CH382901A - Feuerungsanlage für minderwertige, krümelige, während der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen - Google Patents
Feuerungsanlage für minderwertige, krümelige, während der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichenInfo
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Description
Feuerungsanlage für minderwertige, krümelige, während der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Feuerungsanlage für minderwertige, krümelige, wäh rend der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen.
Derartige Brennstoffe können für sich allein in den üblichen, für feste Brennstoffe eingerichteten Feuerungsanlagen nicht verbrannt werden, da die Verluste durch Unverbranntes, verursacht durch den Rostdurchfall oder durch Flugstaubbildung, viel zu hoch würden. Aus diesem Grund hat die Technik für diese Art von Brennstoffen besondere Feuerungen entwickelt, von denen die wichtigsten, am meisten angewendeten Typen nachstehend kurz besprochen seien.
Zu diesen Feuerungstypen gehören unter ande rem die sogenannten Etagenöfen, die auch nach dem Namen des Erfinders Hereshoff-Öfen genannt wer den. Es sind dies zylindrische, feuerfest ausgekleidete Vertikalöfen, die bis zu zwölf übereinanderliegende Herde, welche ebenfalls aus feuerfesten Steinen be stehen, aufweisen. In der Achse des Ofens verläuft eine als Hohlwelle ausgebildete solide gusseiserne Kratzerwelle, an der für jede Etage Kratzerarme mit Kratzerschaufeln angeordnet sind.
Die Kratzerwelle wird von einem ausserhalb des Ofens unter dem selben angeordneten Königslager getragen, an welcher Stelle sich auch der Antrieb mit einem Kegelrad- Vorgelege befindet. Sowohl die Kratzerwelle wie auch die Kratzerarme müssen aus hitzebeständigem Gusseisen hergestellt sein und benötigen zudem Luft kühlung. Der Brennstoff wird auf der obersten Etage aufgegeben und durchläuft, der Schwere folgend und vorwärtsbewegt durch die Rührarme, die sämtlichen Etagen von oben nach unten, um auf diesem Wege zuerst zu zünden und dann auszubrennen.
Je nach dem Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffes und dem unteren Heizwert desselben kann es erforderlich sein, durch Hilfs-Öl- oder -Gasbrenner die Zündung bzw. die Vortrocknung des aufgegebenen Brennstoffes zu unterstützen. Die Verbrennungsgase ziehen im Gegen strom zum Brennstoff von unten nach oben und ver lassen den Etagenofen an seinem oberen Ende.
Als Nachteil dieser Konstruktion muss die teure Kratzervorrichtung bezeichnet werden, die sehr hohen Temperaturen ausgesetzt ist und so beschaffen sein muss, dass sie der grossen Hitzeeinwirkung zu wider stehen vermag. Ein weiterer Nachteil ist sodann in dem nicht unbedeutenden Flugstaubverlust und in dem schlechten Kontakt des Luftsauerstoffes mit dem Brennstoffbett zu erblicken, da die Verbrennungs luft und die Verbrennungsgase nicht durch die bren nende Materialschicht hindurch, sondern nur über das wohl langsam umgerührte Brennstoffbett hinweg streichen.
Die Kratzerschaufeln, die man nicht luft gekühlt ausbilden kann, brennen auch, wenn sie aus hitzebeständigem Guss hergestellt sind, an ihrem in den Brennstoff eintauchenden Teil rasch ab, so dass sie regelmässig ersetzt werden müssen. Man ist des halb dazu übergegangen, die Kratzerschaufeln aus sehr hochwertigem Nickel-Chrom-Guss herzustellen, um das zeitraubende Auswechseln der Schaufeln zu umgehen.
Weiter sind Feuerungsanlagen bekannt, in denen Brennstoffe der genannten Art in der Schwebe zur Verbrennung gebracht werden. Ein bekannter, feuer fest ausgekleideter Ofen ist in seinem oberen Teil zylindrisch ausgebildet und geht nach unten in einen kegeligen Teil über, mit der Kegelspitze nach unten zeigend. Von oben wird der Brennstoff aufgegeben und von unten durch die Kegelspitze die Verbren nungsluft eingeführt. Die Verbrennungsgase treten oben aus, während die Asche unter. abgezogen wird. Es ist klar, dass eine derartige Feuerung nur relativ trockenen Brennstoff zu verbrennen gestattet.
Ihr grosser Nachteil ist in dem starken Flugstaubanfall zu erblicken sowie in der Bildung von starken Asche anwüchsen an der feuerfesten Ausmauerung. Es be steht ferner die Gefahr, dass brennbare Teile mit dem Flugstaub aus der Feuerung getragen werden, wodurch der Feuerungsverlust erhöht wird.
Bei einer anderen Bauart einer Schwebefeuerung wird ein kleiner Teil der Verbrennungsluft sozusagen als Primärluft mit dem Brennstoff von oben in einen rechteckigen, feuerfest ausgekleideten Verbrennungs raum eingeführt und in einem rechten Winkel dazu die Sekundärluft zugeleitet. Die sich bildende Asche wird hinter der Feuerung teilweise wieder dem auf gegebenen Brennstoff beigemischt, um dessen Feuch tigkeitsgrad auf ein kleineres, für die Schwebefeuerung zulässiges Mass herabzusetzen. Diese Massnahme hat gleichzeitig den Vorteil, dass sie Verluste durch Un- verbranntes in der Asche vermindert, da die Asche die Feuerung ein zweites Mal passiert.
Grundsätzlich haften aber auch dieser Bauart die gleichen Nach teile an, wie sie bei der vorbesprochenen Schwebe feuerung erwähnt worden sind.
Man hat auch schon vorgeschlagen, für die Ver- rennung der genannten Brennstoffe Wirbelrostfeue- rungen oder Wirbelschichtfeuerungen zu verwenden, doch scheiden diese wegen der ausserordentlich star ken Flugstaubbildung praktisch aus.
Schliesslich könnte man daran denken, solche feinkrümelige, leicht zerfallende Brennstoffe zu mah len und das Mahlgut einer eigentlichen Staubfeue rung, ähnlich einer Kohlenstaubfeuerung, zuzufüh ren. Dagegen sprechen jedoch die physikalischen Eigenschaften der genannten Brennstoffe. Abwasser schlamm, selbst getrockneter, enthält noch so viel Feuchtigkeit, dass nur eine Mahltrocknungsmühle zur Feinmahlung in Frage käme.
Ausserdem ist im Ab wasserschlamm in der Regel noch viel Sand enthalten, der in einer Staubfeuerungsanlage, besonders wenn diese als Zyklonfeuerung oder Schwebefeuerung aus gebildet wäre, zu Auswaschungen des feuerfesten Ofenfutters führen würde. Mahltrocknungsmühlen sind zudem sehr kompliziert und teuer. Auch lassen sich Reiskleie, Torfstaub und ähnliche minderwertige Brennstoffe sehr schwer feinmahlen und brennen des halb in der zur Verfügung stehenden, relativ kurzen Brennzeit nicht vollständig aus, was zu einer Er höhung des Feuerungsverlustes führen müsste.
Alle die vorerwähnten Nachteile sollen nun durch eine Feuerungsanlage beseitigt werden, bei welcher erfindungsgemäss die in den Verbrennung- und Aus brandrosten vorgesehenen Durchlässe für den Zu tritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett derart angeordnet sind, dass ihre Lufteintrittsöffnungen ausserhalb der in die Durchlässe hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel liegen, um so ein Durch fallen von unverbrannten Brennstoffteilchen durch die Roste zu verhindern. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch die Feuerungs- anlage, Fig. 2 eine aus Fig. 1 ersichtliche Detailpartie in grösserem Massstab, Fig.3 einige aus Fig.2 ersichtliche Details in noch grösserem Massstab und Fig.4 die eine Hälfte eines aus Fig. 1 ersicht lichen Kipprostes in grösserem Massstab.
Mit 1 ist ein oben mit einem Einfülltrichter 2 versehener Füllschacht für die Aufgabe des Brenn stoffes bezeichnet. Der Füllschacht 1 führt zu einem Vorschubtreppenrost 3, an dessen unterem Ende ein Kipprost 4 angeordnet ist. Beide Roste 3 und 4 sind in einem und demselben Feuerungsraum 5 unterge bracht.
Die Stufen des Treppenrostes 3 sind durch im Querschnitt winkelförmige, quer über die Feue- rungsbreite sich erstreckende Rostbalken 3a darge stellt, wobei der längere Schenkel 3b jedes Rost balkens eine schwache Neigung gegen die nächst untere Stufe hin besitzt, und wobei der kürzere, die Treppensteigung bestimmende Winkelschenkel 3c mit Luftdurchlässen 3d versehen ist, deren Strömungs achsen 3e gegen das Brennstoffbett 6 hin schwach nach unten geneigt verlaufen, wie dies aus Fig.2 und 3 ersichtlich ist.
Auf den längeren Winkel schenkeln 3b der Rostbalken liegen schieberartige Vorschubplatten 3 f auf, die wenigstens angenähert parallel zu den langen Rostbalkenschenkeln 3b ver laufen, und die mit einer Antriebsvorrichtung in Verbindung stehen, mittels welcher den Vorschub platten 3 f in der Richtung ihrer Ebenen eine hin und her gehende Bewegung erteilt werden kann.
Im ge zeichneten Beispiel besteht diese Antriebsvorrichtung aus zwei als Druckzylinder ausgebildeten Servomoto ren 7 und 8, deren Kolben über Kolbenstangen 7a bzw. 8a und kreuzkopfartig wirkende Führungen 7b bzw. 8b mit Stangen in gelenkiger Verbindung stehen, an welch letzteren die Vorschubplatten 3 f angelenkt sind.
Der Treppenrost 3 ist für die Unterwindzufuhr in drei Zonen 10, 11 und 12 unterteilt, wobei in den diese Zonen voneinander trennenden Wänden 13 und 14 Luftregulierklappen 15 bzw. 16 eingebaut sind. Mit 17 ist ein Stutzen für die Unterwindzufuhr be zeichnet. In den Feuerungsraum 5 mündet eine Se kundärluftdüse 18 ein, mittels welcher Sekundärluft im Quer- bzw. Gegenstrom zu den Feuergasen ein geblasen werden kann. Am Treppenrostanfang ist ein Regulierpendel 19 höhenverstellbar angeordnet, mittels dem die Höhe des Brennstoffbettes bzw. der Brennstoffschicht wahlweise eingestellt bzw. reguliert werden kann.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist der Kipprost 4 zweiteilig ausgebildet, wobei die beiden Rosthälften um zwei auf einander gegenüberlaegenden Seiten angeordnete Achsen 20 und 21 schwenkbar sind. Der Kipprost 4 ist ebenfalls treppenförmig ausgebil det, wobei in den Treppensteigungen 4a Luftdurch- lässe 4b ausgenommen sind, deren Bohrungs- bzw. Strömungsachsen 4c ebenfalls angenähert horizontal bzw. gegen das Brennstoffbett hin schwach nach unten geneigt verlaufen, so dass die Luftdurchlässe 4b beider Kipprosthälften gegeneinander gerichtet sind.
Die beiden Kipprosthälften stehen, wie aus Fig. 1 hervor geht, über ein Gestänge 22 mit einem Servomotor 23 in Antriebsverbindung, mittels welch letzterem die beiden Flügel bzw. Hälften des Kipprostes zur Ent- aschung und Entschlackung wenigstens angenähert in die Vertikale gekippt bzw. verschwenkt werden können.
Wie aus Fig.3 hervorgeht, ist die Tiefe bzw. Länge L der Durchlässe 3d, und dementsprechend auch der Durchlässe 4b, grösser bemessen als die Basislänge B1 der in die Durchlässe hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel 6a. Im Treppenrost 3 befinden sich sodann weitere Durchlässe 3g für den Zutritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett 6, und zwar liegen dieselben zwischen den Unterkanten 3h der kurzen Rostbalkenschenkel 3c und den lan gen Rostbalkenschenkel 3b.
Auch hier überlappen die Rostbalken so stark, dass die Hinterkante 3i je des langen Rostbalkenschenkels 3b weiter zurück liegt, als die Unterkante 6b des in die öffnung 3g hineintretenden Böschungskegels<B>6e.</B> Die Durchlässe für den Zutritt der Verbrennungsluft zum Brennstoff bett sind also überall derart angeordnet und aus gebildet, dass ihre Lufteintrittsöffnungen ausserhalb der in die Durchlässe hineintretenden Brennstoff- Böschungskegel liegen, so dass ein Durchfallen von unverbrannten Brennstoffteilchen durch die Roste verhindert wird.
Der oben durch den Einfülltrichter 2 und den Fülltrichter 2 und den Füllschacht 1 aufgegebene Brennstoff gelangt zunächst auf den Treppenrost 3 bzw. auf die Rostbalken. Der auf den Rostbalken liegende Brennstoff besitzt je nach seiner Art und seinem Feinheits- und Trocknungsgrad einen be stimmten Schütt- oder Böschungswinkel, durch den auch die Neigung der Treppe bzw. der Rostbalken bestimmt wird. Die gegenseitige überlappung der Rostbalken ist, wie bereits erwähnt, so bemessen, dass kein unverbrannter Brennstoff durch den Rost hindurchfallen kann.
Die durch die Schwerkraft be wirkte Abwärtsbewegung des Brennstoffes auf dem Treppenrost wird durch die Vorschubplatten 3f wir kungsvoll unterstützt, welch letztere während des Be triebes der Feuerungsanlage durch die Servomotoren 7 und 8 über das Gestänge 7a bzw. 8a und 9 in eine hin und her gehende Bewegung versetzt werden.
Diese Vorschubplatten, die aus Gründen einer guten Auf lage aus einzelnen an je einer Achse 3k der gemein samen Verbindungsstange 9 aufgehängten Platten bestehen, treten in ihrer einen Grenzlage bis in die Schüttkegel 6c des auf dem Treppenrost 3 liegen den Brennstoffbettes 6 hinein und unterstützen so die Vorwärts- bzw. Abwärtsbewegung des Brenn stoffes auf dem Treppenrost.
Unter Umständen, be sonders bei leicht backenden Brennstoffen, wie zum Beispiel Reiskleie, kann es angezeigt sein, die schie- berartigen Vorschubplatten 3 f so weit gegen den Feuerraum 6 hin vorzuschieben, dass die Vorschub platten die vorderen, gegen den Feuerraum hin liegen den Kanten der Rostbalken überstreichen und dabei die backende Brennstoffschicht abstreifen.
Die Unterteilung des Treppenrostes in mehrere Zonen ist deshalb zweckmässig, weil dadurch der nach unten abnehmenden Schichtdicke und den Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffbettes weitgehend Rechnung getragen werden kann. Mittels der Klappen 15 und 16 in den Zwischenwänden 13 und 14 lässt sich der Unterwinddruck in den verschiedenen Zonen 10, 11 und 12 und damit die Belüftung des Brenn stoffbettes unterschiedlich einstellen. Jedem Rost abschnitt 10, 11 und 12 ist ein Aschenkasten 24, 25 bzw. 26 zugeordnet, in denen ein Teil der Asche an- fällt, sich dort ansammelt und periodisch ausgetragen wird.
Nach Passieren des Treppenrostes gelangt der Brennstoff schliesslich auf dem Kipprost zum voll ständigen Ausbrand. Die hierfür benötigte Verbren nungsluft kann entweder vom Unterwindgebläse des Treppenrostes abgezweigt, oder aber durch einen separaten Ventilator geliefert werden.
Die Feuerungsanlage ist im Übrigen nach Art einer Vorfeuerung ausgebildet, mit oberem Abzug der heissen Verbrennungsgase und gross bemessenem Feuerraum, der den Ausbrand der flüchtigen Be standteile und der mitgerissenen feinen Brennstoffteile ermöglicht. Wie Fig. 1 zeigt, wird zur Unterstützung des Ausbrandes der Gase und Staubteile in bekannter Weise zweckmässig Sekundärluft durch die Düse 18 eingeführt.
Wenn es die Feinheit und der Trocknungs- grad des Brennstoffes erlauben, zum Beispiel bei Reiskleie und dergleichen, kann die Feuerungsanlage auch nur mit natürlichem Zug betrieben werden, in welchem Falle die Flugstaubbildung besonders gering ist und die Rostzonenunterteilung entfallen kann.
Die Vorteile der vorstehend beschriebenen Feue- rungsanlage können wie folgt zusammengefasst wer den: Der Aufbau der Anlage ist sehr einfach und ihre Herstellung daher billig, was für Abfallbrennstoffe von grosser Bedeutung ist. Die Metallteile der An lage sind auch nicht sehr hohen Temperaturen aus gesetzt, was die Verwendung von normalem Rost gusseisen ermöglicht.
Durch die Rostneigung, Zonenunterteilung und Variation des Vorschubes der Vorschubplatten kann die Feuerung leicht den besonderen Eigenschaften der Abfallbrennstoffe angepasst werden.
Der Ausbrand des Brennstoffes ist gesichert durch die in weiten Grenzen wählbare Ausbranddauer auf den Kipprosten.
Der Flugstaubanfall ist sehr gering und der Durchfall von unverbrannten Brennstoffteilchen durch die Roste ist durch die besondere Konstruktion der Durchlässe praktisch ausgeschlossen.
Die billige Bauweise und insbesondere die ein fachen Rostelemente erlauben es, die Roste besonders grossflächig auszubilden, so dass die Brennstoffschicht relativ niedrig gehalten und mit geringem Unter winddruck, ja sogar mit natürlichem Zug gefahren werden kann, was zur Verhinderung des Mitreissens von Flugstaub und Brennstoffteilchen wesentlich beiträgt.
Bei dem vorbeschriebenen Beispiel arbeiten die Vorschubplatten aller Zonen 10, 11 bzw. 12 im Gleichtakt. Die Anordnung kann aber auch so ge troffen werden, dass die Vorschubplatten der ver schiedenen Zonen im versetzten Takt arbeiten. Auch können Mittel vorgesehen sein, um sowohl die Hub länge wie auch die Hubzahl der Vorschubplatten gesamthaft oder aber auch nur zonenweise in gewissen Grenzen ändern zu können. Weiter können Mittel vorgesehen sein, um dem Treppenrost und.'"oder dem Kipprost bzw. den Kipprosten vorgewärmte Luft zu führen zu können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Feuerungsanlagefürminderwertige, krümelige, wäh rend der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Verbrennungs- und Ausbrandrosten (3 bzw. 4) vorgesehenen Durchlässe (3n, 3g bzw.4b) für den Durchtritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett (6) derart angeordnet sind, dass ihre Lufteintritts- öffnungen ausserhalb der in die Durchlässe hinein tretenden Brennstoff-Böschungskegel (6a bzw.<B>6e)</B> liegen, um so ein Durchfallen von unverbrannten Brennstoffteilchen durch die Roste zu verhindern. UNTERANSPRÜCHE 1. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsaschen (3e bzw.<I>4e) der</I> Durchlässe (3d, 3g bzw.<I>4b)</I> für den Zutritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett (6) wenig stens angenähert horizontal, oder gegen das Brenn stoffbett (6) hin schräg nach unten geneigt verlaufen, wobei die Tiefe bzw. Länge (L) der Durchlässe grö sser ist als die Basislänge (B1) der in die Durchlässe hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel (6a bzw. 6c).2. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Vorschubtreppenrost (3) und an diesen anschliessend wenigstens einen Kipprost (4) aufweist, welche Roste in einem und demselben Feuerungraum (5) untergebracht sind.3. Feuerunganlage nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Stufen des Treppen rostes (3) durch im Querschnitt winkelförmige, quer über die Feuerungsbreite sich erstreckende Rostbalken (3a) gebildet sind, wobei je der längere Schenkel (3b) der Rostbalken eine schwache Neigung gegen die nächstuntere Stufe hin besitzt, und wobei je der kürzere, die Treppensteigung bestimmende Winkel schenkel (3c) mit Luftdurchlässen (3d, 3g) versehen ist, deren Strömungsachsen (3e) gegen das Brennstoff bett (6) hin schwach nach unten geneigt verlaufen.4. Feuerungsanlage nach Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf den längeren Winkelschenkeln (3b) der Rostbalken schieberartige Vorschubplatten (3f) aufliegen, die wenigstens ange nähert parallel zu den langen Rostbalkenschenkeln (3b) verlaufen, und die mit wenigstens einer An triebsvorrichtung (7,<I>7a, 7b</I> bzw. 8, 8a, 8b und 9) in Verbindung stehen, mittels der den Vorschub platten (3f) in der Richtung ihrer Ebenen eine hin und her gehende Bewegung erteilt werden kann. 5.Feuerungsanlage nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung Mittel aufweist, um sowohl die Hublänge wie auch die Hubzahl ändern zu können. 6. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Vorschubplatten (3f) derart mit der Antriebsvorrichtung bzw. den An triebsvorrichtungen in Verbindung stehen, dass die Vorschubplatten am Rostanfang und am Rostende im Gleichtakt verschoben werden.7. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Vorschubplatten der art mit der Antriebsvorrichtung bzw. den Antriebs vorrichtungen in Verbindung stehen, dass die Vor schubplatten am Rostanfang und am Rostende in versetztem Takt verschoben werden. B. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kipprost (4) mit einem Servomotor (23) in Verbindung steht, mittels welchem er zur Entaschung bzw. Entschlackung mindestens angenähert in die Vertikale gekippt werden kann.9. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass der Kipprost zweiteilig ausgebildet ist, wobei die beiden Rosthälften um zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten angeord nete Achsen (20 bzw. 21) schwenkbar sind. 10. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass auch der Kipprost trep- penförmig ausgebildet ist, wobei in den Treppen steigungen Luftdurchlässe (4b) angeordnet sind, deren Bohrungs- bzw. Strömungsachsen (4c) wenigstens an genähert horizontal oder gegen das Brennstoffbett (6) hin schwach nach unten geneigt verlaufen.11. Feuerungsanlage nach Unteransprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdurch- lässe (4b) beider Kipprosthälften gegeneinander ge richtet sind. 12. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Treppenrost (3) für die Unterwindzufuhr in zwei oder mehr Zonen (10, 11 und 12) unterteilt ist und dass in den diese Zonen voneinander trennenden Wänden (13 und 14) Luft regulierklappen (15 und 16) eingebaut sind.13. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Verbrennungsluft für den Kipprost bzw. die Kipproste (4) vom Unterwindventilator des Treppen rostes abzapfen zu können. 14. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um dem Treppenrost (3) und.'oder dem Kipprost bzw. den Kipprosten (4) die erforderliche Verbrennungs luft durch natürlichen Zug zuführen zu können.15. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Sekundärluftdüse (18) vorgesehen und derart angeordnet ist, dass Sekundär luft im Quer- bzw. Gegenstrom zu den Feuergasen in den Feuerungsraum (5) eingeblasen werden kann. 16. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um dem Treppenrost (3) und oder dem Kipprost bzw. den Kipprosten (4) vorgewärmte Luft zuführen zu können.17. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Treppenrostanfang zwecks Regulierung der Höhe der Brennstoffschicht ein Regulierpendel (19) angeordnet ist. 18. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Treppenrostanfang ein Brennstoff-Einfüllschacht (1) von solcher Höhe angeordnet ist, dass die Brennstoffsäule selbst den Schacht gegen den Eintritt von falscher Luft und gegen den Austritt von Verbrennungsgasen abdichtet.19. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 18, da durch gekennzeichnet, dass sich der Einfüllschacht (1) zur Vermeidung von Stauungen nach unten schwach erweitert. 20. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Unterdruck im Feue- rungsraum (5) während des Betriebes nur wenige Millimeter Wassersäule beträgt.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH633660A CH382901A (de) | 1960-06-02 | 1960-06-02 | Feuerungsanlage für minderwertige, krümelige, während der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH382901A true CH382901A (de) | 1964-10-15 |
Family
ID=4307932
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH633660A CH382901A (de) | 1960-06-02 | 1960-06-02 | Feuerungsanlage für minderwertige, krümelige, während der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH382901A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2215587A1 (de) * | 1973-01-29 | 1974-08-23 | Hitachi Shipbuilding Eng Co | |
| EP0472027A3 (en) * | 1990-08-23 | 1992-08-19 | Evt Energie- Und Verfahrenstechnik Gmbh | Grate surface |
-
1960
- 1960-06-02 CH CH633660A patent/CH382901A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2215587A1 (de) * | 1973-01-29 | 1974-08-23 | Hitachi Shipbuilding Eng Co | |
| EP0472027A3 (en) * | 1990-08-23 | 1992-08-19 | Evt Energie- Und Verfahrenstechnik Gmbh | Grate surface |
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