CH382796A - Anordnung zur Steuerung mehrerer miteinander elektrisch gekuppelter reversierbarer elektromotorischer Antriebe über vier Adern für Stellvorrichtungen in Eisenbahnanlagen - Google Patents

Anordnung zur Steuerung mehrerer miteinander elektrisch gekuppelter reversierbarer elektromotorischer Antriebe über vier Adern für Stellvorrichtungen in Eisenbahnanlagen

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Description


  Anordnung zur Steuerung mehrerer miteinander elektrisch gekuppelter reversierbarer  elektromotorischer     Antriebe    über vier Adern für Stellvorrichtungen in     Eisenbahnanlagen       Es sind für Stellvorrichtungen in Eisenbahnanlagen  verschiedene Steuerungen über vier Adern für     rever-          sierbare    elektromotorische Antriebe, die miteinander  elektrisch gekuppelt und mit Dreiphasenmotoren aus  gerüstet sind, bekannt. In der Ruhestellung werden  sie von einem Überwachungsstrom     durchflossen.    Für  diese Steuerungen gelten die folgenden Bedingungen,  die möglichst weitgehend eingehalten werden sollten:  1. Die Steuereinrichtung sollte die gleiche sein wie  für einen einzelnen Antrieb.  



  2. Zwischen den verschiedenen gekuppelten An  trieben sollten möglichst wenig Adern notwendig sein.  3. In den Antrieben sollten möglichst wenig Kon  takte für die Verwirklichung der Steuerung benötigt  werden.  



  Die unter 1. genannte Bedingung erfordert, dass die  Steuerung der gekuppelten Antriebe sich eng an die  Steuerung eines einzelnen Antriebes anlehnen muss.  Wie bei diesem muss die Steuerung wenigstens des  ersten der gekuppelten Antriebe, von der Steuerstelle  aus gesehen, über vier Adern erfolgen und die Grund  stellung durch einen Strom überwacht werden. Die  Antriebe sind mit Drehstrom-Motoren ausgerüstet; die  Überwachung in der Grundstellung kommt dadurch  zustande, dass mittels der drei Phasenleitungen und  einer vierten Überwachungsleitung zwei in Serie  liegende Leiterschleifen gebildet werden, wobei beim  Anlauf die beiden Leiterschleifen getrennt werden und  mit den so entstehenden zwei getrennten Schleifen  zwei getrennte Wicklungsteile eines Motors mit ihren  vier Enden in die Steuereinrichtung eingeführt werden.  



  In der Grundstellung müssen die     Endlage-Über-          wachungskontakte    der verschiedenen Antriebe in  diesen Leiterschleifen in Serie geschaltet sein, um die  gemeinsame Überwachung zu ermöglichen. Aus dieser  Serieschaltung der Kontakte ergibt sich auch die von    der Schaltung der Antriebe mit Gleich- oder Ein  phasenwechselstrom-Motoren her bekannte Eigen  schaft, dass sie beim Anlauf eines Antriebes die Stell  stromzuleitung zum vorausgelaufenen     Antrieb    unter  brechen und bei Erreichen der Endlage den Anlauf  und Stellstromkreis des nachfolgend laufenden An  triebes schliessen.  



  Die unter 1. genannte Bedingung erfordert weiter  hin, dass die gekuppelten Antriebe nacheinander laufen,  da die direkte Parallelschaltung im Laufe eine wesent  liche Änderung der Stromverhältnisse in der Steuer  einrichtung bedingen würde. Somit muss der Übergang  vom Lauf des einen Antriebes zum Lauf des nach  folgend laufenden Antriebes so gestaltet werden, dass  die Schaltung bezüglich der Motoren dieser zwei  Antriebe symmetrisch wird.  



  Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Steue  rung mehrerer miteinander elektrisch gekuppelter,       reversierbarer,    elektromotorischer Antriebe über vier  Adern für Stellvorrichtungen in Eisenbahnanlagen,  wobei die Antriebe nacheinander umlaufen und je mit  einem     Drehstrommotor    ausgerüstet sind, der drei  Phasenwicklungen enthält, die miteinander verbunden  sind und deren Enden zum Teil über drei     Phasen-          Leitungen    mit einer Steuereinrichtung verbunden, zum  anderen Teil an Kontakten in den Antrieben ange  schlossen sind, wobei in einer eine Endstellung der  Antriebe charakterisierenden Ruhelage alle Kontakte  in zwei in Serie geschalteten,

   die drei Phasenleitungen  und eine Überwachungsleitung umfassenden Über  wachungsstromschleifen liegen. Sie ist dadurch ge  kennzeichnet, dass die Antriebe derart nacheinander  umlaufen, dass eine der Phasenwicklungen des Dreh  strom-Motors eines zu Ende gelaufenen Antriebes mit  einer der Phasenwicklungen des     Drehstrom-Motors     eines nachfolgend laufenden Antriebes so lange in      Serie geschaltet an eine verkettete Spannung zwischen  zwei Phasenleitungen gelegt sind, bis der nachfolgend  laufende Antrieb angelaufen ist.  



  Es können zwei und mehr Antriebe miteinander  gekuppelt sein.  



  Anhand der Fig. 1-7 soll ein Ausführungsbeispiel  der Erfindung erläutert werden.  



  In Fig. 1 sind im Feld A drei elektromotorische,  gekuppelte Antriebe dargestellt, die mit den Ziffern I,  II, III, die drei Phasenwicklungen jedes der drei  Motoren mit den Buchstaben<I>X, Y</I> und Z, bezeichnet  sind. Die Kontakte der Umschalteinrichtungen in den  Motoren tragen die Nummern 11-13 bzw. 21-23.  Die Antriebe sind über die Leitungen L1-L4 mit der  Steuereinrichtung verbunden, die im Feld B dargestellt  ist. Hierin bedeutet C die Einrichtung für die Über  wachung der Antriebe einerseits bzw. anderseits für die  Auslösung der Umschaltung der Kontakte 211-215  nach dem Lauf in die gezeichnete Stellung, in der die  Phasen<I>R, S, T</I> abgeschaltet sind und die Gleichspan  nungsquelle Plus, Minus angeschaltet ist. Die Relais       1-4,    welche die Kontakte 111-412 tragen, sind hier  nicht dargestellt.

   Sie werden durch die eigentlichen  Steuerorgane wie Tasten, Abhängigkeitsrelais usw.  sowie durch das Auslöseorgan C gesteuert.  



  Die Apparatur ist in der Überwachungsstellung dar  gestellt. Der Überwachungsstrom fliesst vom Pluspol  der Stromquelle über den geschlossenen Kontakt 215,  die Leitung L3 zur Phasenwicklung Z des Motors I,  über den geschlossenen Kontakt 22 im Motor 1 zur  Phasenwicklung Y dieses Motors und von deren Ende  zur Leitung L2. Über die geschlossenen Kontakte 312  und 111 ist die Überwachungseinrichtung C zwischen  diese Leitung L2 und die Überwachungsleitung L4  geschaltet, so dass der Strom über diese Leitung L4  zum Antrieb 1 zurückfliesst und von hier über den ge  schlossenen Kontakt 11 die Phasenwicklung X erreicht.  Von dort aus     durchfliesst    der Strom über die zwischen  den Motoren I und II bzw.

   II und III liegenden Leitun  gen L5, wobei mit Hilfe der geschlossenen Kontakte 13  der Antriebe II und III die korrekte Endlage auch jener  Antriebe geprüft wird. Vom Antrieb III fliesst der  Strom über die Leitung L1 zurück zur Steuerapparatur,  von wo aus der Strom über die geschlossenen Kontakte  311 und 211 den Minuspol der Stromquelle erreicht.  



  Wird einer der Antriebe aufgeschnitten, so wechseln  die Kontakte 11-13 des     betreffenden    Antriebes ihre  Stellung. So wird beispielsweise, wenn Antrieb II auf  geschnitten wird, die Leitung L3 über die Phasenwick  lungen Z, den nunmehr geschlossenen Kontakt 12  und die Phasenwicklung X direkt zur Leitung L5 und  damit zur Leitung L1 geleitet, so dass die Über  wachungseinrichtung stromlos wird und der Strom  entsprechend dem geringeren Widerstand so stark  ansteigt, dass die in der Steuerapparatur vorhandene,  hier nicht dargestellte Aufschneidekontrolle anspricht.  



  Die im Beispiel vorausgesetzte Steuerung lässt nun  den Anlauf dadurch zustande kommen, dass mindestens  zwei Wicklungsteile in V-Form an die verkettete  Spannung des Dreiphasen-Systems gelegt werden. In    der V-Form ist eine Seite des Dreiecks im     Dreiphasen-          System        offen;    es ist ohne weiteres möglich, nach dem  Anlauf durch entsprechende Umschaltungen das  Dreieck zu einem Stern umzuformen.  



  Sollen die Antriebe umgestellt werden, so wechseln  zunächst die Relais 3 und 4 mit ihren Kontakten<B>311</B>  bis 412 in Fig. 1 ihre Stellung, so dass die Leitung L2  über Kontakt 411 nunmehr mit der Phase R in Ver  bindung gebracht ist, während die Leitung L1 über den  Kontakt 412 mit der Phase S in Verbindung steht.  Gleichzeitig wird Relais 1 vorübergehend erregt, so  dass die Kontakte 111 und 112 ihre Stellung wechseln,  wodurch die Auslösevorrichtung C abgeschaltet wird  und die Leitung L4 über den Widerstand W mit der  Phase R verbunden ist, sobald auch das Relais 2 erregt  wurde. Dieses Relais 2 schaltet die Überwachungs  spannung ab und gleichzeitig die Phasenspannungen  <I>R, S</I> und<I>T</I> über die Kontakte 212, 213, 214 an, so dass  nun     Stellstrom    auf die Leitungen     Ll-L3    fliesst.

   Dadurch  wird zunächst die Phasenwicklung X des Antriebes 1,  die über die Kontakte 11 des eigenen Antriebes sowie  13 der beiden anderen Antriebe zwischen den Leitun  gen L1 und L4 liegt, an Spannung gelegt. Da die Leitung       L1    über Kontakt 412 und<B>213</B> mit Phase S in Verbin  dung steht, die Leitung L4 über die Kontakte 112 und  212 mit Phase R, liegt die Phasenwicklung XI mit dem  Widerstand W in Serie an der verketteten Spannung       R-S.    Anderseits liegen die Phasenwicklungen<I>Y</I> und Z  über dem Kontakt 22 im Antrieb 1 zwischen den  Leitungen L2 und L3. Die erstere ist über Kontakt  411-212 mit Phase R, die letztere über Kontakt 214  mit der Phase T in Verbindung, so dass diese beiden  Phasenwicklungen in Serie an der verketteten Spannung       R-T    liegen.  



  In     Fig.2    ist das schematische Bild der Motor  wicklungen<I>X, Y</I> und Z des Motors I im Zustand der  Überwachung dargestellt. Die räumliche Lage der  Phasenwicklungen spielt hier keine Rolle, weil für die  Überwachung Gleichstrom verwendet wird. Dagegen  ist in     Fig.    3 die Situation dargestellt, wie sie sich beim  Anlauf des Antriebes 1 ergibt.  



  Die Phasenwicklung<I>X</I> mit Widerstand<I>W</I> liegt  zwischen R und<I>S,</I> die beiden Phasenwicklungen<I>Y</I>  und Z des Antriebes 1 in Serie zwischen<I>R</I> und<I>T.</I>  Die     Anschaltung    im     offenen    V ist hergestellt, so dass  der Antrieb anläuft. Durch den Anlauf des Antriebes I  wechseln die Kontakte 11 und 12 in     Fig.    1 ihre Stellung,  und zwar ohne Unterbrechung. Zunächst schliesst der  Kontakt 12 und anschliessend unterbricht Kontakt 11,  womit die normale Laufstellung gemäss der schemati  schen Darstellung     Fig.    4 erreicht ist.  



  Sobald der Antrieb 1 seine Endstellung erreicht hat,  wechseln seine Kontakte 21, 22 in     Fig.    1 ihre Stellung.  Somit liegen im Antrieb 1 die Phasenwicklungen X und  Z über dem geschlossenen Kontakt 12 in Serie zwischen  den Leitungen     L1    und L3, d. h. an der verketteten  Spannung     S-T.    Die Phasenwicklungen<I>Y</I> des Antriebes 1  und X des Antriebes 11 liegen nun über die geschlosse  nen Kontakte 211 und<B>1111</B> in Serie zwischen den  Leitungen     L1    und L2, d. h. an der verketteten Spannung      S-R.

   Da gleichzeitig der Kontakt 23 im Antrieb I  geschlossen hat, liegen die Phasenwicklungen Y und Z  des Antriebes II an der verketteten Spannung T-R;  nun sind beide Antriebe, wie aus der schematischen  Fig. 5 hervorgeht, in der offenen V-Schaltung an das  Drehstromnetz gelegt, wobei die Drehrichtung für beide  Antriebe dieselbe ist. Somit versucht der Antrieb I,  weiterhin in Richtung auf die Endstellung zu drehen,  die er schon erreicht hat, während der Antrieb II  anläuft.  



  Während des Anlaufes des Antriebes II wechseln  seine Kontakte 11, 12 in Fig. 1 ihre Stellung, wobei sie  für einen kurzen Moment beide geschlossen sind.  Dadurch werden die Phasenwicklungen<I>X, Y</I> und Z  des Antriebes II zum Sternsystem zusammengeschaltet.  Sobald der Kontakt 11 im Antrieb II unterbrochen hat,  wird die Phasenwicklung YI abgeschaltet, während  dem durch den nunmehr auch unterbrechenden Kon  takt     131I    die Phasenwicklungen X und Z des Antriebes  I stromlos werden. Damit ist die Laufstellung des  Antriebes II gemäss der schematischen Fig. 6 erreicht.  



  Dieselben Vorgänge spielen sich ab, wenn Antrieb  II zu Ende gelaufen ist und Antrieb III anläuft. So  bald der letzte Antrieb, im vorliegenden Beispiel  Antrieb III, seine Endstellung erreicht hat, sind seine  Kontakte 11, 12 und 21, 22 in Fig. 1 gewechselt  sowie sein Kontakt 13 unterbrochen (siehe Fig. 7).  Relais 1, das gleichzeitig mit Relais 2 erregt wurde,  bleibt im Gegensatz zu letzterem nicht in der Arbeits  stellung stehen, sondern fällt nach einer kurzen zeit  lichen Verzögerung wieder ab.

   Dadurch kehren die  Kontakte 111 und 112 in Fig. 1 wieder in ihre Grund  stellung zurück. Über die Leitung L4 ist somit eine  Verbindung hergestellt zwischen der Phasenwicklung Y  über 21 und Kontakt 111 zur Auslösevorrichtung C,  die, wie schon weiter oben beschrieben, mit der Phase  S in Verbindung steht. Über die Leitung L2 und die  geschlossenen Kontakte 23 der voranliegenden An  triebe I und II ist das andere Ende der erwähnten    Phasenwicklung YIII immer noch mit der Phase R  verbunden, so dass die Auslösevorrichtung C erregt  wird und die Umschaltung auf Überwachung vor  nimmt.

   Von diesem Moment an ergibt sich für den  Gleichstrom folgender Weg:  Pluspol, geschlossener Kontakt 215, Leitung L3,  Phasenwicklung ZIII, geschlossener Kontakt 12III,  Phasenwicklung XIII, Leitung L1, geschlossener  Kontakt 412, Überwachungseinrichtung C, Kontakt  111, Leitung L4, geschlossener Kontakt 21<B>111,</B> Wick  lung YIII, Leitung L2, geschlossene Überwachungs  kontakte 2311 und 231, geschlossener Kontakt 411,  Kontakt 211, Minuspol der Gleichstromquelle.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Steuerung mehrerer miteinander elektrisch gekuppelter, reversierbarer, elektromotori scher Antriebe über vier Adern für Stellvorrichtungen in Eisenbahnanlagen, wobei die Antriebe (AI, AII, AIII) nacheinander umlaufen und mit je einem Dreh strommotor ausgerüstet sind, der drei Phasenwick lungen<I>(X, Y,</I> Z) enthält, die miteinander verbunden sind und deren Enden zum Teil über drei Phasen leitungen (L1, L2, L3) mit einer Steuereinrichtung (B) verbunden, zum anderen Teil an Kontakte (A l l l bis AIII22) in den Antrieben angeschlossen sind, wobei in einer eine Endstellung der Antriebe charakterisieren den Ruhelage alle Kontakte in zwei in Serie geschalte ten, die drei Phasenleitungen (L1-L3) und eine Über wachungsleitung (L4)
    umfassenden Überwachungs- stromschleifen liegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe derart nacheinander umlaufen, dass eine der Phasenwicklungen des Drehstrom-Motors eines zu Ende gelaufenen Antriebes mit einer der Phasen wicklungen des Drehstrom-Motors eines nachfolgend laufenden Antriebes so lange in Serie geschaltet an eine verkettete Spannung zwischen zwei Phasenleitun gen (L1, <I>L2)</I> gelegt sind, bis der nachfolgend laufende Antrieb angelaufen ist.
CH923860A 1960-08-15 1960-08-15 Anordnung zur Steuerung mehrerer miteinander elektrisch gekuppelter reversierbarer elektromotorischer Antriebe über vier Adern für Stellvorrichtungen in Eisenbahnanlagen CH382796A (de)

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