CH383490A - Schaltungsanordnung zur Bremsung mindestens eines Einphasenwechselstrom-Kollektormotors - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Bremsung mindestens eines Einphasenwechselstrom-KollektormotorsInfo
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Description
Schaltungsanordnung zur Bremsung mindestens eines Einphasenwechselstrom- Kollektormotors In der schweiz. Patentschrift Nr. 320185 ist eine Brückenschaltung für Wechselstromkollektormaschi- nen beschrieben, bei welcher in der Motorschaltung mittels einer im Brückenzweig angeordneten Drossel spule eine phasenschiebende Wirkung erzielt wird. Umgekehrt würde die Einschaltung eines kapazitiven Widerstandes die Phasenlage des Netzstromes ver schlechtern. Die Erfindung benützt eine ähnliche Schaltungsanordnung.
Dabei ist ein reiner Wirk widerstand oder ein wenigstens eine Wirkkomponente aufweisender Widerstand als Bremswiderstand vor gesehen, der elektrische Leistung zweckmässig in der Grössenordnung der Bremsleistung in Wärme umzu setzen vermag. Untersucht man diese Schaltung, so stellt sich nämlich heraus, dass sich oberhalb einer be stimmten Geschwindigkeit die Phasenlage des Anker stromes gegenüber jener des Feldstromes um mehr als 90 verdreht und der Motor zum Generator wird.
Zum Stande der Technik sei noch auf die ausführ lichen Abhandlungen von Leyvraz, Bulletin Oerlikon 1950, Hefte 283/84 und Mirow ETZ 1938, S. 433/ 464 verwiesen.
Gemäss der Erfindung haben der Anker- und der Feldkreis einen ihnen gemeinsamen Strompfad, in dem der erwähnte Bremswiderstand angeordnet ist. Drei erste Ausführungsbeispiele seien zunächst für einen Motor allein in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellt. Der Ankerkreis liegt an der Spannung Ui, der Feld kreis an der Spannung U2 und der Widerstand W im gemeinsamen Pfad beider Kreise.
Die Pfeile der Span nungen Ui, U.., sind jenen der entsprechenden, in den Figuren eingezeichneten elektromotorischen Kräfte Ei, E2 entgegengerichtet. Es sind noch die Strompfeile für JF, JA und Jw eingetragen. Zr, Z,#, und Zw sind die vom Feldstrom, vom Ankerstrom und vom Wider- standsstrom durchflossenen Scheinwiderstände. ZA enthält somit nicht nur den Ankerwiderstand, sondern auch eventuell mit ihm in Reihe geschaltete Wider stände.
Dies gilt auch für Zr. In Fig. 1 haben die Spannungen U1 und U2 gleiche Richtung. In Fig. 2 ist die Spannung Ui = 0, das heisst die Klemmen, an denen sonst die Spannung U1 liegen würde, sind kurz geschlossen. In Fig. 3 hat U1 die entgegengesetzte Richtung wie in Fig. 1..
Ist dabei in Fig. 3 ausserdem noch U1 <I>=</I> U2 <I>= U,</I> so besteht kein Potentialunter schied zwischen der oberen Feldklemme und der un teren Ankerklemme, das heisst die beiden Klemmen können miteinander verbunden werden. Die Schal tung nach Fig. 1 entspricht einer kombinierten Wider stands-Nutzbremse, die nach Fig. 2 einer dank der Rückwirkung des Ankerkreises auf den Feldkreis selbstregelnden Widerstandsbremse und die nach Fig. 3 einer Gegenstrombremse.
Die im Anker erzeugte (Gegen-)EMK ist EA = _ JFv; dabei ist v = K # n, K ist eine Maschinenkonstante und n die Drehzahl. v hat die Dimension eines Wirk widerstandes, der sich proportional mit der Drehzahl ändert.
Zur Untersuchung der Schaltung werden die Maschen- und Knotengleichungen aufgestellt: 0 = - JF + JA - Jw U1 = - JFV + JA ZA --f- JWZw U2 = JFZF - Jwzw Die Determinante des Gleichungssystems ist D = ZAZr -f- ZW(ZA -I- ZF + v), und es ergeben sich für die Ströme die folgenden Formeln:
EMI0002.0001
Die Ortskurven der Ströme sind Kreise mit dem veränderlichen Parameter v. Der Feldkreis geht durch den Ursprung, die beiden anderen sind Kreise all gemeiner Lage. Die Ströme und Spannungen können nun mit Hilfe der Formeln für jeden Betriebspunkt bestimmt werden. Jeder Strom setzt sich aus zwei Anteilen zusammen, die von den Spannungen U1 und U., herrühren. Wird eine der Spannungen null, so verschwindet damit auch ihr Anteil. Eine zeich nerische Wiedergabe der Kreisdiagramme kann unter bleiben, weil ohnehin die Formeln für die Ströme an gegeben sind.
Dafür sind in den Fig. 4 und 5 die Vektordiagramme der Spannungen und Ströme der Schaltungen nach den Fig. 1 und 2 für einen Betriebs punkt gezeichnet, wobei die Spannung A =-JAZI, W - -Jm*ZIV und F = -JFZF ist. Die vorstehend auf gestellten, den Diagrammen zugrunde liegenden Span nungsgleichungen lauten dann: EI=EA+A+W <I>E,= F- W.</I>
Aus der Fig. 4 ist zu ersehen, dass der Ankerkreis bei der Widerstandsnutzbremse Wirk- und Blindlei stung ins Netz liefert, im Gegensatz zu anderen Nutz bremsschaltungen, die wohl Wirkleistung abgeben, aber Blindleistung entnehmen. In der Fig. 6 sind noch die Bremskraftgeschwindigkeitskurven 1, 2 und 3 an gegeben, die den Schaltungen nach den Fig. 1, 2 und 3 entsprechen. Diese Kennlinien gelten für eine be stimmte Spannungsstufe am Transformator. Die Ströme nehmen mit wachsender Spannung linear und die Bremskräfte quadratisch zu. Die Ordinatenschnitt- punkte bleiben unverändert erhalten.
Die Kennlinien nehmen nahezu den gleichen Verlauf wie jene der Druckluftbremse. Dem Druck im Bremszylinder ent spricht die eingestellte Spannungsstufe.
Die Schaltung nach Fig. 1 ist die wichtigste, denn sie hat insbesondere bei hoher Geschwindigkeit eine grosse Bremsleistung, von der ein Teil ins Netz zu rückgeschickt wird. Der Feldkreis entnimmt eine Lei stung aus dem Netz, der Ankerkreis liefert oberhalb einer bestimmten Geschwindigkeit eine Leistung ins Netz. Der überschuss über die entnommene Leistung des Feldkreises ergibt den Rückgewinn, auf den es an sich vielleicht weniger ankommt als darauf, dass um diesen Betrag die Widerstandsleistung und damit das erforderliche Widerstandsgewicht kleiner wird.
Die Ausrüstung wird leichter als jene der Wider standsbremse, die selbst schon den bekannten Nutz- bremsschaltungen gewichtsmässig zumeist überlegen ist.
Die Fig. 7 und 8 zeigen beispielsweise Schaltun gen für zwei Motoren, die nichts anderes als eine Ver dopplung der einmotorigen Schaltung sind, wobei je doch die Ströme der beiden Hälften entgegengesetzte Richtungen haben. Bei Fig. 7 können die Spannungen El und EZ verschieden sein, während sie bei Fig. 8 gleich, gross bzw. identisch sind. In beiden Fällen kann der Halbierungspunkt der Spannungen an den Mittel punkt der Widerstände angeschlossen sein. Selbst verständlich lässt sich die Erfindung auf eine beliebige Anzahl von Motoren anwenden.
Die Fig. 9 und 10 zeigen andere Schaltungsvari anten, bei denen, wie man sich leicht überzeugt, im Feldkreis an Stelle der Spannung E, die Spannung E.-El wirksam ist.
Es sei schliesslich noch darauf hingewiesen, dass auch bei der völlig anders arbeitenden Kondensator- Nutzbremsschaltung ein vom Anker- und Feldstrom durchflossener Widerstand angeordnet ist, der aber natürlich nicht wie bei der erfindungsgemässen (kon- densatorlosen) Schaltung als Bremswiderstand be zeichnet werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schaltungsanordnung zur Bremsung mindestens eines Einphasen-Wechselstromkollektormotors, da durch gekennzeichnet, dass ein reiner Wirkwiderstand oder ein wenigstens eine Wirkkomponente aufweisen der Widerstand als Bremswiderstand in einem dem Ankerkreis und Feldkreis gemeinsamen Strompfad angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Bremsschaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Ankerkreis und Feldkreis derart an das Netz angeschlossen sind, dass ein Teil der Bremsenergie in das Netz geliefert wird (Fig. 1).z. Bremsschaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerkreis über den Widerstand kurzgeschlossen ist, so dass eine reine Widerstandsbremsung mit Selbstregelung zu stande kommt (Fig. 2). 3. Bremsschaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Ankerkreis und Feldkreis derart an das Netz angeschlossen sind, dass sich Gegenstrombremsung ergibt (Fig. 3).4. Bremsschaltungsanordnung nach Patentan spruch, mit zwei Motoren oder Motorengruppen, da durch gekennzeichnet, dass zwei einmotorige Schal tungen in solcher Weise vereinigt sind, dass die Ströme der beiden Motoren in bezug auf die Widerstands mitte verschiedene Richtungen haben (Fig. 7 und 8). 5. Bremsschaltungsanordnung nach Unteran spruch 4, mit zwei Motoren oder Motorengruppen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerkreise und die Feldkreise je für sich an einer eigenen Spannungs quelle liegen (Fig. 7).6. Bremsschaltungsanordnung nach Unteran spruch 4 mit zwei Motoren oder Motorengruppen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerkreise und die Feldkreise an einer gemeinsamen Spannungsquelle liegen (Fig. 8). 7. Bremsschaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Anker- kreis eingeprägte Netzspannung durch den Wert Null hindurch regelbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT732858A AT212458B (de) | 1958-10-20 | 1958-10-20 | Bremsschaltung für Einphasenwechselstrom-Kollektormotoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH383490A true CH383490A (de) | 1964-10-31 |
Family
ID=3594907
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH7950059A CH383490A (de) | 1958-10-20 | 1959-10-16 | Schaltungsanordnung zur Bremsung mindestens eines Einphasenwechselstrom-Kollektormotors |
Country Status (2)
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| AT (1) | AT212458B (de) |
| CH (1) | CH383490A (de) |
Families Citing this family (1)
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| CN111908296B (zh) * | 2020-08-11 | 2022-03-22 | 浙江蒂尔森电梯有限公司 | 一种电梯对重架 |
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1958
- 1958-10-20 AT AT732858A patent/AT212458B/de active
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Also Published As
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