Absaugvorrichtung     65 angebracht. Die     Einlassöffnung    66 dieser Saug  vorrichtung liegt unmittelbar über dem oberen     Trum     des endlosen Siebes 17 an der Stelle, wo dieses über       die    Walze 18 läuft, so dass die gesäuberten Fasern  durch die Saugvorrichtung 65 nach oben abgesaugt  werden. Mit der Kammer 60 .ist ein Manometer 67  verbunden, das eine     überwachung    des genauen Ar  beitsdruckes in dieser Kammer ermöglicht. Ein neben  der Walze 19 über dem unteren     Trum    des Siebes  17 liegender Saugkasten 68 reinigt die     innere    Ober  fläche des endlosen Siebes. 17.

    



  Zur Inbetriebnahme werden die endlosen Siebe  17 und 35 in Bewegung gesetzt und die verschiedenen  Gebläse eingeschaltet. Der Faserstoff, mit dem an  ihm anhängende unerwünschte     Teilchen    vermischt  sind, wird aus dem Vorratstrichter 30 in     abgemes-          senen    Mengen in die Abteile 29 auf dem oberen       Trum    des endlosen Siebes 17 gebracht. Bei Hin  durchlaufen des endlosen Siebes 17 unter der     Walze     36 werden die     Schaumgummistreifen    26, 27 und 28  zusammengedrückt.

   Das     unter    der Wirkung der Wal  zen 40 stehende endlose Sieb 35 arbeitet anschlie  ssend mit dem unter der Wirkung der Walzen 43  stehenden endlosen Sieb 17 derart zusammen, dass  die     Schaumgummistreifen    26, 27 und 28 den Faser  stoff innerhalb der Abteile 29 festhalten. Das Sieb  35 wird durch den Reibeingriff mit den Schaum  gummistreifen von dem Sieb 17 angetrieben. Wenn  der Faserstoff das erste Luftmesser 57 erreicht, so  wirkt auf ihn der aus diesem austretende Luftstrahl  ein. Der Faserstoff wird von dem Sieb 17 durch die  aus dem Messer 57 austretende Luft angehoben und  gegen das Sieb 35 gedrückt.

   Hierdurch wird ein     Teil     der unerwünschten Teilchen in dem Faserstoff frei  gegeben; der     Faserstoff    wird durch das Vakuum in  dem Gehäuse 10 an dem Sieb 35     festgehalten,    wäh-         rend    die     unerwünschten    Teilchen, die durch das  Sieb 35     hindurchgetreten        sind,    durch das Gehäuse  10 und die     Ausl'asskanäle    11 und 12 abgeleitet wer  den.

   Sobald der Faserstoff auf dem endlosen Sieb  35 nun das erste Luftmesser 62 erreicht, wirkt auf  ihn der aus diesem Messer austretende Luftstrahl  ein und drückt ihn von dem Sieb 35 nach unten  gegen das Sieb 17.     Hierbei    werden weitere uner  wünschte     Teilchen    aus dem     Faserstoff    befreit und  treten durch     das    Sieb 17. Jedes der Luftmesser 57  und 62 hat die Wirkung, dass die Aussenseite des  zugehörigen endlosen     Siebes    17 oder 35 gereinigt  und der Faserstoff gegen das     jeweils.    andere Sieb  17 oder 35 gedrückt wird.

   Dieser Vorgang wird  fortlaufend     durch    die Luftmesser 57 und 62 wie  derholt, während sich der Faserstoff durch das  Gehäuse 10 bewegt. Der     Faserstoff    wird zuerst gegen  das eine und anschliessend gegen das andere Sieb  bewegt. Diese wiederholte Einwirkung, abwechselnd  von beiden Seiten, bewirkt das Auslösen     praktisch          sämtlicher    unerwünschter Teilchen in dem Faser  stoff.

   Diese Teilchen gehen durch die endlosen Siebe  17 und 35 hindurch und werden über das Gehäuse  10 und die     Auslasskanäle    11 und 12 abgeführt.     Wenn     der in einem der Abteile 29     befindliche    gereinigte       Faserstoff    sich über die Walze 18     hinausbewegt,    so  wird er durch diese Vorrichtung 65     angesaugt    und  an einer beliebigen     Stehle        gesammelt.     



  Die innerhalb dieses Abteils 29 stattfindende  Bewegung des Faserstoffes, ist nicht auf die unmit  telbare, von den Luftmessern 57 und 62     hervorge-          rufene    Bewegung beschränkt. Die     abwechselnde    Ein  wirkung der Luftmesser von beiden Seiten her be  wirkt eine turbulente     Umwälzbewegung    des Faser  stoffes, bei der jede     einzelne    Faser     einer    Bewegung  unterworfen wird,

   um die     daran    anhaftenden uner  wünschten Teilchen durch die Eigenbewegung der  Faser sowie durch ihre Berührung mit anderen Fasern  und mit den endlosen Sieben 17 und 35     abzulösen.     Diese turbulente     Umwälzwirkung    hat die     Wirkung,     dass die     meisten    oder auch jede     einzelne    Faser wäh  rend des Durchganges durch das Gehäuse 10 min  destens einmal mit den endlosen Sieben 17 und 35  in Berührung kommt.

   Als Ergebnis wird der Faser  stoff während des Durchganges durch das     Geb:äuse     10 einer so gründlichen Behandlung unterzogen, dass  praktisch alle     unerwünschten    Teilchen aus dem Fa  serstoff herausgelöst und nach Durchtritt durch die  endlosen Siebe über das Gehäuse 10 und die     Aus-          lässkanäle    11 und 12 abgeleitet werden. Nach dem  Durchgang durch die     Vorrichtung    läuft der Faser  stoff als schaumige Masse des gewünschten     Rein-          heitsgrades    unter der Walze 37 durch, um anschlie  ssend durch die     Absaugvorrichtung    65 abgesaugt zu  werden.  



       Zusätzlich    zu dieser     Reinigungswirkung    kann die  Vorrichtung auch zu einer     Klassifizierung    des Faser  stoffes- in bestimmte     Gruppen    dienen. Die     Klassi-          fizierung    wird bewirkt durch die Verwendung     end-          loser    Siebe     unterschiedlicher    Stärke und     Feinheit.    Für      eine bestimmte Fasergruppe wird ein endloses Sieb  mit vorbestimmter Stärke und Feinheit verwendet.

         Gegebenenfalls;    kann eine Anzahl von Reinigern  nacheinander benutzt werden, um einen Faserstoff  sauber zu reinigen und     gleichzeitig    in eine Anzahl  von Gruppen zu     klassifizieren,    von denen jede aus  gründlich gereinigten Fasern besteht.  



  Im Betrieb der beschriebenen Vorrichtung liessen  sich befriedigende Ergebnisse     erzelen,    wenn die ver  änderlichen     Vorrichtungsteile    die folgenden Werte  hatten. Jedes endlose Sieb hatte die     Maschengrösse          40X40.    Jeder der     Schaumgummistreifen    26 und 27  war 38 mm dick und 51 mm breit und war     entlang     beider Kanten auf der gesamten Länge des endlosen  Siebes 17 aufgeklebt, so dass die     Innenkanten    der       Schaumgummistreifen    305 mm voneinander entfernt  waren.

   Die     querverlaufenden        Schaumgummistreifen     28 waren 38 mm dick und 25,4 mm breit und in  Abständen von jeweils 457 mm auf das. Band 17  aufgeklebt. Die Luftmesser 57 und 62 waren im  Querschnitt dreieckig und etwa 100 mm hoch, wobei  die Breite der Basisöffnung 25,4     mm    und die der  Spitzenöffnung 0,8 mm betrug. Der Luftdruck für  die Luftmesser 57 und 62 betrug etwa 0,035 Atü.  Das an die Kanäle 11 und 12 angeschlossene Ge  bläse hatte eine     ausreichende    Leistung, um in dem  Gehäuse 10 einen Unterdruck     aufrechtzuerhalten.     Die endlosen Bänder 17 und 35 wurden mit einer       Geschwindigkeit    von 16,5 m pro Minute bewegt.

    Asbestfasern mit der Handelsbezeichnung 6D20 der  Kanadischen     Asbestklassifizierung    wurden aus, dem  Trichter 30 in die Abteile 29 eingeführt, und die       Absaugvorrichtung    65 erhielt gereinigte Fasern der  Handelsbezeichnung 4D der Kanadischen Asbest  klassifizierung. Es ist offensichtlich, dass die vor  stehend angegebenen     Einzelheiten    einer bestimmten  Vorrichtung lediglich als Beispiel angeführt sind und  keinerlei     Beschränkung    der     Erfindung    bedeuten  sollen.  



       Offensichtlich    kann eine ganze Reihe von Merk  malen zwecks Erzielung sauberer und klassifizierter  Fasern unterschiedlicher Gruppen in abgewandelter  Form angewandt werden. Die Breite und Länge der  endlosen Siebe und auch der Abstand zwischen den  einander benachbarten Bereichen der endlosen Siebe  kann verändert werden, um ein bestimmtes gewünsch  tes Erzeugnis. zu erhalten.     Auch    kann die Qualität  des Enderzeugnisses durch Veränderung der Ge  schwindigkeit der endlosen Siebe und des: den Luft  messern zugeführten Druckes, beeinflusst werden.  Ferner kann, wie bereits erwähnt, die Stärke und  Feinheit der endlosen Siebe     ebenfalls;    verändert wer  den.

   Die Veränderung     dieser    einzelnen Grössen kann  in den verschiedensten Kombinationen     erfolgen,    um  saubere und klassifizierte Fasern in der gewünschten  Art und Weise zu     erhalten.     



  Es wird darauf hingewiesen, dass die hier be  schriebene Erfindung in     vorteilhafter    Weise mit je  der Vorrichtung verwirklicht werden kann, bei der  das mit unerwünschten Teilchen vermischte Material    in einer vorbestimmten Hauptrichtung bewegt und  abwechselnd von entgegengesetzten Seiten her einer  wiederholten Einwirkung unterzogen wird, so dass  durch die sich hieraus ergebende turbulente     Umwälz-          bewegung    die unerwünschten Teilchen aus dem Ma  terial gelöst werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Behandlung von Fasermaterial, insbesondere Asbestfasern, um unerwünschte, mit dem Fasermaterial vermischte oder an dem Faser material haftende Teilchen zu entfernen, wobei das Fasermaterial in einen geschlossenen Raum gebracht und darin pneumatischer Einwirkung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Fasermate rial in einen z. T. durch einander gegenüber ange ordnete, durchlöcherte Wände gebildeten geschlos senen Raum eingebracht und dort vorwärtsbewegt wird, während es abwechselnd von entgegengesetz ten Seiten wiederholt pneumatischer Einwirkung un terworfen wird, wobei jede solche Einwirkung einen Teil des Fasermaterials von der einen durchlöcher ten Wand weg in Querrichtung zur Vorwärtsbewe gung zur gegenüber angeordneten durchlöcherten Wand bringt.
    1I. Einrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Anzahl durchlöcherter Abteile (29) und eine Anzahl pneumatischer Bewegungsvorrichtungen (57, 62), die auf das in den Abteilen befindliche Faser material während der Bewegung der Abteile ab wechselnd von entgegengesetzten Richtungen her ein wirken. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Fasermaterial zwischen dem oberen Trum eines endlosen Siebes und dem unteren Trum eines anderen endlosen Siebes untergebracht wird, die derart bewegt werden, dass das obere und das untere Trum sich in der gleichen vorbestimm ten Richtung bewegen. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch ein erstes Sieb (17), ein zweites Sieb (35), das oberhalb, aber in Abstand zu dem ersten Sieb montiert ist, und durch Mittel (30), um auf das erste Sieb Fasermaterial abzusetzen. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsvorrichtungen (57, 62) aus einer Anzahl Luftmesser (57), die un terhalb des unteren Siebes (17) angebracht sind und einen Druckluftstrahl durch das untere Sieb lei ten, und einer Anzahl weiterer Luftmesser (62) be stehen, die oberhalb des: oberen Siebes (35) ange bracht sind und einen Druckluftstrahl durch das obere Sieb leiten und gegen das zu reinigende Mate rial richten. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, gekenn zeichnet durch an den Kanten des unteren Siebes (17) befestigte endlose Schaumgummistreifen (26, 27) und Mittel (40), um das obere Sieb (35) mit den Schaumgummistreifen in dauernder Berührung zu halten. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, gekenn zeichnet durch eine Anzahl querverlaufender Schaum gummistreifen, die in Abständen an den Innenkan ten der endlosen Schaumgummistreifen anliegen. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, gekennzeich net durch Mittel (11, 12), die mit dem Gehäuse der Einrichtung verbunden sind, um die freigemach ten, unerwünschten Teilchen, die durch die endlosen Siebe treten, abzuführen, und Mittel (65) am Um kehrende der Siebe, um das gereinigte Fasermaterial abzunehmen.
CH7231359A 1958-04-23 1959-04-21 Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Fasermaterial, insbesondere Asbestfasern CH382721A (de)

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