CH384685A - Anordnung zum Reversieren von Drehstrommotoren - Google Patents

Anordnung zum Reversieren von Drehstrommotoren

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CH384685A
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CH
Switzerland
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switching
arrangement
diodes
reversing
switching sections
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Application number
CH256761A
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English (en)
Inventor
Koppelmann Floris Prof Ing Dr
Original Assignee
Licentia Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P23/00Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by a control method other than vector control
    • H02P23/24Controlling the direction, e.g. clockwise or counterclockwise

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)
  • Control Of Ac Motors In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Anordnung   zum    Reversieren   von    Drehstrommotoren   In der Technik der elektrischen Antriebe mit    Hilfe   von    Asynchronmotoren   besteht oft die Aufgabe, dass die Drehrichtung der Motoren schnell hintereinander umgekehrt werden soll. Ein bekanntes Verfahren zur Umkehrung der Drehrichtung besteht darin, dass die    Drehfeldrichtung   des    Anschlusses   an den Motor jeweils mit Hilfe von Schützen umgekehrt wird. Diese Anordnung wird in    grossem   Umfang    praktisch   benutzt.

   Sie hat den Nachteil, dass bei häufiger    Drehrichtungsum-      kehr   oder auch beim häufigen Ein- und Ausschalten der Motoren ( Tippen ) die Lebensdauer der verwendeten Schalter infolge von    Lichtbogenbildung   in unangenehmer Weise begrenzt ist. 



  Es ist schon vorgeschlagen worden, mit Hilfe von Starkstromdioden, wie Germanium- oder Siliziumdioden, die parallel zu mechanischen Schaltstrecken gelegt sind, bei Wechsel- oder bei Drehstrom die Ausbildung von Schaltentladungen zu verhindern oder zumindest zu verringern. Diese Wirkung der Dioden beruht darauf, dass an den Schaltstrecken immer dann kein Lichtbogen auftritt, wenn sie in derjenigen Stromhalbwelle geöffnet werden, während welcher die parallelliegende Diode stromdurchlässig ist. 



  Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum    Rever-      sieren   von    Drehstrommotoren   mit Hilfe von Schaltstrecken, welche die    Drehfeldrichtung   umkehren. Erfindungsgemäss sind in Reihe mit den Schaltstrecken    Hilfsschaltstrecken   angeordnet, wobei die zusammengehörigen Phasen zwischen den Schaltstrecken und den    Hilfsschaltstrecken   miteinander fest verbunden sind, und sind die    Hilfsschaltstrecken   durch Starkstromdioden überbrückt, welche die Schaltentladungen an den Schaltstrecken vermindern oder verhindern. In    Fig.   1 der Zeichnung ist ein Beispiel für die Erfindung dargestellt. u, v, w ist ein    Drehstromsystem,   von dem der    Asynchronmotor   gespeist wird.

   Die Phase w ist mit dem    Asynchronmotor   M fest verbunden, die Phasen u und v des Drehstromnetzes werden in der gezeichneten Weise über insgesamt acht Schaltstrecken mit den beiden übrigen Phasen des    Asynchronmotors   verbunden, und zwar    ergibt   sich an den    Klemmen   des    Asynchronmotors   beim    Schliessen   der Schalter    S,   und    S1'   ein    rechtsläufiges   Drehfeld, beim Schliessen der Schalter    S2   und    S2   ein linksläufiges; entsprechend ändert sich die Drehrichtung des Motors. Das Leitungsstück 1 ist über die Leitung 3 fest mit dem Leitungsstück 2 verbunden, das Leitungsstück 4 über die Leitung 6 fest mit dem Leitungsstück 5.

   Parallel zu den beiden Schaltstrecken des Schalters    Si      liegen   Starkstromdioden 7 und B. Bei der gezeichneten Anordnung liegen diese Dioden gleichzeitig parallel zu den Schaltstrecken des Schalters    S,'.   Durch in    Fig.   1 nicht gezeichnete    Verriegelungsschalter   wird dafür gesorgt, dass, wenn einer der beiden Schalter    S,.   oder    S,'   oder diese beiden Schalter geschlossen sind, die Schalter    S2   und    S2   auf jeden Fall offen sind. Das gleiche gilt auch umgekehrt. Dadurch werden Kurzschlüsse verhindert.

   Wie man sieht, kommt die Anordnung nach der Erfindung mit nur zwei Dioden aus, was besonders bei grösseren Leistungen, bei denen jede der Dioden 7 und 8 aus parallel- bzw. in Reihe geschalteten Einzeldioden besteht, von Bedeutung ist. Wenn die Schaltstrecken    S1,      Si   ,    S2   und    S2   nicht synchron zur Wechselspannung bzw. zum Wechselstrom geschaltet werden, so tritt durch die Starkstromdioden keine vollständige Vermeidung von Lichtbögen auf, sondern nur etwa bei jedem zweiten Schaltvorgang arbeiten die Schalter    lichtbogenfrei;

     ausserdem wird aber durch die Wirkung der Dioden die    Löschfähigkeit   der Schaltstrecken wesentlich erhöht, da sie    jeweils   eine    Entionisierungszeit   von der Grössenordnung einer Halbwelle zur    Verfü-      gung   stellen. Infolgedessen können verhältnismässig einfache Schütze verwendet werden, beispielsweise Schütze ohne Löschkammern. Wenn die Schütze syn- 

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    chron   schalten, kann man    lichtbogenfreies   Schalten erreichen.

   Dazu    kann   man beispielsweise    S,'   und    S2   etwa eine Halbwelle früher ausschalten als    S,,   und    S2   und den Ausschaltzeitpunkt von    S,'   und    SZ   in die Zeitspanne legen, in der die Ströme beider Phasen beide für die Dioden durchlässig sind. In ähnlicher Weise kann man auch    lichtbogenfrei   einschalten. 



     Fig.   2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel für die Erfindung, bei dem die mechanischen Schaltstrecken synchron zur Wechselspannung betätigt werden, und zwar mit Hilfe von zwei    Nockenschrittschaltwerken,   die durch schnell anlaufende Synchronmotoren 9 und 10 bei jedem Schaltvorgang kurzzeitig angetrieben werden. 11 und 12 sind Kondensatoren einer Hilfsphase 13 und 14 Betätigungsschalter, 15 und 16    Verriege-      lungsschalter,   welche verhindern, dass die Kontakte beider    Schrittschaltwerke   gleichzeitig geschlossen werden können. 17 und 18 sind    Vorgelege.   19, 20, 21 und 22 bzw. 19', 20', 21' und 22' sind Doppelnocken auf den synchron betätigten Wellen, welche die Barüberliegenden Kontakte 23, 24, 25 und 26 bzw.

   23', 24', 25' und 26' synchron zur Wechselspannung bzw. zum Wechselstrom zu    derartigen   Zeitpunkten ein- und ausschalten, dass in Zusammenwirkung mit den Dioden 7 und 8 keine    Lichtbogenentladungen   an den Schaltstrecken auftreten. Dazu ist es erforderlich, die Schaltzeitpunkte der jeweils vier Schaltstrecken in bestimmter Weise gegeneinander zu versetzen, und zwar sowohl die Einschaltzeitpunkte als auch die    Aussehaltzeit-      punkte,   was mit Hilfe einer Einstellung der Doppelnocken auf den synchron    umlaufenden   Wellen erfolgen kann.

   Die Anordnung der    Fig.   2 eignet sich für extrem schnelle Schaltfolgen, beispielsweise 10 Schaltungen pro Sekunde, wie sie benötigt werden, wenn    Asyn-      chronmotoren   in ihrer Tourenzahl nach dem Prinzip des    Zweipunktreglers   geregelt werden sollen. Statt der in der Zeichnung dargestellten zweipoligen Unterbrechung der    Drehstromzuleitungen   kann die Unterbrechung auch dreipolig erfolgen, es können auch statt zwei Dioden drei Dioden, nämlich in jeder der drei Phasen eine, verwendet werden. 



  Wie man aus    Fig.   1 erkennt, könnte man einen der Schalter    Si   bzw.    Sz   einsparen, da diese Schalter parallel zueinander liegen und jeweils eine Verbindung der Phasen u und v mit den Leitungsstücken 3 und 6 herstellen. Von dieser Möglichkeit wurde in den    Fig.   1 und 2 der Übersicht halber kein Gebrauch gemacht. Man kann die beschriebene Anordnung kombinieren mit einer Polumschaltung des    Asynchronmotors,   indem man beispielsweise bei geöffneten Schaltern    S1,      Si   ,    S2   und S2 am Motor die Polumschaltung spannungslos ausführt.

   Man kann die Anordnung bei Schleifringläufern auch kombinieren mit stufenweisem Schalten von    Anlasswiderständen,   wobei die dazu benötigten Schalter ebenfalls zur Verminderung der Lichtbogenbildung durch Dioden überbrückt werden können. 



  Durch die    Erfindung   wird es ermöglicht, mit geringem Aufwand an Dioden und Schaltstrecken infolge des    lichtbogenarmen   oder    lichtbogenfreien   Arbeitens der Schaltstrecken    Drehstrommotoren   beliebiger Leistung sehr oft und in sehr schneller Folge zum Zwecke der    Drehrichtungsumkehr   oder der Drehzahlreglung oder des    Einstellens   bestimmter Höhenlagen bei Kränen, Aufzügen usw. zu schalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zum Reversieren von Drehstrommoto- ren mit Hilfe von Schaltstrecken, welche die Drehfeldrichtung umkehren, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit den Schaltstrecken (S, und S2) Hilfsschalt- strecken (S,' und SZ) angeordnet sind, wobei die zusammengehörigen Phasen zwischen den Schaltstrecken und den Hilfsschaltstrecken miteinander fest verbunden sind, und daB die Hilfsschaltstrecken durch Starkstromdioden (7, 8) überbrückt sind, welche die Schaltentladungen an den Schaltstrecken vermindern oder verhindern.
CH256761A 1960-03-22 1961-03-03 Anordnung zum Reversieren von Drehstrommotoren CH384685A (de)

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DEL35695A DE1165731B (de) 1960-03-22 1960-03-22 Anordnung zum Reversieren von Drehstrommotoren

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CH384685A true CH384685A (de) 1964-11-30

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1069280B (de) * 1959-11-19 Siemens-Schuckertwerke Aktrengesellschaft, Berlin und Erlangen Anordnung zur Erzeugung von Impulsen, die synchron zu den Nulldurchgängen eines Hochspannungswechselstromes liegen
DE352959C (de) * 1919-06-28 1922-05-10 Siemens Schuckertwerke G M B H Sicherheitsschaltung fuer Elektromotoren
CH319034A (de) * 1954-03-12 1957-01-31 Fkg Ag Schalteinrichtung, insbesondere für periodisches Schalten

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DE1165731B (de) 1964-03-19

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