Autobus Die vorliegende Erfindung betrifft einen Autobus, der sich unter anderem für den Zubringerdienst zu Grossflugzeugen eignet. Unter einem Autobus wird in diesem Zusammenhang ein Fahrzeug mit einer kasten artigen Karosserie verstanden, unabhängig davon, ob es dem Personen- oder dem Warentransport dient. Es sind bereits Zubringerautobusse für Flugzeuge be kannt, bei denen der ganze Wagenkasten relativ zum Chassis auf die Höhe des Flugzeugrumpfes gehoben werden kann. Des weiteren gibt es auf jedem Flug platz mit Rollen oder Rädern versehene Treppen, die sich ans Flugzeug schieben lassen; einige davon sind auch mit einem Motor versehen, so dass sie selbst fahrend sind.
Der Autobus nach der vorliegenden Erfindung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass er einen von der Wagenplattform nach oben führenden, in der Höhe verstellbaren Aufgang aufweist. Bei diesem Aufgang kann es sich um eine schiefe Ebene ohne oder mit Förderband handeln, oder um eine Treppe, die auch als Rolltreppe ausgestaltet sein kann. Die Vorteile eines solchen Autobusses sind einleuch tend; Die Passagiere können ihn vom Abflugwarte raum aus betreten und werden dann sicher über den Flugplatz bis zu den heute immer weiter weg statio nierten Flugzeugen gefahren, wo sie dann das Flug zeug direkt betreten können, ohne dass sie den Unbil den der Witterung ausgesetzt sind und einer speziellen Beaufsichtigung bedürfen.
Ein solcher Autobus, wel cher nur einen in der Höhe verstellbaren Aufgang aufweist, ist zudem den Einflüssen von Windböen weit weniger ausgesetzt als ein Autobus mit hebbarem Wagenkasten. Zudem ist er in der Herstellung und im Unterhalt bedeutend billiger.
Nachfolgend werden anhand der Zeichnung Aus führungsbeispiele der Erfindung beschrieben. In der Zeichnung zeigt: die Fig. 1 einen erfindungsgemässen Autobus in perspektivischer Darstellung mit hochgestelltem Auf gang, während die Fig. 2 und 3 Seitenansichten desselben Fahr izeuges sind, und zwar die Fig. 2 mit hochgestelltem und die Fig. 3 mit heruntergelassenem Aufgang;
die Fig. 4 ist eine Draufsicht auf dasselbe Fahr zeug, die Fig. 5 ist eine Seitenansicht eines zweiten Aus führungsbeispieles, die Fig. 6, 7 und 8 zeigen ein drittes Ausführungs beispiel, und zwar ist hier in der Fig. 6 die Treppe in der höchsten und in der Fig. 7 die Treppe in der tiefsten Lage dar gestellt, während die Fig. 8 in grösserem Massstab ein Detail der Treppe aus der Fig. 7, gesehen in Richtung des Pfei les VIII, zeigt;
die Fig. 9 und 10 zeigen ein letztes Ausführungs beispiel, und zwar die Fig. 9 in Seitenansicht und die Fig. 10 im Grundriss. Der in den Fig. 1 bis 4 als erstes Ausführungs beispiel dargestellte Autobus ist ein gewöhnliches, als Frontlenker ausgebildetes, dreiachsiges Strassenfahr zeug, dessen Kasten mit 1 und dessen Räder mit 2, 3 und 4 bezeichnet sind. Obwohl es sich bei allen dar gestellten Fahrzeugen um dreiachsige Fahrzeuge mit einer angetriebenen und einer Schleppachse handelt, kann der erfindungsgemässe Autobus auch zweiachsig ausgebildet oder mit zwei angetriebenen Achsen ver sehen sein.
Vorn befindet sich der mit 5 bezeichnete Platz für den Chauffeur. Auf der rechten Seite ist in der Karosserie ein Platz ausgespart für den ungefähr in der Fahrzeugmitte angelenkten, von der Wagen plattform 19 nach vorn oben führenden Aufgang 6, dessen Neigung sich ändern lässt und der der an seinem vorderen Ende angeordneten, kabinenartigen Plattform 7 als Parallelführung dient, da sowohl die Treppe 13 wie auch der Handgriff 20 und das Dach 21 an der Fahrzeugkarosserie und auch an der Platt form 7 angelenkt sind. Die Plattform selber ist aus möglichst viel durchsichtigem Material gebaut und mit einer Seitentüre 17 und einer Fronttüre 18 ver sehen.
Ein elastischer Balg 8 ermöglicht die Her stellung einer guten Verbindung zwischen der Türe 18 der Plattform 7 und dem Flugzeugrumpf, ohne dass die Gefahr einer Beschädigung des letzteren be steht. Zum Heben und Senken des Aufganges 6 dient ein unter der Plattform 7 befindlicher, vierteiliger, um eine Achse 11 schwenkbarer hydraulischer Teleskop heber 9, in welchen das Öl mittels des Motors 12 ge fördert werden kann. Die Fig. 1 und 2 zeigen die Plattform 7 in ihrer obersten Lage, also den Auf gang 6 in seiner steilsten Stellung, während die Fig. 3 und 4 die Plattform 7 in ihrer untersten Lage, den Aufgang 6 also in seiner flachsten Stellung darstellen.
Die einzelnen Treppentritte 15 werden durch in der Zeichnung nicht sichtbare Parallelführungen stets horizontal gehalten, unabhängig davon, ob sich die Plattform 7 zuoberst oder zuunterst oder in einer Mittelstellung befindet. Selbstverständlich kann der Autobus für die Fahrgäste noch weitere Türen als nur die beiden mit je einem Klappbrett 14 versehenen, pneumatisch betätigbaren, seitlich angeordneten Hecktüren 10 aufweisen. Die Einteilung des Fahr zeuginnern kann beliebig sein; je nach Bedarf können mehr Sitz- oder mehr Stehplätze oder auch Klapp sitze vorgesehen werden.
Die Benützung des vorstehend beschriebenen Autobusses ergibt sich aus der Beschreibung von selbst: Zum Einsteigen vom Boden oder von einer Rampe dient die Türe 10. Nach der Fahrt zum Flug zeug wird die Plattform 7 auf die Höhe gebracht, die ein müheloses Betreten des Flugzeuges gestattet. Nachdem die ankommenden Fluggäste das Flugzeug verlassen und die abfliegenden es betreten haben, wird die Plattform wieder heruntergelassen. Alsdann fährt der Autobus zum Flughof zurück, wo die Passa giere ihn durch die Hecktüre oder durch die vor dere Seitentüre 17 verlassen, je nachdem, auf welche Höhe ausgestiegen werden muss.
Das in der Fig.5 dargestellte zweite Ausfüh rungsbeispiel unterscheidet sich vom vorstehend be schriebenen ersten Beispiel im wesentlichen dadurch, dass der hier als Ganzes mit 21 bezeichnete Aufgang keine Treppenstufen aufweist, sondern dass auf einer schiefen Ebene 22 Gleitschutzrippen 23 angeordnet sind. Die ebenfalls als Kabine ausgebildete, in der Höhe verstellbare Plattform 24 ist grösser als die Plattform 7 des ersten Ausführungsbeispiels und be sitzt keinen Balg B. Diejenigen Teile, die mit den im ersten Ausführungsbeispiel dargestellten Teilen übereinstimmen, sind mit den bereits dort verwendeten Bezugszeichen versehen.
Dieser Autobus ist weniger für den Personentransport auf Flugplätzen, sondern haupt- sächlich für den Personenverkehr in Städten geplant, die ein gegenüber der Fahrbahn stark erhöhtes Trottoir oder gegenüber der Fahrbahn stark erhöhte Fussgän gerlauben oder zwei übereinanderliegende .Trottoire aufweisen. Mit Hilfe dieser Anordnung ist es mög lich, dass die Passagiere das Fahrzeug direkt vom Trottoir aus betreten, und dass sie das Fahrzeug unabhängig von der jeweiligen Trottoirhöhe auch wieder ohne Schwierigkeiten verlassen können.
Ein drittes Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt, während die Fig. 8 ein Detail in grösserem Massstab zeigt. Auch hier sind diejenigen Teile, die mit den anhand der Fig. 1 bis 5 beschrie benen Teilen übereinstimmen, mit den bereits dort verwendeten Bezugszeichen bezeichnet. Es handelt sich hier um einen Autobus mit einem ebenfalls als Treppe ausgebildeten, als Ganzes mit 25 bezeichneten Aufgang, der sich jedoch dadurch vom Aufgang nach den Fig. 1 bis 4 unterscheidet, dass sich die hier mit 35 bezeichnete Plattform mittels der im Fahrzeug chassis fest montierten, nicht verschwenkbaren hydraulischen Hebevorrichtung 36 vertikal heben und senken lässt.
Die Treppe 37 ist daher nur an der Plattform 35, nicht aber am Fahrzeugchassis drehbar befestigt, während anderseits das Dach 38 wohl am Fahrzeugdach 39, nicht aber an der Plattform 35 angelenkt ist. Es ist an der Plattform 35 mittels Zapfen 40 gleitbar gelagert, so dass es sich beim Herunter lassen dieser Plattform unter das Plattformdach 41 schieben lässt. Die Treppe 37, die im wesentlichen aus den beiden Schienenpaaren 42 und 43 und den an diesen vier an der Plattform 35 drehbar befestigten Schienen angelenkten Stufen 41 besteht, ist auf zwei auf derHöhe der Wagenplattform 19 angeordneten Rol len 44 abgestützt, so dass sie sich beim Herunterlassen der Plattform 35 teilweise unter die Wagenplattform 19 schieben kann.
Die beim Senken der Plattform 35 nötige Verkürzung der beiden als Geländer dienenden Seitenwände 45 erfolgt durch teleskopartiges Inein- anderschieben. Auch dieser Autobus kann für den Personentransport auf Flugplätzen oder für den Personentransport in Strassen ausgebildet sein: Für den Strassenverkehr wird man die kabinenartige Plattform 35 möglichst gross machen, während für den Verkehr auf den Flugplätzen die Anordnung eines ausziehbaren Balges 8 wichtig ist.
An Stelle einer gewöhnlichen Treppe oder der mit Gleitschutzrippen versehenen schiefen Ebene lässt sich natürlich auch eine Rolltreppe verwenden, und zwar unabhängig davon, ob ein fest montierter Tele- skopheber vorhanden ist oder einer, der sich um eine Horizontalachse neigen kann.
Als letztes Beispiel ist in den Fig. 9 und 10 ein dem Gepäcktransport dienender Autobus dargestellt. Die Karosserie weist eine in der Rückwand befind liche Hecktüre 26 sowie eine mit herunterklappbaren Treppenstufen 33 versehene Seitentüre 32 auf. Die Wagenplattform 29 ist oberhalb der Räder 34, etwa auf der Höhe der Eisenbahnwagenplattformen, an geordnet, wie das bei einem Lastfahrzeug üblich ist. Etwas tiefer liegt der Boden der Führerkabine 30. Etwa in der Fahrzeugmitte ist der verschwenkbare Aufgang 31 angelenkt, an dessen vorderem Ende sich die kabinenartige, ebenfalls aus möglichst viel durch sichtigem Material gebaute, mit Türen 27 und 28 versehene Plattform befindet.
Auch hier dient, wie im ersten und zweiten Beispiel, der Aufgang 31 der Plattform 49 als Parallelführung. Die zum Heben und Senken dienende Einrichtung entspricht ebenfalls der jenigen, die vorstehend anhand der Fig. 1 bis 4 be schrieben ist. Daher sind hier deren Teile mit den bereits dort benützten Bezugszeichen versehen. Auf dem Boden 49 ist ein Transport- oder Förderband 46 angeordnet, welches um die beiden Rollen 47 und 48 läuft, von welchen sich die erstgenannte mit dem Mo tor 12 so kuppeln lässt, dass es in der einen oder anderen Richtung angetrieben werden kann. Obwohl das in der Zeichnung dargestellte Fahrzeug mit ge wöhnlichen Fenstern 50 versehen ist, können diese auch vergittert oder kleiner gehalten sein oder ganz fehlen.
Der Gebrauch und die Funktionsweise der Teile dieses Autobusses ergeben sich aus der vorstehenden Beschreibung: Die zu transportierenden Güter werden vom Boden durch die Türe 32 oder von einer Rampe oder aus einem Eisenbahnwagen durch die Türe 26 ins Fahrzeug geladen. Befinden sich die Güter aber im ersten Stockwerk eines Gebäudes, so kann man sie durch die Türe 27 in die Plattform 48 und von dort mittels des Transportbandes ins Fahrzeuginnere befördern. Die Plattform 48 wird mittels des hydrau lischen Zylinders 9 auf die hiezu nötige Höhe ge bracht. Zum Fahren auf der Strasse und auf dem Flugplatz wird der Aufgang möglichst weit herunter geklappt, wie das die Fig. 3 anhand des ersten Aus führungsbeispieles zeigt.
Wenn der Autobus beim zu beladenden Flugzeug angekommen ist, wird die Plattform 48 soweit wie nötig gehoben, und die ein zuladenden Güter werden mittels des Förderbandes 46 hinauf- und allfällig auszuladende Güter hinunter transportiert. Selbstverständlich eignet sich dieser Warenautobus nicht nur für den Verkehr auf Flug plätzen, sondern zum Güterverkehr jeder Art, beson ders auch für den Werkverkehr innerhalb eines grösse ren Betriebes.
Obwohl in allen vorstehend beschriebenen Aus führungsbeispielen zum Heben des Aufganges eine hydraulische Vorrichtung dargestellt ist, lassen sich selbstverständlich auch andere, z. B. mechanische, Vorrichtungen verwenden sowie kombinierte Vor richtungen, z. B. solche mit einer hydraulisch betätig ten Schere.