CH384373A - Als Bremse wirkender Fliehkraft-Drehzahlregler - Google Patents
Als Bremse wirkender Fliehkraft-DrehzahlreglerInfo
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Description
Als Bremse wirkender Fliehkraft-Drehzahlregler Die Erfindung betrifft einen als Bremse wirken den Fliehkraft-Drehzahlregler mit zwei an einer mit der. Reglerwelle verbundenen Halterung schwenkbar gelagerten Fliehgewichten, die beim Überschreiten einer Grenzdrehzahl je einen Bremskörper gegen die Wirkung einer Rückhaltefederkraft an die Mantel fläche einer koaxial zur Reglerwelle liegenden Brems trommel drücken.
Bei einem bekannten Drehzahlregler dieser Art sind die beiden Fliehgewichte über je eine Zugfeder mit der Reglerwelle bzw. einer an dieser Welle an gebrachten Brücke verbunden. Beim Auftreten ferti- gungsbedingter Toleranzen in der Herstellung der Rückholfedern sowie in der Befestigung dieser Federn besteht jedoch die Gefahr, dass die von diesen beiden Federn auf die Fliehgewichte ausgeübten Rückführ- kräfte und damit auch die Grenzdrehzahl , das heisst die Drehzahl, bei der sich der Bremskörper des Fliehgewichtes an die Bremstrommel anlegt,
für beide Fliehgewichte nicht genau gleich ist. Es ist daher wün schenswert, diese fertigungs- und montagetechnischen Toleranzen durch eine geeignete Ausbildung und An ordnung der Rückhaltefeder auszugleichen. Diese Aufgabe soll gemäss der Erfindung dadurch gelöst sein, dass eine mit beiden Fliehgewichten verbundene Rückhaltefeder vorgesehen ist, die durch eine senk recht zur Drehachse liegende Bohrung der Regler welle und eine gleichachsige Bohrung eines die Halte rung der Fliehgewichte bildenden Formkörpers frei hindurchgeführt ist.
Erfindungsgemäss wird die auf beide Flieh gewichte ausgeübte Rückhaltekraft somit durch eine einzige Feder ausgeübt, die an ihren beiden Enden mit den Fliehgewichten verbunden und unmittelbar durch die Reglerwelle hindurchgeführt ist.
Eine derartige Lösung besitzt nicht nur den Vor zug, dass auf diese Weise eine absolute Gleichheit der auf die beiden Fliehgewichte ausgeübten Rückhalte kraft gewährleistet und ein durch verschiedene Rück haltekräfte bedingtes unterschiedliches Anlegen der beiden Fliehgewichte an die Bremstrommel mit Sicherheit vermieden ist, sondern stellt darüber hin aus auch in raumtechnischer Hinsicht eine ausser- ordentlich vorteilhafte Lösung dar.
Während nämlich bei bekannten Ausführungen die Rückhaltefedern in der Regel über die Fliehgewichte greifen und damit die Baulänge der ganzen Einheit wesentlich erhöhen, braucht bei dem erfindungsgemässen Fliehkraft-Dreh- zahlregler kein zusätzlicher Platz ausserhalb des ohne hin für die Fliehgewichte benötigten Raumes belegt zu sein.
Als besonders vorteilhaft hat es sich gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erwiesen, wenn die Rückhaltefeder an wenigstens einem ihrer beiden Enden über zur Einstellung der Federspannung die nende, von aussen frei zugängliche Stehmittel mit dem betreffenden Fliehgewicht verbunden ist. Während nämlich bisher das Justieren der Rückhaltefedern äusserst umständlich war und in der Regel durch Verbiegen von Federteilen erfolgen musste, lässt sich dann die Federspannung mit Hilfe der von aussen frei zugänglichen Stellmittel ohne Schwierigkeit rasch und zugleich genau einstellen.
Die zur Verbindung der Rückhaltefeder mit dem Fliehgewichten dienenden Stellmittel können dabei zweckmässig aus einer am Ende der Feder befestigten, mit einer Gewindeinnenbohrung versehenen Hülse sowie einer in diese Hülse eingreifenden Stellschraube bestehen, wobei die gesamte Anordnung vorteilhaft so getroffen wird, dass sich die durch eine Durch gangsbohrung des zugehörigen Fliehgewichtes hin- durchgeführte Stellschraube mit ihrem Kopf von aussen am Fliehgewicht abstützt.
Diese und zahlreiche weitere Einzelheiten gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles der Erfindung hervor. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine (teilweise geschnittene) Aufsicht auf den erfindungsgemässen Fliehkraft-Drehzahlregler, wobei die Bremstrommel strichpunktiert eingezeichnet ist, Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 1.
Der in der Zeichnung dargestellte Fliehkraft- Drehzahlregler besteht im wesentlichen aus einem drehfest auf die Reglerwelle 1 aufgebrachten Form körper 2, zwei an diesem Formkörper 2 schwenkbar gelagerten Fliehgewichten 3, 4 und einer die beiden Fliehgewichte 3, 4 verbindenden Rückhaltefeder 5.
Der aus einem geeigneten Kunststoff bestehende Formkörper 2, der auf die Reglerwelle 1 beispiels weise aufgepresst oder aufgespritzt ist und insbeson dere durch die nutartige Vertiefung la der Welle 1 und den mit einer Riffelung versehenen Bund 1 b in axialer Richtung sicher festgehalten wird (vgl. Fig. 2), weist zwei einander diametral gegenüberliegende An sätze 2a, 2b auf, die zur Lagerung der Fliehgewichte 3, 4 dienen.
Zu diesem Zweck ist in den Ansätzen<I>2a, 2b</I> (vgl. Fig. 3) je eine parallel zur Reglerwelle 1 verlaufende Längsbohrung 6 vorgesehen, die in ihrem mittleren Bereich eine durch einen wulstartigen Vorsprung ge bildete ringförmige Einschnürung 6a besitzt. In der Längsbohrung 6 der Ansätze 2a und 2b des Form körpers 2 ist ein Lagerbolzen 7 befestigt, der in sei nem mittleren Bereich eine der ringförmigen Ein schnürung 6a entsprechende nutartige Vertiefung 7a trägt, durch die er in der Bohrung 6 festgehalten wird.
Das Einführen des Lagerbolzens 7 in die Bohrung 6 wird dadurch ermöglicht, dass die aus elastischem Material, beispielsweise Kunststoff, bestehende Wan- dung der Bohrung 6 in ihrem erweiterten Teil 6a aus weicht und bei Erreichen der Befestigungslage in die nutartige Vertiefung 7a des Bolzens 7 federnd ein schnappt.
Die Bolzen 7 tragen die Fliehgewichte 3, 4, die ihrerseits jeweils aus einem längeren Arm 3a bzw. 4a, an dem die Rückhaltefeder 5 angreift, und einem mit den - nachstehend näher erläuterten - Bremsmitteln versehenen kürzeren Arm 3b bzw. 4b bestehen.
Die Arme 3a, 3b bzw. 4a, 4b der Fliehgewichte sind vorzugsweise einstückig ausgebildet, jedoch so angeordnet, dass die kürzeren Arme 3b, 4b oberhalb der Arme 3a, 4a liegen (vgl. Fig. 3). Am äusseren Ende der kürzeren Arme<I>3b, 4b</I> der Fliehgewichte 3, 4 sind Bremsklötze 8 vorgesehen, die sich beim Er reichen einer bestimmten Grenzdrehzahl an die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Bremstrommel 9 anlegen.
Bei Drehzahlen unterhalb dieser Grenzdrehzahl werden die Fliehgewichte 3, 4 an ihrem längeren Arm <I>3a, 4a</I> durch die Rückhaltefeder 5 nach innen ge- zogen, so dass die Bremsklötze 8 von der Bremstrom mel 9 abgehoben sind.
Die Rückhaltefeder 5 ist an ihren beiden Enden über nachstehend näher erläuterte Stellmittel mit den Fliehgewichten 3, 4 verbunden und in ihrem mittle ren Bereich durch eine senkrecht zur Drehachse lie gende Bohrung 1c der Reglerwelle 1 und eine gleich achsig zu dieser Bohrung 1c liegende Bohrung 2c des Formkörpers 2 frei hindurchgeführt.
An den beiden Enden der Schraubenfeder 5 sind Hülsen 10 befestigt, die mit einem Aussengewinde versehen sind, dessen Durchmesser und Steigung etwa den entsprechenden Werten der Schraubenfeder 5 entspricht. Die Hülsen 10 weisen ferner eine Ge- windeinnenbohrung 10a auf, in die Stellschrauben 11 eingeschraubt sind. Diese Stellschrauben 11 sind ihrerseits durch eine Bohrung 3c bzw. 4c an der Längsseite der Fliehgewichte 3, 4 frei hindurchgeführt und stützen sich mit ihrem Kopf lla in einer ent sprechenden Vertiefung 3d bzw. 4d der Flieh gewichte ab.
Wie aus der Zeichnung ohne weiteres hervor geht, lässt sich durch Verdrehen der von aussen frei zugänglichen Schrauben 11 die Federspannung der Schraubenfeder 5 und damit die von dieser Feder auf die Fliehgewichte 3, 4 ausgeübte Rückhalte- bzw. Rückholkraft mühelos einstellen. Um hierbei ein Ver drehen der Hülsen 10 zu verhindern, sind diese Hül sen mit einem geeigneten Aussenprofil, beispielsweise einem Sechskantprofil, versehen, mit dem sie dreh sicher, jedoch in Längsrichtung der Feder 5 frei ver schiebbar in den Ausnehmungen 3 e bzw. 4.e der Fliehgewichte 3 bzw. 4 festgelegt sind.
Um das Einschrauben der zum Eingriff der Stell schrauben 11 bestimmten Hülsen 10 in die Schrau benfeder 5 zu erleichtern, ist das Aussengewinde der Bauteile 10 auf der der Rückhaltefeder 5 zugewand ten Seite kontinuierlich bis auf den Gewindeinnen- durchmesser, der dem Innendurchmesser der Schrau benfeder 5 entspricht, abgesetzt (vgl. Fig. 2).
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, sind die Bremsklötze 8 in Gewindestiften 12 befestigt, beispielsweise ein gepresst, die ihrerseits in Gewindebohrungen 3 f bzw. 4f der Fliehgewichte 3, 4 befestigt und in diesen Boh rungen in Längsrichtung einstellbar sind. Zu diesem Zweck tragen die Gewindestifte 12 an ihrem äusseren Ende Schlitze 12a, die den Eingriff eines geeigneten Werkzeuges, beispielsweise eines Schraubenziehers, ermöglichen.
Die zusätzlich zur Justierbarkeit der Rückhalte feder vorgesehene Einstellbarkeit der Bremsstücke 8 ermöglicht ein leichtes Ausgleichen etwaiger ferti gungsbedingter Toleranzen in der Herstellung der Fliehgewichte und Bremsstücke sowie ein leichtes Nachjustieren, falls dies nach längerer Betriebszeit erforderlich werden sollte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Als Bremse wirkender Fliehkraft-Drehzahlregler mit zwei an einer mit der Reglerwelle verbundenen Halterung schwenkbar gelagerten Fliehgewichten, die beim überschreiten einer Grenzdrehzahl je einen Bremskörper gegen die Wirkung einer Rückhalte federkraft an die Mantelfläche einer koaxial zur Reglerwelle liegenden Bremstrommel drücken, da durch gekennzeichnet, dass eine mit beiden Flieh gewichten (3, 4) verbundene Rückhaltefeder (5) vor gesehen ist, die durch eine senkrecht zur Drehachse liegende Bohrung (1c) der Reglerwelle (1)und eine gleichachsige Bohrung (2c) eines die Halterung der Fliehgewichte bildenden Formkörpers (2) frei hin durchgeführt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Drehzahlregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltefeder (5) an wenig stens einem ihrer beiden Enden über zur Einstellung der Federspannung dienende, von aussen frei zugäng liche Stellmittel (10, 11) mit dem betreffenden Flieh gewicht (3 bzw. 4) verbunden ist. 2.Drehzahlregler nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Verbindung der Rückhaltefeder (5) mit den Flieh gewichten (3 bzw. 4) dienenden Stelhnittel aus einer am Ende der Feder befestigten, mit einer Gewinde innenbohrung (10a) versehenen Hülse (10) sowie einer in diese Hülse eingreifenden Stellschraube (11) be stehen und dass sich die durch eine Durchgangsboh rung (3c bzw. 4c) des zugehörigen Fliehgewichtes (3 bzw. 4) hindurchgeführte Stellschraube mit ihrem Kopf (11a) von aussen am Fliehgewicht abstützt. 3.Drehzahlregler nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den Enden der Rückhaltefeder (5) verbunde nen Hülsen (10) drehsicher, jedoch in Achsrichtung der Rückhaltefeder frei verschiebbar in Ausnehmun- gen (3e bzw. 4e) der Fliehgewichte (3 bzw. 4) gehal tert sind und an ihrem äusseren Umfang eine Vertie fung tragen, in die wenigstens eine Windung der Rückhaltefeder formschlüssig eingreift. 4.Drehzahlregler nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur drehsicheren Halterung der an den Enden der Rückhaltefeder (5) befestigten Hülsen (10) vorgese henen Ausnehmungen (3e bzw. 4e) in den Flieh gewichten (3 bzw. 4) auf der der Reglerwelle (1) zu gewandten Innenseite sowie an der senkrecht zur Innenseite liegenden Unterseite der Fliehgewichte offen sind. 5.Drehzahlregler nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, mit einer als Schraubenfeder ausgebildeten Rückhaltefeder, dadurch gekennzeich net, dass die an den Enden der Rückhaltefeder (5) befestigten, mit einer Gewindeinnenbohrung (10a) versehenen Hülsen (10) ein der Steigung der Schrau benfeder entsprechendes Aussengewinde tragen, des sen Innendurchmesser gleich dem lichten Durchmes ser der Rückhaltefeder ist, und dessen Gewinderip pen wenigstens teilweise ein zur drehsicheren Fest legung der Hülsen in den Ausnehmungen (3e bzw.4e) der Fliehgewichte (3 bzw. 4) geeignetes Aussen profil, vorzugsweise ein Sechskantprofil, aufweisen. 6. Drehzahlregler nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfläche der Gewinderippen der an den Enden der Rückhaltefeder (5) befestigten Hülsen (10) auf der der Rückhaltefeder zugewandten Seite bis auf den Gewindeinnendurchmesser kontinuierlich ab gesetzt ist. 7.Drehzahlregler nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 6, bei dem die als zweiarmige Hebel ausgebildeten, gelenkig gelagerten Flieh gewichte an ihrem längeren Arm mit der Rückhalte- feder verbunden sind und an ihrem kürzeren Arm die Bremskörper tragen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremskörper (8) in Andrückrichtung einstellbar an den Fliehgewichten (3, 4) befestigt sind. B.Drehzahlregler nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremskörper (8) mit von aussen einstellbaren Gewindestiften (12) starr verbun den sind, die in Gewindebohrungen (3f, 4f) der Flieh gewichte (3, 4) geführt sind. 9.Drehzahlregler nach Patentanspruch, bei dem die Fliehgewichte auf Bolzen gelagert sind, die ihrer seits in dem mit der Reglerwelle verbundenen Form körper befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbolzen (7) in ihrem im Innern des Formkör pers (2) liegenden Bereich mit einer ringförmigen Ausnehmung (7a) versehen sind, in die in der Be festigungslage der Bolzen ein entsprechender wulst- förmiger Vorsprung (6a) der Lagerbohrung (6) des aus Kunststoff hergestellten Formkörpers ein geschnappt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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