CH384511A - Verfahren und Maschine zum Herstellen von Rohren aus einem schraubenförmig gewickelten Blechband - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Herstellen von Rohren aus einem schraubenförmig gewickelten BlechbandInfo
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- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C37/00—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
- B21C37/06—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
- B21C37/12—Making tubes or metal hoses with helically arranged seams
- B21C37/121—Making tubes or metal hoses with helically arranged seams with seams being neither welded nor soldered
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Description
Verfahren und Maschine zum Herstellen von Rohren aus einem schraubenförmig gewickelten Blechband Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Maschine zum Herstellen von Rohren aus einem Blechband, das an den Rändern mit einer Vor falzung versehen wird und in Schraubenlinie auf einen Wickeldorn aufläuft, wobei die beim Auflaufen inein- andergreifenden Falze durch Umlegen gegen die Aussenfläche des Rohres geschlossen werden. Bei be kannten Verfahren dieser Art muss beim Umlegen der Falze eine erhebliche Kraft aufgewendet werden.
Die ser Nachteil wird gemäss der Erfindung durch eine besondere Vorfalzung des aufzuwickelnden Blechban des vermieden, indem der eine Längsrand um mehr als 90 nach der beim fertigen Rohr aussen liegenden Seite des Bandes gekantet wird und der andere, etwas breitere Blechrand zwecks Bildung einer U-förmigen Aufnahmerinne für den gekanteten Rand nach dersel ben Seite des Bandes hin, und zwar parallel zum ge kanteten Rand aufgebogen und mit seiner äussersten Randzone U-förmig zurückgebogen wird. Durch diese Vorfalzung wird beim Aufwickeln des Bandes über den Dorn ein Strecken der am weitesten aussen liegenden Teile des Bleches hervorgerufen, das sich so auswirkt, dass der schon schräg stehende Falz sich fast selbsttätig umlegt.
In einer zweckmässigen Ausführungsform wird bei der Vorfalzung der eine Längsrand um etwa l20 gekantet und der andere, etwa doppelt so breite Blechrand um etwa 60 aufgebogen und mit seiner äusseren Hälfte parallel zur inneren Hälfte verlaufend zurückgebogen. Es lässt sich auch bei axial unver- schieblicher Lagerung des Wickeldornes ein axial gerichteter Vorschub des fertigen Rohres erreichen, indem durch eine ortsfeste Führung, z.
B. durch eine drehbar gelagerte Druckrolle, beim Wickeln des Roh res an wenigstens einer Stelle auf die Falze des Blech bandes ein axialer Druck ausgeübt wird. Ein solches Verfahren ist bedeutend vorteilhafter als ein bekann tes, bei welchem der Dorn mit einer schraubenlinien- förmigen Vertiefung am Umfang ausgestattet ist, in die sich der umgelegte Falz einlegt. Dabei muss näm lich der Dorn, nachdem ein Stück Rohr gewickelt ist, nach rückwärts herausgeschraubt werden.
Der selbst tätig ununterbrochene Vorschub des Rohres gemäss der genannten Ausführungsform der Erfindung wird erleichtert, wenn man den insbesondere motorisch an getriebenen Wickeldorn in seinem in das fertige Rohr hineinragenden vorderen Teil leicht konisch ausbildet.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgen den Beschreibung des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles für die Durch führung des Verfahrens und einer hierfür geeigneten Maschine.
Fig. 1 zeigt die wesentlichen Teile einer Rohr wickelmaschine gemäss der Erfindung.
Fig. 2 zeigt im Schnitt das auf dem Dorn liegende Blechband mit seiner Vorfalzung, und zwar an einer Stelle, an welcher sich die eine Randkante des Bandes bereits in die U-förmige Aufnahmerinne des anderen Randes eingelegt hat.
Fig. 3 zeigt den umgelegten Falz und die für die ses Umlegen dienende Rolle.
Fig. 4 stellt die auf den noch nicht umgelegten Falz durch Druck- und Umlegerolle ausgeübten Kräfte dar.
Fig. 5 erläutert die Anbringung einer Schweiss naht.
Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, läuft das Blechband 1 auf dem motorisch angetriebenen Wik- keldorn 2 mit einer Vorfalzung auf, die darin besteht, dass der linke Rand 3 des Bleches um einen Winkel A nach der beim fertigen Rohr aussen liegenden Seite 4 gekantet ist, der grösser als 90, und zwar gleich 120 ist. Der andere, etwa doppelt so breite Blechrand ist um den Winkel B, und zwar parallel zur Kante 3, also um 60 , aufgebogen. Dieser Rand bildet eine U-för- mige Aufnahmerinne für die Kante 3a des Bandes, nämlich der bereits aufgelaufenen, vorhergehenden Windung desselben.
Zwecks Bildung der genannten Rinne ist die äussere Hälfte 5 des rechten Blechrandes parallel zur inneren Hälfte 6 verlaufend zurück gebogen.
Der Wickeldorn 2 ist mit seinem vorderen, in das fertige Rohr 7 hineinragenden Teil 8 leicht konisch ausgebildet, während der rückwärtige zylindrische Teil 9 zumindest an der Stelle, an welcher das Band aufläuft mit achsparallelen Rinnen 10 versehen ist, die die Mitnahme des aufzuwickelnden Rohres er leichtern.
Die mit zum Dorn 2 paralleler Achse lose dreh bar gelagerte Druckrolle 11 dient dazu, auf das fertig gewickelte Rohr einen axialen Schub (gemäss Pfeil 17 in Fig. 4) nach rechts auszuüben und ist entspre chend der Schräge des Falzes 5, 6 an der dem fertigen Rohr zugewandten Seite mit einem Kegelwinkel von 120 konisch ausgebildet, so dass sich eine Anliege fiäche 12 ergibt, die auf den Falz und damit auf das Rohr einen Druck nach rechts ausübt, ohne eine Ver formung des Falzes hervorzurufen.
Für das Umlegen des Falzes an die Mantelfläche des fertigen Rohres dient die der Druckrolle 11 gegenüberliegende, ebenfalls mit zum Dorn paralleler Achse lose drehbar gelagerte, zylindrische Scheibe 13, die eine die Mantelfläche des Rohres berührende zy lindrische Fläche 14 und im Anschluss an eine ko nische Übergangsstelle 15 eine umlaufende Vertiefung 16 besitzt, in welche der infolge des von der Fläche 16 ausgeübten Druckes 18 umgelegte Falz passt.
Die Maschine arbeitet in folgender Weise: Das Band 1 läuft derart schräg auf den Wickeldorn auf, dass sich die U-förmige Rinne 5, 6 von selbst über die Kante 3a des Bandstückes der nachfolgenden Win dung schiebt. An der Stelle, an welcher die Kante bereits vollkommen in die Rinne eingetreten ist, übt die Rolle 11 mittels ihrer konischen Fläche 12 einen Axialschub nach rechts aus, der zur Folge hat, dass das fertige Rohr 7 sich während des Wickelvorgangs gleichmässig nach rechts bewegt. Eine Verformung des schräg stehenden Falzes 5, 6, 3a durch die Rolle 11 findet nicht statt.
Durch die Rillen 10 am zylindri schen rückwärtigen Teil des Dornes ist eine sichere Mitnahme des Bandes durch den Dorn beim Wickel vorgang gewährleistet. Anderseits wird durch den konischen vorderen Teil 8 der Vorschub des fertigen Rohres infolge der wesentlich verringerten Reibung erleichtert.
Da schon bei der Vorfalzung, das heisst vor Auf laufen des Bandes auf dem Wickeldorn, eine Vorfal- zung der Ränder in der in Fig. 2 gezeigten Weise vor genommen wurde, muss von der Umlegerolle 13 beim Anlegen des Falzes an den Rohrmantel keine beson dere Kraft aufgewendet werden.
Bei diesem Um legevorgang bildet der am Mantel des Rohres anlie- gende, zylindrische Teil 14 der Umlegerolle eine Sicherung gegen unerwünschte Aufweitung des Roh res kurz hinter der Umlegestelle. Auch die konische Übergangsstelle 15 bildet einen Schutz gegen ein Ab weichen des umgelegten Falzes von der Schrauben linie.
Falls gas- oder wasserdichte Rohre hergestellt werden sollen, können in die U-förmige Rinne kurz vor dem Auflaufen des Bandes auf den Wickeldorn Kleber eingefüllt werden, so dass sich nach dem Er härten ein dichter Falz ergibt. Stattdessen ist es auch möglich, wie in Fig. 5 gezeigt, eine Schweiss- oder Lötnaht 19 an der Berührungsstelle der U-förmigen Rinne mit dem Rohrmantel anzubringen.
Das beschriebene Verfahren und die zur Durch führung desselben gezeigte Maschine eignen sich auch zur Herstellung von Rohren aus Blechband mit ver hältnismässig grosser Stärke. Es ist in diesem Fall zweckmässig, die Falze des Bandes zu erwärmen, und zwar eventuell schon vor dem Vorfalzen. Es ist dann das Umwerfen des schräg stehenden Stehfalzes mit geringerer Kraftaufwendung möglich. Ein Vorteil ist hierbei, dass sich durch das Schrumpfen beim Erkal ten des Falzes ein sehr dichter Falz ergibt. Auf diese Weise lassen sich Rohre erzeugen, die z. B. bei Ver legung im Erdreich einem grossen Druck, das heisst einer erheblichen Quetschlast ausgesetzt sind.
Bei etwa durch Galvanisieren, Verzinnen usw. vorbehan delten Blechen erfolgt durch Erwärmen der überzugs- schicht beim Wickelvorgang durch die Umlegerolle eine innige Verschmelzung der Oberflächenschichten.
Zum Abschneiden des Rohres dient eine nicht näher dargestellte Trennvorrichtung, z. B. eine Trenn schleifscheibe, die parallel zum Dorn axial lose ver schiebbar gelagert ist. Ein Mitnehmen der Trennvor richtung erfolgt dabei durch das sich vorschiebende Rohr von selbst, nachdem einmal die Scheibe ein Stückweit in den Rohrmantel eingedrungen ist. Es ergibt sich dabei ein zur Rohrachse senkrecht verlau fender Schnitt, ohne dass besondere Antriebe für die axiale Verstellung der Trennvorrichtung vorgesehen sein müssten. Um die Mitnahme der Trennvorrichtung zu erleichtern, kann die Führungsbahn derselben leicht geneigt sein, so dass der Reibungskoeffizient mit der Bahnneigung übereinstimmt.
Durch das Verfahren und die Vorrichtung gemäss der Erfindung lassen sich nach Auswechseln des Wik- keldornes und Verstellen der Druckrolle 11 und der Umlegerolle 13 Rohre verschiedenen Durchmessers herstellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Herstellen von Rohren aus einem Blechband, das an den Rändern mit einer Vorfalzung versehen ist und in Schraubenlinie auf einen Wickel dorn aufläuft, wobei die beim Auflaufen ineinander greifenden Falze durch Umlegen gegen die Aussen fläche des Rohres geschlossen werden, dadurch ge kennzeichnet, dass bei der Vorfalzung des Blechban des der eine Längsrand um mehr als 90 nach der beim fertigen Rohr aussen liegenden Seite des Bandes gekantet wird und der andere,etwas breitere Blech rand zwecks Bildung einer U-förmigen Aufnahme rinne für den gekanteten Rand nach derselben Seite des Bandes hin parallel zum gekanteten Rand auf gebogen und mit seiner äussersten Randzone U-förmig zurückgebogen wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass bei der Vorfalzung der eine Längsrand um etwa 1201 nach der beim fertigen Rohr aussen liegenden Seite des Bandes gekantet wird und der andere, etwa doppelt so breite Blechrand um etwa 600 aufgebogen und mit seiner äusseren Hälfte par allel zur inneren Hälfte verlaufend zurückgebogen wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass durch eine ortsfeste Führung beim Wickeln des Rohres an wenigstens einer Stelle auf die Falze des Blechbandes ein axialer Druck zwecks gleichmässigen Vorschubs des fertigen Rohres aus geübt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine dreh bar gelagerte Druckrolle als ortsfeste Führung an gewendet wird. PATENTANSPRUCH Il Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der motorisch angetriebene Wickeldorn in seinem in das fertige Rohr hineinragenden, vorderen Teil leicht konisch ausgebildet ist. UNTERANSPRÜCHE 4.Maschine nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn in seinem rück wärtigen, zylindrischen Teil zumindest an der Stelle, an welcher das Band aufläuft, aufgerauht ausgebildet ist. 5. Maschine nach Patentanspruch II und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickel dorn achsparallele Nuten aufweist. 6.Maschine nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die den Vorschub des Blechban des bewirkende Druckrolle mit zum Dorn paralleler Achse lose drehbar gelagert ist und der dem fertigen Rohr zugewandten Seite entsprechend dem noch nicht umgelegten Falzrand des Bandes mit einem Kegel winkel von etwa 1200 konisch ausgebildet ist. 7.Maschine nach Patentanspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umlegerolle für das Anlegen der Falze an die Mantelfläche des Rohres gegenüber der Druckrolle angeordnet ist und aus einer mit zum Dorn paralleler Achse lose drehbar gelagerten, zy lindrischen Scheibe besteht, die im Anschluss an eine konische Übergangsstelle mit einer umlaufenden Ver tiefung versehen ist, in welche der umgelegte Falz passt. B.Maschine nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abschneiden des Rohres eine Trennvorrichtung dient, die parallel zum Dorn axial verschiebbar gelagert und durch den Eingriff des Trennorgans in das Rohr bezüglich der axialen Bewegung mit dem Rohr gekuppelt ist. 9. Maschine nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Erwärmen der Falze des auf dem Wickeldorn auflaufenden Ban des vorgesehen ist.10. Maschine nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Einbrin gen eines später erhärtenden Klebers in die U-förmige Falzrinne vorgesehen ist. 11. Maschine nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Verlöten der umgelegten Falze mit dem Rohrmantel vorgese hen ist. 12. Maschine nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Ver schweissen der umgelegten Falze mit dem Rohrmantel vorgesehen ist.
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