CH384680A - Anordnung zum Vergleich zweier elektrischer Grössen - Google Patents
Anordnung zum Vergleich zweier elektrischer GrössenInfo
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Description
Anordnung zum Vergleich ,zweier elektrischer Grössen Auf vielen Anwendungsgebieten ist es erforder lich, zwei elektrische Grössen, insbesondere eine einem Sollwert und eine einem Istwert entsprechende Grösse, miteinander zu vergleichen und das Ergebnis dieses Vergleichs beispielsweise zu messen, als Messgrösse festzuhalten oder als Einflussgrösse einer Steuer- oder Regeleinrichtung zuzuführen.
Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, die erreichbare Genauigkeit bei derartigen Vergleichs bildungen zu verbessern. Hierbei sollen insbesondere Störungen durch äussere Einflüsse ausgeschaltet wer den. Die vorliegende Erfindung ist hierbei besonders geeignet für die Anwendung bei einer elektrischen Regelung, beispielsweise einer Geschwindigkeitsrege lung, bei der der Istwert in digitaler Form, die Regelgrösse in analoger Form zur Verfügung steht.
Nach der Erfindung ist die Anordnung zum Vergleich zweier elektrischer Grössen, insbesondere zum Soll- und Istwertvergleich in elektrischen Regel einrichtungen dadurch im Sinne der vorgenannten Aufgabestellung verbessert worden, dass sowohl die Eingangsgrösse wie auch die Vergleichsgrösse in Digitalform über zwei gleichartig durchgebildete Kreise geführt werden, in denen die Impulse in gleicher Weise in einen diesen proportionalen Strom- oder Spannungswert umgeformt werden.
Verwendet man für die beiden Grössen zwei Kreise, die hinsichtlich der wesentlichen Bestandteile völlig gleich sind, dann werden störende äussere Ein flüsse in gleicher Weise auf beide Kreise wirken. Die dadurch bedingten gleichen Fehler heben sich aber bei der Differenzbildung gegenseitig auf, so dass ein Ergebnis mit besonders hoher Genauigkeit erzielt wird. Mit besonderem Vorteil enthält hierbei jeder Kreis einen Impulsumformer, der die zugeführten Impulse in Rechteckimpulse umformt. Dieser Impuls- uniformer kann so ausgeführt sein, dass er gleich zeitig als Verstärker wirkt.
Einzelheiten und Vorteile eines Beispiels der vor liegenden Erfindung werden durch die Beschreibung an Hand der Zeichnungen deutlich werden: Fig. 1 gibt ein Blockschaltbild einer Ausführungs form der Erfindung.
In Fig. 2 wird ein sehr vereinfachtes Schaltbild eines Digital-Analog-Umformers, wie er in Fig. 1 verwendet wird, gezeigt, der mit einem Sättigungs transformator arbeitet.
Fig. 3 zeigt den Kern sowie das Kernmontage blech des Sättigungstransformators.
Fig. 4 und 5 geben Skizzen der Draufsicht und der Seitenansicht des Doppelsättigungstransformators mit den konstruktiven Massnahmen zum Ausgleich eventuell vorhandener Temperaturdifferenzen zwi schen den Kernen der Transformatoren der beiden Kanäle.
In Fig. 1 sind zwei gleichartige Kanäle gezeigt, die beide an ihrem Eingang mit einem Digitalsignal gespeist werden und die an ihrem Ausgang eine analoge Grösse liefern.
Im folgenden wird der in Fig. 1 oben gezeichnete Kanal als Reglerkanal, d. h. Istwertkanal, der untere als Bezugskanal, d. h. Sollwertkanal bezeichnet. Der Eingang des Reglerkanals wird von dem Ausgang eines magnetischen Gebers 1 gespeist, der mit der Welle, deren Drehzahl geregelt werden soll, magne tisch gekoppelt ist. Die Impulsfolgefrequenz der Aus gangsgrösse des magnetischen Gebers 1 ist direkt proportional zu der Wellendrehzahl. Dieses Ausgangs signal wird in einem Impulsformer und Verstärker 3 verstärkt und in annähernd rechteckige Impulse umgeformt, die zur Umwandlung in ein analoges Signal einem Sättigungstransformator 5 zugeführt werden.
Die Ausgangsgrösse dieses Transformators 5 wird der negativen Eingangsklemme einer An ordnung 7 zur Differenzbildung zugeführt.
Der Bezugskanal enthält einen Quarzoszillator 2, der eine konstante Ausgangswechselspannung liefert. Dieses Signal wird ebenfalls einer Impulsformer- und Verstärkerstufe 4 zugeführt, die Rechteckimpulse an den Eingang des Sättigungstransformators 6 abgibt. Das Ausgangssignal dieses als Digital-Analog-Um- former wirkenden Sättigungstransformators wird über ein Präzisionspotentiometer 8 einem zweiten Eingang der Anordnung 7 zur Bildung einer Differenz aus Soll- und Istwert zugeführt. Eine gemeinsame Gleich spannungsquelle 9 speist die beiden Verstärker 3 und 4.
Ausserdem ist für beide Transformatoren eine konstruktive Anordnung (Wärmeschleuse) vor gesehen, die einen Temperaturausgleich zwischen den beiden Transformatorkernen ermöglicht.
Die Anordnung arbeitet in folgender Weise: Die Frequenz des Quarzoszillators 2 wird so gewählt, dass sie etwa gleich der höchstmöglichen Frequenz der Ausgangsgrösse des magnetischen Gebers ist. Die Impulsfrequenz am Ausgang der Stufe 3 ist propor tional zu der zu regelnden Wellendrehzahl. Der Sättigungstransformator, wie er in Fig. 2 gezeigt wird, arbeitet als Digital-Analog-Umformer. Der Ausgang dieses Umformers liefert an den Lastwiderstand RI, eine Gleichspannung, die zur Eingangsfrequenz direkt proportional ist.
Mit Hilfe des Induktionsgesetzes lässt sich nämlich zeigen, dass die Zeitspannungs- fläche der Ausgangsgrösse eines Transformators einen konstanten Wert besitzt, wenn der Kern des Trans formators bei jedem Eingangsimpuls bis in seine Sättigung ausgesteuert wird. Der Mittelwert der Aus gangsspannung wird also um so grösser, je öfter der Kern des Transformators in der Zeiteinheit in die Sättigung gesteuert wird. Der Kern des Transfor mators muss allerdings aus einem Material aufgebaut sein, das eine im wesentlichen rechteckförmige Hy- stereseschleife besitzt, wie z.
B. 4-79 Mi- Permalloy .
Die Ausgangsspannung der Umformerstufe 5 ist zur Wellendrehzahl proportional. Die Ausgangsspan nung des Digital-Analog-Umformers 6 ist konstant, und zwar bestimmt durch die Frequenz des Quarz- oszillators 2. Diese Spannung wird über das Präzi- sionspotentiometer 8 der Anordnung 7 zugeführt, in der diese Spannung mit der von der Umformer stufe 5 gelieferten verglichen wird. Das Präzisions- potentiometer kann direkt in Prozent der Höchst drehzahl geeicht werden.
Die gewünschte Geschwin digkeit, die von der Anordnung eingeregelt werden soll, kann demnach an diesem Potentiometer ein gestellt werden. Wenn die Welle mit der gewünschten Drehzahl umläuft, hat die Stehgrösse am Ausgang der Anordnung 7 den Wert 0, weicht dagegen die Drehzahl der Welle von dem gewünschten Wert ab, dann ergibt sich eine Stellgrösse, die dieser Abwei chung proportional ist. Die Polarität der Ausgangs spannung der Anordnung 7 gibt hierbei an, ob die Geschwindigkeit grösser oder kleiner als der Sollwert ist.
Durch die Verwendung zweier gleichartiger Ka näle lässt sich eine erhöhte Genauigkeit der Steh grösse am Ausgang der Anordnung 7 erreichen. Fehler, die z. B. durch Änderungen der Versorgungs spannung hervorgerufen werden, werden durch die Differenzbildung vollkommen wirkungslos auf die Stellgrösse, da ja die gleichen Fehler in jedem der beiden Kanäle auftreten. Durch die Verwendung eines Quarzoszillators werden ferner durch Schwan kungen von Netzfrequenz oder Spannung hervor gerufene Fehler vermieden. Änderungen in der Um gebungstemperatur beeinflussen wiederum beide Ka näle in der gleichen Weise und treten dadurch in der Stellgrösse nicht in Erscheinung.
Ein weiterer Vorteil lässt sich erreichen, wenn man die beiden Kanäle an den beiden Seiten eines gemeinsamen Chassis montiert. Dieses Chassis wirkt dann als elektrostatischer Schirm und verhindert auf diese Weise kapazitive Kopplungen zwischen den Kanälen, die eine Welligkeit der Stellgrösse zur Folge haben könnten.
Eine weitere, jedoch sehr wichtige Fehlerquelle ist zu beachten: Die Zeitspannungsfläche der Aus gangsgrösse des Sättigungstransformators je Eingangs impuls ist direkt proportional zu dem Sättigungs- fluss des Kernes. Dieser Sättigungsfluss ändert sich aber ungefähr um lho 0/a pro Grad Celsius. Ände rungen des Sättigungsflusses der Transformatorkerne, die auf Temperaturschwankungen zurückzuführen sind, bleiben auf die resultierende Differenzgrösse ohne Einfluss, solange die Kerntemperaturen der bei den Transformatoren in jedem Augenblick gleich sind.
Dies ist aber nur der Fall, wenn die Impuls folge am Eingang der Transformatoren der beiden Kanäle gleich gross ist. Infolge der ungefähr gleichen Verlustleistungen ergäbe sich auch eine annähernd gleiche Temperatur. Um nun die Kerne der beiden Transformatoren auch dann auf annähernd gleicher Temperatur zu halten, wenn die Verlustleistungen der beiden Transformatoren verschieden gross sind, wie es ja fast immer der Fall ist, wenn die Rechen anlage im Betrieb ist, werden besondere konstruk tive Massnahmen ergriffen, die einen guten und schnellen Temperaturausgleich zwischen den beiden Kernen auf mechanischem Wege ermöglichen. Zur Veranschaulichung dienen die Fig. 3, 4 und 5.
Wie aus Fig.3 zu entnehmen ist, wird jeder Kern 11 auf einem Kernmontageblech 12 befestigt. Dieses Blech besteht aus einem Material mit hoher Wärme leitfähigkeit, wie z. B. Kupfer. Der Innen- und Aussendurchmesser des Kerns wie des Kernmontage- bleches sind jeweils gleich. Das Kernmontageblech 12 besitzt geeignete Laschen 14 mit einer Bohrung 13.
Wie aus den Fig.4 und 5 zu sehen ist, sind die Wicklungen 15 und 16 der Sättigungstransfor matoren der entsprechenden Kanäle um die entspre chenden Kerne 11 und Kernmontagebleche 12 ge wickelt. Die beiden Kernmontagebleche 12 - je einer je Kanal - sind thermisch mit dem gemeinsamen Chassis<B>17</B> über kupferne Abstandhalter 19 ver bunden. Mit Hilfe von Schrauben 20 und Muttern 18 sind die beiden Transformatoren mittels der an den Kemmontageblechen vorhandenen Laschen sowie mittels Abstandhalter 19 verbunden. Alle diese Bau teile bestehen vorzugsweise aus Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit wie z. B. Kupfer, Silber oder Alu minium.
Mit Hilfe dieser Konstruktion lässt sich ein schneller und guter Wärmeausgleich zwischen den Kernen der beiden Transformatoren erreichen.
Die vorstehenden Beschreibungen dienen ledig lich zur Veranschaulichung, nicht jedoch zur Be grenzung des Erfindungsgedankens.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zum Vergleich zweier elektrischer Grössen, insbesondere zum Soll- und Istwertvergleich in elektrischen Regeleinrichtungen, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl die Eingangsgrösse wie auch die Vergleichsgrösse in Digitalform über zwei gleich artig durchgebildete Kreise geführt werden, in denen die Impulse in gleicher Weise in einen diesen pro portionalen Strom- oder Spannungswert umgeformt werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass beide Kreise einen Impulsumfor mer, der gleichzeitig als Verstärker wirkt, und einen Digital-Analog-Umformer, der aus einem Sättigungs transformator 'besteht, dessen Kern aus einem Ma terial mit rechteckförmiger Hystereseschleife aufge baut ist, enthalten. 2.Anordnung nach Patentanspruch, für eine Geschwindigkeitsregelanlage, dadurch gekennzeichnet, dass dem Sollwertkreis auf der Eingangsseite eine Spannungsquelle konstanter Frequenz zugeordnet ist und dass die Eingangsgrösse für den Istwertkreis in digitaler Form von einem magnetischen Geber ge liefert wird, während die analogen Ausgangsgrössen einer Vergleichseinrichtung zugeführt werden, wobei vor dem dem Sollwertkreis zugeordneten Eingang der Vergleichseinrichtung ein einstellbares Potentio- meter,insbesondere ein in Prozenten der Höchstge schwindigkeit geeichtes Präzisionspotentiometer, vor gesehen ist. 3. Anordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Bauelemente des Sollwert kreises auf der einen Seite alle Bauelemente des Istwertkreises auf der anderen Seite eines gemein samen, als Abschirmung und Wärmespeicher die nenden Chassis, das aus einem Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit besteht, montiert sind. 4.Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Digital-Analog-Um- former mit einer Wärmeausgleichseinrichtung ver sehen sind, in der die Kerne der beiden Trans formatoren mittels je eines Kernmontagebleches, meh rerer Abstandshalter und Schrauben aus gut wärme leitfähigem Material auf je eine der beiden Seiten des gemeinsamen Chassisbleches montiert sind. 5. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass beide Kreise aus einer gemeinsa men Spannungsquelle gespeist werden.
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