CH384986A - Verfahren zur Herstellung gesinterter Schweisselektroden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung gesinterter SchweisselektrodenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Verfahren zur Herstellung gesinterter Schweisselektroden Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung gesinterter Schweisselektroden, die im Bruch eine Randzone und eine Kernzone erkennen lassen, wobei der Sinterungsgrad der Randzone höher als der Sinterungsgrad der Kernzone ist, durch Sin tern einer Mischung, die Eisenpulver und ferner chrom- haltige Metallpulver oder Metallkarbidpulver enthält. Bei solchen Auftragungen ist die Neigung zur Grobkornbildung praktisch nicht beeinflussbar, wenn gegossene oder in üblicher Weise gesinterte Schweiss stäbe zur Verwendung kommen. Beispielsweise sind gesinterte Schweisselektroden zum Auftragen von Hartmetallegierungen aus einem oder mehreren der Karbide der Metalle der 4. bis 6. Gruppe des periodischen Systems und aus einem oder mehreren der Metalle der Eisengruppe bekannt, die zur Gewährleistung der erforderlichen elektrischen Leitfähigkeit für den Schweissstrom eine Randzone mit einem hohen Sinterungsgrad und eine Kernzone mit einem vergleichsweise niedrigeren Sinterungsgrad aufweisen. Durch Vermeidung eines übermässigen Sin- terungsgrades im Elektrodenkern soll einer Misch kristallbildung unter Beteiligung von Hilfsmetallkar- biden beim Durchführen der Auftragung entgegen gewirkt werden. Solche Elektroden, die in üblicher Weise durch Pressen der Pulvermischung und durch Sintern in Wasserstoff bei Temperaturen zwischen 1300 und 1400 C durch etwa 11/2 Stunden hergestellt werden, ergeben dann grobkörnige und damit minderwertige Auftragungen, wenn überwiegend aus Eisenpulver und aus Chromkarbidpulver oder aus Chrompulver und aus Kohlenstoff bestehende Pulvergemische ver arbeitet werden. Nach einem älteren, jedoch nicht zum Stande der Technik gehörenden Verfahren können sehr feinkör- nige und hochwertige Auftragungen bei Benützung der Gasschmelzschweissung dann erhalten werden, wenn Schweissstäbe Verwendung finden, die aus feinst- gemahlenen Pulvern bestehen und die unter Vermei dung eines Sintervorganges nach einem Strangpres sen zu Stäben mit Hilfe von anorganischen Bindemit teln lediglich getrocknet wurden. Es wäre jedoch in vielen Fällen wünschenswert, für den gleichen Zweck, also zur Auftragung ver schleissfester, feinkörniger, chromhaltiger und über wiegend aus Eisen bestehender Legierungen, die elek trische Lichtbogenschweissung benützen zu können. Hierfür geeignete Elektroden standen aber bisher nicht zur Verfügung. Sie müssten zur Verschweissung mit dem elektrischen Lichtbogen in üblicher Weise eine derart gute elektrische Leitfähigkeit haben, wie sie nur bei gegossenen oder gesinterten Elektroden vorhanden sind. Solche Elektroden haben aber den Nachteil, dass sie grobkörnige und damit minderwer tige Auftragungen ergeben. Erfindungsgemäss können nun die bestehenden Schwierigkeiten mit gesinterten Schweisselektroden überwunden werden, indem erfindungsgemäss die Pulvermischung unter Benützung von anorganischen Bindemitteln zu Stäben stranggepresst und diese Stäbe bei Temperaturen zwischen 1100 und 1200 C wäh rend 1 bis 3 Stunden in reduzierender Atmosphäre gesintert werden. Derart hergestellte Elektroden lassen im Bruch eine Randzone und eine Kernzone erkennen, wobei der Sinterungsgrad der Randzone höher als der Sin- terungsgrad der Kernzone ist. Die Randzone dieser Elektroden gewährleistet hierbei die für den Schweiss strom erforderliche elektrische Leitfähigkeit, während der Sinterungsgrad der Kernzone so niedrig sein kann, dass eine störende Grobkornbildung, wie sie bei in üblicher Weise gesinterten Schweisselektroden beob achtet wird, unterbleibt. Bei Verwendung derartiger Schweisselektroden für die übliche elektrische Lichtbogenschweissung ist es zweckmässig, eine an sich bekannte Ummantelung, vorzugsweise eine kalkbasische Ummantelung, vor zusehen. Selbstverständlich können die erfindungsgemäss hergestellten Schweisselektroden auch für andere Schweissverfahren, insbesondere für die üblichen Schutzgasschweissverfahren, benützt werden. Beim Sintern können mit Vorteil leicht entkoh- lend wirkende Einbettungsmittel zur Anwendung kommen, durch welche der überschüssige Kohlen stoff in der Randzone der Schweisselektroden schnel ler abgebaut und dadurch die Sinterung der Rand zone erleichtert wird. Besonders geeignete Einbet tungsmittel sind hochschmelzende Metalloxyde wie z. B. MgO oder A1203. Beispielsweise wurden zur Herstellung von Elek troden mit 4 mm Durchmesser, deren Schweissgut etwa 13% Cr und etwa 21/1o C enthalten sollte, 20 Teile Ferrochrom mit 66% Cr, 6% C, Rest im wesent lichen Eisen mit 79,5 Teilen Eisenpulver mit 0,4 C und mit 0,5 Teilen Russ gemeinsam vermahlen. Die hierdurch erhaltene Pulvermischung wurde mit Wasserglas als Bindemittel zu Stäben stranggepresst. Nach Trock nung der Stäbe wurden diese in Wasserstoff bei 1150 C während 2 Stunden gesintert. Als leicht ent- kohlend wirkendes Einbettmittel beim Sintern wurde MgO verwendet. Nach dem Sintern zeigten diese Stäbe im Bruch eine etwa 1 mm dicke, sehr weit gehend gesinterte Randzone und verhielten sich im kalkbasischen ummantelten Zustand bei Verwendung als Elektroden für die Lichtbogenschweissung voll kommen einwandfrei. Das Schweissgut dieser Elek troden war ausserordentlich feinkörnig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung gesinterter Schweiss elektroden, die im Bruch eine Randzone und eine Kernzone erkennen lassen, wobei der Sinterungsgrad der Randzone höher als der Sinterungsgrad der Kernzone ist, durch Sintern einer Mischung, die Eisenpulver und ferner chromhaltige Metallpulver oder Metallkarbidpulver enthält, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pulvermischung unter Benutzung von anorganischen Bindemitteln zu Stäben strang gepresst und diese Stäbe bei Temperaturen zwischen 1100 und 1200 C während 1 bis 3 Stunden in redu zierender Atmosphäre gesintert werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die stranggepressten Stäbe in leicht entkohlende Mittel, z.B. in hochschmelzende Metall oxyde wie Mg0 oder A1203, eingebettet gesintert werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektro den für die elektrische Lichtbogenschweissung eine Ummantelung erhalten. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden eine kalkbasische Ummantelung erhalten.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT740057A AT214735B (de) | 1957-11-15 | 1957-11-15 | Verfahren zur Herstellung gesinterter Schweißelektroden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH384986A true CH384986A (de) | 1965-02-26 |
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ID=3595671
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| CH6581658A CH384986A (de) | 1957-11-15 | 1958-11-05 | Verfahren zur Herstellung gesinterter Schweisselektroden |
Country Status (2)
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| AT (1) | AT214735B (de) |
| CH (1) | CH384986A (de) |
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1958
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT214735B (de) | 1961-04-25 |
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