CH384138A - Verschlussvorrichtung an einem Behälter, mit einem biegsamen Ausguss-Tropfkanal - Google Patents
Verschlussvorrichtung an einem Behälter, mit einem biegsamen Ausguss-TropfkanalInfo
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Description
Verschlussvorrichtung an einem Behälter, mit einem biegsamen Ausguss-Tropfkanal Die Erfindung betrifft eine Verschlussvorrichtung an einem Behälter, z. B. an einer Flasche, mit einem biegsamen Ausguss-Tropfkanal. Derartige Einrichtungen werden vorzugsweise für pharmazeutische Zwecke geschaffen und dienen dazu, eine genaue Dosierung zu ermöglichen. So sind Verschlüsse bekannt, die getrennt von der Flasche, in einem Beutel an dieser befestigt, mitgeliefert werden. Der Verschluss der Flasche während ihres Transportes erfolgt mittels einer Verschlusskappe, nach deren Abnahme der eigentliche Tropfverschluss in die Flaschenöffnung eingesetzt wird. Anderseits ist eine Tropfvorrichtung bekannt, die aus einer auf den Flaschenhals aufsetzbaren Kappe und einem mit dieser verbundenen Schlauch besteht, dessen freies Ende in die Luftöffnung der Kappe einsteckbar ist: Als Nachteil macht sich bemerkbar, dass keine Verschlusskappe vorgesehen ist und der Schlauch daher beim Transport oder beim Aufbewahren des Fläschchens, z. B. in einer Tasche, leicht unbeabsichtigt aus der Luftöffnung gestreift werden kann und der Fläschcheninhalt dann ausfliesst. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine eingangs genannte Verschlussvorrichtung, die den vorerwähnten Nachteil behebt, indem sie sich auszeichnet durch einen Pfropfen zum Verschliessen der Behälteröffnung und einen elastischen, mit dem Pfropfen einstückigen und an einer in diesem vorgesehenen Öffnung angesetzten Schlauch sowie durch eine Abschlusskappe zum Abdecken des Schlauches. Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erörtert: Der Pfropfen kann mit zwei Öffnungen versehen und das freie Schlauchende mit der zweiten Öffnung des Pfropfens zum lösbaren Verbinden eingerichtet oder die beiden Enden des Schlauches je an einer der zugehörigen Öffnungen mit dem Pfropfen unlösbar verbunden und der Schlauch an wenigstens einer Stelle leicht durchtrennbar sein. Eine leicht durchtrennbare Stelle des Schlauches kann durch eine Markierung, z. B. durch eine Einkerbung bezeichnet sein. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich der Schlauch zum freien Ende zu verjüngt und mit einer stufenartigen Erweiterung an der Pfropfenöffnung angesetzt ist. Der Pfropfen kann auch hier mit einer zweiten Öffnung versehen sein, die vorzugsweise in den Bereich der stufenartigen Erweiterung gelegt ist. Wird eines der beiden Schlauchenden frei ausgeführt, so ist es zweckmässig, das freie Ende des Schlauches durch ein einstückig mit diesem ausgeführtes, leicht abtrennbares Käppchen zu verschliessen. Bei diesen Ausführungsformen ergibt sich ein weiterer Vorteil, der darin besteht, dass das im Behälter verwahrte Gut vor dem erstmaligen Gebrauch nicht ausgewechselt oder verfälscht werden kann. Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile werden an Hand von auf der Zeichnung dargestellten beispielsweisen Ausführungsformen nachstehend näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Ausführungsform der Erfindung mit abgenommener Abschlusskappe, Fig. 2 diese Ausführungsform mit einer aufgesetzten Abschlusskappe. Die Fig. 3 und 4 zeigen andere Ausführungsformen der Erfindung mit abgenommener Abschlusskappe. Fig. 5 veranschaulicht eine weitere Ausführungsform mit aufgesetzter Kappe, Fig. 6 die Ausführung nach Fig. 4 mit einer aufgesetzten Abschlusskappe. Die Fig. 7 und 8 geben weitere bevorzugte Ausbildungsformen von Abschlusskappen wieder. Sämtliche Figuren stellen Schnitte dar. In die Öffnung 1 eines Behälters 2, beispielsweise einer Flasche, ist ein Pfropfen 3 eingesetzt, der eine Öffnung 5 aufweist und sich mit einem Rand 15 am Flaschenhals abstützt. Der Pfropfen 3 kann nun mit dem Behälter, z. B. durch Übergiessen mit einem Kunstharz, versiegelt werden, wodurch ein gewaltsames Öffnen des Behälters 2 jederzeit erkenntlich wird. Ein Schlauch 7, der sich zu seinem freien Ende zu verjüngt, ist mit einer stufenartigen Erweiterung 16 an der Pfropfenöffnung 5 angesetzt. Im Bereich der stufenartigen Erweiterung 16 ist in vorteilhafter Weise eine zweite Öffnung 17 angeordnet. Am Hals des Behälters 2 ist aussen eine Gewinde 9 vorgesehen, welches zum Aufschrauben einer Abschlusskappe 14 dient, deren Hohlraum zum Abknicken des Schlauches 7 eingerichtet ist. Die Ausgiess- bzw. Tropfvorrichtung wird am besten aus P.V.C. gefertigt, wobei der Schlauch 7 zweckmässigerweise mittels besonderer Weichmacher hochelastisch gemacht wird, damit er sich nach Abnehmen der Abschlusskappe 14 von selbst aufrichtet. Das freie Ende des Schlauches 7 ist durch ein einstückig mit diesem ausgeführtes Käppchen 12 verschlossen, welches nach einer zum Beispiel durch Kerben markierten Querschnittsrichtung 13 leicht abtrennbar ist. Die Länge des Schlauches 7 ist vorzugsweise eine solche, dass sie im seitlich abgebogenen Zustand innerhalb der Abschlusskappe 14 Platz findet. Zufolge der Elastizität des Schlauches 7 wird dieser beim Aufbringen der Abschlusskappe 14 umgebogen und dabei dicht verschlossen (siehe Fig. 1 und 2). Damit ist ein Verdunsten oder Ausfliessen von Flüssigkeit aus dem Behälter 2 unterbunden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist in die Öffnung 1 eines Behälters 2, beispielsweise einer Flasche, ein Pfropfen 3 eingesetzt, der zwei Öffnung gen 5 und 6 aufweist. Eine dieser Öffnungen (5, 6) ist vorzugsweise mit einem nach innen ragenden Luftstutzen 4 versehen. Die Öffnungen 5 und 6 verbindet ein Schlauch 7, welcher mit dem Pfropfen 3 einstückig ausgebildet ist. Der Schlauch 7 ist an einer, z. B. durch eine Einkerbung markierten Stelle 8 in Querschnittsrichtung leicht durchtrennbar. Vor erstmaligem Gebrauch wird der Schlauch 7 beispielsweise an seiner höchsten Stelle 8 durchtrennt, die Schlauchteile richten sich auf und eine Tropfvorrichtung entsteht. an der Fig. 3 strichliert angedeutet.) Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Fig. 3 dargestellten durch die Lösbarkeit eines der Schlauchenden von der zugehörigen Öffnung 6, an welcher ein Aufsteckstutzen 10 zur Aufnahme des Schlauchendes angesetzt ist. Die Abschlusskappe ist hier mit einem Bajonettverschluss an der Flasche befestigbar, dessen einer Teil, 11, am Halse des Behälters 2 angeordnet ist. Zur Aufnahme des lösbaren Schlauchendes kann auch die zugehörige Öffnung 6 (Fig. 5) unmittelbar, und zwar zum dichten Einstecken des Schlauchendes ausgebildet sein. Vorteilhafterweise ist auch der Luftstutzen 4 zur Aufnahme des Schlauchendes mit herangezogen. Um das Auswechseln oder Verfälschen des Inhaltes vor dem ersten Gebrauch, auch bei einseitig lösbarem Schlauch 7 zu verhindern, ist zweckmässigerweise das eingesteckte Schlauchende mit einem mit diesem einstückig ausgeführten Käppchen 12 verschlossen. Vor dem erstmaligen Gebrauch wird das Käppchen 12 bei herausgezogenem Schlauch am besten an einer, z. B. durch eine Einkerbung markierten Stelle 13 abgetrennt. Eine Abschlusskappe 14 ist auf das Gewinde 9 des Behälterhalses aufgeschraubt. Die Abschlusskappen 14 können aber auch auf den Behälterhals aufschiebbar (Fig. 6) und gegebenenfalls mittels eines Bajonettverschlusses (Fig. 4) feststellbar sein. Wie aus den Fig. 5, 6, 7 und 8 ersichtlich, können die Hohlräume der Abschlusskappen 14 verschiedenartig zum Abdecken, Abknicken oder Quetschen der Schläuche ausgebildet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verschlussvorrichtung an einem Behälter mit einem biegsamen Ausguss-Tropfkanal, gekennzeichnet durch einen Pfropfen (3) zum Verschliessen der Behälteröffnung und einen elastischen, mit dem Pfropfen (3) einstückigen und an einer in diesem vorgesehenen Öffnung (5) angesetzten Schlauch (7) sowie durch eine Abschlusskappe (14) zum Abdekken des Schlauches.UNTERANSPRUCHE 1. Verschlussvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfropfen (3) mit zwei Öffnungen (5, 6) versehen und das freie Schlauchende mit der zweiten Öffnung (6) des Pfropfens (3) lösbar verbunden werden kann.2. Verschlussvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfropfen (3) mit zwei Öffnungen (5, 6) versehen ist, die beiden Enden des Schlauches (7) je an einer der Öffnungen (5,6) mit dem Pfropfen (3) unlösbar verbunden sind und der Schlauch an wenigstens einer Stelle leicht durchtrennbar ist.3. Verschlussvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass freie Ende des Schlauches (7) durch ein einstückig mit diesem ausgeführtes, leicht abtrennbares Käppchen (12) verschlossen ist.4. Verschlussvorrichtung nach Unteranspruch 2 und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die leicht durchtrennbare Stelle des Schlauches (7) (8, 13) bezeichnet ist.5. Verschlussvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (7) sich zum freien Ende zu verjüngt und mit einer stufenartigen Erweiterung (16) an der Pfropfenöffnung (5) angesetzt ist.6. Verschlussvorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfropfen (3) mit zwei Öffnungen (5, 17) versehen ist und die zweite öffnung (17) in den Bereich der stufenartigen Erweiterung (16) gelegt ist.
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