CH383688A - Ansauggeräuschdämpfer an Brennkraftmaschine - Google Patents
Ansauggeräuschdämpfer an BrennkraftmaschineInfo
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Description
Ansauggeräuschdämpfer an Brennkraftmaschine Die Erfindung bezieht sich auf einen Ansaugge- räuschdämpfer an einer Brennkraftmaschine, be stehend aus Kammern, die durch ein Rohr verbun den sind, wobei eine Kammer mit einem Luftfilter versehen ist.
Bei derartigen bekannten Ansauggeräuschdämp- fern werden die Geräusche ausreichend gedämpft. Sie haben aber praktisch keinen Einfluss auf die Leistung bzw. den Füllungsgrad der Brennkraftmaschine, ins besondere Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurbel kammerpumpe.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines einfachen Ansauggeräuschdämpfers, der über einen grossen Drehzahlbereich Geräusche in gleichem Masse dämpft, ebenso der einströmenden Luft einen geringen Widerstand entgegensetzt und dem Aufkom men von störenden Schwingungen entgegenwirkt. Bei guter Geräuschdämpfung soll also hohes Druckge fälle von der Aussenluft zur Kurbelkammer beim Be ginn des Ansaugens und beim Schliessen hoher Druck im Saugrohr vor dem Ansaugschlitz und in der Kur belkammer über dem ganzen, insbesondere dem unte ren Drehzahlbereich, vorhanden sein.
Die Lösung besteht darin, dass die Kammern an verschiedenen Seiten der Brennkraftmaschine ange ordnet und durch ein Rohrsystem verbunden sind. Die Kammern liegen damit so weit voneinander ent fernt, dass nicht nur die akustischen Schwingungen, sondern auch die Schwingungen, mit denen sich die angesaugte Luft in dem Rohr bewegt, vorteilhaft be- einflusst werden. Die dem Vergaseranschluss nächste Kammer kann neben, und zwei Kammern können hinter der Brennkraftmaschine angeordnet sein.
Die Brennkraftmaschine ist ohne Abnahme des Ansaug- geräuschdämpfers gut zugänglich. Bei einer bevorzugten Ausführung können die Einzelteile des Rohres durch eine elastische Muffe verbunden sein. Damit ist es möglich, die Einzelteile des Geräuschdämpfers auf verschiedenen Teilen eines Kraftwagens zu befestigen. Man ist so bei der Unter bringung der Kammern nicht an den Raum gebunden, der in unmittelbarer Nähe des Brennkraftmaschinen- zylinders liegt.
Weiter kann sich vorteilhaft an die vom Vergaser anschluss entfernteste Kammer die Ansaugleitung an- schliessen. Die Brennkraftmaschine erhält so auf ein fache Weise vorgewärmte Luft, bzw. Luft, die auch bei extrem kaltem Wetter nicht wesentlich von der Temperatur, die die Brennkraftmaschine bei warmem Wetter bekommt, verschieden ist.
Der vergaserseitige Teil des bis kurz vor den Luftfilter durchlaufenden Rohres kann nahe dem Vergaseranschluss an eine Kammer angeschlossen und mit dieser durch eine Öffnung verbunden sein.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung.
Der Teil 1 des kurz vor dem Luftfilter 2 enden den Rohres 3 ist nahe dem Vergaseranschluss 4 an eine Kammer 5 angeschlossen und mit dieser durch eine Öffnung 6 verbunden. Der Teil 1 ist in Richtung auf den nicht dargestellten Vergaser kegelig erweitert. An die Öffnung 6 schliesst sich ein Rohrstutzen 7 an. Die Kammer 5 umschliesst den Teil 1 des Rohres 3 teilweise. Das Ende 8 des Rohres 3 wird von einer Kammer 9 umschlossen, die auch den Luftfilter 2 aufnimmt. In einer Kammer 10, die das Rohr 3 um gibt, ist ein Rohrstutzen 11 von kleinerem Durchmes ser als das Rohr 3 abgezweigt.
Ferner ist das Rohr 3 durch Öffnungen 12 mit der Kammer 10 verbunden. Das Rohr 3 ist durch eine elastische Muffe 13 unter teilt. Der rechte Teil des Ansauggeräuschdämpfers mit dem Luftfilter 2 ist am nicht dargestellten Fahr gestell befestigt. In die Kammer 14 mündet das Saug rohr 15.
Der bei niedriger Drehzahl aufwärtsgehende Kol ben vergrössert das Volumen der Kurbelkammer, ver anlasst dadurch die Gasteilchen zur Ausdehnung und erzeugt somit einen Unterdruck, der sich bei Öffnung des Einlasschlitzes durch den Schlitz gedrosselt den Gasteilchen in der Ansaugleitung mitteilt. Durch das Druckgefälle zwischen Kurbelkammer und Aussen luft setzen<I>sich</I> die Gasteilchen in Richtung Kurbel kammer in Bewegung. Diese Bewegung wird unter stützt durch das Entladen der Kammern 5, 10, 9 und 14, die sich gegen Ende des vorangegangenen Ansaugvorganges durch den Stau der in Bewegung befindlichen Gasteilchen auf Überdruck aufgeladen hatten.
Je nach der Lage der Kammern wirkt jede Verbindung der Kammern mit dem Rohr auf einen bestimmten Abschnitt des Rohres und beschleunigt den Ansaugvorgang. Es sind also hier zwei Faktoren, die beim Ansaugen auf die Bewegung der Gassäule Einfluss nehmen Die in der Kurbelkammer entstehende Druckdif ferenz gegenüber dem Rohr (Unterdruck) und die in den Kammern gegenüber dem Rohr entstehende Druckdifferenz (Überdruck).
Daher erfolgt das Einströmen der frischen La dung trotz des langen Rohres ungehindert, so dass die in der Kurbelkammer befindlichen Gasteilchen durch neu hinzutretende schnell zusammengedrängt werden und somit der Druck ansteigt. Da die in das Saugrohr rasch nachströmenden Gasteilchen allmäh lich gestaut werden, erfolgt ein Druckanstieg in den Kammern, die vorher so viel Gasteilchen abgegeben haben, dass darin Unterdruck entstand, und sie füllen sich wieder auf, so dass bei niedrigen Drehzahlen in ihnen Überdruck erreicht wird.
Die Inhalte der Kam mern schwingen bei niedriger Drehzahl im Takte der vom Motor ausgehenden Ansaugimpulse und zwar in der Weise, dass zwischen dem Öffnen und Schlies- sen des Einlasses eine ganze Periode des Schwin gungsvorganges liegt. Mit steigender Drehzahl tritt die Trägheit der Gasteilchen mehr in Erscheinung als bei niedriger.
Die grösste Ausdehnung der Gasteilchen in den Kammern des Ansauggeräuschdämpfers erfolgt erst, wenn der Kolben den oberen Totpunkt durchlaufen hat. Auch der Zeitpunkt der grössten Annäherung der Gasteilchenverdichtung liegt näher beim Schlies- sen des Einlasses.
Die Gasteilchen werden nun wohl durch das Druckgefälle vom Saugrohr zur Kurbel kammer stärker beschleunigt, aber die Beschleuni gung nimmt nicht in dem Masse zu als die Zeit ab nimmt, die für den Einlassvorgang zur Verfügung steht, so dass die gesamte Bewegung der Gasteilchen - auf den Kurbelwinkel der Einlasszeit bezogen verzögert oder phasenverschoben ist.
Will nun aus der Kurbelkammer Ladung in das Saugrohr zurückströmen, so wird sie durch den über- druck in den Kammern an dieser gegenläufigen Be- wegung gehindert, und zwar reicht die Wirkung die ser Sperrbewegung von den Kammern bis zum An saugschlitz. An diesem Vorgang ist vor allem die Kammer 9 beteiligt, weil in sie das Ende des Rohres 3 mündet.
Bei hoher Drehzahl veranlasst der auf wärtsgehende Kolben die Gasteilchen ebenfalls zur Ausdehnung und bewirkt somit einen Unterdruck in der Kurbelkammer ; jedoch, während bei 1000 U/min dem Einströmvorgang vom Öffnen des Einlasses bis zum Schliessen des Einlasses 0,0207 Sekunden zur Verfügung stehen, hat er bei 4000 U/min nur <B>0,00517</B> Sekunden Zeit. Diese mit zunehmender Drehzahl abnehmende Zeit wirkt sich auf den gesam ten Vorgang in dem Geräuschdämpfer aus, indem die Wirkungsweise der einzelnen Bauelemente eine an dere wird.
Beim Öffnen des Ansaugschlitzes teilt sich der Unterdruck durch den Schlitz gedrosselt auf die Gasteilchen in der Ansaugleitung mit. Die Gasteil chen werden durch die Kammern nicht mehr be schleunigt, da sie beim vorangegangenen Vorgang nicht mehr Zeit hatten, sich zu einem Überdruck in den Kammern zu stauen. In den Kammern herrscht periodisch wechselnd Unterdruck, der sich infolge der durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit verur sachten starken Drosselung nicht mehr wie im unte ren Drehzahlbereich in Überdruck verändern kann.
Dem Zurückschieben der frischen Ladung in der An saugleitung wirkt jetzt die in Richtung Kurbelkammer wirkende kinetische Energie der einzelnen Gasteil chen entgegen, die in diesem Drehzahlbereich gross genug ist, um eine Umkehr der Strömung einzu schränken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Ansauggeräuschdämpfer an Brennkraftmaschine, bestehend aus Kammern, die durch ein Rohr verbun den sind, wobei eine Kammer mit einem Luftfilter versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kam mern<B>(</B>5, 9, 10) an verschiedenen Seiten der Brenn- kraftmaschine angeordnet und durch ein Rohrsystem (1, 3) verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Ansauggeräuschdämpfer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelteile des Rohrsystems (1, 3) durch eine elastische Muffe (13) verbunden sind.2. Ansauggeräuschdämpfer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an die vom Vergaser- anschluss (4) entfernteste Kammer (14) sich die An saugleitung (15) anschliesst. 3. Ansauggeräuschdämpfer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der vergaserseitige Teil (1) des bis kurz vor den Luftfilter (2) durchlau fenden Rohrstückes (3) nahe dem Vergaseranschluss (4) an einer Kammer (5) angeschlossen und mit die ser durch eine Öffnung (6) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA0030455 | 1958-10-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH383688A true CH383688A (de) | 1964-10-31 |
Family
ID=6927229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7848059A CH383688A (de) | 1958-10-03 | 1959-09-21 | Ansauggeräuschdämpfer an Brennkraftmaschine |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE583152A (de) |
| CH (1) | CH383688A (de) |
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1959
- 1959-09-21 CH CH7848059A patent/CH383688A/de unknown
- 1959-09-30 BE BE583152A patent/BE583152A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE583152A (fr) | 1960-01-18 |
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