Vorrichtung zum Beheizen von Weichen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Be heizen von Weichen, bei welcher elektrische Heiz körper längs jeder Schiene, vorzugsweise auf der Oberseite des Schienenfusses, angebracht und an ihrem einen Ende mit einem Anschlusskasten verbun den sind.
Zweck der Erfindung ist, eine Vorrichtung dieser Art zu schaffen, die im Vergleich zu ähnlichen, früher vorgeschlagenen Vorrichtungen in weit niedrigerem Grade solchen Betriebsstörungen ausgesetzt ist, wel che auf die durch die vorbeilaufenden Züge hervor gerufenen Erschütterungen in den Schienen und Schwellen zurückzuführen sind, und deren Teile der art verlegt sind, dass sie nicht leicht durch äussere Einflüsse beschädigt werden können.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass der Anschlusskasten in ganz inner halb des Gleises befindlicher und von den Schienen unabhängiger Lage auf oder zwischen den Schwellen des Gleisoberbaus abgestützt ist, dass die Heizkörper Einleiterrohrelemente sind, von welchen zwei neben einander längs der Schiene angeordnet sind und deren eine, nebeneinandergelegene und dem Anschlusskasten gegenüber befindliche Endteile senkrecht von der Schiene weg auf den Anschlusskasten zu abgebogen und daran fest angeschlossen sind, während die Rohr elemente an ihren vom Anschlusskasten abgelegenen Enden miteinander verbunden sind,
und dass die Rohrelemente durch Befestigungsklemmen an der Schiene festgehalten sind, wobei die Klemmen den Rohrelementen gestatten, unabhängig voneinander und von der Schiene beschränkte Lage- und Form veränderungen auszuführen.
Zur Erläuterung der Erfindung ist eine Ausfüh rungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung an Hand der Zeichnungen im folgenden näher beschrie ben. Es zeigen: Fig. 1 einen Grundriss eines Bruchstückes einer Eisenbahnschiene mit Schwellen, an der die erfin dungsgemässe Vorrichtung angebracht ist, Fig.2 einen Aufriss eines Bruchstückes dieser Vorrichtung in der Längsrichtung der Schiene von der Linie A-A in Fig. 1 gesehen, Fig. 3 einen Aufriss der Vorrichtung in Fig. 1, senkrecht zur Längsrichtung der Schiene von der Linie B -B in Fig. 1 gesehen,
Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie C-C in Fig. 1 und Fig.5 einen ähnlichen Querschnitt, der jedoch eine Abänderung darstellt.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung bestehen die elektrischen Heizkörper, die zum Beheizen einer Weiche dienen, aus Rohrelementen derjenigen Art, die einen einfachen Heizleiter (d. h. im allgemeinen eine einzige Spirale aus Widerstandsdraht, eingebettet in Isoliermaterial im Inneren eines Mantelrohres) ent hält. Diese Rohrelemente sind in zwei Paaren an geordnet, indem sich die Elemente 1 und 2 jedes Paares von einem etwa in der Mitte der Weiche gelegenen Anschlusskasten 11 nebeneinander längs der Schiene 4 erstrecken, das eine Paar beinahe bis zur Spitze der Weichenzunge und das andere Paar in entgegengesetzter Richtung, d. h. gegen die Wurzel der Weichenzunge.
Die Leiter der Rohrelemente 1 und 2 jedes Paares sind an dem vom Anschlusskasten 11 entfernt gelegenen Ende miteinander verbunden, so dass der Heizstrom vom Anschlusskasten 11 in einer Schlinge durch die beiden Elemente fliesst. Sie werden durch Befestigungsklemmen an dem Schienenfuss fest gespannt gehalten, wie weiter unten beschrieben ist. In der in Fig. 1-3 veranschaulichten Vorrichtung ist der Anschlusskasten 11 völlig innerhalb der Schiene 4 an zwei Haltern 12 angebracht (von denen nur der eine in der Zeichnung sichtbar ist), die sich quer über zwei Schwellen 13 erstrecken und daran festgeschraubt sind.
In Seitenansicht haben diese Hal ter die in Fig. 3 gezeigte Form und tragen den An schlusskasten 11 in ihrer zwischen den Schwellen 13 liegenden Versenkung. An der der Schiene zuge wandten Seite hat der Anschlusskasten 11 einen An schlussflansch 14, welcher zwei Löcher aufweist, und diejenigen Endteile der beiden Paare von Rohrele menten 1 und 2, die dem Anschlusskasten 11 am nächsten gelegen sind, sind senkrecht von der Schiene weg gebogen und erstrecken sich bis zum Anschluss- kasten 11, wo sie in die genannten Löcher des Flan sches 14 eingeführt sind, in denen jedes Paar von Rohrelementen durch einen gemeinsamen,
in eines der Löcher eingeschraubten Nippel 15 festgehalten wird.
Da der Anschlusskasten 11 nicht mit der Schiene selbst direkt mechanisch verbunden ist, sondern im Verhältnis zu den Schwellen 13 fest angeordnet ist, wird er an den Erschütterungen der letzteren teilneh men, welche auf Grund der Dämpfung, die diese Er schütterungen beim Übergang von der Schiene zu den Schwellen und bei der Fortpflanzung durch die letz teren erfahren, schwächer sind als die der Schiene.
Die Rohrelemente 1 und 2 werden deshalb gewissen Lage- und Formveränderungen ausgesetzt, die sie jedoch ohne Ungelegenheit zulassen, weil sie unab hängig voneinander und von der Schiene, an der sie befestigt sind, einigermassen beweglich sind. Insbeson dere lassen die Rohrelemente nötigenfalls eine ge wisse Verdrehung zu, die sich auf die gesamte, längs der Schiene verlaufende Länge der Elemente verteilt. Die Leitungen, mit denen der Anschlusskasten 11 an einen in der Nähe der Weiche vorgesehenen Strom abgriff, z.
B. eines Transformators, angeschlossen ist, sind dagegen keinen nennenswerten Bewegungen aus gesetzt, da sie nur an den gedämpften Erschütterun gen der Schwellen teilzunehmen brauchen. Die Gefahr eines Leitungsbruches ist deswegen unbedeutend.
Die Befestigungsklemmen, mit denen die Rohr elemente 1 und 2 auf der Oberseite des Schienen fusses befestigt werden, sind in zwei Ausführungen in Fig. 4 und 5 gezeigt. In beiden Figuren besteht die Befestigungsklemme aus einem mit Gewinde ver- sehenen Schaft 16 und einem auf das Ende des Schaftes aufgeschweissten U-Profilteil 17 (siehe auch Fig. 1), welcher mit seiner Rinne die innere Kante des Schienenfusses umgreift, wie in Fig. 4 und 5 ver anschaulicht ist,
während sich der Schaft dicht an der Unterseite des Schienenfusses quer zur Längsrichtung der Schiene erstreckt und an seinem an der entgegen gesetzten Kante des Schienenfusses hervorragenden Ende einen lose aufgesetzten Klemmenteil 18 trägt, welcher ebenfalls U-Profilform hat und mittels Mut- tern 19 um die letztgenannte Kante des Schienen fusses festgespannt wird.
Zwischen dem U-Profilteil 17 und der Kante des Schienenfusses ist ein V-förmig gebogenes, federndes Blechstück 20 angebracht, des sen oberer Schenkel eine den Teil 17 überragende, nach innen über den Schienenfuss greifende Blech klemme 21 bildet, unter welcher die beiden Rohr elemente 1 und 2 festgehalten sind. In Fig. 4 liegen die Rohrelemente direkt gegen den Schienenfuss an und beheizen dadurch den Fuss und die gesamte Schiene durch Leitungswärme. In der Ausführungs form gemäss Fig. 5 ist ein zweites V-förmiges Blech stück 22 in das Blechstück 20 eingepasst. Der obere Schenkel dieses zweiten Blechstückes 22 ist nach innen den Schienenfuss entlang an dem Teil 17 vorbei verlängert.
Die Rohrelemente werden in diesem letz teren Fall zwischen der Klemme 21 des ersten Blech stückes 20 und der Verlängerung des Blechstückes 22 elastisch festgespannt und kommen deshalb in einem durch die Dicke des Blechstückes 22 festgelegten Ab stand vom Schienenfuss zu liegen. Hierdurch wird die Wärmeübertragung von den Rohrelementen zu der Schiene vermindert und die Rohrelemente errei chen deshalb eine höhere Temperatur, was im all gemeinen wünschenswert ist. Zu merken ist, dass die beschriebene Befestigungsklemme ohne Zuhilfenahme von Bohrlöchern an der Schiene befestigt wird.
Zum Festhalten jedes Paares von Rohrelementen 1 und 2 benötigt man mindestens zwei, im allgemei nen jedoch drei oder mehrere Befestigungsklemmen laut Fig. 4 oder 5, die in Abständen untereinander längs des Schienenfusses angeordnet werden. Die Rohrelemente sollen nicht starr festgespannt sein, son der müssen die Lage- und Formveränderungen aus führen können, die, wie oben erwähnt, eine Folge der Erschütterungen der Schienen sind oder durch die verschiedene Wärmeerweiterung der Schienen und Rohrelemente entstehen.
Dies wird dadurch erreicht, dass die Festspannung der Klemme 21 gegen die Rohrelemente 1 und 2 elastisch ist oder dass die Klemme 21 derart bemessen ist, dass sie bei der An lage gegen den Schienenfuss mit ihrem abwärtsgebo- genen freien Ende (siehe Fig. 4) keine nennenswerte Festspannungskraft auf die Rohrelemente ausübt.