CH383812A - Vorrichtung zum Mürbemachen von Fleisch - Google Patents
Vorrichtung zum Mürbemachen von FleischInfo
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Description
Vorrichtung zum Mürbemachen von Fleisch Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Mürbemachen von Fleisch, die mit einem motorisch angetriebene Messerträger enthaltenden Schneidsatz versehen ist, bei dem das Schneidgut durch Schlitze von oben her zugeführt und an der Unterseite abge führt wird und der von einer Schutzhaube abgedeckt ist, die in eine nicht abdeckende Lage überführt werden kann, in der die Messer von aussen her zu gänglich sind.
Bei Vorrichtungen der hier in Frage stehenden Art muss der Schneidsatz für unter Um ständen erforderliche, Instandsetzungsarbeiten und zu Reinigungszwecken schnell und bequem zugäng lich sein, und er soll auch auf einfache Weise heraus genommen werden können. Ausserdem müssen auch noch Vorkehrungen zur Verhinderung von Unfällen getroffen werden. Wenn man bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art den Schneidsatz mit den Messern offenlegen will, muss man die Schutzhaube vollständig abnehmen und auch noch darauf achten, dass der Antrieb für den Schneidsatz vorher stillge setzt wird. All dies ist jedoch verhältnismässig um ständlich.
Ziel der Neuerung ist es, die obigen Nachteile zu vermeiden. Zu diesem Zweck besteht gemäss der Neuerung die Schutzhaube aus zwei etwa spiegel bildlich gleich gestalteten, in der horizontalen Längs richtung der Vorrichtung gegeneinander unverschieb- lichen Hälften, die in der Schliessstellung, in der sie den Schneidsatz gemeinsam nach aussen hin abdek- ken,
verriegelbar und um horizontale Achsen aus der Schliessstellung nach jeweils einer Seite hin weg klappbar sind. Zweckmässig wird hierbei der An triebsmotor für den Schneidsatz beim überführen der Schutzhaubenhälften aus der Schliess- in die Offenstellung über geeignete Schaltorgane selbsttätig stillgesetzt, die in Abhängigkeit von der Stellung der Schutzhaubenhälften zur Wirkung kommen oder unwirksam werden.
Gegenüber den bekannten Vor richtungen zum Mürbemachen von Fleisch besitzt der Gegenstand der Neuerung den Vorteil, dass der Schneidsatz auf einfache Weise freigelegt werden kann, ohne dass hierbei die Schutzhaube ganz von der Maschine abgenommen werden muss. Die Vorrichtung kann so ausgebildet sein, dass der An trieb für den Schneidsatz beim seitlichen Wegklap pen der beiden Schutzhaubenhälften automatisch stillgesetzt wird, so dass die Messerträger, wenn sie freiliegen, nicht umlaufen und somit Unfälle vermie den werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Neuerung dargestellt. Es zei gen: Fig. 1 die Vorrichtung gemäss der Neuerung mit geschlossener Schutzhaube in einer Vorderansicht, Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 mit seitlich weggeklappten Schutzhaubenhälften, Fig. 3 die Verriegelungseinrichtung der Vor richtung nach Fig. 1 in Richtung des Pfeiles A der Fig. 1 gesehen,
Fig. 4 die Vorrichtung nach Fig. 1 mit geschlos sener Schutzhaube in einer Seitenansicht teilweise im Schnitt und Fig. 5 die Vorrichtung nach Fig. 1 mit nach den Seiten zu weggeklappten Schutzhaubenhälften in einer Seitenansicht teilweise im Schnitt.
Die Vorrichtung besitzt einen Schneidsatz, der aus zwei Walzen 1 besteht, die mit sternscheiben- artigen Messern 21 bestückt sind und motorisch zum Beispiel über das in Fig. 4 gezeigte Schnecken radgetriebe 22 angetrieben werden. Zwischen den Messern sind Abstreifer an sich bekannter Art vor gesehen. Das Schneidgut wird durch geeignete Schlitze von oben her zugeführt und an der Unter seite abgeführt.
Der Schneidsatz ist von einer Schutz- haube abgedeckt, die in eine Offenstellung überführt werden kann, in der die Messer von aussen her zu gänglich sind.
Die Schutzhaube besteht aus zwei etwa spiegel bildlich gleich gestalteten Hälften 2, die in der Schliessstellung (Fig. 1 und 4), in der sie den Schneid satz gemeinsam nach aussen hin abdecken, verriegel- bar sind. Sie können jeweils um eine horizontale Achse aus der Schliessstellung nach der Seite hin in Richtung des Pfeiles<B>111</B> aufgeklappt werden. Die Schutzhaubenhälften 2 sitzen an Lagerzapfen 3, die im Gehäuse 4 der Vorrichtung drehbar gelagert und durch ineinandergreifende Scheiben 5 so gekuppelt sind, dass eine Verschiebung der beiden Schutz haubenhälften gegeneinander in axialer Richtung, d. h.
in der horizontalen Längsrichtung der Vorrichtung, verhindert wird. Die Schutzhaubenhälften sind mit bügelartigen Handgriffen 6 versehen, mit deren Hilfe die Schutzhaube geöffnet und geschlossen werden kann. Die Handgriffe 6 sind jeweils mit einem Verriegelungsstift 7 verbunden, der in der Schliess stellung der Schutzhaube in einen Längsschlitz an einem am Gehäuse 4 befestigten Rastblech 8 ein springt. Auf diese Weise werden die Schutzhauben hälften in der Schliessstellung verriegelt.
Wie aus Fig. 3 zu erkennen ist, hat einer der Schlitze des Rastbleches 8 die Gestalt eines L, von dessen Schenkeln der eine in Längsrichtung der Vorrich tung verläuft und der andere, 9, quer hierzu nach aussen gerichtet ist. Beim Einrasten eines Stiftes 7 in den Teil 9 des Schlitzes wird die Lage der Schutz haubenhälften 2 in der Schliessstellung in der axialen Richtung I eindeutig bestimmt.
Beim Öffnen wird zum Entriegeln die entsprechende Schutzhauben hälfte zuerst in Richtung 1I nach innen gedrückt, was infolge des Abstandes 10 zwischen den beiden Hälften 2, dessen Grösse der Länge des Schenkels 9 entspricht, möglich ist, wonach die Haube axial verschoben wird, damit die Stifte 7 aus den be treffenden Schlitzen austreten. Hierauf werden die Haubenhälften geschwenkt.
Beim Überführen der Schutzhaubenhälften aus der Schliess- in die Offenstellung wird der Antriebs motor 16 für den Schneidsatz über geeignete Schalt organe 14, 15 selbsttätig stillgesetzt, die in Ab hängigkeit von der Stellung der beiden Schutzhauben hälften zur Wirkung kommen oder unwirksam wer den. Einer der beiden Lagerzapfen 3 der Schutzhau benhälften ist mit einem Betätigungsorgan 14 ver bunden, das in der Schliessstellung der Schutzhaube einen den Stromkreis des Antriebsmotors 16 für den Schneidsatz geschlossenhaltenden Endschalter 15 betätigt und beim Öffnen der Schutzhaubenhälften den Endschalter freigibt.
Das Betätigungsorgan 14 besteht aus einer Blattfeder, für deren Befestigung am Lagerzapfen 3 eine Schraube mit Mutter 13 vor gesehen ist. Wenn die Schutzhaube die Schliessstel lung einnimmt, liegt die Blattfeder 14, wie in Fig. 4 gezeigt ist, gegen den Endschalter 15 an, so dass der Antriebsmotor läuft, sofern der Motorschaltgriff 20 entsprechend eingestellt worden ist. Beim Entriegeln der Schutzhaube vor dem Überführen derselben ge mäss Pfeil III in die Offenstellung werden die Lager zapfen 3 in Längsrichtung der Vorrichtung so vom Endschalter weg verschoben, dass die Blattfeder 14 von diesem abgehoben wird (Fig. 5).
Am Gehäuse 4 ist ein in axialer Richtung vorstehendes bolzenartiges Distanzstück 17 vorgesehen, welches das Wegklappen der zugeordneten Schutzhaubenhälfte in Richtung auf die Offenstellung zu nur nach Verschieben der selben in Längsrichtung der Vorrichtung gestattet. Das Distanzstück 17 wirkt hierbei mit dem Wandteil 18 der zugeordneten Schutzhaubenhälfte zusammen. Beim Schärfen der Messer muss jedoch der Antrieb auch bei geöffneter Schutzhaube laufen.
Um dies zu erreichen, ist die dem Distanzbolzen 17 gegen überliegende Wand der zugeordneten Schutzhauben hälfte mit einer Bohrung 19 versehen, deren Durch messer grösser als derjenige des Distanzbolzens ist und die dem Distanzbolzen gegenüber zu liegen kommt, nachdem die entsprechende Schutzhauben hälfte um einen bestimmten Betrag aus der Schliess stellung in Richtung auf die Offenstellung zu ver- schwenkt worden ist (vgl. die in Fig. 2 strichpunk tiert gezeigte Zwischenstellung einer Schutzhauben hälfte).
In dieser Zwischenstellung können die zum Teil weggeklappten Schutzhaubenhälften axial nach innen geschoben werden, so dass die Blattfeder 14 sich gegen den Endschalter 15 anlegt und der An trieb auch bei geöffneter Schutzhaube wirksam ist. Durch die neue Anordnung wird erreicht, dass schon durch die axiale Verschiebung der Schutzhaube vor dem eigentlichen Öffnen der Netzstrom abgeschaltet und Unfälle ausgeschlossen werden. Auch kann es zum Beispiel nicht vorkommen, dass die Vorrich tung beim Reinigen durch unbeabsichtigte Betäti gung des Schaltgriffes 20 in Gang gesetzt wird.
Die zur Lagerung des Schneidsatzes am Gehäu se 4 dienenden Lagerarme 23 tragen Vorsprünge 11, deren äussere Enden in der Schliessstellung der Schutz haube gegen die entsprechenden Wände derselben anliegen und den Schneidsatz hierbei in axialer Richtung auf den Antriebswellen 12 unverschieb- lich festlegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Mürbemachen von Fleisch, die mit einem motorisch angetriebene Messerträger enthaltenden Schneidsatz versehen ist, bei dem das Schneidgut durch Schlitze von oben her zugeführt und an der Unterseite abgeführt wird und der von einer Schutzhaube abgedeckt ist, die in eine nicht abdeckbare Lage überführt werden kann, in der die Messer von aussen her zugänglich sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhaube aus zwei etwa spiegelbildlich gleich gestalteten, in der horizontalen Längsrichtung der Vorrichtung gegeneinander un- verschieblichen Hälften (2)besteht, die in der Schliessstellung, in der sie den Schneidsatz gemeinsam nach aussen hin abdecken, verriegelbar und um hori- zontale Achsen aus der Schliessstellung nach jeweils einer Seite hin wegklappbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (16) für den Schneidsatz beim Überführen der Schutzhaubenhälf- ten (2) aus der Schliess- in die Offenstellung über Schaltorgane (14, 15) selbsttätig stillgesetzt wird, die in Abhängigkeit von der Stellung der Schutzhauben hälften zur Wirkung kommen oder unwirksam wer den.2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Schutzhauben hälften (2) mit einem Betätigungsorgan (14) ver bunden ist, das in der Schliessstellung der Schutz haube einen den Stromkreis des Antriebsmotors (16) für den Schneidsatz geschlossenhaltenden End- schalter (15) betätigt und beim Öffnen der Schutz haubenhälften den Endschalter (15) freigibt. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhaubenhälften (2) an im Gehäuse (4) der Vorrichtung drehbaren Lager zapfen (3) sitzen, die beim Entriegeln der Schutz haube vor dem Überführen derselben in die Offen stellung in Längsrichtung der Vorrichtung vom End- schalter (15) weg verschoben werden, und dass das Betätigungsorgan (14) für den Endschalter (15) an einem der in Längsrichtung mitgenommenen Lager zapfen (3) befestigt ist. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (4) ein in axialer Richtung vorstehendes, z.B. bolzenartiges Distanz stück (17) vorgesehen ist, welches das Wegklappen der zugeordneten Schutzhaubenhälfte in Richtung auf die Offenstellung zu nur nach Verschieben der selben in Längsrichtung der Vorrichtung gestattet. 5.Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Distanzbolzen (17) gegenüberliegende Wand der zugeordneten Schutz haubenhälfte mit einer Bohrung (19) versehen ist, deren Durchmesser grösser als derjenige des Distanzbolzens ist und die dem Distanzbolzen gegen über zu liegen kommt, nachdem die entsprechende Schutzhaubenhälfte um einen bestimmten Betrag aus der Schliessstellung in Richtung auf die Offenstellung zu verschwenkt worden ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Lagerung der Messer träger (1) am Gehäuse (4) dienenden Lagerarme (23) Vorsprünge (11) tragen, deren äussere Enden in der Schliessstellung der Schutzhaube gegen die entspre chenden Wände derselben anliegen und den Schneid satz hierbei in axialer Richtung unverschieblich fest legen. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schutzhaubenhälfte (2) ei nen bügelartigen Handgriff (6) trägt, der mit einem Verriegelungsstift (7) verbunden ist, der in der Schliessstellung der Schutzhaube in einen Längsschlitz an einem am Gehäuse (4) befestigten Rastblech (8) einspringt. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Schlitze des Rastble- ches (8) die Gestalt eines L besitzt, von dessen Schenkeln der eine in Längsrichtung der Vorrich tung verläuft und der andere quer hierzu nach aussen gerichtet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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1960
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Also Published As
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