CH382901A - Feuerungsanlage für minderwertige, krümelige, während der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen - Google Patents

Feuerungsanlage für minderwertige, krümelige, während der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen

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CH382901A
CH382901A CH633660A CH633660A CH382901A CH 382901 A CH382901 A CH 382901A CH 633660 A CH633660 A CH 633660A CH 633660 A CH633660 A CH 633660A CH 382901 A CH382901 A CH 382901A
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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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Description


      Feuerungsanlage    für minderwertige,     krümelige,    während der Verbrennung zerfallende       Brennstoffe,    wie Torfgrus,     Reiskleie,    getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine       Feuerungsanlage    für minderwertige, krümelige, wäh  rend der Verbrennung zerfallende     Brennstoffe,    wie       Torfgrus,    Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm  und dergleichen.  



  Derartige Brennstoffe können für sich allein in  den üblichen, für feste Brennstoffe eingerichteten       Feuerungsanlagen    nicht verbrannt werden, da die  Verluste durch     Unverbranntes,    verursacht durch den  Rostdurchfall oder durch     Flugstaubbildung,    viel zu  hoch würden. Aus diesem     Grund    hat die Technik  für diese Art von Brennstoffen besondere Feuerungen  entwickelt, von denen die wichtigsten, am meisten  angewendeten Typen nachstehend kurz besprochen  seien.  



  Zu diesen     Feuerungstypen    gehören unter ande  rem die sogenannten Etagenöfen, die auch nach dem  Namen des Erfinders     Hereshoff-Öfen    genannt wer  den. Es sind dies zylindrische, feuerfest     ausgekleidete     Vertikalöfen, die bis zu zwölf     übereinanderliegende     Herde, welche ebenfalls aus feuerfesten Steinen be  stehen, aufweisen.     In    der Achse des Ofens verläuft  eine als Hohlwelle ausgebildete solide     gusseiserne          Kratzerwelle,    an der für jede Etage     Kratzerarme    mit       Kratzerschaufeln    angeordnet sind.

   Die     Kratzerwelle     wird von einem ausserhalb des     Ofens    unter dem  selben angeordneten Königslager getragen, an welcher  Stelle sich auch der Antrieb mit einem     Kegelrad-          Vorgelege    befindet. Sowohl die     Kratzerwelle    wie  auch die     Kratzerarme    müssen aus hitzebeständigem  Gusseisen hergestellt sein und benötigen zudem Luft  kühlung. Der     Brennstoff    wird auf der obersten Etage  aufgegeben und durchläuft, der Schwere folgend und  vorwärtsbewegt durch die Rührarme, die sämtlichen  Etagen von oben nach unten, um auf diesem Wege  zuerst zu zünden und dann auszubrennen.

   Je nach    dem Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffes und dem  unteren Heizwert desselben kann es     erforderlich    sein,  durch     Hilfs-Öl-    oder -Gasbrenner die Zündung bzw.  die     Vortrocknung    des aufgegebenen     Brennstoffes    zu  unterstützen. Die Verbrennungsgase ziehen im Gegen  strom zum     Brennstoff    von unten nach oben und ver  lassen den Etagenofen an seinem oberen Ende.  



  Als Nachteil dieser Konstruktion muss die teure       Kratzervorrichtung    bezeichnet werden, die sehr hohen  Temperaturen ausgesetzt ist und so beschaffen sein  muss, dass sie der grossen     Hitzeeinwirkung    zu wider  stehen vermag. Ein weiterer Nachteil ist sodann in  dem nicht unbedeutenden     Flugstaubverlust    und in  dem schlechten Kontakt des Luftsauerstoffes mit dem  Brennstoffbett zu erblicken, da die Verbrennungs  luft und die Verbrennungsgase nicht durch die bren  nende Materialschicht hindurch,     sondern    nur über  das wohl langsam umgerührte     Brennstoffbett    hinweg  streichen.

   Die     Kratzerschaufeln,    die man nicht luft  gekühlt ausbilden kann, brennen auch,     wenn    sie aus  hitzebeständigem Guss hergestellt sind, an ihrem in  den     Brennstoff    eintauchenden Teil rasch ab, so dass  sie     regelmässig    ersetzt werden müssen. Man ist des  halb dazu übergegangen, die     Kratzerschaufeln    aus  sehr hochwertigem     Nickel-Chrom-Guss    herzustellen,  um das zeitraubende Auswechseln der Schaufeln zu  umgehen.  



  Weiter sind     Feuerungsanlagen    bekannt, in denen       Brennstoffe    der genannten Art in der Schwebe zur  Verbrennung gebracht werden. Ein     bekannter,    feuer  fest ausgekleideter Ofen ist in seinem oberen Teil  zylindrisch ausgebildet und geht nach unten in einen       kegeligen    Teil über, mit der Kegelspitze nach unten  zeigend. Von oben wird der Brennstoff aufgegeben  und von unten durch die Kegelspitze die Verbren  nungsluft eingeführt. Die Verbrennungsgase treten      oben aus, während die Asche unter. abgezogen     wird.     Es ist klar, dass eine derartige Feuerung nur relativ  trockenen Brennstoff zu verbrennen gestattet.

   Ihr  grosser Nachteil ist in dem starken     Flugstaubanfall    zu  erblicken sowie in der Bildung von starken Asche  anwüchsen an der feuerfesten     Ausmauerung.    Es be  steht ferner die Gefahr, dass brennbare Teile mit  dem Flugstaub aus der Feuerung getragen werden,  wodurch der     Feuerungsverlust    erhöht wird.  



  Bei einer anderen Bauart einer Schwebefeuerung  wird ein kleiner Teil der Verbrennungsluft sozusagen  als Primärluft mit dem Brennstoff von oben in einen  rechteckigen, feuerfest ausgekleideten Verbrennungs  raum eingeführt und in einem rechten Winkel dazu  die Sekundärluft zugeleitet. Die sich bildende Asche  wird hinter der Feuerung teilweise wieder dem auf  gegebenen Brennstoff beigemischt, um dessen Feuch  tigkeitsgrad auf ein kleineres, für die Schwebefeuerung  zulässiges Mass     herabzusetzen.    Diese Massnahme hat  gleichzeitig den     Vorteil,    dass sie Verluste durch     Un-          verbranntes    in der Asche vermindert, da die Asche  die Feuerung ein zweites Mal passiert.

   Grundsätzlich  haften aber auch dieser Bauart die gleichen Nach  teile an, wie sie bei der     vorbesprochenen    Schwebe  feuerung erwähnt worden sind.  



  Man hat auch schon vorgeschlagen, für die     Ver-          rennung    der genannten Brennstoffe     Wirbelrostfeue-          rungen    oder     Wirbelschichtfeuerungen    zu verwenden,  doch scheiden diese wegen der ausserordentlich star  ken     Flugstaubbildung    praktisch aus.  



  Schliesslich könnte man daran denken, solche  feinkrümelige, leicht zerfallende Brennstoffe zu mah  len und das Mahlgut einer eigentlichen Staubfeue  rung,     ähnlich    einer     Kohlenstaubfeuerung,    zuzufüh  ren. Dagegen sprechen jedoch die physikalischen  Eigenschaften der genannten Brennstoffe. Abwasser  schlamm, selbst getrockneter, enthält noch so viel  Feuchtigkeit, dass nur eine     Mahltrocknungsmühle    zur       Feinmahlung    in Frage käme.

   Ausserdem ist im Ab  wasserschlamm in der Regel noch viel Sand enthalten,  der in einer     Staubfeuerungsanlage,    besonders wenn  diese als     Zyklonfeuerung    oder Schwebefeuerung aus  gebildet wäre, zu Auswaschungen des feuerfesten  Ofenfutters führen würde.     Mahltrocknungsmühlen     sind zudem sehr kompliziert und teuer. Auch lassen  sich     Reiskleie,    Torfstaub und ähnliche     minderwertige     Brennstoffe sehr schwer     feinmahlen    und brennen des  halb in der zur Verfügung stehenden, relativ kurzen  Brennzeit nicht vollständig aus, was zu einer Er  höhung des     Feuerungsverlustes    führen müsste.  



  Alle die vorerwähnten Nachteile sollen nun durch  eine     Feuerungsanlage    beseitigt werden, bei welcher       erfindungsgemäss    die in den Verbrennung- und Aus  brandrosten vorgesehenen Durchlässe für den Zu  tritt der Verbrennungsluft zum     Brennstoffbett    derart  angeordnet sind, dass ihre     Lufteintrittsöffnungen     ausserhalb der in die Durchlässe hineintretenden       Brennstoff-Böschungskegel    liegen, um so ein Durch  fallen von     unverbrannten    Brennstoffteilchen durch die  Roste zu     verhindern.       In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen:

         Fig.    1 einen Vertikalschnitt durch die     Feuerungs-          anlage,          Fig.    2 eine aus     Fig.    1 ersichtliche Detailpartie in  grösserem Massstab,       Fig.3    einige aus     Fig.2    ersichtliche Details in  noch grösserem Massstab und       Fig.4    die eine Hälfte eines aus     Fig.    1 ersicht  lichen Kipprostes in grösserem Massstab.  



  Mit 1 ist ein oben mit einem     Einfülltrichter    2  versehener Füllschacht für die Aufgabe des Brenn  stoffes bezeichnet. Der Füllschacht 1 führt zu einem       Vorschubtreppenrost    3, an dessen unterem Ende ein  Kipprost 4 angeordnet ist. Beide Roste 3 und 4 sind  in einem und demselben     Feuerungsraum    5 unterge  bracht.

   Die Stufen des Treppenrostes 3 sind durch  im Querschnitt winkelförmige, quer über die     Feue-          rungsbreite    sich erstreckende Rostbalken 3a darge  stellt, wobei der längere Schenkel 3b jedes Rost  balkens eine schwache Neigung gegen die nächst  untere Stufe hin     besitzt,    und wobei der kürzere, die  Treppensteigung bestimmende Winkelschenkel 3c mit  Luftdurchlässen 3d versehen ist, deren Strömungs  achsen 3e gegen das Brennstoffbett 6 hin schwach  nach unten geneigt verlaufen, wie dies aus     Fig.2     und 3 ersichtlich ist.

   Auf den längeren Winkel  schenkeln 3b der Rostbalken liegen     schieberartige          Vorschubplatten    3 f auf, die wenigstens angenähert  parallel zu den langen     Rostbalkenschenkeln    3b ver  laufen, und die mit einer Antriebsvorrichtung in  Verbindung stehen,     mittels    welcher den Vorschub  platten 3 f in der Richtung ihrer Ebenen eine hin und  her gehende Bewegung     erteilt    werden kann.

   Im ge  zeichneten Beispiel besteht diese Antriebsvorrichtung  aus zwei als Druckzylinder ausgebildeten Servomoto  ren 7 und 8, deren Kolben über Kolbenstangen 7a  bzw. 8a und     kreuzkopfartig    wirkende Führungen 7b  bzw. 8b mit Stangen in gelenkiger Verbindung stehen,  an welch letzteren die     Vorschubplatten    3 f     angelenkt     sind.  



  Der Treppenrost 3 ist für die     Unterwindzufuhr     in drei Zonen 10, 11 und 12 unterteilt, wobei in den  diese Zonen voneinander trennenden Wänden 13 und  14     Luftregulierklappen    15 bzw. 16 eingebaut sind.  Mit 17 ist ein Stutzen für die     Unterwindzufuhr    be  zeichnet. In den     Feuerungsraum    5 mündet eine Se  kundärluftdüse 18 ein, mittels welcher Sekundärluft  im Quer- bzw. Gegenstrom zu den Feuergasen ein  geblasen werden kann. Am     Treppenrostanfang    ist  ein Regulierpendel 19 höhenverstellbar angeordnet,  mittels dem die Höhe des Brennstoffbettes bzw. der  Brennstoffschicht wahlweise eingestellt bzw. reguliert  werden kann.  



  Wie aus     Fig.    1 ersichtlich ist, ist der Kipprost 4  zweiteilig ausgebildet, wobei die beiden Rosthälften  um zwei auf einander     gegenüberlaegenden    Seiten  angeordnete Achsen 20 und 21 schwenkbar sind.  Der Kipprost 4 ist ebenfalls treppenförmig ausgebil  det, wobei in den Treppensteigungen 4a Luftdurch-           lässe    4b ausgenommen sind, deren     Bohrungs-    bzw.  Strömungsachsen 4c ebenfalls angenähert horizontal  bzw. gegen das Brennstoffbett hin schwach nach unten  geneigt verlaufen, so dass die Luftdurchlässe 4b beider       Kipprosthälften    gegeneinander gerichtet sind.

   Die  beiden     Kipprosthälften    stehen, wie aus     Fig.    1 hervor  geht, über ein Gestänge 22 mit einem Servomotor 23  in Antriebsverbindung, mittels welch letzterem die  beiden Flügel bzw. Hälften des Kipprostes zur     Ent-          aschung    und Entschlackung wenigstens angenähert  in die     Vertikale    gekippt bzw.     verschwenkt    werden  können.  



  Wie aus     Fig.3    hervorgeht, ist die Tiefe bzw.  Länge L der Durchlässe 3d, und dementsprechend  auch der Durchlässe 4b, grösser bemessen als die  Basislänge     B1    der in die Durchlässe hineintretenden       Brennstoff-Böschungskegel    6a. Im Treppenrost 3  befinden sich sodann weitere Durchlässe 3g für den  Zutritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett 6,  und zwar liegen dieselben zwischen den Unterkanten  3h der kurzen     Rostbalkenschenkel    3c und den lan  gen     Rostbalkenschenkel    3b.

   Auch hier überlappen  die Rostbalken so stark, dass die Hinterkante 3i je  des langen     Rostbalkenschenkels    3b weiter zurück  liegt, als die Unterkante 6b des in die     öffnung    3g  hineintretenden Böschungskegels<B>6e.</B> Die Durchlässe  für den Zutritt der Verbrennungsluft zum Brennstoff  bett sind also überall     derart    angeordnet und aus  gebildet, dass ihre     Lufteintrittsöffnungen    ausserhalb  der in die Durchlässe hineintretenden     Brennstoff-          Böschungskegel    liegen, so dass ein Durchfallen von       unverbrannten    Brennstoffteilchen durch die Roste  verhindert wird.  



  Der oben durch den     Einfülltrichter    2 und den  Fülltrichter 2 und den Füllschacht 1 aufgegebene  Brennstoff gelangt zunächst auf den Treppenrost 3  bzw. auf die Rostbalken. Der auf den Rostbalken  liegende Brennstoff besitzt je nach seiner Art und  seinem     Feinheits-    und     Trocknungsgrad    einen be  stimmten     Schütt-    oder Böschungswinkel, durch den  auch die Neigung der Treppe bzw. der Rostbalken  bestimmt wird. Die gegenseitige     überlappung    der  Rostbalken ist, wie bereits erwähnt, so bemessen,  dass kein     unverbrannter    Brennstoff durch den Rost  hindurchfallen kann.

   Die durch die Schwerkraft be  wirkte     Abwärtsbewegung    des Brennstoffes auf dem  Treppenrost wird durch die     Vorschubplatten        3f    wir  kungsvoll unterstützt, welch     letztere        während    des Be  triebes der     Feuerungsanlage    durch die Servomotoren  7 und 8     über    das Gestänge 7a bzw. 8a und 9 in eine  hin und her gehende Bewegung versetzt werden.

   Diese       Vorschubplatten,    die aus Gründen einer guten Auf  lage aus einzelnen an je einer Achse 3k der gemein  samen Verbindungsstange 9 aufgehängten Platten  bestehen, treten in ihrer einen Grenzlage bis in die  Schüttkegel 6c des auf dem Treppenrost 3 liegen  den     Brennstoffbettes    6 hinein und unterstützen so  die Vorwärts- bzw.     Abwärtsbewegung    des Brenn  stoffes auf dem Treppenrost.

   Unter Umständen, be  sonders bei leicht backenden Brennstoffen, wie zum    Beispiel Reiskleie, kann es angezeigt sein, die     schie-          berartigen        Vorschubplatten    3     f    so weit gegen den  Feuerraum 6 hin vorzuschieben, dass die Vorschub  platten die vorderen, gegen den Feuerraum hin liegen  den Kanten der Rostbalken überstreichen und dabei  die backende Brennstoffschicht abstreifen.  



  Die     Unterteilung    des Treppenrostes in mehrere  Zonen ist deshalb zweckmässig, weil dadurch der  nach unten abnehmenden Schichtdicke und den  Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffbettes weitgehend  Rechnung getragen werden kann. Mittels der Klappen  15 und 16 in den Zwischenwänden 13 und 14 lässt  sich der     Unterwinddruck    in den verschiedenen Zonen  10, 11 und 12 und damit die Belüftung des Brenn  stoffbettes unterschiedlich einstellen. Jedem Rost  abschnitt 10, 11 und 12 ist ein     Aschenkasten    24, 25  bzw. 26 zugeordnet, in denen ein Teil der Asche     an-          fällt,    sich     dort    ansammelt und periodisch ausgetragen  wird.

   Nach Passieren des Treppenrostes gelangt der       Brennstoff    schliesslich auf dem Kipprost zum voll  ständigen     Ausbrand.    Die hierfür benötigte Verbren  nungsluft kann entweder vom     Unterwindgebläse    des  Treppenrostes abgezweigt, oder aber durch einen  separaten Ventilator     geliefert    werden.  



  Die     Feuerungsanlage    ist im Übrigen nach Art  einer     Vorfeuerung        ausgebildet,    mit oberem Abzug  der heissen     Verbrennungsgase    und gross bemessenem  Feuerraum, der den     Ausbrand    der     flüchtigen    Be  standteile und der     mitgerissenen    feinen Brennstoffteile  ermöglicht. Wie     Fig.    1 zeigt,     wird    zur Unterstützung  des     Ausbrandes    der Gase und     Staubteile    in bekannter  Weise zweckmässig Sekundärluft durch die Düse 18  eingeführt.

   Wenn es die     Feinheit    und der     Trocknungs-          grad    des Brennstoffes erlauben, zum Beispiel bei  Reiskleie und dergleichen, kann die     Feuerungsanlage     auch nur mit natürlichem Zug betrieben werden, in  welchem Falle die     Flugstaubbildung    besonders gering  ist und die     Rostzonenunterteilung    entfallen kann.  



  Die Vorteile der vorstehend beschriebenen     Feue-          rungsanlage    können wie folgt zusammengefasst wer  den:  Der Aufbau der Anlage ist sehr einfach und ihre  Herstellung daher billig, was für Abfallbrennstoffe  von grosser Bedeutung ist. Die Metallteile der An  lage sind auch nicht sehr hohen Temperaturen aus  gesetzt, was die Verwendung von normalem Rost  gusseisen ermöglicht.  



  Durch die Rostneigung,     Zonenunterteilung    und  Variation des Vorschubes der     Vorschubplatten    kann  die     Feuerung    leicht den besonderen Eigenschaften der  Abfallbrennstoffe angepasst werden.  



  Der     Ausbrand    des Brennstoffes ist gesichert durch  die in weiten Grenzen wählbare     Ausbranddauer    auf  den Kipprosten.  



  Der     Flugstaubanfall    ist sehr gering und der  Durchfall von     unverbrannten    Brennstoffteilchen durch  die Roste ist durch die besondere Konstruktion der  Durchlässe praktisch ausgeschlossen.  



  Die     billige    Bauweise und insbesondere die ein  fachen Rostelemente erlauben es, die Roste besonders      grossflächig auszubilden, so dass die Brennstoffschicht  relativ niedrig gehalten und mit geringem Unter  winddruck, ja sogar mit natürlichem Zug gefahren  werden kann, was zur Verhinderung des     Mitreissens     von Flugstaub und Brennstoffteilchen wesentlich  beiträgt.  



  Bei dem     vorbeschriebenen    Beispiel arbeiten die       Vorschubplatten    aller Zonen 10, 11 bzw. 12 im  Gleichtakt. Die Anordnung kann aber auch so ge  troffen werden, dass die     Vorschubplatten    der ver  schiedenen Zonen im versetzten Takt arbeiten. Auch  können Mittel vorgesehen sein, um sowohl die Hub  länge wie auch die Hubzahl der     Vorschubplatten          gesamthaft    oder aber auch nur zonenweise in gewissen  Grenzen ändern zu können. Weiter können Mittel  vorgesehen sein, um dem     Treppenrost        und.'"oder    dem  Kipprost bzw. den Kipprosten vorgewärmte Luft zu  führen zu können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Feuerungsanlagefürminderwertige, krümelige, wäh rend der Verbrennung zerfallende Brennstoffe, wie Torfgrus, Reiskleie, getrockneter Abwasserschlamm und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Verbrennungs- und Ausbrandrosten (3 bzw. 4) vorgesehenen Durchlässe (3n, 3g bzw.
    4b) für den Durchtritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett (6) derart angeordnet sind, dass ihre Lufteintritts- öffnungen ausserhalb der in die Durchlässe hinein tretenden Brennstoff-Böschungskegel (6a bzw.<B>6e)</B> liegen, um so ein Durchfallen von unverbrannten Brennstoffteilchen durch die Roste zu verhindern. UNTERANSPRÜCHE 1. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsaschen (3e bzw.
    <I>4e) der</I> Durchlässe (3d, 3g bzw.<I>4b)</I> für den Zutritt der Verbrennungsluft zum Brennstoffbett (6) wenig stens angenähert horizontal, oder gegen das Brenn stoffbett (6) hin schräg nach unten geneigt verlaufen, wobei die Tiefe bzw. Länge (L) der Durchlässe grö sser ist als die Basislänge (B1) der in die Durchlässe hineintretenden Brennstoff-Böschungskegel (6a bzw. 6c).
    2. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Vorschubtreppenrost (3) und an diesen anschliessend wenigstens einen Kipprost (4) aufweist, welche Roste in einem und demselben Feuerungraum (5) untergebracht sind.
    3. Feuerunganlage nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Stufen des Treppen rostes (3) durch im Querschnitt winkelförmige, quer über die Feuerungsbreite sich erstreckende Rostbalken (3a) gebildet sind, wobei je der längere Schenkel (3b) der Rostbalken eine schwache Neigung gegen die nächstuntere Stufe hin besitzt, und wobei je der kürzere, die Treppensteigung bestimmende Winkel schenkel (3c) mit Luftdurchlässen (3d, 3g) versehen ist, deren Strömungsachsen (3e) gegen das Brennstoff bett (6) hin schwach nach unten geneigt verlaufen.
    4. Feuerungsanlage nach Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf den längeren Winkelschenkeln (3b) der Rostbalken schieberartige Vorschubplatten (3f) aufliegen, die wenigstens ange nähert parallel zu den langen Rostbalkenschenkeln (3b) verlaufen, und die mit wenigstens einer An triebsvorrichtung (7,<I>7a, 7b</I> bzw. 8, 8a, 8b und 9) in Verbindung stehen, mittels der den Vorschub platten (3f) in der Richtung ihrer Ebenen eine hin und her gehende Bewegung erteilt werden kann. 5.
    Feuerungsanlage nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung Mittel aufweist, um sowohl die Hublänge wie auch die Hubzahl ändern zu können. 6. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Vorschubplatten (3f) derart mit der Antriebsvorrichtung bzw. den An triebsvorrichtungen in Verbindung stehen, dass die Vorschubplatten am Rostanfang und am Rostende im Gleichtakt verschoben werden.
    7. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Vorschubplatten der art mit der Antriebsvorrichtung bzw. den Antriebs vorrichtungen in Verbindung stehen, dass die Vor schubplatten am Rostanfang und am Rostende in versetztem Takt verschoben werden. B. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kipprost (4) mit einem Servomotor (23) in Verbindung steht, mittels welchem er zur Entaschung bzw. Entschlackung mindestens angenähert in die Vertikale gekippt werden kann.
    9. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass der Kipprost zweiteilig ausgebildet ist, wobei die beiden Rosthälften um zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten angeord nete Achsen (20 bzw. 21) schwenkbar sind. 10. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass auch der Kipprost trep- penförmig ausgebildet ist, wobei in den Treppen steigungen Luftdurchlässe (4b) angeordnet sind, deren Bohrungs- bzw. Strömungsachsen (4c) wenigstens an genähert horizontal oder gegen das Brennstoffbett (6) hin schwach nach unten geneigt verlaufen.
    11. Feuerungsanlage nach Unteransprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdurch- lässe (4b) beider Kipprosthälften gegeneinander ge richtet sind. 12. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Treppenrost (3) für die Unterwindzufuhr in zwei oder mehr Zonen (10, 11 und 12) unterteilt ist und dass in den diese Zonen voneinander trennenden Wänden (13 und 14) Luft regulierklappen (15 und 16) eingebaut sind.
    13. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Verbrennungsluft für den Kipprost bzw. die Kipproste (4) vom Unterwindventilator des Treppen rostes abzapfen zu können. 14. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um dem Treppenrost (3) und.'oder dem Kipprost bzw. den Kipprosten (4) die erforderliche Verbrennungs luft durch natürlichen Zug zuführen zu können.
    15. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Sekundärluftdüse (18) vorgesehen und derart angeordnet ist, dass Sekundär luft im Quer- bzw. Gegenstrom zu den Feuergasen in den Feuerungsraum (5) eingeblasen werden kann. 16. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um dem Treppenrost (3) und oder dem Kipprost bzw. den Kipprosten (4) vorgewärmte Luft zuführen zu können.
    17. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Treppenrostanfang zwecks Regulierung der Höhe der Brennstoffschicht ein Regulierpendel (19) angeordnet ist. 18. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Treppenrostanfang ein Brennstoff-Einfüllschacht (1) von solcher Höhe angeordnet ist, dass die Brennstoffsäule selbst den Schacht gegen den Eintritt von falscher Luft und gegen den Austritt von Verbrennungsgasen abdichtet.
    19. Feuerungsanlage nach Unteranspruch 18, da durch gekennzeichnet, dass sich der Einfüllschacht (1) zur Vermeidung von Stauungen nach unten schwach erweitert. 20. Feuerungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Unterdruck im Feue- rungsraum (5) während des Betriebes nur wenige Millimeter Wassersäule beträgt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0472027A3 (en) * 1990-08-23 1992-08-19 Evt Energie- Und Verfahrenstechnik Gmbh Grate surface

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FR2215587A1 (de) * 1973-01-29 1974-08-23 Hitachi Shipbuilding Eng Co
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