CH383917A - Verfahren zum Färben und Bedrucken von Cellulosetextilgeweben mit Reaktivfarbstoffen zur Erzeugung von Mehrfarbeneffekten - Google Patents

Verfahren zum Färben und Bedrucken von Cellulosetextilgeweben mit Reaktivfarbstoffen zur Erzeugung von Mehrfarbeneffekten

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CH383917A
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Description


  Verfahren zum Färben und     Bedrucken    von     Cellulosetextilgeweben    mit       Reaktivfarbstoffen    zur Erzeugung von     Mehrfarbenefekten       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Erzeugung von     Vielfarbeneffekten    auf     Cellulose-          textilgeweben    mittels     Reaktivfarbstoffen.     



  Es ist aus der französischen Patentschrift Num  mer<B>1217</B> 080 bekannt, dass Textilmaterialien mit       stickstoffhaltigen        Harzvorkondensaten    und sauren  Katalysatoren zusammen mit einem     Reaktivfarbstoff     in der     Druckpaste        bedruckt    werden können. Auch  ist aus der deutschen Patentschrift Nr.<B>1</B>047 745  bekannt, dass     Dichlortriazinverbindungen    als saure  Katalysatoren für die Härtung derartiger Harze ver  wendet werden können.

   Es wurde nun gefunden, dass  durch     Bedrucken    in der in der französischen Patent  schrift Nr.<B>1217</B> 080 beschriebenen Weise gefärbte  Textilmaterialien wertvoll sind, um unter Reaktiv  farbstoffgrundfarbtönen gefärbte     Reserveeffekte    zu  ergeben. Im Unterschied zu den unter andern     Farb-          stofftypen    (z. B.

   Direkt-,     löslichgemachte        Küpen-          und        Küpenfarbstoffen)        als        Grundfarbtönen    erhaltenen  Effekten ist die     Illuminierfarbe    durch die Nach  behandlung mit dem     Reaktivfarbstoff    praktisch un  verändert.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zum Färben  von     Cellulosetextilgeweben    ist dadurch gekennzeich  net, dass auf einen Teil einer Oberfläche des Gewebes  eine verdickte     Druckpaste    aufgebracht wird, die einen       Reaktivfarbstoff,    ein     stickstoffhaltiges        Harzvorkon-          densat    und ein     Härtungsmittel    enthält, dass danach  das Gewebe einer Hitzebehandlung unterzogen wird,  um das     VorIkondensat    zu härten, und danach auf die  gleiche     Oberfläche    des Gewebes ein wasserlöslicher       Reaktivfarbstoff    aufgebracht wird.

      Als Beispiele der wasserlöslichen     Reaktivfarb-          stoffe,    die im erfindungsgemässen Verfahren verwen  det werden können, seien beispielsweise erwähnt  wasserlösliche Farbstoffe der     Anthrachinon-,        Nitro-          Phthalocyanin-    und     Azoreihe,    einschliesslich     Mono-          und        Polyazo-    und     unmetallisierte    und metallisierte       Azofarbstoffe,    beispielsweise Kupfer-, Nickel- und       Kobaltkomplexazofarbstoffe.     



  Als Beispiele der reaktiven Gruppe, die in diesen  Farbstoffen vorhanden ist, seien erwähnt beispiels  weise  die Mono- oder     Dihalogentriazingruppe,     die     Di-    oder     Trihalogenpyrimidingruppe,     die     ss-Sulfatoäthylsulfongruppe,     die     f    Halogen- oder     ss-Sulfatoalkylsulfamyl-          gruppe,     die     ss-Alkylsulfonyloxy-    oder     ss-Arylsulfonyloxy-          alkylsulfongruppe,     die     Acryloylaminogruppe,

       die     ss-Chlorpropionylaminogruppe     und     heterocyclische    Reste, die     quaternäre    Ammo  nium- oder     Sulfonsäuregruppen    enthalten, die an die       Kohlenstoffatome    des Kerns gebunden sind.  



  Als Beispiele für stickstoffhaltige     Harzvorkonden-          sate,    die im obigen Verfahren verwendet werden  können, seien die     Methylolderivate    oder niederen       Alkyläther    von     Methylolderivaten    von     monomer-.n     oder polymeren Verbindungen erwähnt, die eine Viel  zahl von     Amino-    oder monosubstituierten     Amino-          gruppen    enthalten. Diese Verbindungen sind dem  Fachmann bekannt oder werden in der Praxis ver-      wendet zur Bildung von Harzen durch Kondensation  mit Formaldehyd.

   Zu den geeigneten Verbindungen  gehören     beispielsweise        monomere    Stickstoffverbin  dungen, wie beispielsweise Harnstoff,     Thioharnstoff,     substituierte Harnstoffe und     Thioharnstoffe,        Dicyan-          diamid,        Dicyandiamidin,        Biguanide,        Amide,        Carba-          mate,        Allophanate    und     heterocyclische    Verbindun  gen, wie z.

   B.     Aminotriazine,        Urone,    Ureine,  Ureide,     Imidazolidone,        Triazone    und     Hydantoine,     oder Gemische     derartiger    Verbindungen und poly  mere Stickstoffverbindungen, wie beispielsweise die  polymeren     Amide,    die durch Reaktion von zwei  basischen Säuren mit Diaminen hergestellt werden.  Die niederen     Alkyläther    der     Methylolderivate    dieser  Verbindungen schliessen beispielsweise die     Methyl-,     Äthyl-,     Propyl-    und     Butyläther    ein.

   Die Menge des  verwendeten     Aminoplastharzvorläufers    kann von  etwa 5 bis etwa 25     Gew.a/o    oder sogar mehr der  Druckpaste betragen. Im allgemeinen wird es bevor  zugt, dass die Menge des zugesetzten stickstoffhaltigen       Harzvorkondensates    etwa 10     Gew.o/o    der     Druckpaste     betragen sollte.  



  Die bevorzugten stickstoffhaltigen Harzkonden  sate zur Verwendung bei der Herstellung der gefärb  ten Reserve sind diejenigen auf der Grundlage von  4,5 -     Dihydroxy    -1,3 -     dimethylol-2-imidazolidon    und       Tetramethylol-acetylendiharnstoff,    da sie im allge  meinen Färbungen ergeben, die die höchste Licht  echtheit aufweisen.  



  Als Beispiele für     Härtungsmittel,    die im obigen  Verfahren verwendet werden können, seien erwähnt  die     Salze,    die aus schwachen Basen und Mineral  säuren gebildet sind, wie beispielsweise Zinkchlorid,       Ammoniumsulfat    und     Ammoniumchlorid,    mineral  saure     Salze    von organischen Aminen, schwache  Säuren, beispielsweise organische Säuren, wie z. B.

         Oxalsäure,    und praktisch neutrale Substanzen, die  beim Erhitzen oder Dämpfen     Azidität    entwickeln,  wie beispielsweise     Magnesiumchlorid    und     Ammo-          niumthiocyanat.    Ausserordentlich gute Ergebnisse  werden erhalten, wenn eine Verbindung mindestens  als Teil des Katalysators verwendet wird, die einen       Halogen-s-triazinrest    enthält, insbesondere einen       Dichlor-s-triazinrest,    beispielsweise       2-(6'-Sulfo-2'-naphthylamino)-4,6-dichlor-          s-triazin,          2-(5'-Sulfo-1'-naphthylamino)-4,

  6-dichlor-          s-triazin    oder       2-(2'-Chlor-anilino)-4,6-dichlor-s-triazin.     Die zugefügte Menge des Katalysators kann  beispielsweise 0,1-5     Gew.o/a    und     vorzugsweise    zwi  schen 1 und 3     Gew.o/o    der Druckpaste betragen.  



  Als Beispiele von Verdickungsmitteln, die zum  Verdicken der Druckpaste verwendet werden, seien  erwähnt     beispielsweise    Trag     antverdickung,    Gummi       arabicum    oder vorzugsweise     Alginate    oder Wasser  in-Öl- oder     öl-in-Wasser-Emulsionsverdickungsmittel.     Es können auch andere Zusätze hinzugegeben wer  den, die bei der Herstellung von harzbehandelten    Geweben üblich sind, beispielsweise Gleitmittel oder       Weichmachungsmittel,    wie z. B.     Methylolstearamid.     



  Das Textilmaterial wird vorzugsweise getrocknet,  beispielsweise bei einer Temperatur zwischen 75 und  125  C, und darauf erhitzt, um das     Vorkondensat    zu  härten. Dieser     Erhitzungsschritt    wird vorteilhafter  weise     pzwischen    140 und 170  C, vorzugsweise bei  150-160  C, während eines Zeitraumes von bis zu  15 Minuten, vorzugsweise zwischen 3 und 5 Minuten,  ausgeführt.  



  Die Behandlung des Gewebes mit dem wasser  löslichen     Reaktivfarbstoff    kann mittels Verfahren  ausgeführt werden, die eng der üblichen Technik des       Aufbringens    eines wasserlöslichen Farbstoffes als  Grundfarbe auf eine einzige Oberfläche des Gewebes  folgen. Die bevorzugten Verfahren sind das Auf  bringen durch Überdrucken oder durch das     Pflatsch-          Verfahren,    das heisst das Passieren durch ein Walzen  paar, dessen untere Walze in eine geringfügig ver  dickte Lösung des Farbstoffes eintaucht.  



  Die Lösung, die den wasserlöslichen Reaktiv  farbstoff enthält, kann die üblichen Hilfsmittel zur  Aufbringung dieser Farbstoffe enthalten, beispiels  weise Verdickungsmittel, insbesondere     Alginate    oder       Emulsionsverdickungsmittel,    die vom     Öl-in-Wasser-          oder        Wasser-in-Öl-Typ    sein können,     Farbwanderungs-          inhibitoren,    wie beispielsweise     Natriumchlorid    oder       Natriumsulfat,        Benetzungsmittel    und säurebindende  Mittel, wie beispielsweise die     Alkalimetallbicarbonate,

            -carbonate,        -phosphate    und     -silikate.     



  Der Farbstoff kann darauf auf dem Gewebe  fixiert werden, indem es einer kurzen Hitzebehand  lung unterzogen wird, beispielsweise durch Dämpfen  oder Erhitzen in trockener Luft oder auf einer ge  heizten     Walze,    beispielsweise während 30 Sekunden  bis 15 Minuten, in     übereinstimmung    mit der Zeit,  die für diesen besonderen Farbstoff erforderlich ist,  oder indem man das Gewebe in feuchtem Zustand  bei atmosphärischer Temperatur während einer etwas  längeren Zeitdauer liegen lässt.  



  Der wasserlösliche     Reaktivfarbstoff    kann eben  falls     vorteilhafterweise    mittels der Färbeverfahren  aufgebracht werden, die beschrieben und beansprucht  sind in den Schweizer Patenten     Nrn.    359 115 und  375 325 und im französischen Zusatzpatent Nr. 80 255  zum französischen Patent Nr. 1 217 080, das heisst  durch Behandeln der ganzen Oberfläche des Textil  materials, vorzugsweise durch Klotzen, mit einem  wässerigen Medium, das ein harzbildendes Gemisch  und einen sauren Katalysator sowie den wasserlösli  chen     Reaktivfarbstoff    enthält, wobei das Gewebe  darauf einer zweiten Hitzebehandlung unterzogen  wird, um das Harz zu härten.

   Die bevorzugten Ka  talysatoren sind mineralsaure Salze, insbesondere  Hydrochloride, von primären oder sekundären  Aminen, die einen     hydroxylierten        Alkylrest    enthal  ten, wie beispielsweise     N-Methylglucamin,        Di-(i)-hy-          droxypropyl)    -     amin    und     Di    -     (f-hydroxyäthyl)-amin.     Um     gewünschtenfalls        Farbwanderungsprobleme    zu  verringern, ist es     vorteilhaft,    ebenfalls eine homo-           cyclische    aromatische Verbindung zuzusetzen,

   die  sowohl     Alkyl-    als     Sulfonsäuregruppen    enthält, wie  beispielsweise     Triisopropylnaphthalinsulfonsäure    oder       butylierte        Naphthalinsulfonsäure.     



  Der für die     Grundfarbe    verwendete Farbstoff  kann das gleiche oder ein verschiedenes Reaktiv  system enthalten, wie das zum Erhalten der gefärbten  Reserve verwendete.  



  Es wird bevorzugt, einen eine     Dichlortriazin-          gruppe    enthaltenden Farbstoff zu verwenden, da  diese im allgemeinen bei den bevorzugten Verarbei  tungstemperaturen von 150-160  C die beste Fixie  rung ergeben. Verbesserte Ausbeuten von Farb  stoffen, die andere     Reaktivgruppen    enthalten, können  erhalten werden, indem das Gemisch aus Farbstoff  und stickstoffhaltigem Harzkondensat bei einer  höheren Temperatur gehärtet wird; oberhalb von  170  C ergibt sich jedoch die erhebliche Schwierig  keit, thermische Beschädigung der     Cellulose        zu    ver  meiden.  



  Mittels des erfindungsgemässen Verfahren ist es       möglich,        buntreservierte        Cellulosegewebe        mit    einem  weiten Bereich von     Grundfarben    mittels sehr ein  fachen Techniken zu erhalten; die so erhaltenen  Gewebe sind ausgezeichnet durch den weiten Bereich  von leuchtenden Farben, die mittels dieses Verfahrens  erhältlich sind, sowohl für die     gedruckten    Farben als  auch für die     Grundfarben,    durch die hohe Wasch  echtheit, die durch dieses Verfahren für alle gefärbten  Flächen des Gewebes ähnlich ist, und durch eine sehr  scharfe     Markierung    der     Drucke.     



  In den folgenden Beispielen sind die Teile und  Prozentsätze gewichtsmässig angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Druckpaste, die  
EMI0003.0022     
  
    Teile
<tb>  Wasser <SEP> 500
<tb>  2-(2'-Sulfophenylazo)-8-(2",4"-dichlor  s-triazinylamino)-1-naphthol-3,6  disulfonsäure <SEP> 30
<tb>  4,5-Dihydroxy-1,3-dimethylol-2  imidazolidon <SEP> 100
<tb>  Natriumalginat <SEP> (4 <SEP> % <SEP> Lösung) <SEP> 350
<tb>  Ammoniumthiocyanat <SEP> 10
<tb>  und
<tb>  Methylolstearamid <SEP> 10       enthält, wird auf     mercerisierten        Baumwollsatin    ge  druckt. Das Gewebe wird darauf getrocknet und 5  Minuten lang bei 155  C gehalten.

   Es wird dann     ge-          pflatscht    in einer     Klotzflüssigkeit,    die  
EMI0003.0028     
  
    Teile
<tb>  Wasser <SEP> 750
<tb>  den <SEP> wie <SEP> unten <SEP> beschriebenen <SEP> erhaltenen
<tb>  Farbstoff <SEP> 25
<tb>  Harnstoff <SEP> 100
<tb>  Natrium-m-nitrobenzolsulfonat <SEP> 10
<tb>  und
<tb>  Natriumbicarbonat <SEP> 15       enthält. Der     Druck    wird bei 70  C getrocknet und  6 Minuten lang gedämpft.

   Der Druck wird 5 Minuten  lang bei Siedehitze mit einer Lösung, die 0,3      /o    eines       Waschmittels        und        0,05%,        Natriumcarbonat        enthält,     geseift.  



  Das Gewebe wird in einem dunkelblauen Farb  ton gefärbt, der rote Flächen aufweist, wo die Druck  paste aufgebracht worden war.  



  Der im obigen Beispiel verwendete Farbstoff  kann erhalten werden durch Kondensation von einem       Mol    2,4 -     Dichlor    - 6 - (3' -     sulfoanilino)    -     s-triazin    mit       1-Amino-    4 -     (3'-aminoanilino)-anthrachinon-2,4-di-          sulfonsäure.     



  <I>Beispiel 2</I>  Eine Reservepaste, die  
EMI0003.0043     
  
    Teile
<tb>  Wasser <SEP> 470
<tb>  den <SEP> Farbstoff <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> 5
<tb>  4,5-Dihydroxy-1,3-dimethylol-2-imidazolidon <SEP> 100
<tb>  Natriumalginat <SEP> (4% <SEP> Lösung) <SEP> 350
<tb>  2,4-Dichlor-6-(5'-sulfo-1'-naphthylamino)  s-triazin <SEP> 55
<tb>  Diäthanolaminhydrochlorid <SEP> 8
<tb>  Ammoniumchlorid <SEP> 2
<tb>  und
<tb>  Methylolstearamid <SEP> 10       enthält, wird auf Baumwolle     gedruckt.    Das Gewebe  wird darauf bei 70  C getrocknet und 5 Minuten  lang bei 155  C     gehalten.    Es wird darauf     gepflatscht     durch eine     Klotzflüssigkeit,

      die  
EMI0003.0048     
  
    Teile
<tb>  Wasser <SEP> 725
<tb>  den <SEP> unten <SEP> beschriebenen <SEP> Farbstoff <SEP> 40
<tb>  Harnstoff <SEP> 100
<tb>  Natriumalginat <SEP> (40/a <SEP> Lösung) <SEP> 100
<tb>  Natrium-m-nitrobenzolsulfonat <SEP> 10
<tb>  und
<tb>  Natriumbicarbonat <SEP> 25            enthält.    Das Gewebe wird darauf bei 70  C getrock  net und 6 Minuten     lang    gedämpft und dann geseift,  wie es in Beispiel 1 beschrieben ist.  



  Das Gewebe wird in einem schwarzen Farbton  gefärbt, der     blassrote    Flächen aufweist, wo die Re  servepaste aufgebracht worden war.  



  Der in der     Klotzflüssigkeit    verwendete Farbstoff  kann erhalten werden durch Kondensation von 2     Mol          2,4-Dichlor-6-amino-s-triazin    mit dem 1 :     2-Chrom-          komplex    der     1,2'-Dihydroxy-6-amino-6'-nitro-2,1'-          azonaphthalin-3,4'-disulfonsäure.     



  <I>Beispiel 3</I>  Eine Reservepaste, die  
EMI0003.0059     
  
    Teile
<tb>  Wasser <SEP> 500
<tb>  den <SEP> Sulfatester <SEP> der <SEP> 1-Amino-4-(3'-ss-hydroxy  äthyl-sulfonylanilino)-anthrachinon  2-sulfonsäure <SEP> 30       
EMI0004.0001     
  
    Natriumalginat <SEP> (4% <SEP> Lösung) <SEP> 350
<tb>  4,5-Dihydroxy-1,3-dimethylol-2-imidazolidon <SEP> 100
<tb>  Diäthanolaminhydrochlorid <SEP> 8
<tb>  Ammoniumchlorid <SEP> 2
<tb>  und
<tb>  Methylolstearamid <SEP> 10       enthält, wird auf     mercerisierte    Baumwolle gedruckt.  Das Gewebe wird bei 70 C getrocknet und darauf  5 Minuten lang bei 170  C gehalten.

   Es wird darauf       gepflatscht    mit einer Lösung, die  
EMI0004.0004     
  
    Teile
<tb>  Wasser <SEP> 765
<tb>  den <SEP> Farbstoff <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> 10
<tb>  Harnstoff <SEP> 100
<tb>  Natriumalginat <SEP> (4% <SEP> Lösung) <SEP> 100
<tb>  Natrium-m-nitrobenzolsulfonat <SEP> 10
<tb>  und
<tb>  Natriumbicarbonat <SEP> 15       enthält, darauf getrocknet, und der Farbstoff wird  fixiert, indem das Gewebe während eines Zeitraumes  von 21/2 Minuten mit der Oberfläche eines auf 105  C  erhitzten Zylinders in Berührung gebracht wird. Das  Gewebe wird darauf geseift, wie es     in    Beispiel 1 be  schrieben wurde.  



  Das Gewebe wird in einem roten Farbton gefärbt  mit dunkelblauen Flächen, wo die Reservepaste auf  gebracht worden war.  



  <I>Beispiel 4</I>  Eine Reservepaste, die  
EMI0004.0006     
  
    Teile
<tb>  Wasser <SEP> 470
<tb>  den <SEP> Farbstoff <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> 5
<tb>  4,5-Dihydroxy-1,3-dimethylol-2-imidazolidon <SEP> 100
<tb>  Natriumalginat <SEP> (4% <SEP> Lösung) <SEP> 350
<tb>  2,4-Dichlor-6-(5'-sulfo-1'-naphthylamino)  s-triazin <SEP> 55
<tb>  Diäthanolaminhydrochlorid <SEP> 8
<tb>  Ammoniumchlorid <SEP> 2
<tb>  und
<tb>  Methylolstearamid <SEP> 10       enthält, wird auf Baumwolle     gedruckt.    Das Gewebe  wird dann bei 70 C getrocknet und 5 Minuten lang  bei     l.55     C gehalten. Es wird     gepflatscht,    getrocknet,  gedämpft und geseift wie in Beispiel 1 beschrieben.  



  Das Gewebe wird in einem dunkelblauen Farb  ton gefärbt mit roten Flächen, wo die     Druckpaste     aufgebracht wurde. Ein     ähnlicher    Effekt wird erhal  ten, wenn das     4,5-Dihydroxy-1,3-dimethylol-2-imid-          azolidon    ersetzt wird durch irgendeines der folgenden  stickstoffhaltigen     Harzvorkondensate:

            Tetramethylolacetylendiharnstoff,          N,N'-Dimethylolbutan-1,4-dioldiurethan,          Dimethylolmelamin,          Hexamethylolmelamin,          1,3-Dimethylol-2-imidazolidon    und       1,3-Dimethylol-5-hydroxyäthyl-2-triazon.       <I>Beispiel 5</I>  Ein     mercerisiertes    Baumwollgewebe wird im  Filmdruckverfahren nacheinander mit Druckpasten  bedruckt, die den in Beispiel 1 beschriebenen Farb  stoff bzw.

       2-(2'-Sulfophenylazo)-6-(2",4"-dichlor-s-          triazinylamino)    - 1 -     naphthol-6-sulfonsäure    enthalten,  wobei die Druckpasten die folgende Zusammen  setzung haben:  
EMI0004.0025     
  
    Teile
<tb>  Farbstoff <SEP> 30
<tb>  Wasser <SEP> 480
<tb>  4,5-Dihydroxy-1,3-dimethylol-2-imidazolidon <SEP> 100
<tb>  Natriumalginat <SEP> (4% <SEP> wässrige <SEP> Lösung) <SEP> 350
<tb>  N-Methylol-stearamid <SEP> (50 <SEP> % <SEP> wässrige <SEP> Lösung) <SEP> 20
<tb>  Diäthanolaminhydrochlorid <SEP> 12
<tb>  Ammoniumnitrat <SEP> 8       Das bedruckte Gewebe wird bei 70  C getrocknet  und darauf 3 Minuten lang bei 155" C gehalten.

   Es  wird dann     gepflatscht    in einer Lösung, die wie folgt  zusammengesetzt ist:  
EMI0004.0027     
  
    Teile
<tb>  Wasser <SEP> 730
<tb>  1-(2',5'-Dichlor-4'-sulfophenylazo)-3-methyl  4-[5"-(2"',4"'-dichlor-s-triazinylamino)  2"-sulfophenylazol-5-pyrazolon <SEP> 20
<tb>  Natriumalginat <SEP> (40/a <SEP> wässrige <SEP> Lösung) <SEP> 100
<tb>  Natrium-m-nitrobenzolsulfonat <SEP> 10
<tb>  4,5-Dihydroxy-1,3-dimethylol-2-imidazolidon <SEP> 100
<tb>  N-Methylol-stearamid <SEP> (50% <SEP> wässrige <SEP> Lösung) <SEP> 20
<tb>  Diäthanolaminhydrochlorid <SEP> 12
<tb>  Ammoniumnitrat <SEP> 8       Das Gewebe wird bei 70  C getrocknet und 3 Mi  nuten lang bei 155  C gehalten, darauf in der Siede  hitze 5 Minuten lang geseift in einer Lösung, die       0,

  2%        eines        Waschmittels        und        0,2%        Natriumcarbonat     enthält.  



  Der Druck zeigt ein Muster in rot und orange  auf einem hellgelben Untergrund.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben und Bedrucken von Cellu- losetextilgeweben zur Erzeugung von Mehrfarben effekten, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen Teil einer Oberfläche des Gewebes eine verdickte Druck paste aufgebracht wird, die einen Reaktivfarbstoff, ein stickstoffhaltiges Harzvorkondensat und ein Här- tungsmittel enthält, dass danach das Gewebe einer Hitzebehandlung unterzogen wird, um das Vorkon- densat zu härten,
    und danach auf die gleiche Ober fläche des Gewebes ein wasserlöslicher Reaktivfarb- stoff aufgebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens als Teil des Härtungs- mittels eine Verbindung verwendet wird, die einen Halogen-s-triazinrest enthält, insbesondere den Di- chlor-s-triazinrest. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ver wendete Menge des Härtungsmittels zwischen 1 und 3 Gewichtsprozent der Druckpaste beträgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Reaktivfarbstoff in der Druck paste den Dichlor-s-triazinrest enthält. Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke <I>Deutsche</I> Auslegeschrift <I>Nr.<B>1</B>047 745</I> Französische <I>Patentschrift Nr.<B>1217</B> 080</I>
CH700361A 1960-06-16 1961-06-15 Verfahren zum Färben und Bedrucken von Cellulosetextilgeweben mit Reaktivfarbstoffen zur Erzeugung von Mehrfarbeneffekten CH383917A (de)

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GB4172560 1960-12-05

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CH700361A4 CH700361A4 (de) 1964-07-31
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