CH384237A - Zielfernrohr mit geknickter optischer Achse - Google Patents

Zielfernrohr mit geknickter optischer Achse

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CH384237A
CH384237A CH696060A CH696060A CH384237A CH 384237 A CH384237 A CH 384237A CH 696060 A CH696060 A CH 696060A CH 696060 A CH696060 A CH 696060A CH 384237 A CH384237 A CH 384237A
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CH
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telescope
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optical
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CH696060A
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Inventor
Jochmann Horst Ing Dr
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Zeiss Jena Veb Carl
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    • G—PHYSICS
    • G02—OPTICS
    • G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B27/00—Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
    • G02B27/64—Imaging systems using optical elements for stabilisation of the lateral and angular position of the image
    • G02B27/646—Imaging systems using optical elements for stabilisation of the lateral and angular position of the image compensating for small deviations, e.g. due to vibration or shake
    • G02B27/648—Imaging systems using optical elements for stabilisation of the lateral and angular position of the image compensating for small deviations, e.g. due to vibration or shake for automatically maintaining a reference alignment, e.g. in self-levelling surveying instruments

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Description


      Zielfernrohr        mit        geknickter        optischer    Achse    Gegenstand der Erfindung ist ein Zielfernrohr  mit geknickter optischer Achse, insbesondere für       astronomisch-geodätische    Instrumente, das um eine  horizontale und eine vertikale Achse drehbar gelagert  und in dessen Strahlengang ein unter der Wirkung der  Schwerkraft sich in eine vorbestimmte Lage ein  stellendes, um eine horizontale, zur Ziellinie ange  nähert senkrechte Achse schwenkbares optisches Ab  lenkelement vorgesehen ist, das den Einfluss von ge  ringen Verlagerungen der     Fernrohrkippachse    auf die  Drehung der Ziellinie um die vertikale Achse kom  pensiert.  



  Bei Instrumenten zur genauen Bestimmung von       Azimuten    (Universalinstrumenten) oder bei solchen,  die zu Messungen unter gleichem     Azimut    verwendet  werden sollen     (Passageinstrumenten),    ändert sich im  allgemeinen mit der     Zenitdistanz    ohne Verdrehung  der     Alhidade    das     Azimut    der Zielachse des Fern  rohres messbar.

   Diese Erscheinung hat ihre Ursache  in den Fertigungsungenauigkeiten der Kippachse und  des Kippachsenlagers sowie den Änderungen der  Lage des gesamten     Instruments    bezüglich der     Lotlinie     des Beobachtungsortes, die sowohl eine     horizontale     als auch eine vertikale Bewegung der Kippachse und  damit der Zielachse des Fernrohrs bewirken.

   Be  kanntlich erfolgt die     Bestimmung    des     Einflusses    der  Vertikalbewegung der Kippachse auf die     Azimut-          messung    durch ein     Kippachsennivellement    mit     Hilfe     einer auf die Kippachse aufgesetzten oder an sie an  gehängten     Kippachsenlibelle.    Abgesehen davon, dass  durch die Nivellierung der Kippachse die     eigentliche          Winkelmessung    zusätzlich belastet wird,     erfährt    durch  ein derartiges Vorgehen die in voller Grösse ein  gehende,

   sich fehlerhaft auswirkende horizontale     Ver-          schwenkung    der Kippachse keinerlei Berücksichti  gung.    Die     vorliegende    Erfindung zeigt einen neuen Weg  zur Ausschaltung der Vertikal- und darüber hinaus  der     Horizontalbewegung    der Kippachse auf     astrono-          misch-geodätische        Azimutmessungen    (Horizontalwin  kelmessungen), bei dem die aufgezeigten Nachteile  nicht in     Erscheinung    treten.

   Erfindungsgemäss ist das  Fernrohr so gelagert, dass die     Fernrohrkippachse     koaxial zu dem abgewinkelten Teil der Ziellinie ver  läuft und das optische     Ablenkelement    so mit dem  Lagerträger verbunden ist, dass die     Richtung        seiner     horizontalen Achse gegenüber dem Lagerträger un  veränderlich ist.  



  Die     Stabilisierung    von     Ziellinien    der     Fernrohre     optischer Geräte, insbesondere von     Nivelliergeräten,     mit Hilfe von optischen     Ablenkelementen,    die sich  unter der Wirkung der Schwerkraft in eine vorbe  stimmte Lage einstellen, ist bekannt.

   Während hierbei  jedoch die     Ziellinie    nur an eine horizontale Ebene ge  fesselt wird, wird beim Gegenstand der Erfindung die  Ziellinie an die den Zielpunkt und den Instrumenten  standpunkt enthaltende     Lotebene    gefesselt, die dar  über hinaus noch     eine    Drehung um die     Lotlinie    im  Instrumentenstandpunkt     durchführen        kann.    Erst  durch die     erfindungsgemässe    Anordnung des Stabili  sierungselements ist es möglich, den von der Drehung  um die horizontale und vertikale Achse abhängigen  Einfluss einer ungewollten,

   in     Richtung    ihrer horizon  talen Komponente bisher nicht     kontrollierbaren    und  in Richtung ihrer vertikalen Komponente nur um  ständlich messbaren Verlagerung des Fernrohrs auf  die Messung seiner Drehung um die     vertikale    Achse       völlig    zu kompensieren.

   Die erfindungsgemässe An  ordnung des     Stabilisierungselements        erübrigt    ausser  dem das bisher übliche, weniger genaue     Kippachsen-          nivellement    mit     seinen    Fehlermöglichkeiten und ge  währleistet während des Messungsvorganges sowohl      eine     Genauigkeitssteigerung    als auch eine Zeitein  sparung. Gleichzeitig werden schwierige Probleme der       Instrumentenfertigung,    die besonders bei der Her  stellung genauer Planlager und Achsen auftreten, aus  geschaltet.  



  Eine     vorteilhafte        Ausführungsform    des Gegen  standes der     Erfindung    ergibt sich, wenn zur Umlen  kung des Strahlenganges in die Kippachse des Fern  rohrs mindestens zwei spiegelnde Flächen fest ange  bracht sind, und in der halben     Objektivbrennweite    ge  trennt vom Fernrohr in dem dem Okular gegenüber  liegenden     Fernrohrlager        als    optisches     Ablenkelement     ein Pendelspiegel aufgehängt ist,

   der mit der     Lotlinie     und einer     Lotebene    durch die     Ablesestelle    der       Alhidade    stets gleiche Winkel     einschliesst.     



  Während der     Einfluss    der Bewegung der     Fern-          rohrkippachse    auf die     Azimutmessung    durch das Ab  lenkelement aufgehoben wird, muss in der Zenit  distanz ein beträchtlicher, messbarer Fehler in Kauf  genommen werden.

   Da jedoch bei genauesten Winkel  messungen in der Regel     eine    Kombination von       Azimut-    und     Zenitdistanzmessung    nicht üblich ist,  wird     in    der Kippachse ein reflektierendes optisches  Mittel in den     Abbildungsstrahlengang    einschwenkbar  angeordnet, das die Wirkung des Pendelspiegels für  die Messung von     Zenitdistanzen    ausschaltet.

   Da das  optische Mittel vor dem Pendelspiegel angeordnet ist  und bei     seinem    Einschwenken die     Fokussierung    des  Fernrohrs nicht beeinflusst werden darf, muss das opti  sche Mittel     eine    den     Abbildungsstrahlengang    ver  kürzende Wirkung ausüben. Der Betrag der Ver  kürzung ist durch den doppelten Abstand des opti  schen Mittels vom Pendelspiegel gegeben.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt ein Ausführungs  beispiel des Gegenstandes der Erfindung bei vertikaler       Zielung    in schematischer Darstellung.  



       In    einem astronomischen     Fernrohr    1 ist mit 2 das  Okular, mit 3 ein in der     Okularbildebene    angeordne  tes Fadenkreuz und mit 4 das Objektiv bezeichnet.  Der senkrechten Umlenkung des Strahlenganges die  nen zwei fest angeordnete Planspiegel 5 und 6, von  denen der letztere mit einer     Ausnehmung    7 versehen  ist. Ein in einer Fassung 8 gelagerter Spiegel 9 ist  mittels einer     Blattfeder    10 in einem Gehäuse 11, das  mit einem der beiden     Fernrohrlager    12 starr verbun  den ist, um eine Achse     X-X    pendelnd aufgehängt.

    Mit der Fassung 8 ist ausserdem ein Kolben 13 ver  bunden, der sich beim Pendeln des Spiegels 9 in einem  am Gehäuse 11 befestigten Zylinder 14 bewegt und  die Dämpfung der Schwingungen des Spiegels be  wirkt.     Die    Wirkung des Spiegels 9 kann durch ein  in den Strahlengang einschwenkbares, als Hohlspiegel  15 ausgebildetes optisches Mittel ausgeschaltet wer-    den. Das Fernrohr 1, dessen Ziellinie mit     Z-Z    be  zeichnet ist, ist in seinen     Lagern    12 um eine Achse       K-K    und mit seinen Lagern, die zur nicht dargestell  ten     Alhidade    gehören, in bekannter Weise um eine  Achse L     -L    drehbar angeordnet.

   Beide Achsen     K-K     und     L-L    stehen aufeinander senkrecht und fallen in  der dargestellten     zenitalen        Zielung    je mit einem Teil  der Ziellinie zusammen.  



  Die Wirkungsweise des     Ablenksystems    ist fol  gende: Der vom Objektiv 4 kommende Zielstrahl       trifft    nach Reflexion an den beiden fest angeordneten  Planspiegeln 5 und 6 auf den Pendelspiegel 9, der ihn  unabhängig von geringen     Verlagerungen    des Fern  rohrs 1 im Raum durch die     Ausnehmung    7 immer zur  gleichen Stelle des Fadenkreuzes 3 lenkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Zielfernrohr mit geknickter optischer Achse, ins besondere für astronomisch-geodätische Instrumente, das um eine horizontale und um eine vertikale Achse drehbar gelagert und in dessen Strahlengang ein unter der Wirkung der Schwerkraft sich in eine vorbe stimmte Lage einstellendes, um eine horizontale zur Ziellinie angenähert senkrechte Achse schwenkbares optisches Ablenkelement vorgesehen ist, das den Ein fluss von geringen Verlagerungen der Fernrohrkipp- achse auf die Drehung der Ziellinie um die vertikale Achse kompensiert, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Fernrohr so gelagert ist, dass die Fernrohrkippachse koaxial zu dem abgewinkelten Teil der Ziellinie ver läuft und das optische Ablenkelement so mit dem Lagerträger verbunden ist, dass die Richtung seiner horizontalen Achse gegenüber dem Lagerträger un veränderlich ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Fernrohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Umlenkung des Strahlenganges in der Kippachse des Fernrohrs mindestens zwei spiegelnde Flächen fest angebracht sind und in der halben Objektivbrennweite getrennt vom Fernrohr in dem dem Okular gegenüberliegenden Fernrohrlager als optisches Ablenkelement ein Pendelspiegel auf gehängt ist, der mit der Lotlinie und einer Lotebene durch die Ablesestelle der Alhidade stets gleiche Win kel einschliesst. 2.
    Fernrohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein reflektierendes, den Strahlen- geng verkürzendes optisches Mittel in den geknickten Teil der optischen Achse klappbar angeordnet ist, das die Wirkung des Pendelspiegels für die Messung von Zenitdistanzen ausschaltet.
CH696060A 1960-06-17 1960-06-17 Zielfernrohr mit geknickter optischer Achse CH384237A (de)

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