CH384617A - Fahrschiene für Schienenfahrzeuge - Google Patents
Fahrschiene für SchienenfahrzeugeInfo
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Description
Fahrschiene für Schienenfahrzeuge Es ist bekannt, zwecks Beeinflussung von Schie nenfahrzeugen durch elektrodynamische Kräfte die Fahrschienen einer Gleisanlage mit U-förmigen, oben offenen Magnetjochen auszurüsten, welche von elek trischen Strömen magnetisch erregt werden. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung beruht bekanntlich darauf, dass quer durch den Radkranz eines zwischen den Schenkeln der Magnetjoche sich befindlichen Radsatzes eines Schienenfahrzeuges ein magnetischer Fluss erzeugt wird, welcher mit einem in den Rad kranz eingespeisten oder induzierten elektrischen Strom zusammen eine elektrodynamische Kraft zur Folge hat.
Nachteilig bei dieser Einrichtung ist, dass der Schienenkopf, welcher sich zwischen den beiden Schenkeln der Magnetjoche befindet, einen nicht un beträchtlichen magnetischen Streufluss führt, welcher sich vom Nutzfluss abzweigt und für den Zweck der Einrichtung verloren ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahr schiene für Schienenfahrzeuge, aus ferromagnetischem Material, und ist dadurch gekennzeichnet, dass sie zwecks Beeinflussung des Fahrzeuges mittels elektro dynamischer Kräfte eine Längsrille zur Aufnahme eines oder mehrerer elektrischer Leiter aufweist und dass die Schiene so geformt ist, dass sie einen offenen magnetischen Kreis um den bzw. die Leiter bildet, um durch einen Radkranz eines darauf sich befindlichen Radsatzes eines Schienenfahrzeuges geschlossen zu werden.
Eine solche Fahrschiene versieht somit den selben Zweck wie die vorgenannte Einrichtung, be stehend aus der klassischen Fahrschiene mit Magnet- jochen. Sie stellt eine einfache Konstruktion dar, welche den geschilderten Nachteil der letzteren Ein richtung weitgehend vermeidet.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Fahrschiene, welche auf einer Unterlage festgelagert ist und Fig. 2 einen Querschnitt durch eine andere Fahr schiene, welche auf einer Unterlage mit begrenzter Bewegungsmöglichkeit quer zur Fahrrichtung ge lagert ist.
Die Fahrschiene 1, auf welcher das Rad 2 eines Schienenfahrzeuges rollt, ist ein prismatischer Körper aus ferromagnetischem Material, vorzugsweise Stahl. In Fig. 1 ist diese Schiene durch Schrauben 3 mit einer Holzschwelle 4 verbunden. Für andere Schie nenunterlagen, wie Stahl- oder Betonschwellen, kom men an Stelle von 3 entsprechende Befestigungs mittel zur Anwendung. Die Holzschwelle erfüllt er fahrungsgemäss die eventuell gestellte Bedingung der Isolierung der beiden Fahrschienen eines Gleises zum Zwecke ihrer magnetischen Erregung, weshalb sie für die zeichnerische Darstellung gewählt wurde.
In Fig. 2 befestigen die Schrauben 3 eine Unter lagplatte 5 auf der Schwelle 4. Wird ausschliesslich eine horizontale Beweglichkeit der Fahrschiene 1 gewünscht, so kann die linke und die rechte Seite derselben, wie in Fig. 2 rechts dargestellt, über zwei Pendelstützen 7 auf die Unterlagplatte abgestützt werden. Oben und unten, das heisst an den tragen den Enden, sind diese Pendelstützen 7 durch parallel achsige, vorzugsweise konzentrische Zylinderflächen abgeschlossen. Die Begrenzung der Beweglichkeit ist durch die Rippen 6 der Unterlagplatte gegeben.
Wird von der Fahrschiene auch eine vertikale Be weglichkeit verlangt, so kann die Lagerung der selben auf der linken und der rechten Seite, wie in Fig. 2 links dargestellt, über zwei Federpendelstützen erfolgen. Dabei handelt es sich beispielsweise um einen Stab von der schraffierten Querschnittsform aus Federstahl, der eine leichte vertikale Wellung aufweist, so dass er in Fahrrichtung gesehen ab- wechslungsweise oben die Fahrschiene und unten die Unterlage berührt. Die Begrenzung der Einfederung ist durch die Pfeilhöhe 9 der Wellung gegeben, wie dies in der Fig. 2 links ersichtlich ist.
Die Leiterrille 10 kann im Falle einer festen oder auch einer begrenzt beweglichen Fahrschiene, gemäss Fig. 1 angeordnet sein. Die Spurkranzrille 11 befindet sich hier ausserhalb der Leiterrille 10, deren Querschnitt mit Vorteil ganz ausgefüllt wird durch einen oder mehrere elektrische Leiter 12, welche den Erregerstrom für die Radmagnetisierung zu füh ren haben. Demgegenüber besteht auch im Falle einer festen oder begrenzt beweglichen Fahrschiene die Möglichkeit, die Leiterrille 10 nach Fig. 2 an zuordnen. Die Spurkranzrille 11 ist hier ein Teil der Leiterrille, was bedingt, dass die Leiter 12 die Leiterrille 10 nur teilweise ausfüllen. Im letzteren Fall steht infolge der geometrischen Gegebenheiten bei ähnlichen magnetischen Eigenschaften für die Leiter etwas mehr Platz zur Verfügung.
Wird die Spurkranzrille ähnlich wie bei den, andern Zwecken dienenden sogenannten Rillen schienen genügend gross gehalten, so können wie bei Rillenschienengleisen auch im vorliegenden Fall beide Schienen fest auf die Unterlage montiert werden. Will man jedoch zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften durch tunlichste Vermeidung von Luft spalten in einem Gleis mit zwei Fahrschienen die Spurkranzrille enger und weniger tief halten, so ist eine derselben auf ihrer Unterlage mit begrenzter Bewegungsmöglichkeit quer zur Fahrrichtung beweg lich zu lagern.
Gleisabschnitte mit den erwähnten Fahrschienen finden beispielsweise Anwendung als ortsfeste Brem sen oder Beschleuniger für ablaufende Wagen in Ran gierbahnhöfen. Eine weitere Anwendungsmöglich keit der Erfindung dürfte bei schienengeführten För- deranlagen gegeben sein, indem sie ermöglicht, an sich motorlose Schienenfahrzeuge ferngesteuert zu bewegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fahrschiene für Schienenfahrzeuge, aus ferromagne- tischem Material, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwecks Beeinflussung des Fahrzeuges mittels elektro dynamischer Kräfte eine Längsrille (10) zur Auf nahme eines oder mehrerer elektrischer Leiter (12) aufweist und dass die Schiene so geformt ist, dass sie einen offenen magnetischen Kreis um den bzw. die Leiter (12) bildet, um durch einen Radkranz eines darauf sich befindlichen Radsatzes (2) eines Schienenfahrzeuges geschlossen zu werden. UNTERANSPRüCHE 1.Fahrschiene nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf einer Unterlage (4) ohne oder mit begrenzter Bewegungsmöglichkeit quer zur Fahrrichtung gelagert ist. 2. Fahrschiene nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Längsrille (10) einen oder mehrere voneinander und von der Fahrschiene iso lierte elektrische Leiter (12) enthält. 3. Fahrschiene nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Längsrille (10) einen von der Fahrschiene nicht isolierten elektrischen Leiter (12) enthält. 4. Fahrschiene nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die elektrischen Leiter (12) die Längsrille (10) nur teilweise ausfüllen. 5.Fahrschiene nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Spurkranzrille (11) sich ausser halb des Bereiches der Längsrille (10) befindet.
Priority Applications (3)
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| CH778360A CH384617A (de) | 1960-07-07 | 1960-07-07 | Fahrschiene für Schienenfahrzeuge |
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Applications Claiming Priority (1)
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| CH778360A CH384617A (de) | 1960-07-07 | 1960-07-07 | Fahrschiene für Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
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| CH384617A true CH384617A (de) | 1964-11-30 |
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ID=4330393
Family Applications (1)
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Country Status (3)
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| CH (1) | CH384617A (de) |
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1960
- 1960-07-07 CH CH778360A patent/CH384617A/de unknown
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1961
- 1961-06-14 BE BE604980A patent/BE604980A/fr unknown
- 1961-07-05 GB GB2434261A patent/GB926708A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB926708A (en) | 1963-05-22 |
| BE604980A (fr) | 1961-10-02 |
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