CH383562A - Vorrichtung zur Herstellung von Tafelglas - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von TafelglasInfo
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Description
Vorrichtung zur Herstellung von Tafelglas Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Her stellung von Tafelglas.
Bei der Herstellung von Tafelglas ist man seit jeher bestrebt, möglichst einwandfreies Glas herzu stellen, d. h. solches, das weder Wellen auf seiner Oberfläche besitzt noch Inhomogenitäten aufweist, die beim Hindurchschauen durch das Glas störend wirken. Um Inhomogenitäten im gezogenen Glas zu vermeiden, hat man zunächst versucht, einen mög lichst reinen Ausgangsrohstoff zu verwenden, da dies als erstes Erfordernis für die Homogenität des gezo genen Glases angesehen wurde. Man hat durch die Anordnung von Läuterzonen ferner versucht, die lnhomogenitäten weiter zu reduzieren. Zu einer völli gen Beseitigung ist man aber auch hierdurch nicht gekommen.
Man hat deshalb weiterhin Vorrichtungen geschaffen, insbesondere an den Brücken und Zieh düsen, die bezwecken sollen, den Düsenschlitz mit dem heissesten, reinsten und gleichmässigsten Glase zu versorgen. Auch diese Versuche haben jedoch nicht den gewünschten Erfolg gezeigt, so dass auch durch nachträgliche Vergütungsverfahren kein völlig einwandfreies Glas gezogen werden konnte.
Durch die Erfindung werden die geschilderten Nachteile in wirksamer Weise dadurch beseitigt, dass sämtliche die Strömung der Glasschmelze beeinflus senden Teile der Anlage unter Vermeidung von scharfen Kanten eine Störungen in der Strömung vermeidende, abgerundete Formgebung besitzen.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass selbst bei gegebenen Inhomogenitäten der Glasschmelze das Sichtbarwerden von Fehlern im Glas allein dadurch vermieden werden kann, dass die Inhomogenitäten im Glasfluss gleichmässig geschichtet bleiben und in der gleichmässigen Schichtung in das gezogene Glas band eingehen. Selbst wenn das Glasband also Inho- mogenitäten enthält, treten dieselben so lange nicht in Erscheinung, wie sie im Glasfluss nicht gestört werden.
Wenn die Schichten im Glas, wie es durch die erfindungsgemässe Anlage erreicht wird, parallel zueinander liegen, bewähren sich auch die bekann ten Vergütungsverfahren, die sonst vielfach ihre Wir kung verfehlen.
Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass gemäss der Erfindung sämtliche die Strömung der Glas schmelze beeinflussende Teile eine abgerundete, d. h. strömungstechnisch günstige Formgebung besitzen müssen, um den gewünschten Zweck zu erreichen. Dies bedeutet, dass bestimmte Düsenkonstruktionen, beispielsweise mit seitlichem Eintritt der Schmelze, allein nichts nützen, wenn vorher keine Vorsorge dafür getroffen worden ist, Strömungsstörungen zu verhindern.
Bei einer entsprechenden erfindungsgemässen Anlage müssen deshalb auch die übergänge von der Schmelzwanne zur Läuterungszone, zum Verteiler und zu den einzelnen Entnahmestellen, z. B. Zieh armen, unter Vermeidung scharfer Kanten abgerun det verlaufen.
Gleiches gilt für allfällige Einbauten in Schmelz- und Läuterzonen sowie in der Arbeitswanne, wie beispielsweise Schwimmer und Brücken, die z. B. in ihrem unteren Teil einen strömungstechnisch günsti gen, d. h. abgerundeten, vorteilhaft tropfen- oder glockenförmigen Querschnitt besitzen.
In den Zeichnungen sind die Merkmale der Er findung an einigen Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Gesamtanlage mit Schmelzwanne, Läuterungszone und Zieharmen im Grundriss, Fig. 2 und 3 Schwimmer mit tropfenförmiger Gestaltung ihres unteren, die Strömung beeinflussen den Teiles im Längsschnitt, Fig. 4 eine weitere Ausführungsform eines Schwimmers mit glockenförmiger Gestaltung des unteren Teiles im Längsschnitt, Fig. 5 eine Brücke mit strömungsgerecht geform tem unterem Teil sowie die benachbart liegende Zieh düse, beide im Längsschnitt.
In Fig. 1 ist mit 1 die Schmelzwanne bezeichnet, während 2 die Läuterungszone und 3 die Zieharme darstellen. In den Zieharmen 3 befinden sich meh rere Entnahmestellen für das Glas, wobei mit 4 schematisch die Ziehdüsen und mit 5 die davorlie- genden Brücken angedeutet sind. Mit 6 sind die in die Glasschmelze eintauchenden Schwimmer be zeichnet.
Wie aus der Grundrisszeichnung gemäss Fig. 1 hervorgeht, sind alle Teile der Wanne, mit denen die Glasschmelze in Berührung kommt, unter Ver meidung von scharfen Kanten abgerundet, d. h. strö mungstechnisch günstig ausgebildet. Dies gilt sowohl für die Übergänge 7 von der Schmelzwanne 1 zur Läuterungszone 2 als auch für die Übergänge 8 von der Läuterungszone 2 zu den benachbart liegenden Zieharmen 3. Auch die Verbindungen der Zieh arme 3 untereinander sind, wie bei 9 erkennbar, in gleicher Weise strömungstechnisch günstig aus gebildet. Auch innerhalb der Zieharme 3 verlaufen die Übergänge zu den einzelnen Entnahmestellen in abgerundeter Form 10.
Die in den Fig. 2 und 3 dargestellten Schwim mer 6 besitzen in ihrem unteren, in die Glasschmelze eintauchenden Teil eine abgerundete Formgebung. In Fig. 2 besitzt der untere Teil 11 eine ziemlich symmetrische Tropfenform, die bei weiterer Abrun dung der Spitze 12 auch in eine Eiform übergehen könnte. Der untere Teil 13 des Schwimmers gemäss Fig. 3 besitzt im wesentlichen auch Tropfenform, jedoch verläuft die Spitze 14 in Richtung auf die Oberfläche 15 der Glasschmelze. In Fig. 4 ist ein Schwimmer 6 dargestellt, dessen mit der Glasschmelze in Berührung kommender Körper 16 annähernd glockenförmig gestaltet ist.
Diese Form erleichtert der Glasschmelze ebenfalls ein ungestörtes Aufsteigen in Richtung auf die Ober fläche 17 der Glasschmelze.
In Fig. 5 ist schliesslich eine Brücke 5 näher dargestellt, deren unterer Teil 18 die strömungs gerechte, abgerundete Formgebung besitzt, damit auch durch die Brücke keine Störung in der Schich tung des Glasflusses eintritt und die Glasschmelze parallel geschichtet zur Ziehdüse 4 gelangt, die in an sich bekannter Form dargestellt ist, aber auch jede andere Formgebung besitzen könnte, die den Strö mungsverlauf nicht stört.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Herstellung von Tafelglas, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche die Strömung der Glasschmelze beeinflussenden Teile der Anlage unter Vermeidung von scharfen Kanten eine Störun gen in der Strömung vermeidende, abgerundete Formgebung besitzen. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergänge von der Schmelz wanne zur Läuterungszone, zum Verteiler und zu den einzelnen Entnahmestellen unter Vermeidung scharfer Kanten abgerundet verlaufen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbauten in Schmelz- und Läuterzone sowie in der Arbeitswanne, wie Brücken und Schwimmer, in ihrem unteren Teil einen abgerundeten, vorteilhaft tropfen- oder glockenför migen Querschnitt besitzen.
Applications Claiming Priority (1)
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