CH383500A - Verfahren zur Herstellung einer selbsttragenden, warmfesten elektrischen Spule - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer selbsttragenden, warmfesten elektrischen SpuleInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung einer selbsttragenden, warmfesten elektrischen Spule Im allgemeinen werden elektrische Spulen so hergestellt, dass der Spulenkörper und die Wicklung nach dem Wickeln zusammenbleiben. Der Spulenkörper besteht dabei meist aus einem innerhalb der Wicklung liegenden Papp- oder Keramikkern, der oft an seinen Stirnenden je eine Papp- oder Keramikstirnwand aufweist, zwischen welchen Wänden die Spule liegt. Besteht der Spulenkörper aus Keramikmaterial, dann ist jedenfalls von dieser Seite her die Spule auch für höhere Temperaturen verwendbar.
Zweck des Verfahrens gemäss der Erfindung ist die Herstellung einer Spule, die warmfest und selbsttragend ist, also keinen Spulenkörper aufweist. Um eine solche Spule zu erhalten, wird gemäss der Erfindung ein Werkstoff verwendet, der bei Umgebungstemperatur, also Raumtemperatur, teigig oder flüssig ist und durch Erhärten und anschliessendes Brennen warmfest wird und ferner elektrisch isolierend ist.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer selbsttragenden, warmfesten elektrischen Spule, nach dem mindestens ein Teil der Lagen der Spule so hergestellt wird, dass jede Lage gewickelt und danach mit einem bei Raumtemperatur teigigen oder flüssigen, durch Erhärten und anschliessendes Brennen warmfest werdenden, elektrisch isolierenden Stoff bestrichen wird, und nach dem die Spule nach Erhärtung des Stoffes dann zwecks Erzielung der Warmfestigkeit des Stoffes und einer Spulenselbst- tragfähigkeit gebrannt wird. Zweckmässigerweise werden die Lagen radial von innen nach aussen gewickelt.
Eine nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellte Spule braucht keinen Spulenkörper; sie ist selbsttragend. Ausserdem sind die Windungen, die meist mit einer Isolation überzogen sind, durch die Erfindung zusätzlich voneinander elektrisch isoliert.
Im folgenden sind Ausführungsbeispiele des Verfahrens gemäss der Erfindung angegeben. Beim Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung einer hochwarmfesten Spule wird als genannter Stoff z. B. Aluminiumkorund (A1203) verwendet. Eine mit diesem Stoff hergestellte Spule hält Temperaturen von 500 bis 600 C aus, welche Temperaturen z. B. bei Turbinen gegeben sind.
Zweckmässigerweise bleibt nach der Lagenher- stellung die Spule bei Raumtemperatur zur einwandfreien Erhärtung des genannten Stoffes, z. B. A1203, für einige Zeit liegen.
Es werden also sämtliche Lagen der Spule in der angegebenen Art hergestellt, so dass also immer auf das Wickeln einer Lage ein Bestreichen mit dem genannten Stoff folgt. Vorzugsweise wird die innerste Lage der Spule radial innen mit dem Stoff bestrichen, anschliessend oder vorher die genannte Lagenherstel- lung durchgeführt und dann das Brennen durchgeführt; im zweiten Falle wird also zuerst die Lagenherstellung durchgeführt, anschliessend die innerste Lage der Spule radial innen mit dem Stoff bestrichen und danr;.das Brennen,durchgeführt.Zweckmässig ist es auch, die äusserste Lage der Spule radial auch aussen mit dem Stoff zu bestreichen und dann das Brennen durchzuführen.
Das genannte Bestreichen der Spule innen und aussen mit dem Stoff ist bezüglich der Selbsttragfähigkeit nicht notwendig, gibt aber der Spule ein einheitliches und gutes Aussehen und schützt die Aussen- und Innenlage und die meist vorhandenen Drahtisolierungen.
Vorzugsweise wird nach Wicklung der ersten Lage auf einen Kern die genannte Lagenherstellung (Wickeln, Bestreichen, Wickeln usw.) unter Wicklung der Lagen von radial innen nach aussen durchgeführt und dann der Kern aus der Spule gezogen, was somit leicht zu bewerkstelligen ist. Zuletzt wird das Brennen durchgeführt. Es ist vorteilhaft, den Kern mit dem genannten Stoff zu bestreichen und anschliessend die
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oben angegebenen Verfahrensschritte durchzuführen. Am besten wird der Kern mit mindestens einem dünnen Blatt oder Streifen umwickelt und anschliessend diese Umwicklung aussen mit dem Stoff bestrichen, wonach dann ebenfalls die eben angegebenen Verfahrensschritte durchgeführt werden.
Nach dem Brennen kann die Spule mit einem Poren des Stoffes schliessenden Mittel bestrichen werden. Dabei kann es sich um ein Glasurmittel handeln.
Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellte Spulen werden insbesondere als Induktions- messspulen verwendet. Diese dienen z. B. zur induktiven Messung von Schwingungen von Kreiselmaschi- nenwellen, insbesondere Dampfturbinen- oder Gasturbinenwellen, oder zur induktiven Messung der Grösse von Verschiebungen solcher Wellen gegenüber dem die Welle umgebenden Maschinengehäuse.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine Einrichtung dargestellt, auf deren Kern ein Teil von drei nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellten Windungslagen teilweise in Ansicht und teilweise im Sektorschnitt zu sehen ist.
Die Einrichtung besteht aus einem Metall- oder Holzkern 10 und zwei fest mit ihm verbundenen Metall- oder Holzendscheiben 11 und 12. Für den Kern und, oder die Scheiben kann auch Pappe verwendet werden. Als Metall dient insbesondere Stahl. Der Kern ist mit einem dünnen Blatt Papier mehrmals umwickelt. Diese Umwicklung 13 ist aussen mit teigigem Aluminiumkorund bestrichen. Darauf ist die erste Windungslage 14 gewickelt. Die erste Lage 14 ist aussen mit dem Korund bestrichen, und auf die erste Lage mit dieser Korundschicht ist die zweite Win- dungslage 15 gewickelt.
Die Lage 15 ist aussen wiederum mit dem Korund bestrichen und die Lage 16 auf die zweite Lage 15 mit dieser Korundschicht gewickelt. Die zwischen sämtlichen Windungen befindlichen Räume sind also mit Korund ausgefüllt. Die Lage 16 ist auch aussen mit dem Korund bestrichen, was in der Zeichnung nicht sichtbar ist. Die dargestellte Spule mit dem bei Raumtemperatur erhärteten Korund wird dadurch vom Kern 10 befreit, dass die Scheiben 11 und 12 vom Kern 10 entfernt werden und der Kern 10 aus der Umwicklung 13 gezogen wird. Die Spule wird dann zwecks einwandfreier Erhärtung des Korunds einige Zeit bei Raumtemperatur liegengelassen, wonach sie gebrannt wird. Die fertige Spule ist dann selbsttragend.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer selbsttragenden, warmfesten elektrischen Spule, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Lagen der Spule so hergestellt wird, dass jede Lage gewickelt und danach mit einem bei Raumtemperatur teigigen oder flüssigen, durch Erhärten und anschliessendes Brennen warmfest werdenden, elektrisch isolierenden Stoff bestrichen wird, und dass die Spule nach Erhärtung des Stoffes dann zwecks Erzielung der Warmfestigkeit des Stoffes und einer Spulenselbsttragfähigkeit gebrannt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die innerste Lage (14) der Spule radial innen mit dem Stoff bestrichen, anschliessend oder vorher die genannte Lagenherstellung durchgeführt und dann das Brennen durchgeführt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Lagenherstellung durchgeführt, anschliessend die äusserste Lage (16) der Spule radial aussen mit dem Stoff bestrichen und dann das Brennen durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach Wicklung der ersten Lage (14) auf einen Kern (10) die genannte Lagenherstellung unter Wicklung der Lagen von radial innen nach aussen durchgeführt, dann der Kern (10) aus der Spule gezogen und zuletzt das Brennen durchgeführt wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (10) mit dem genannten Stoff bestrichen wird und anschliessend die genannten Verfahrensschritte durchgeführt werden. 5.Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (10) mit mindestens einem dünnen Blatt oder Streifen umwickelt und anschlie- ssend diese Umwicklung (13) aussen mit dem Stoff bestrichen wird und dann die genannten Verfahrensschritte durchgeführt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule nach dem Brennen mit einem Poren des Stoffes schliessenden Mittel bestrichen wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEL0032088 | 1958-12-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH383500A true CH383500A (de) | 1964-10-31 |
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ID=7265793
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|---|---|---|---|
| CH8175459A CH383500A (de) | 1958-12-29 | 1959-12-10 | Verfahren zur Herstellung einer selbsttragenden, warmfesten elektrischen Spule |
Country Status (2)
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| BE (1) | BE585668A (de) |
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1959
- 1959-12-10 CH CH8175459A patent/CH383500A/de unknown
- 1959-12-15 BE BE585668A patent/BE585668A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE585668A (fr) | 1960-04-01 |
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