CH382762A - Elektrisch angetriebene Wellendrehvorrichtung, insbesondere für Gas- oder Dampfturbinen - Google Patents

Elektrisch angetriebene Wellendrehvorrichtung, insbesondere für Gas- oder Dampfturbinen

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CH382762A
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CH
Switzerland
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shaft
coupling
turning device
lever
clutch
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Application number
CH299661A
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English (en)
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Hammerschmid Engelbert
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Elin Union Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D25/00Component parts, details, or accessories, not provided for in, or of interest apart from, other groups
    • F01D25/34Turning or inching gear
    • F01D25/36Turning or inching gear using electric motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gear Transmission (AREA)

Description


  Elektrisch angetriebene     Wellendrehvorrichtung,    insbesondere für Gas- oder Dampfturbinen    Durch die Verwendung von heissen Betriebsmit  teln bei Gas- oder Dampfturbinen ist es aus Sicher  heitsgründen bei Inbetriebnahme bzw.     Stillsetzen    der  Turbine erforderlich, den Turbinenläufer     gleichmässig     langsam durchzudrehen, weil ansonsten infolge un  gleichmässiger Abkühlung bzw.     Anwärmung    des  Läufers sehr hohe Materialspannungen auftreten, die  eine Verkrümmung des Läufers und ein Streifen der  Turbinenschaufeln am feststehenden     Leitschaufelträ-          ger    bei Inbetriebnahme der Maschine bewirken kön  nen.  



  Um Deformationen des Turbinenläufers beim An  fahren oder     Stillsetzen    der Turbine infolge ungleich  mässiger Temperaturverteilung zu vermeiden, werden       Läuferwellendrehvorrichtungen    verschiedener kon  struktiver Ausführung sowie Antriebsart verwendet,  wobei bei elektrisch angetriebenen     Wellendrehvorrich-          tungen    meistens die Kraftübertragung     Antriebswelle-          Läuferwelle    mittels Schnecke und Schneckenrad bzw.       Ritzel    und Zahnrad sowie Zahn- oder     Klauenkupp-          lungen    erfolgt.

   Weiters ist es üblich, dass sich die  Kupplung beim Anlaufen der Turbine und über  schreiten einer bestimmten Drehzahl selbsttätig löst.  Auch Vorrichtungen, die ein Einrücken der Kupp  lung bzw. Einschalten des die     Wellendrehvorrichtung     antreibenden Servomotors bei laufender Turbine ver  hindern, sind bekannt. Diese bekannten Anordnungen  sind jedoch relativ kompliziert aufgebaut.  



  Die Erfindung betrifft nun eine derartige elek  trisch angetriebene     Wellendrehvorrichtung,    insbeson  dere für Gas- oder Dampfturbinen mit Schnecken  radantrieb und mit bei     L7berschreitung    einer bestimm  ten, festgelegten Drehzahl selbsttätig     ausrückbarer     Kupplung, wobei     Schneckenradwelle,    Kupplungs  welle und Turbinenwelle in einer Achse liegen.  



  Die Erfindung besteht darin, dass der einrück-    bare Kupplungsteil mittels eines Gewichtshebels in  seiner Ein- bzw. Ausschaltstellung gehalten wird und  ein von diesem betätigter Endausschalter, welcher  in einem für die Steuerung des Schützes im Haupt  stromkreis vorgesehenen     Hilfsstromkreis    liegt, derart  angeordnet ist, dass der elektrische Antriebsmotor  der     Wellendrehvorrichtung    erst bei sattem Schluss der  beiden     Kupplungshälften    selbsttätig eingeschaltet und  bei Lösen der Kupplung ebenso selbsttätig ausge  schaltet wird.  



  Um ein unbeabsichtigtes Einrücken der Kupp  lung während des Betriebes der Turbine zu verhin  dern, ist es vorteilhaft, den Gewichtshebel in der        Aus -Stellung    zu arretieren.  



  Der Vorteil der erfindungsgemässen Ausbildung  liegt darin, dass erst bei sattem Schluss der beiden  Kupplungshälften sich der elektrische Antriebsmo  tor der     Wellendrehvorrichtung    selbsttätig einschaltet  und bei Lösen der Kupplung ebenso selbsttätig aus  schaltet. Alle Antriebselemente der Drehvorrichtung  können in einem Gehäuse untergebracht sein, und die  ses Gehäuse kann an jedem freien Wellenende einer  Turbine, eines Getriebes oder einer anderen Maschine  angesetzt werden. Durch die Anordnung der     Schnek-          kenradwelle,    Kupplungswelle und der     anzutreibenden     Welle in einer Achse wird der konstruktive Auf  bau einfach.  



  An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgedankens genauer erläutert.       Fig.    1 zeigt einen Schnitt längs     E-F    der     Fig.    4,       Fig.    3 einen solchen längs     A-B    der     Fig.    1, und       Fig.    4 stellt einen Längsschnitt nach     C-D    der     Fig.    1  dar.

   In     Fig.    2 ist die     Klauenausbildung    der die Tur  binenwelle und     Schneckenradwelle    im Betriebsfall  der     Wellendrehvorrichtung    miteinander verbindenden  Kupplung in Blickrichtung G dargestellt.      In     Fig.    1 ist mit 1 die durch die Antriebsvorrich  tung in Bewegung zu setzende Getriebe- oder Turbi  nenwelle bezeichnet. Der auf 1 starr sitzende Teil 3  der     Klauenkupplung    steht im eingerückten Zustand  mit der auf dem Wellenstummel mit Keilverzahnung  9 der     Schneckenradwelle    8 axial verschiebbar ange  ordneten Kupplungshälfte 2 in Eingriff.

   Der Kupp  lungsteil 2 wird mittels eines Hebels 20     (Fig.    4), der  mit der im Gehäuse 4     gelagerten    Welle 6 über eine       Passfeder    fest verbunden ist, und durch ein zwischen  den beiden Hebelarmen 10 drehbeweglich angeord  netes Wälz- oder Rollenlager 23 bewegt. Die beiden  Hebelarme halten auch das Gewicht 5 und sind mit  der mit der Welle 6 durch eine     Passfeder    25 dreh  bar starr verbundenen Nabe 22 ebenfalls starr ver  bunden.

   Der Betätigungshebel 20 besitzt einen Hand  griff 19 und eine einfache     Arretiervorrichtung    21,  die nur in der      Aus -Stellung    der Kupplung 2, 3  durch Einrasten in eine im Gehäuse 4 vorgesehene       Ausnehmung    wirksam werden kann.    Die Kraftübertragung zwischen dem Elektromo  tor 14 und der Schneckenwelle 16 mit Schnecke 15       (Fig.    3) erfolgt über die durch die Laterne 13 ge  schützte Kupplung 11, 12 auf das Schneckenrad 7  und damit über die eingerückte     Klauenkupplung    2, 3  auf die Getriebe- bzw. Läuferwelle 1. Die Welle 16  ist durch in das Gehäuse 4 eingesetzte Lagerbüchsen  17 gelagert.

   Eine zentrale Ölschmiervorrichtung 18  sorgt über geeignet angeordnete Schmierkanäle für  die Schmierung sämtlicher Lager der     Wellendrehvor-          richtung.     



  Soll nun zur Vermeidung unzulässig hoher ther  misch bedingter Materialspannungen der Turbinen  läufer beim Anwärmen bzw. nach dem     Stillsetzen    der  Turbine gedreht werden, so wird die Drehvorrichtung,  wie nachstehend beschrieben, eingerückt. Die     Arre-          tiervorrichtung    21 wird gelöst, und mittels des Hebels  20 über die Verbindung der Welle 6 mit der Nabe  22 und über die Hebel 10 wird die verschiebbare  Kupplungshälfte 2 in Eingriff mit der stehenden, starr  auf 1 angeordneten Kupplungshälfte 3 gebracht.

   Da  die Klauen nicht unbedingt in richtiger Lage zuein  ander stehen müssen, ist es erforderlich, mittels des  am oberen Wellenstummel des Elektromotors 14 an  geordneten Handrades 24     (Fig.    1) die Drehvorrich  tung von Hand aus so lange durchzudrehen, bis die  Flanken der Kupplung satt aufliegen und der Hebel  20 ganz nach vorn gedrückt werden kann. Durch  den Gewichtshebel 10 mit Gewicht 5 und richtige  Wahl der Drehachse werden zwei stabile Lagen des  Hebels erreicht. Es wird aber zugleich bei eingerück  ter Kupplung der Teil 2 an den Teil 3 leicht     angepresst     und damit ein einwandfreier mechanischer Kontakt  erreicht. Durch die Veränderung des Gewichtes 5  ist auch das selbsttätige Lösen der Kupplung bei ver  schiedenen Drehzahlen möglich.

   Ist die Kupplung  2, 3 mittels des Hebels 20 ganz eingerückt, so wird  dadurch ein in den Zeichnungen nicht eingetragener  Endausschalter geschlossen, wodurch erst über einen    Hilfsstromkreis der Hauptschalter für den Elektro  motor 14 automatisch eingerückt wird. Es wird so  mit nicht nur ein unbeabsichtigtes Einrücken der  Kupplung bei Drehung des Turbinenläufers vermie  den, sondern auch bei nicht sauberem mechanischem  Schluss der Kupplungsteile eine Beschädigung dieser  bei Inbetriebnahme der     Wellendrehvorrichtung    ver  hindert.  



  Natürlich muss beim     Stillsetzen    der Turbine eine  geeignete Vorrichtung den tatsächlichen Stillstand der  Maschine     überprüfen,    bevor die     Wellendrehvorrich-          tung    zur langsamen, gleichmässigen Abkühlung der  rotierenden Maschinenteile eingeschaltet wird.    Um beim Einschalten des Elektromotors grosse  Stromspitzen zu vermeiden, wird die Kupplung 11, 12  zweckmässig als Anlaufkupplung ausgeführt.

   Das Aus  rücken der Kupplung 2, 3 erfolgt infolge der schrägen  Flächen der     Klauenkupplung    automatisch dann, wenn  die angetriebene Welle 1 bei Inbetriebnahme der     Gas-          oder    Dampfturbine eine grössere Drehzahl als die durch  den Elektromotor gegebene Drehzahl der Schnecken  radwelle 8 erreicht. Eine mögliche Zahnausführung  der     Klauenkupplung    2, 3 zeigt     Fig.    2. Natürlich ist  in     Fig.2    eine     Klauenform    ersichtlich, die nur für  die in     Fig.    1 eingetragene Drehrichtung verwendbar  ist, für die andere Drehrichtung sind die Klauen dem  entsprechend spiegelbildlich auszuführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektrisch angetriebene Wellendrehvorrichtung, insbesondere für Gas- oder Dampfturbinen mit Schneckenradantrieb und mit bei Überschreitung einer bestimmten, festgelegten Drehzahl selbsttätig ausrück- barer Kupplung, wobei Schneckenradwelle, Kupp lungswelle und Turbinenwelle in einer Achse liegen, dadurch gekennzeichnet, dass der einrückbare Kupp lungsteil (2) mittels eines Gewichtshebels (5, 10) in seiner Ein- bzw.
    Ausschaltstellung gehalten ist und ein von diesem betätigter Endausschalter, welcher in einem für die Steuerung des Schützes im Hauptstrom kreis vorgesehenen Hilfsstromkreis liegt, derart ange ordnet ist, dass der elektrische Antriebsmotor der Wellendrehvorrichtung erst bei sattem Schluss der beiden Kupplungshälften (2, 3) selbsttätig zur Ein schaltung und bei Lösen der Kupplung ebenso selbst tätig zur Ausschaltung gelangt. UNTERANSPRÜCHE 1. Wellendrehvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebselemente der Vorrichtung in einem an jedem freien Wellenende einer Turbine oder anderen Maschine ansetzbaren Gehäuse (4) untergebracht sind.
    2. Wellendrehvorrichtung nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Verschiebung der Kupplungshälfte (2) bei Betätigung des Gewichtshebels über ein an den Hebel armen (10) schwenkbar angebrachtes und am Kupp- Jungsteil (2) mechanisch starr, jedoch leicht lösbar angeordnetes Wälz- oder Rollenlager (23) erfolgt.
    3. Wellendrehvorrichtung nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich net, dass der die verschiebbare Kupplungshälfte be- tätigende Hebel (20) bei gelöster Kupplung in seiner Endstellung durch eine mechanische Arretiervorrich- tung (21) gesichert ist.
CH299661A 1960-03-31 1961-03-13 Elektrisch angetriebene Wellendrehvorrichtung, insbesondere für Gas- oder Dampfturbinen CH382762A (de)

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