Gerät zur Aufnahme und Wiedergabe von Telephongesprächen Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Aufnahme und Wiedergabe von Telephonges:prächen, mit einem magnetisierbaren Tonband, auf dem in Abwesenheit des Teilnehmers ankommende Telephongespräche automatisch registriert werden, um später vom Teil nehmer abgehört werden zu können.
Geräte dieser Art sind wohl bekannt, weisen aber den Nachteil auf, dass ihre Bedienungsorgane in recht komplizierter Weise ausgebildet und an geordnet sind, so d'äss es einige Mühe bereitet, die Handhabung dieser Geräte zu erlernen.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles zeichnet sich das Gerät nach der Erfindung aus durch eine Front platte, an der ein Hauptschalter mit drei Stellungen für Ausgeschaltet , Aufnahme (z. B. als. Tele- phon oder extern bezeichnet) und Wiedergabe (z. B. als Tonband oder intern bezeichnet) und ferner fünf Tasten angebracht sind, die nur in der Wiedergabestellung des Hauptschalters wirksam sind, wobei eine Taste für Schnellrücklauf des. Ton bandes, eine Taste für das Anhalten des Tonbandes, eine Taste für die Wiedergabe, eine Taste für die Erregung eines Löschkopfes und eine Taste für Schnellvorlauf des. Tonbandes dient.
In der einzigen Figur der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel de Erfindungsgegenstandes per spektivisch dargestellt.
Das dargestellte Gerät weist ein annähernd qua- derförmiges Gehäuse 1 auf, das oben mit einem aufklappbaren Deckel 2 versehen ist, der aus durch sichtigem Kunststoff, z. B. dem unter der Marken bezeichnung Plexiglas bekannten Kunststoff, be steht. Der Deckel 2 weist auf seiner dem Scharnier 3 entgegengesetzten Seite einen abgebogenen Rand streifen 4 auf, der in der Schliesslage vor einer leicht nach hinten geneigten Frontplatte 5 liegt. Am Randstreifen 4 ist ein Verschlussteil 6 angebracht, der zur Zusammenarbeit mit einem zentral unterhalb der Frontplatte 5 vorgesehenen Schloss 7 bestimmt ist, um den Deckel 2 in seiner Schliesslage zu ver riegeln.
Das Schloss 7 ist mit einem Schlüssel 8 versehen.
Eine unterhalb der Frontplatte 5 befindliche, vordere Gehäusewand 9 ist schalldurchlässig aus gebildet, da hinter derselben ein Lautsprecher an geordnet ist. An die Frontplatte 5 schliesst sich oben eine horizontale Deckplatte 10 an, über welcher sich zwei Spulen 11 und 12 befinden, die dazu dienen, ein magnetisierbares Tonband 13 an einem Aufzeichnungs- und Ablesekopf und an einem Lösch- kopf vorbei zu ziehen, die unter einer kleinen, von der Deckplatte 10 abmontierbaren Abdeckung 14 angeordnet sind.
Die Teile 11-14 gehören zu einem üblichen Tonbandapparat, der als. Ganzes in das Gehäuse 1 eingebaut ist, wobei seine bere Chassis platte 15 bis 16 auf die Deckplatte 10 aufgeschraubt ist. Zu dem Tonbandapparat gehört auch ein mit einem Rückstellknopf 17 versehener Bandlängenan- zeiger 18, auf dem abgelesen werden kann, wie gross jeweils der bereits besprochene Teil des Tonbandes 13 ist.
Das Tonband 13 dient in an sich bekannter Weise ausschliesslich zur Aufnahme von in Abwe senheit des Teilnehmers. ankommenden Telephonge- sprächen und ist durch ein nicht dargestelltes Kabel mit dessen Telephonapparat verbunden. Gegenüber bekannten Geräten ähnlicher Art hat das beschrie bene Gerät den Vorzug, dass seine nachfolgend näher erläuterten Bedienungsorgane in sehr einfacher Weise angeordnet und ausgebildet sind, so dass ihre Hand habung auch ganz ungeübten Personen besonders leicht fällt.
Ferner ist es sehr vorteilhaft, dass die Stellung dieser Bedienungsorgane und mit densel ben zusammenarbeitender Anzeigeorgane auch bei abgeschlossenem Gerät durch den durchsichtigen Plexiglasdeckel 2 hindurch jederzeit ersichtlich ist.
Zur Bedienung des Gerätes ist zunächst an der Frontplatte 5 in Hauptschalter 19 montiert, der drei Stellungen aufweist, die beispielsweise mit 0, W und A bezeichnet sein können. In der Stellung 0 ( Null oder Ausgeschaltet ) ist das Gerät voll ständig ausgeschaltet, in der Stellung A ( Auf nahme ) nimmt es automatisch ankommende Fern gespräche auf, das heisst registriert dieselben auf dem Tonband 13, und in der Stellung W ( Wie dergabe ) gibt es die aufgenommenen Gespräche wieder, und zwar entweder über den bereits er wähnten Lautsprecher, oder über einen Kopfhörer, der mittels eines Steckers an die in der Nähe des rechten Endes der Frontplatte 5 angeordnet-- Steck buchse 20 anschlessbar ist.
Die Steckbuchse 20 ist mit einem Schaltkontakt zusammengebaut, der beim Einstecken des Steckers automatisch den Laut sprecher ausser Betrieb setzt.
Links neben der Buchse 20 befindet sich ein Lautstärkeregler 21, mit dem die Lautstärke sowohl bei Lautsprecher als auch bei Kopfhörerbearieb geregelt werden kann. Neben dem Lautstärkeregler 21 ist eine grüne Signallampe 22 angebracht, die aufleuchtet, wenn der Hauptschalter 19 auf Auf nahme (A) steht. Zwischen der Signallampe 22 und dem Hauptschalter 19 ist in einem horizon talen Schlitz der Frontplatte 5 eine Skala 23 sicht bar, die weiss aufleuchtet, wenn der Hauptschalter 19 sich in der Stellung Wiedergabe (W) befindet.
Dass Aufleuchten der Skala 23 soll dabei lediglich diese Widergabestellung des Hauptschalters 19 an zeigen, indem sich der dieser Skala zugeordnete, aus der Zeichnung nicht ersichtliche Zeiger in dieser Stellung des Hauptschalters gar nicht bewegt.
Die Skala. 23 ist einer Ansagescheibe oder einer Ansagewalze zugeordnet, auf der ein Ansagetext registriert ist, der nach Empfang eines Telephon- anrufes in bekannter Weise dem anrufenden Teil nehmer mitteilt, dass der angerufene Teilnehmer ab wesend ist, und der ihn auffordert, zu sprechen, da seine Mitteilung registriert werden wird. Um den gewünschten Ansagetext auf der Ansagescheibe oder -walze zu registrieren, ist ein Mikrophon über eine auf der hinteren Seite des Gehäuses 1 vorge sehene Anschlussbuchse an das Gerät anzuschliessen und der Hauptschalter 19 auf Aufnahme (A) zu stellen.
In diesem Falle wird nun nicht die grüne Signallampe eingeschaltet, sondern die Skala 23 leuchtet auf und mit dem Einschalten des Mikro phons beginnt der Zeiger auf dieser Skala 23 zu wandern, um anzuzeigen, wieviel Zeit schon seit Beginn des Besprechens der Ansagescheibe oder -walze vergangen ist bzw. wieviel Zeit noch zur Verfügung steht, damit man dem Ansagetext ge nügend genau eine vorbestimmte Dauer, von z. B. 30 Sekunden, erteilen kann.
Da der Ansagetext nur verhältnismässig selten geändert zu werden braucht und nicht durch Un- befugte geändert werden soll, ist die erwähnte Mi- krophons.teckbuchse nicht ohne weiteres zugänglich, sondern erst nach Lösen von einigen Schrauben oder einer anderen Verriegelung.
Links vom Hauptschalter 19 sind auf der Front platte 5 fünf Drucktasten 24-28 nebeneinander an geordnet, deren Bedienung nur dann eine Wirkung hat, wenn der Hauptschalter 19 sich in der Stellung Wiedergabe (W) befindet. Wenn man die Wie dergabe der aufgenommenen Gespräche wünscht und den Hauptschalter 19 auf W gestellt hat, muss man zunächst die Taste 24 drücken, um den bei Auf nahme der Gespräche von der Spule 11 auf die Spule 12 übergegangenen Teil des Tonbandes 13 auf die Spule 11 zurückzuspulen. Dieser Rücklauf des Tonbandes 13 erfolgt mit einer fünfmal grösseren Geschwindigkeit als dessen Vorlauf bei Aufnahme oder Wiedergabe.
Nach dem Zurückspulen des Ton bandes 13 wird die Taste 26 gedrückt, worauf die Wiedergabe der Gespräche über den Lautspre cher oder über den Kopfhörer erfolgt, je nachdem, ob letzterer an die Buchse 20 angeschlossen ist oder nicht.
Will man die Wiedergabe unterbrechen, so ist die Taste 25 zu drücken, wodurch das Tonband 13 stillgesetzt wird. Das Unterbrechen der Wiedergabe kann wahlweise auch mittels einer Fusstaste erfolgen, die an eine auf der hinteren Seite des Gehäuses vor gesehene Buchse anschliessbar ist.
Die Taste 27 dient zur Erregung des Lösch- kopfes. Um die auf dem Tonband 13 vorhandenen Registrierungen zu löschen, bevor man den Haupt schalter 19 auf Aufnahme (A) stellt, muss man gleichzeitig die Tasten 24 und 27 drücken, so dass das Tonband 13 in raschem Rücklauf an dem er regten Löschkopf vorbeigezogen wird. Die Taste 28 dient für schnellen Vorlauf, ebenfalls mit der 5fachen Geschwindigkeit des Vorlaufes bei Auf nahme oder Wiedergabe. Den Schnellvorlauf kann man z. B. benützen, um rasch festzustellen, ob eine erwartete Mitteilung eingetroffen ist.
Da die Auf- nahmekapaziät des Tonbandes 13 beispielsweise 90 Minuten entspricht, braucht man nämlich ohne diese. Taste unter Umständen sehr lange Zeit, um durch Abhören einer Mitteilung nach der anderen festzu stellen, ob sich die erwartete Mitteilung unter den selben befindet. Durch Drücken der Taste 28 kann man dagegen jeweils kürzere oder längere Gesprächs abschnitte im Schnellgang überbrücken und dann mit der Wiedergabetaste 26 probieren, ob nun die erwartete Mitteilung an der Reihe ist.
In besonders praktischer Weise ist ferner ein an sich bekannter Gesprächszähler 29, unter einem kleinen Fenster der oberen Chassisplatte 15 des Tonbandapparates montiert, welcher Gesprächs zähler anzeigt, wieviele Ferngespräche angekom men sind.
Es ist selbstverständlich, dass das Gerät noch mit einem Netzanschlusskabel und einer Umformer vorrichtung zur Erzeugung der erforderlichen Be- triebs- und Steuerspannungen versehen ist. Die elek trische Schaltung des Gerätes ist nicht dargestellt, da ihre Auslegung im Bereiche der Kenntnisse des Fachmannes liegt.