CH383695A - Zünder, insbesondere für Raketenmotore - Google Patents

Zünder, insbesondere für Raketenmotore

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CH383695A
CH383695A CH507761A CH507761A CH383695A CH 383695 A CH383695 A CH 383695A CH 507761 A CH507761 A CH 507761A CH 507761 A CH507761 A CH 507761A CH 383695 A CH383695 A CH 383695A
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CH
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container
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igniter
pellets
opening
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CH507761A
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Roth Roberts Ernest
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Aerojet General Co
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C19/00Details of fuzes
    • F42C19/08Primers; Detonators
    • F42C19/0819Primers or igniters for the initiation of rocket motors, i.e. pyrotechnical aspects thereof
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof
    • F02K9/95Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof characterised by starting or ignition means or arrangements

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Description


  Zünder, insbesondere für     Raketenanotore       Die Erfindung     betrifft    Zünder und insbesondere  ein verbessertes Zündsystem für     Raketenmotore.     



  Bisher benutzten die meisten Zünder für die  Zündung von Treibladungen für     Raketenmotore,     beispielsweise mit festen Treibmitteln arbeitende       Motore,    einen     Düsenverschlussmechanismus,    damit  in Verbindung mit der von dem Zünder entwickelten  Temperatur ein zum Zünden der Hauptladung aus  reichender Druck erzielt werden konnte. Bei üb  lichen     Schwarzpulverzündern    verläuft die Zündung  durch den plötzlichen hohen Energieanstieg     stoss-          artig,    wodurch empfindliche Instrumente, die oft in  Verbindung mit dem Raketenmotor verwendet wer  den,     ausser    Betrieb gesetzt werden können.  



  Eine weitere Ursache der stossartigen Zündung,  die im folgenden als   Zündstoss   bezeichnet wird,  ist die in Verbindung mit einem     Schwarzpulverzün-          der        verwendete        Düsenverschlussvorrichtung,    bei de  ren Aufbrechen schwere     Stossbelastungen    auftreten.  



  Um diese beiden Hauptursachen des Zündstosses  auszuschalten, ist es wünschenswert, einen von der  herkömmlichen Art verschiedenen Zünder zu verwen  den und auf die     Düsenverschlussvorrichtung    zu ver  zichten.  



  Durch die vorliegende     Erfindung    kann ein Zün  der geschaffen werden, der zuverlässige und     repro-          duzierbare    Ergebnisse innerhalb eines Temperatur  bereiches von     -600C    bis     +77 C    (-     75o    F bis       170,1    F)     liefert    und welcher einen sich     allmählich     steigernden Druck erzeugt, wobei der     maximale     Zündstoss relativ gering und die     Zündverzögerung     relativ kurz ist.  



  Es wurde gefunden, dass die vorstehend ge  wünschten Eigenschaften erhalten werden können,  wenn ein     gitterartiger    Behälter oder Korb verwendet  wird, der zündbare     Körner    oder Kügelchen enthält.  Diese Anordnung hat den Vorteil, dass die Gitter-         zwischenräume    des korbähnlichen Behälters durch  eine den Behälter abdichtende Substanz, z.

   B. durch  einen dünnen Lacküberzug oder einen     überzug    aus  weichem Kunststoff verschlossen werden können,  wodurch ein Behälter entsteht, der genügend stark  ist, um die Zündsubstanz zu halten und den     inner-          halb    des Behälters erzeugten Druck aufzunehmen,  bevor der Behälter bei der Verbrennung     auseinan-          derbricht.     



  Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass die Sei  ten und Enden des Zündbehälters frei liegen und die  Flamme und die Verbrennungsprodukte nach     allen     Seiten entweichen können, so dass nur ein geringer  oder überhaupt kein Druck und ein daraus resultie  render Zündstoss entsteht.  



  Eine für die Verwendung im Zünder besonders  geeignete Verbrennungssubstanz besteht aus einer       stöchiometrischen    Mischung von Aluminium und       Kaliumperchlorat,    die besonders für die     Erzeugung     grosser Wärmemengen geeignet ist. Solch eine Mi  schung gibt bei der Verbrennung etwa     dreimal    soviel  Energie ab als eine äquivalente Menge Schwarzpul  ver und sie erzeugt eine     Flammtemperatur,    die  38000 C übersteigt. Da so eine genügend hohe       Flammtemperatur        erzeugt    wird, ist die Hitze ausrei  chend, um     alle    Verbrennungsprodukte zu verdamp  fen und den erforderlichen Druck zu erzeugen.

   Da  die Kondensation der Verbrennungsprodukte sehr  rasch eintritt, ist es von Vorteil,     dass    die gespeicherte  Hitze bei sehr hohen Temperaturen freigesetzt  wird. Eine solche     Aluminium-Kaliumperchlorat    Mi  schung     bewirkt    die     Kernzündung    ohne einen     Düsen-          verschluss,    sogar bei Temperaturen von - 600 C  (-     75o    F).  



  In einigen Beispielen ist es     zweckmässig,    die  Zündladung zur Unterstützung der Auslösung mit  einer geringen Menge Schwarzpulver zu vermischen.      Es wurde festgestellt, dass die Dicke des     Zünd-          behälters    so zu bemessen ist, dass wenig oder über  haupt kein Druck zum Aufbrechen des Behälters er  forderlich ist, so dass ein explosionsartiges Verbren  nen der Zündladung vermieden und eine wesentliche  Verringerung des Stosses, der normalerweise ein  treten würden, bewirkt wird.  



  Der Behälter soll vielmehr in der Lage sein, das  Zündmaterial so lange zu halten, bis die Verbren  nung im wesentlichen vollendet ist, und er soll fer  ner so konstruiert sein, dass die Verbrennungspro  dukte möglichst nach allen Seiten entweichen kön  nen und dass ein Luftstoss in eine bestimmte Rich  tung unterbleibt. Hierdurch werden Kraftkomponen  ten, die einen Stoss erzeugen können, ausgeschlossen  oder zumindest reduziert.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im  folgenden Teil der Beschreibung an Hand der bei  gefügten Zeichnungen beschrieben. In den Zeich  nungen sind       Fig.    1 ein Querschnitt durch einen an einem An  satz des Raketenmotors befestigten Zünder ;       Fig.    2 eine Endansicht des Zünders der     Fig.    1 ;       Fig.    3 eine Endansicht des     Sicherheitsdiaphrag-          mas    des Zünders ;       Fig.    4 eine isometrische Ansicht des     Zünd-          korbes.     



  Der Zünder enthält ein auf den Ansatz des Ra  ketenmotors     aufschraubbares    Verbindungsstück 11,  das mit Streben 12 versehen ist, welche einen     rin-          förmigen    Befestigungsflansch 13 für den korbartigen  Zündbehälter tragen. Ein     Drahtmaschenkorb    14 ist  mit einer Lippe 15 versehen     (Fig.    4) und wird gegen  den ringförmigen Flansch 13 durch einen Ring  flansch 16     gedrückt.    Die Flansche sind durch eine  Anzahl von Schrauben 17 verbunden.  



  Das untere mit den Streben 12 versehene Ende  des Verbindungsstücks 11 ist mittels Gewinde 19  und an einem Ansatz 19 des Raketenmotors be  festigt. In dem in     Fig.    1 gezeigten Zünder ist das  andere Ende des Verbindungsstücks mit einer Boh  rung 20 versehen, die sich durch die ganze Länge  dieses Bauteils erstreckt. Die     Bohrung    20 ist mit  einer Gegenbohrung 21 versehen, welche an dem der       Strebenbefestigung        entgegengesetzten    Ende beginnt.  Die Gegenbohrung 21 erstreckt sich nur über eine  kurze Strecke bis     zu    einer Schulter 22. In die mit  Gewinde 23 versehene     Gegenbohrung    ist ein Ge  windering 24 eingeschraubt.  



  Ein in den     Fig.    1 und 3 gezeigtes     Diaphragma     ist so ausgeführt, dass es den bei normalem Betrieb  des Raketenmotors entwickelten Druck aushält. Es  ist in die Gegenbohrung eingesetzt, liegt an der  Schulter 22 an und wird hier durch den Gewinde  ring 24 gehalten.  



  Das Verbindungsstück 11 ist mit elektrischen  Anschlussteilen 26 versehen, die sich in     Form    von  isolierten Stiften in die Bohrung 20 des Ansatzes er  strecken. Die vorstehenden Elektroden 27 der Stifte  sind von den metallischen Teilen des Verbindungs-    stücken durch eine     kappenförmige    Umhüllung 28       isoliert,    die am Verbindungsstück und     am    Dia  phragma 25 anliegt. Die     Umhüllung    28 ist mit zy  lindrischen Vorsprüngen 29 versehen, die sich ein  ganzes Stück in die mit Gewinde versehenen Bohrun  gen 30 des Verbindungsstückes 11 erstrecken, wo  durch die mit Gewinde versehenen Teile der elek  trischen Stifte 26 geschützt werden.  



  Der Raum in der Bohrung 20 zwischen der am       Diaphragma    25 anliegenden Umhüllung 28 ist bis  kurz vor die in die Bohrung 20 hineinragenden Elek  troden 27 mit einem geeigneten hitzeisolierenden  Material 31 gefüllt. Dies kann beispielsweise eine       Chromatpaste    sein. Das isolierende Material 31 wird  durch einen Deckel 32 gehalten.  



  Der Zündbehälter 14 ist mit einer Anzahl Zünd  stoffkügelchen 33 gefüllt, welche in diesem Fall aus  einer     stöchiometrischen    Mischung aus Aluminium  und     Kaliumperchlorat    bestehen.  



  Der Maschendraht des     Zündbehälters    soll aus  einem solchen Material bestehen und eine solche  Dicke haben, dass er erst abbrennt oder schmilzt,  nachdem die Verbrennung im wesentlichen vollendet  ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht  der Zündbehälter aus einem tief gezogenen zylin  drischen     Maschendrahtkörper    mit einer Maschen  weite von etwa 3 mm und einer Drahtdicke von un  gefähr 0,7 mm. Der Behälter kann aus galvanisier  tem Eisen, weichem Stahl oder korrosionsbeständi  gem Stahl hergestellt werden.

   Falls ein leichter  Druck zur Zeit des     Aufplatzens    des     Behälters     wünschenswert ist, wird der Maschendraht durch  Tauchen mit einem     vinylartigen    Lack überzogen, um  die Maschen mit einem dünnen harten Film auszu  füllen.  



  Innerhalb des Zündbehälters 14 ist eine mit  Schwarzpulver arbeitende Zündvorrichtung 34 ange  bracht, die vorzugsweise     ringförmig    ist und mit  einem Widerstandselement 35 versehen ist, durch  welches die     Schwarzpulverladung    gezündet wird,  nachdem das Widerstandselement durch     Anschlies-          sen    einer nicht gezeigten elektrischen Energiequelle  über die Elektroden 27 und die Verbindungsdrähte  36 erhitzt wird.

   In einigen Fällen kann es wün  schenswert sein, in den Stromkreis einen     Widerstand     37 zu schalten, um den durch das Widerstandsele  ment 35     fliessenden    Strom auf einen brauchbaren  Wert zu reduzieren, falls die an die elektrischen     An-          schlussklemmen    angelegte Spannung zu hoch ist.  



  Das in dem Behälter befindliche     pelletisierte     Material kann, falls es gewünscht wird, aus einer  Mischung aus     Kaliumperchlorat,    Aluminium und  einer geringen Menge     Schwarzpulver    bestehen.  Ebenso können andere geeignete Zündmaterialien  verwendet werden.  



  Die bevorzugten Zündkügelchen werden wie  folgt hergestellt. Das Aluminium und     Kaliumper-          chlorat    wird in feste elliptische     Pellets        geformt,    in  dem die Mischung einem hohen Druck ausgesetzt  wird. Diese     Pellets    haben eine Verbrennungsge-           schwindigkeit    zwischen 0,5 und 1,25 cm/sek und  entwickeln einen Druck     zwischen    1 und 7 Atmo  sphären.

   Die Dimension der     Pellets    wird durch die  gewünschte Verbrennungsgeschwindigkeit bei sieben  Atmosphären bestimmt, und zwar geschieht dies  durch Anwendung der Formel H =     2RT,    worin H  die Dicke der     Pellets,    R die Verbrennungsgeschwin  digkeit und T die gesamte Verbrennungszeit ist. Die       Pellets    haben eine Dicke zwischen 0,175 und  0,25 cm und einen Durchmesser von etwa 1 cm. Sie  sind vorzugsweise     linsenförmig    und nicht     flach,    weil  flache     Pellets    dazu neigen, im     Behälter    dicht aufein  ander zu liegen, wodurch ihre der Flamme ausge  setzte Oberfläche wesentlich reduziert wird.

   Wenn  die     Pellets    flach aufeinander liegen, wird ihre Ver  brennung wesentlich verzögert.  



  Die     Aluminium-Kaliumperchloratmischung    ver  liert ihre Zündeigenschaften nicht, wenn sie drei  Wochen lang einer Temperatur von 740 C oder  96 Stunden lang einer relativen Feuchtigkeit von  100 % bei     60,)    C ausgesetzt wird.  



  Die Vorrichtung arbeitet wie folgt. Das Verbin  dungsstück wird in den Ansatz 19 der Raketen  kammer geschraubt, der gewöhnlich so ausgerichtet  ist, dass die Flamme des Zünders gegen die Treib  mittelladung gerichtet ist. Die elektrische Leitung  wird durch die Drähte 36, den Widerstand 37 und  die Elemente 35 geschlossen, wodurch das Pulver  in der Zündvorrichtung 34 gezündet wird. Das bren  nende Pulver der Zündvorrichtung 34 bewirkt die  Entzündung der     Aluminium-Kaliumperchlorat-Pel-          lets,    welche unter Entwicklung einer hohen Tem  peratur verbrennen. Die Flamme und die Hitze von  diesen     Pellets    kann durch die Öffnungen im Draht  maschenkorb 14 entweichen, weil dessen Öffnungen  nach allen Richtungen weisen.

   Der auf diese Weise  hergestellte Zünder erzeugt durch die in beliebiger  Richtung entweichenden Gase oder Verbrennungs  produkte keinen Stoss und führt auch zu keiner  Zündverzögerung.  



  Bei einem derartigen Zünder ist es gewöhnlich  unnötig, eine     Verschlussvorrichtung    in der Düse an  zubringen. Es wird daher auch kein Zündstoss ent  wickelt, wie er gewöhnlich beim Aufbrechen einer  Verschlussvorrichtung auftritt, nachdem in der ver  schlossenen Verbrennungskammer ein hierfür genü  gend hoher     Druck    entwickelt worden ist.

      Falls es wünschenswert     ist,    kann der Draht  maschenkorb, in dem die     Pellets    und die Zündvor  richtung angeordnet sind, durch Tauchen oder auf  andere Weise mit einem     dünnen        Film    aus Kunststoff  von niederer Zerreissfestigkeit überzogen werden, um  die     Pellets    und die Zündvorrichtung vor Feuchtig  keit zu schützen und     im    Zünder einen leichten Druck  zu     entwickeln,

      wodurch die     Zündung    der in dem  Drahtkorb befindlichen schwerer     zündbaren        Pellets     aus     Aluminium    und     Kaliumperchlorat        unterstützt     wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Zünder, insbesondere für mit festen Treibstoffen arbeitende Raketenmotore, gekennzeichnet durch einen eine durchgehende Öffnung aufweisenden me tallischen Körper (11), einen Behälter (14) ans Drahtgeflecht; eine Vorrichtung, um den Behälter so über dieser Öffnung zu befestigen, dass die Zünd- gase nach allen Richtungen entweichen können ; ein am metallischen Körper an dessen vom Behälter ent fernten Öffnung angebrachtes Sicherheitsdiaphragma (25) ;
    eine in dem Behälter angeordnete Zündvor richtung (34) für die Initialzündung sowie eine Viel zahl von in der Nähe der Zündvorrichtung angeord neten, selbstbrennenden Pellets, die grösser als die Maschen des Behälters sind, wodurch sie so lange in dem Behälter gehalten werden, bis ihre Verbrennung im wesentlichen abgeschlossen ist; und Vorrichtung (35) zum Einleiten der Initialzündung der Zündvor richtung. UNTERANSPRÜCHE 1. Zünder nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Pellets aus einer innigen, im wesentlichen stöchiometrischen Mischung von Alu minium und Kaliumperchlorat bestehen. 2.
    Zünder nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Maschen des Behälters (14) durch einen verbrennbaren harzartigen Film ver schlossen sind. 3. Zünder nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass eine mit Schwarzpulver arbeitende Zündvorrichtung (34) verwendet ist.
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