CH383986A - Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolderivaten

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CH383986A
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CH305361A
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Charles Dr Morel
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Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D491/00Heterocyclic compounds containing in the condensed ring system both one or more rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms and one or more rings having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D451/00 - C07D459/00, C07D463/00, C07D477/00 or C07D489/00
    • C07D491/02Heterocyclic compounds containing in the condensed ring system both one or more rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms and one or more rings having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D451/00 - C07D459/00, C07D463/00, C07D477/00 or C07D489/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D491/04Ortho-condensed systems
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H19/00Compounds containing a hetero ring sharing one ring hetero atom with a saccharide radical; Nucleosides; Mononucleotides; Anhydro-derivatives thereof
    • C07H19/02Compounds containing a hetero ring sharing one ring hetero atom with a saccharide radical; Nucleosides; Mononucleotides; Anhydro-derivatives thereof sharing nitrogen
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    • C07H19/052Imidazole radicals

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen   Imidazolderivaten   
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen   Imidazolderivaten    mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften, insbesondere antiphlogistischer und serotonin-antagonistischer Wirksamkeit.



   Es wurde überraschenderweise gefunden, dass man neue Imidazolderivate der Formel I,
EMI1.1     
 worin R1 und R2 unabhängig voneinander ein Chloratom oder eine Methylgruppe und X Sauerstoff oder Schwefel bedeuten, erhält, wenn man auf D-Glucosamin eine Verbindung der Formel II,
EMI1.2     
 einwirken lässt und das unmittelbare Reaktionsprodukt ringschliessenden Bedingungen aussetzt.



   Die Umsetzung von D-Glucosamin mit einer Verbindung der Formel II erfolgt vorzugsweise in einem organischen Lösungsmittel, z. B. in äthanol, bei mässig erhöhter bis Siedetemperatur. Geeignete ringschliessende Bedingungen sind z. B. das Erwärmen in einer wässrig-organischen Säure, wie z. B.   20%iger    Essigsäure, oder in einer organischen Säure, wie z. B.



  Eisessig oder Ameisensäure, sowie die Behandlung mit einer verdünnten, wässrig oder wässrig-alkoholischen Mineralsäure in der Kälte oder ebenfalls unter Erwärmen.



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile ; diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
3,6 Teile D-Glucosamin, 4,4 Teile 3,4-Dichlorphenylsenföl und 10 Volumteile abs. Äthanol werden auf dem Wasserbad unter Feuchtigkeitsabschluss auf etwa   50-60"    erwärmt, bis eine homogene Lösung entstanden ist (etwa 30 Min.). Diese wird im Vakuum bei   35-40"    eingedampft und der Rückstand mit 20 Volumteilen   20%iger    Essigsäure eine Stunde auf dem kochenden Wasserbad erwärmt. Das Reaktionsgemisch wird im Vakuum bei   40-500    zur Trockne eingedampft und der Rückstand im Soxlethapparat mit Äther extrahiert, wobei das 2-Thiono-3-(3',4'   dichlor - phenyl -4,5 -D-glucopyrano-tetrahydro-imid-    azol direkt aus der   Atherlösung    ausfällt. Es wird abfiltriert und aus Wasser umkristallisiert.

   Smp. 185 bis   
186 , [a] D +72,1" (c = 1,09 in Dimethylformamid).   



   Beispiel 2
2,2 Teile D-Glucosamin, 2,7 Teile 3,4-Dichlorphenylsenföl und 10 Volumteile abs. Äthanol werden wie im obigen Beispiel auf dem Wasserbad erwärmt.



  Nach 30 Minuten werden nochmals 10 Volumteile abs.   Athanol    und 3 Tropfen konz. Schwefelsäure zugegeben und die Reaktionslösung eine Stunde unter Rückfluss erhitzt. Dann wird sie abgekühlt, mit Amberlit IR4B (OH--Form) zur Neutralisation der Schwefelsäure behandelt, der Ionenaustauscher abfiltriert und das Filtrat im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus 50 Volumteilen Wasser unter Zu satz von Tierkohle umkristallisiert, wobei man die im   Beispiel 1 beschriebene Verbindung vom Smp. 185 bis   186     erhält.



   Beispiel 3
3,6 Teile D-Glucosamin werden mit 20 Volumteilen abs. Pyridin versetzt und portionenweise unter Rühren eine Lösung von 3,8 Teilen   3,4-Dichlor-    phenylisocyanat in 10 Volumteilen abs. Pyridin zugegeben. Unter Feuchtigkeitsabschluss wird zur Beendigung der Reaktion das Reaktionsgemisch noch 30 Minuten auf dem kochenden Wasserbade erhitzt.



  Der Kolbeninhalt wird abgekühlt und in etwa 150 Volumteilen abs. Äther gegossen. Der ausfallende Niederschlag wird abgesaugt, mit Äther gut gewaschen und kurz getrocknet. Dann wird er in 10 Volumteilen   20%iger    Essigsäure gelöst und die Lösung 30 Minuten auf dem kochenden Wasserbade erhitzt.



  Beim Abkühlen und Stehenlassen kristallisiert das 2 Oxo-3-(3   ,4'-dichlor-phenyl)-4,5-D-glucopyrano-tetra-    hydro-imidazol aus. Es wird abgesaugt und aus    Äthanol umkristallisiert. Smp. 206-2070 [a] D + 148, 7     (c =   1 02    in Dimethylformamid).



   Beispiel 4
3,6 Teile D-Glucosamin werden in 20 Volumteilen Dimethylformamid suspendiert und portionenweise unter Rühren eine Lösung von 3,8 Teilen 3,4 Dichlor-phenylisocyanat in 10 Volumteilen Dimethylformamid zugegeben und das Ganze 30 Minuten auf dem kochenden Wasserbad erhitzt. Dann werden 3 Tropfen konz. Schwefelsäure zugegeben und das Reaktionsgemisch weitere 15 Minuten erhitzt. Nach dem Erkalten wird auf   Eiswasser    gegossen, gut verrührt, die wässrige Lösung abgetrennt, der Rückstand   noch-    mals mit Wasser verrührt, abgesaugt und aus Äthanol umkristallisiert, wobei man die im Beispiel 3 beschriebene Verbindung erhält.



   In analoger Weise werden die entsprechenden Verbindungen erhalten:    2-Oxo-3-(3',4'-dimethyl-phenyl)-4,5-D-    glucopyrano-tetrahydroimidazol,
Smp.   166-167",      [a] D      +124,60,     (c = 1 in Dimethylformamid);    2-Thiono-3      -(3',4'-dimethyl-phenyl)-4,    5-D glucopyrano-tetrahydro-imidazol,    Smp. 211-212 <  > , [a] +80 <  > ,     (c = 1 in Dimethylformamid).   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolderivaten der Formel I EMI2.1 worin R1 und R2 unabhängig voneinander ein Chloratom oder eine Methylgruppe und X Sauerstoff oder Schwefel bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man auf D-Glucosamin eine Verbindung der Formel II, EMI2.2 einwirken lässt und das unmittelbare Reaktionsprodukt ringschliessenden Bedingungen aussetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man auf D-Glucosamin eine Verbindung der Formel II in einem organischen Lösungsmittel einwirken lässt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man auf D-Glucosamin eine Verbindung der Formel II in Äthanol einwirken lässt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringschluss durch Einwirkung einer wässrig-organischen Säure bzw. organischen Säure vollzogen wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringschluss durch Einwirkung einer verdünnten Mineralsäure vollzogen wird.
CH305361A 1961-03-14 1961-03-14 Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolderivaten CH383986A (de)

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GB850362A GB991571A (en) 1961-03-14 1962-03-06 Improvements in and relating to imidazole derivatives
DK114962A DK104628C (da) 1961-03-14 1962-03-13 Fremgangsmåde til fremstilling af 2-oxo- eller 2-thiono-4,5-D-glucopyrano-tetrahydroimidazolderivater.
ES0275436A ES275436A1 (es) 1961-03-14 1962-03-13 Procedimiento para la preparaciën de nuevos derivados de imidazol

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