CH384612A - Schildkonstruktion zur Herstellung von Stollen im Lockergestein - Google Patents
Schildkonstruktion zur Herstellung von Stollen im LockergesteinInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
- E21D9/06—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining
- E21D9/0621—Shield advancing devices
-
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Description
Schildkonstruktion zur Herstellung von Stollen im Locker gestein Die Erfindung bezieht sich auf die konstruktive Ausrüstung eines Schildes zum Vortrieb von Stollen im Lockergestein nach den an sich bekannten Schild bauweisen, welche es erlaubt, die Vortriebsrichtung des Schildes in einem beliebigen räumlichen Sinne zu lenken.
Stollenbauten haben ganz allgemein entlang einer vorbestimmten, möglicherweise von der Geraden ab weichenden Achse zu erfolgen. Bei der Ausführung von Stollen im Lockergestein nach der Schildbauweise kann es daher notwendig sein, die Vortriebsrichtung des Schildes zu verändern. Diese Notwendigkeit kann auch bei einer vorgeschriebenen geraden Stollenachse auftreten, da insbesondere bei geringer überdeckung des Schildes durch ungleiche Widerstandsverteilung an der Schneide und/oder am Schildmantel oder/und aus anderen Gründen eine Abweichung der Achse des Schildes gegenüber derjenigen des Stollens sich ergeben kann.
Bei den herkömmlichen starren Schil den muss eine solche Richtungsänderung in der Regel durch eine entsprechend schiefe Ausbildung des eigentlichen Stollengewölbes hinter dem Schild und/ oder einseitiges Arbeiten der Vortriebspressen erzwungen werden. Solche Vorgänge sind mit einer Reihe von Nachteilen verbunden, von denen hier beispielsweise der genannt sei, dass er den Einbau einer Antriebskraft im Schild bedingt, die den Bedarf beim normalen geradlinigen Vortrieb des Schildes weit übersteigt und daher unwirtschaftlich ist.
Die erfindungsgemässe in der Richtung lenkbare Schildkonstruktion ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schild aus mindestens zwei relativ zueinander beweglichen Teilen besteht, deren Achsen wahlweise parallel oder in einem Winkel zueinander verlaufen können, und deren relative Lage in jeder möglichen Stellung durch eine oder mehrere Vorrichtungen starr fixierbar ist.
Nehmen beim Vortrieb die Teile des Schildes eine gegenseitige Lage ein, in welcher die Achsen der Schildteile einen Winkel bilden, ergibt sich durch den Vortrieb infolge des resultierenden Kräftespieles zwi schen Lockergestein und Schild eine Veränderung der Vortriebsrichtung gegenüber der vorherigen. Da durch wird die gewünschte Richtungsänderung in jedem beliebigen räumlichen Sinne möglich, ohne dass das Stollengewölbe hinter dem Schild schief ausgebil det werden müsste, und wobei je nach der Grösse des Winkels zwischen den Achsen die Richtungsänderung kleiner oder grösser gehalten werden kann.
Durch die Blockierung der gegenseitigen Beweg lichkeit der Schildteile in der gewünschten beliebigen räumlichen Lage ist es möglich, auch bei nicht gerad linigem Vortrieb des Schildes die volle zum Vortreiben des Schildes installierte Pressenkraft wirken zu lassen, was sonst nicht ohne weiteres geschehen kann.
Die Blockierung der gegenseitigen Lage der Schildteile in jeder Position kann beispielsweise durch eine Anzahl von hydraulischen Vorrichtungen erfol gen, welche beispielsweise entlang des inneren Schild umfanges verteilt sein können. Diese hydraulischen Vorrichtungen können beispielsweise aus einem Kol ben, welcher mit einer Kolbenstange an einem, und einem Zylinder, welcher am anderen Schildteil zweck entsprechend befestigt ist, bestehen, wobei der Kol ben in dem Zylinder beweglich ist, die Zylinderräume vor und hinter dem Kolben gegen aussen und gegen einander abgedichtet und mit einer Flüssigkeit gefüllt sind, und wobei endlich die beiden Zylinderräume mit einer versperrbaren, flüssigkeitsgefüllten Verbin dungsleitung verbunden sind.
Ist die Verbindungslei tung geöffnet, kann eine gegenseitige Bewegung der Schildteile stattfinden, indem der Kolben sich im Zylinder bewegt, wobei die Flüssigkeit aus dem sich verkleinernden in den sich vergrössernden Zylinder- raum strömt. Dabei ist gegebenenfalls den durch die Kolbenstange bedingten Volumendifferenzen beider Zylinderräume, beispielsweise durch ein Ausgleichs reservoir, Rechnung zu tragen. Es ist zu diesem Zwecke möglich, durch weitere Verbindungsleitungen mehrere Zylinder mit einem Ausgleichsreservoir zu bedienen. Bei versperrter Verbindungsleitung kann sich der Kolben nicht im Zylinder bewegen, womit die Schildteile in ihrer gegenseitigen Lage fixiert sind.
Die Änderung der gegenseitigen Lage der Schild teile im jeweils gewünschten Sinne wird allgemein bei beweglichem Zustande der Blockiervorrichtungen vorgenommen, im Falle der hydraulischen Vorrich tungen also bei geöffneten Verbindungsleitungen. Sie kann beispielsweise durch zeitweises einseitiges Wir ken der Vortriebspressen und/oder beispielsweise dadurch hervorgerufen werden, dass auf der zweck entsprechenden Seite des (der) Kolbens (s) der hydrau lischen Blockiervorrichtung (gen) ein erhöhter Druck erzeugt wird, was zum Beispiel durch eine oder mehrere in die Verbindungsleitung (gen) eingeschal tete Pumpen geschehen kann. Sobald die gewünschte gegenseitige Lage der Schildteile hergestellt ist, werden die Blockiervorrichtungen unbeweglich gemacht.
Werden zur Korrektur der Vortriebsrichtung des Schildes Veränderungen der gegenseitigen Lage dar Schildteile notwendig, so erfolgen diese dem Erfin dungszweck der Lenkung entsprechend zu beliebiger Zeit, insbesondere in vorteilhafter Weise dann, wenn die Korrektur noch klein ist. Dies bedingt eine<B>Mög-</B> lichkeit zur ständigen Beobachtung der vorhandenen 5egenseitigen Lagen der Achsen der Schildteile und des Stollens.
Dazu können beispielsweise ein oder mehrere Projektionsgeräte dienen, welche am vor deren Schildteil oder/und am bereits ausgeführten Stollengewölbe befestigt sind und einen oder mehrere Lichtstrahlen parallel der Achse des vorderen Schild teiles nach hinten auf eine am Stollengewölbe be festigte oder/und nach vorne parallel der Stollenachse auf eine am vorderen Schildteil befestigte Scheibe werfen, welche zur Ablesung allfälliger Abweichungen mit Markierungen versehen ist.
Zur weiteren Verdeutlichung der erfindungs gemässen konstruktiven Ausrüstung des Schildes dient rein beispielsweise die einzige Figur der beigefügten schematischen Schnittzeichnung.
Der aus dem, in Vortriebsrichtung gesehen, vor deren Teil 12 und hinteren Teil 11 bestehende mehr teilige, hier zweiteilige, Schild, dessen beide Teile gegeneinander beweglich sind, wird durch das Locker gestein 16 durch den Druck von einer oder mehreren Pressen vorgetrieben, von denen hier nur eine 13 schematisch dargestellt ist, und welche beispielsweise entlang des inneren Schildumfanges in regelmässigen oder unregelmässigen Abständen verteilt sind. Die Gegenkraft wird zum Beispiel über einen Druckring 14 auf das Stollengewölbe 15 übertragen.
Die Achse 17 des vorderen Schildteiles 12 kann mit der Achse 18 des hinteren Schildteiles 11 einen Winkel in jedem beliebigen räumlichen Sinne bilden. Die gegenseitige Lage der beiden Schildteile und des Stollengewölbes 15 kann jederzeit mit Hilfe von einem oder mehreren Projektionsapparaten, die hier nicht dargestellt sind, erkannt werden.
Die relativ zueinander beweglichen Schildteile 1.1 und 12 sind durch eine oder mehrere, beispielsweise in regelmässigen oder unregelmässigen Abständen entlang des inneren Schildumfanges verteilte Vorrich tungen verbunden, von denen hier nur eine dargestellt ist (20 bis 24), welche innert der durch ihre Ab messungen gegebenen Grenzen jede relative Lage der Schildteile 11 und 12 zulassen und in dieser so unbeweglich gemacht werden können, dass die ge wünschte und hergestellte gegenseitige Lage der Schildteile unverändert bleibt. Diese Vorrichtungen sind in der Regel während des Vortriebes unbeweglich und ziehen den hinteren Teil 11 des Schildes nach.
Eine solche Vorrichtung kann beispielsweise, und wie in der Zeichnung schematisch dargestellt, aus einem flüssigkeitsgefüllten Zylinder 22 bestehen, wel cher beispielsweise am einen Schildteil 12 zweckent sprechend befestigt ist, und in welchem beispielsweise ein am Schildteil 11 zweckentsprechend fixierter Kol ben mit Kolbenstange 21 beweglich ist, solange das Absperrventil 20 in der flüssigkeitsgefüllten Verbin dungsleitung 23 geöffnet ist, wobei beispielsweise ein Ausgleichsreservoir 24 die dabei infolge der Kolben stange entstehenden Volumendifferenzen vor und hinter dem Kolben ausgleicht.
Wird das Absperr ventil 20 geschlossen, kann keine Flüssigkeit mehr aus den beiden Zylinderräumen wegströmen, bezie hungsweise hineinströmen, beziehungsweise dem Kol ben entlang von dem einen in den anderen Zylinder raum strömen, da Kolben und Kolbenstange ab gedichtet sind. Damit ist infolge des inkompressiblen Charakters der Flüssigkeit die Vorrichtung unbewei.,#- lich gemacht und fixiert die Schildteile in ihrer relati ven Lage.
Die relative Lage der Schildteile 11 und 12 kann bei beweglicher Verbindungsvorrichtung beispiels weise durch zeitweiliges einseitiges Wirken der Vor triebspressen 13 und/oder dadurch verändert werden, dass in die Verbindungsleitung 23 zwischen den bei den Zylinderräumen eine hier nicht dargestellte Pumpe geschaltet wird, welche den Kolben und Kol benstange 21 im Zylinder 22 durch Schaffung einer Druckdifferenz vor und hinter dem Kolben bewegt. Eine solche Pumpe kann auch beispielsweise durch weitere, hier nicht dargestellte Verbindungsleitungen und Ventile mehrere Zylinder gleichzeitig bedienen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH In der Richtung lenkbare Schildkonstruktion zur Herstellung von Stollen im Lockergestein, dadurch gekennzeichnet, dass der Schild aus mindestens zwei relativ zueinander beweglichen Teilen besteht, deren Achsen wahlweise parallel oder in einem Winkel zu einander verlaufen können, und deren relative Lage in jeder möglichen Stellung durch eine oder mehrere Vorrichtungen starr fixierbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Schildkonstruktion nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Vorrichtungen zur Fixierung der relativen Lage der Schildteile aus ab gedichteten flüssigkeitsgefüllten, am einen Schildteile zweckentsprechend befestigten Zylindern bestehen, in welchen abgedichtete, mit abgedichteten Kolben stangen am anderen Schildteil zweckentsprechend befestigte Kolben beweglich sind, solange die die Zylinderräume vor und hinter den Kolben verbinden den, absperrbaren und mit Ausgleichsreservoiren versehenen flüssigkeitsgefüllten Verbindungsleitungen geöffnet sind. 2.Schildkonstruktion nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Kompensation der infolge der Kolbenstangen auf den beiden Seiten der Kolben in den Zylindern entstehen den Volumendifferenzen notwendigen Volumenaus gleiche für mehrere Zylinder durch weitere Verbin dungsleitungen von einem Ausgleichsreservoir aus be dient werden. 3.Schildkonstruktion nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Lage der Schildteile allein oder ausser durch zeitweiliges einseitiges Wirken der Vortriebspressen dadurch verändert wird, dass eine Pumpe, welche in die Verbindungsleitung zwischen den beiden Zylin derräumen vor und hinter dem Kolben geschaltet ist, eine Druckdifferenz zwischen den beiden Zylinder räumen vor und hinter dem Kolben schafft.4. Schildkonstruktion nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Veränderung der relativen Lage der Schildteile in die Verbindungsleitung zwischen den beiden Zylinderräumen geschaltete Pumpe durch An ordnung weiterer Verbindungsleitungen und Absperr ventile wahlweise mehrere Zylinder bedient. 5.Schildkonstruktion nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die relative Lage der Achsen der Schildteile und des Stollens jederzeit da durch erkennbar ist, dass ein oder mehrere Projek tionsgeräte, welche am bereits ausgeführten Stollen gewölbe oder/und am vorderen Schildteil befestigt sind, einen oder mehrere Lichtstrahlen parallel der Stollenachse nach vorne auf eine am vorderen Schild teil befestigte Scheibe werfen oder/und parallel der Achse des vorderen Schildteiles nach hinten auf eine am Stollengewölbe befestigte Scheibe werfen,wobei die Scheiben zur Ablesung allfälliger Abweichungen mit Markierungen versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH504661A CH384612A (de) | 1961-05-01 | 1961-05-01 | Schildkonstruktion zur Herstellung von Stollen im Lockergestein |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH504661A CH384612A (de) | 1961-05-01 | 1961-05-01 | Schildkonstruktion zur Herstellung von Stollen im Lockergestein |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH384612A true CH384612A (de) | 1964-11-30 |
Family
ID=4287028
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| CH504661A CH384612A (de) | 1961-05-01 | 1961-05-01 | Schildkonstruktion zur Herstellung von Stollen im Lockergestein |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH384612A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3468133A (en) * | 1966-07-29 | 1969-09-23 | Kumagai Gumi Co Ltd | Excavation type shield with no rotary cutters |
| DE2527599A1 (de) * | 1974-06-20 | 1976-01-15 | Robbins Co | Tunnelvortriebsmaschine |
| DE2952744A1 (de) * | 1979-12-29 | 1981-07-09 | Hochtief Ag Vorm. Gebr. Helfmann, 4300 Essen | Vortriebsmaschine fuer tunnel und strecke |
| US4420188A (en) * | 1977-06-02 | 1983-12-13 | The Robbins Company | Double shield tunnel boring machine |
| EP0033820B1 (de) * | 1979-06-25 | 1984-01-25 | Pantex-Stahl AG | Tübbingausbau, Verwendung dieses Tübbingausbaues und Verfahren zu dessen Herstellung |
-
1961
- 1961-05-01 CH CH504661A patent/CH384612A/de unknown
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3468133A (en) * | 1966-07-29 | 1969-09-23 | Kumagai Gumi Co Ltd | Excavation type shield with no rotary cutters |
| DE2527599A1 (de) * | 1974-06-20 | 1976-01-15 | Robbins Co | Tunnelvortriebsmaschine |
| US4420188A (en) * | 1977-06-02 | 1983-12-13 | The Robbins Company | Double shield tunnel boring machine |
| EP0033820B1 (de) * | 1979-06-25 | 1984-01-25 | Pantex-Stahl AG | Tübbingausbau, Verwendung dieses Tübbingausbaues und Verfahren zu dessen Herstellung |
| DE2952744A1 (de) * | 1979-12-29 | 1981-07-09 | Hochtief Ag Vorm. Gebr. Helfmann, 4300 Essen | Vortriebsmaschine fuer tunnel und strecke |
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