Bett mit um eine Querachse hochklappbarem Matratzenrahmen Die Erfindung betrifft ein Bett mit einem um eine Querachse hochklappbaren Matratzenrahmen und einer Federvorrichtung mit in der Gebrauchs lage des Bettes im Sinne eines, Hochklappens des Matratzenrahmens wirkenden Federn. Bei bekann ten Betten dieser Art, die z. B. im schweizerischen Patent Nr. 369560 beschrieben sind, ist an einer Zimmerwand ein ortsfester Kastenrahmen ange bracht, der den Matratzenrahmen beim Hochklap pen aufnimmt, so dass die Matratze seitlich abge- d2ekt ist.
Dieser Kastenrahmen ist in der Gebrauchs lage des Bettes, also bei niedergeklapptem Matrat zenrahmen, manchmal nicht erwünscht, insbesondere dann nicht, wenn das Bett auch tagsüber als Couch b.-nützt wird, weil er die seitliche Sicht behindert und als überflüssig und unschön empfunden wird.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles zeichnet sich das Bett nach der Erfindung aus durch einen mit einem Fussteil versehenen Gestellrahmen, der um eine zur genannten Querachse parallele Schwenkachse hochklappbar ist und Seitenwände aufweist, die in der Hochklapplage die Matratze seitlich verdecken, und durch Mittel zur kinematischen Kupplung des Gestellrahmens mit dem Matratzenrahmen, derart, dass bei Hoch- bzw. Niederklappen des einen Rah mens auch der andere Rahmen hoch- bzw. nieder geklappt wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es ist: Fig. 1 eine Vorderansicht eines :Bettes in der Hoch klapplage, Fig.2 eine Seitenansicht zu Fig. 1, Fig.3 eine Draufsicht auf das Bett in der Ge brauchslage, Fig. 4 ein Schnitt längs Linie IV-IV von Fig. 3 in grösserem Massstabe, wozu bemerkt wird, dass in Fig. 1-3 die Längsdimension des Bettes aus Platz rücksichten verkürzt ist,
Fig.5 ein Schnitt durch ein Ende einer Tor sionsfedervorrichtung, gemäss Linie V-V von Fig. 4, in grösserem Massstab, jedoch bei nach oben ge klapptem Matratzenrahmen, Fig. 6 ein Schnitt gemäss Linie VI-VI von Fig. 5, und Fig. 7 ein der Fig. 6 entsprechender Schnitt durch das andere Ende der Torsionsfedervorrichtung. Das dargestellte Bett weist einen Matratzenrah men 1 auf, der um eine ideelle Querachse 2 hoch klappbar ist.
Der Matratzenrahmen ist dabei über eine Torsionsfedervorrichtung 3, die später anhand von Fig. 5-7 erläutert werden wird, mit einem orts festen Kopfgestell 4 verbunden. Das Kopfgestell 4 weist zwei U-förmige Supporte 5 auf, deren vordere Schenkel 5a die Torsionsfedervorrichtung 3 tragen, während die hinteren Schenkel 5b durch eine hori zontale Traverse 6 miteinander verbunden sind, die mittels Schrauben 7 (siehe Fig. 4) oder dergleichen an einer Zimmerwand 8 befestigt ist. An den abge kanteten Enden 6a der Traverse 6 sind zwei seit liche Verschalungsbretter 9 angebracht.
Ferner tra gen die hinteren Supportschenkel 5b über zwei in Flucht miteinanderliegende Zapfen 10 einen Gesten rahmen 11.
Der um die von den Zapfen 10 gebildete Quer achse schwenkbare Gestellrahmen 11 weist zwei Seitenwände 11a auf, die auf der dieser Schwenk achse entgegengesetzten Seite fussseitig durch einen U-förmigen Fussbügel 11b miteinander verbunden sind, der den Matratzenrahmen 1 umgreift und in der Gebrauchslage nach Fig.3 und 4 auf dem Fussboden ruht.
In der Nähe des Fussendes des Ma tratzenrahmens 1 sind an demselben zwei in Flucht miteinanderliegende Mitnehmerstifte 12 angebracht, die durch zwei in den Seitenwänden lla vorgese hene, angenäherte S-förmige Mitnehmerschlitze 13 hindurchgehen.
In der Gebrauchslage befinden sich die Stifte 12 an den oberen Enden der Schlitze 13 in der in Fig. 4 mit 12' bezeichneten Lage. Wird der Matratzen rahmen 1 von Hand im Gegenuhrzeigersinne von Fig.4 um seine ideelle Achse 2 verschwenkt, so gleiten die Stifte 12 längs der Schlitze 13 nach un ten, wobei sie dem Gestenrahmen 11 eine gleich sinnige Schwenkung um seine durch die Zapfen 10 gebildete Schwenkachse erteilen.
Eine Schwenklage des Matratzenrahmens und die zugehörige Schwenk lage des Gestellrahmens sind in Fig.4 strichpunk tiert angedeutet und mit 1" bzw. 11" bezeichnet; die entsprechende Lage der Mitnehmerstifte ist mit 12" bezeichnet. Es ist ersichtlich, dass der Rücken des Fussbügels llb bei der Hochschwenkung der beiden Rahmen 1 und 11 den Rahmen 1 allmählich einholt. In der Hochklapplage liegt der Rücken des Fussbügels llb am Rahmen 1 an, während die Mit nehmerstifte 12 sich an den unteren Enden der Schlitze 13 befinden.
Diese Lage der Stifte 12 ist in Fig.2 mit 12"' bezeichnet.
Auf einem im Matratzenrahmen 1 angebrachten Grundbrett 14 ruht die Matratze 15 unter Zwischen lage von Polstermaterial 16. Zur Bildung eines Kopf teiles ist ein Brett 17 oder dergleichen um eine Achse 18 schwenkbar und .in der Schwenklage feststellbar am Matratzenrahmen 1 angebracht.
Die Torsionsfedervorrichtung 3 hat den Zweck, das Gewicht des Matratzenrahmens 1, des Gestell rahmens 11, der Matratze 15 usw. grösstenteils zu kompensieren, so dass nur eine geringe Kraft nötig ist, um diese Teile aus der Gebrauchslage nach oben zu klappen. Auf die beiden vorderen Schenkel 5a der aus Stahlrohr von rechteckigem Querschnitt bestehenden Supporte 5 des ortsfesten Kopfgestells 4 ist gemäss Fig. 5-7 ein in Querrichtung verlaufen des Stahlrohr 19 von quadratischem Querschnitt auf geschweisst. In das. Rohr 19 ist an einem Ende eine Buchse 20 eingesetzt, die als Drehlager für einen hohlen Zapfen 21 dient, der an eine Seitenwand des Matratzenrahmens 1 in der Nähe von dessen Kopf ende angeschweisst ist.
Der hohle Zapfen 21 weist eine quadratische Längsbohrung 22 auf, in der die Enden von vier quadratischen Torsions.stäben 23-26 eingespannt sind. In der Nähe des anderen Endes des Rohres 19 ist in demselben eine quadratische Platte 27 (siehe Fig. 7) angeordnet und mittels einer Schraube 28 am Rohr 19 befestigt. Die Platte 27 weist an zwei diametralen Stellen ihrer Peripherie zwei rechteckige Ausnehmungen 29 und 30 auf, in denen je zwei der anderen Enden der Torsions- stäbe <I>23-26</I> festgehalten sind.
Es ist ersichtlich, dass zwei Paare von Stäben 23, 24 und 25, 26 von einem Ende des Rohres 19 zum anderen divergie ren. An dem in Fig. 5 nicht dargestellten, rechten Ende des Rohres 19 sind ebenfalls die Enden von vier quadratischen Torsionsstäben 23'-26' in einer quadratischen Längsbohrung 22' eines Hohlzapfens 21' eingespannt, der an der anderen Seitenwand des Matratzenrahmens 1 angeschweisst ist. Die anderen Enden der Torsionsstäbe 23'-26' sind paarweise in peripherischen Ausschnitten 29' und 30' einer Platte 27' festgehalten, mit der sie auch verschweisst sein können. Die Platte 27' ist mittels einer Schraube 28 am Rohr 19 befestigt.
Die Platte 27' und die Platte 27 weisen je eine zentrale Öffnung auf für den Durchgang der Stäbe 23-26 bzw. 23'-26'. Die Platten 27 und 27' sind einander gleich, wobei aber die peripherischen Anschnitte 29, 30 bzw. 29', 30' um 90 gegeneinander versetzt sind, so dass die Stab paare 23, 24 und 25, 26 in der Mitte des Rohres 19 die Stabpaare 23', 24' und 25', 26' einander windschief kreuzen.
Es ist ersichtlich, dass bei Verschwenken des Matratzenrahmens 1 mit den fest an ihm angebrach ten Hohlzapfen 21 und 21' in bezug auf das mit dem ortsfesten Support 4 fest verbundene, quadra tische Hohlrohr 19 sämtliche Stäbe 23-26 und 23' bis 26' verdreht werden, wobei das resultierende Torsionsmoment wegen der Symmetrie der beschrie benen Federvorrichtung 3 zu gleichen Teilen an den beiden Seitenwänden des Matratzenrahmens 1 bzw. den beiden Supporten 5 wirksam ist. Es sei bemerkt, dass in den Fig.5-7 die Federvorrichtung nur der Einfachheit halber so gezeichnet ist, als wären die Federn in bei nach oben geklappten Matratzen rahmen vollständig entspannt.
In Wirklichkeit wird im allgemeinen noch ein kleines Vorspannmoment vorhanden sein, das bestrebt ist, den Matratzen rahmen und damit auch den Gestenrahmen 11 gegen die Wand 8 zu drücken, in welchem Sinne übrigens in dieser Lage auch das Gewicht dieser Teile selbst wirkt, da deren Schwerpunkt zwischen der Wand 8 und der ideellen Querachse 2 liegt.
Wenn man den Matratzenrahmen 1 von Hand nach unten schwenkt, so nimmt das Vorspannmo- ment zu; anderseits wirkt dann bald das Gewicht der verschwenkten Teile im Sinne der Schwenk bewegungen, da ihr Schwerpunkt auf die äussere Seite der Querachse 2 wandert und sich zunehmend von derselben entfernt. Das Vorspannmoment wirkt nun bremsend, so dass man von Hand nur eine geringe Bremskraft aufwenden muss, bis der Fuss bügel llb auf den Boden kommt. Selbstverständ lich ist auch die zum Hochklappen der beiden Rah men 1 und 11 erforderliche Kraft gering, da das Vorspannmoment der Federvorrichtung im Sinne des Hochklappens wirkt.
Gegenüber den eingangs erwähnten bekannten Betten mit hochklappbarem Matratzenrahmen weist das dargestellte Bett den Vorteil auf, dass kein ortsfest an der Zimmerwand angeordne- ter Kastenrahmen vorhanden ist, der dazu be stimmt ist, den hochgeklappten Matratzenrahmen aufzunehmen. Die Funktion dieses Kastenrahmens, nämlich die Matratze seitlich abzudecken und da durch dem Bett in der Hochklapplage ein kasten- artiges Aussehen zu geben, wird von dem Gestell- rahmen 11 übernommen.
Dadurch, dass der Fuss bügel llb in der Hochklapplage einen kleineren Abstand vom Matratzenrahmen 1 hat als in der Gebrauchslage, wird auch die Gesamtdicke des Bettes in der Hochklapplage reduziert, gegenüber einer Ausführung, in der unmittelbar am Matratzen rahmen Füsse angebracht wären, bei gleicher Höhe des Matratzenrahmens über dem Boden.
Die Symmetrie der Torsionsfedervorrichtung ge stattet eine sehr leichte Bauweise, während bei un symmetrischem Angriff des Federmomentes an nur einer Seite des Matratzenrahmens, dieser Rahmen und das ortsfeste Kopfgestell ausserordentlich starr ausgebildet werden müssen, um ein Verziehen zu vermeiden. Obwohl Torsionsstäbe praktisch am ein fachsten und wirksamsten sind, können gegebenen falls auch vorgespannte Schraubenfedern oder andere Federn verwendet werden, um in der Gebrauchs lage das Gewicht der schwenkbaren Teile nahezu zu kompensieren.
Die Federvorrichtung 3 könnte auch in der Drehachse des Gestellrahmens 11 vor gesehen werden, statt in derjenigen des. Matratzen rahmens 1. Ferner .ist es natürlich gleichgültig, ob man zum Hoch- bzw. Niederklappen der Rahmen 1 und 11 den einen oder den anderen dieser Rah men fasst.
Man könnte die Mitnehmerstifte 12 auch am Gestenrahmen 11 anbringen und die zugeordneten Mitnehmerschlitze 13 ,im Matratzenrahmen 1 vor sehen. Es sind aber auch noch andere Mittel zur kinematischen Kupplung der beiden Rahmen 1 und 11 denkbar, z. B. Hebel und Federn.