CH385106A - Anordnung an Hochkantförderanlagen zum Vereinzeln und gleichmässigen Aufteilen von unregelmässig und gehäuft angeliefertem Gut auf zwei Förderstrecken - Google Patents
Anordnung an Hochkantförderanlagen zum Vereinzeln und gleichmässigen Aufteilen von unregelmässig und gehäuft angeliefertem Gut auf zwei FörderstreckenInfo
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Description
<B>Anordnung an</B> Hochkantförderanlagen zum Vereinzeln <B>und gleichmässigen</B> Aufteilen von unregelmässig und gehäuft angeliefertem Gut auf zwei Förderstrecken In der Fördertechnik, insbesondere bei der Me chanisierung und Automatisierung des Postbetriebes, ergibt sich häufig die Aufgabe, Hochkantfördergut, das von einer Sendestelle in ungeordnetem Zustand an eine Empfangsstelle geliefert wird, durch eine Vor richtung zu ordnen und den Strom des Fördergutes so zu teilen, dass er an zwei Empfangsstellen geleitet werden kann,
wenn die Kapazität einer Empfangs stelle zu gering für die Aufnahme des gesamten För- dergutes ist. Im Postbetrieb wird das Fördergut in den Empfangsstellen meistens gestapelt, um dann einer weiteren Bearbeitung zugeführt zu werden.
Voraus setzung für den Stapelvorgang ist, dass vorher eine Trennung nach Formaten erfolgt. Die innerhalb eines gewissen Formates liegenden, zu stapelnden Förder- stücke müssen aber jetzt vereinzelt und auf Abstand gebracht werden, um den Stapelvorgang überhaupt zu ermöglichen.
. Zur Forderung, den Förderweg aufzuteilen, um die einzelnen Empfangsstellen, z. B. Stapler, nicht über ihr Fassungsvermögen hinaus zu belasten, kommt noch der Wunsch, für die weitere Bearbeitung des Gutes mehrere parallel laufende Wege zu erhal ten. Um die Abstände zwischen den Förderstücken möglichst gross zu halten und damit die Arbeitsweise des Staplers sicherer zu gestalten, werden die Förder- wege abwechselnd mit Fördergut beschickt.
Eine gleichmässige Verteilung des in einem Kanal ankommenden Fördergutes auf mehrere abgehende Förderstrecken kann durch eine am Ende des Kanals angebrachte Mehrweg-Weiche erreicht werden, die in Abhängigkeit von den eintreffenden Förderstücken umgeschaltet wird. Diese Arbeitsweise bedingt eine Lichtschrankenanordnung mit elektronischen Schalt mitteln, die die Betätigung der Weiche in Abhängig- keit von der Brieffolge regelt.
Dieses Verfahren setzt jedoch voraus, dass das aufzuteilende Fördergut mit definierten Mindestabständen zwischen den einzelnen Förderstücken angeliefert wird. Die Abstände müssen so gross sein, dass bei gegebener Fördergeschwindig keit das sichere Umschalten der Weiche zwischen den Förderstücken gewährleistet ist. Das kann jedoch in vielen Fällen nicht garantiert werden. Ausserdem ist ein wesentlicher Aufwand an Schaltmitteln erforder lich.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung an Hochkantförderanlagen zum Vereinzeln und gleich- mässigen Aufteilen von Förderstücken, die unregel mässig und gehäuft angeliefert werden, auf zwei oder mehrere abzweigende Förderstrecken, die zu Emp fangsstellen führen. Sie besteht aus zwei Saugvorrich tungen, die vor Beginn der beiden abzweigenden Strecken einander gegenüberliegend an beiden Seiten des Anliefer-Förderkanals angeordnet sind und in Förderrichtung umlaufen.
Diese Saugvorrichtungen sind abwechselnd wirksam und so beschaffen und angeordnet, dass jeweils ein Förderstück vom Aus gang des anliefernden Kanals über diejenige Förder strecke zur Empfangsstelle gelangt, auf deren Seite die Saugvorrichtung wirksam ist, Diese Saugvorrichtung kann grundsätzlich beliebig ausgeführt sein. Beispielsweise sind es umlaufende Saugmündungen, die über abwechselnd sich öffnende und sich schliessende Ventile mit der Saugquelle ver bunden sind.
Eine besonders zweckmässige Ausfüh rungsform der Erfindung enthält Saugvorrichtungen, die an einem Teil der Oberflächen umlaufender Trommeln angeordnet sind. Diese Trommeln, die sich ebenfalls an einander gegenüberliegenden Seiten des Kanals befinden, sind so miteinander kraftschlüssig verbunden, dass die Saugvorrichtungen immer in die selben Richtungen weisen. Dadurch wird erreicht, dass jeweils nur eine der Saugvorrichtungen zum För derkanal hin gerichtet ist und dass nur diese Saug vorrichtung wirksam ist.
Weiter ist es möglich, um laufende perforierte Bänder zu verwenden, die an den Mündungen von Saugkanälen vorbeilaufen und abwechselnd wirksam werden.
Die Anordnung, die mit rotierenden Trommeln arbeitet, kann dadurch verbessert werden, dass die Trommeln exzentrisch gelagert sind, so dass sie das Fördergut senkrecht zur Förderrichtung bewegen.
Das Fördergut kann auch einzeln angeliefert oder in Häufungen und überlappt die Trommeln erreichen. Wechselseitig können die Förderstücke nur einzeln angesaugt und von den Trommeln in ihre neue Fahrt richtung gebracht werden. Das Trennen des Förder- gutstromes in zwei Wege und das Vereinzeln der Förderstücke können in einem Arbeitsgang erfolgen. Zu steife Sendungen können grosse Richtungsände rungen infolge ihrer Steifheit nicht mitmachen und werden geradeaus weitergefördert. Sie scheiden somit aus den Zweig-Fördergutwegen aus.
Zweckmässig sorgen Leitvorrichtungen hinter den Zylindern dafür, dass diese Sendungen einen definierten Weg einschla gen.
In den Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert.
Fig. 1 stellt eine perspektivische Darstellung einer Anordnung nach der Erfindung mit Saugvorrichtun gen an Trommeln dar.
In Fig. 2 wird eine Draufsicht der gleichen Anord nung gezeigt.
Fig. 3 ist die Draufsicht auf eine Anordnung, die mit zwei Saugvorrichtungen und Abzugsbändern arbei tet.
Die Anordnung zum Vereinzeln und gleichmässi- gen Aufteilen von Fördergut auf zwei abzweigende Förderstrecken nach den Fig. 1 und 2 arbeitet wie folgt Ein Hochkantförderkanal liefert mit seinem Grundband 1 die Förderstücke unregelmässig und ge häuft an die symmetrisch zum Anlieferkanal angeord neten Trommeln 3, 3a heran.
Die Trommeln sind exzentrisch gelagert. Da die Exzentrizitäten beider Trommeln um 180o zueinander versetzt sind, bleibt der Abstand zwischen den Trommeln immer gleich. Er wandert nur im Richtungssinn der Exzenterbewe- gung. Im oberen Totpunkt der Exzentrizität nimmt die Bewegung rückläufigen Charakter an. Es entsteht ein wechselseitiger Schleudereffekt. Die Förderstücke werden dadurch von der einen auf die andere Seite geworfen, und zwar immer in Richtung der abzugs bereiten Trommel.
Der Andruck des Förderstückes an die abziehende Trommel wird somit durch die Wurfbewegung verstärkt. Die Förderkanalsohle 2, auf die das Förderstück nach Verlassen der Hochkantför= derstrecke gelangt, ist um das Lager 13 schwenkbar. Sie wird in Rillen der Trommeln geführt und folgt somit den exzentrischen Schwingungen. Die seitlichen Begrenzungen sind gegen die Trommeln abgefedert, um harte Schläge und Geräusche zu vermeiden.
Diese Anordnung der Förderkanalsohle erhöht die Wirkung der Wurfbewegung der exzentrischen Trommeln. Bei einem starren Laufblech würde zwischen der Lauf- blechoberfläche und der Förderstückunterkante bei der Wurfbewegung eine grössere Reibung entstehen, die durch die schwenkbare Förderkanalsohle vermie den wird.
Zur Sicherung eines synchronen Laufes in Förder- richtung beider Trommeln dienen die Zahnräder 4, 4a. Ein Förderstück wird jeweils nur von einer Trom mel angezogen, da die ansaugenden Lochreihen 14 auf dem Trommelumfang bei beiden Trommeln ge geneinander versetzt in derselben Flucht liegen. Der Antrieb erfolgt über eine dem Zahnrad 4 oder 4a an gekuppelte Keilriemenscheibe 5 mittels Elektromotor. Ein Paar je zwei endlose Förderbänder mit Haftauf lage aufweisende Bandförderer 6, 6a führt das Förder- gut über die Trommeln.
An den Trommeln ändern die Bänder ihre Richtung um ca. 300. An diesem Punkt werden Sendungen mit zu grosser Masse und Steifheit ausgeschieden. Die Trommelachse 15 ist hohl und in der Ebene der Trommel mit Bohrungen ver sehen und an die Saugluftquelle angeschlossen.
Alle Förderstücke gelangen in den Zwischenraum zwischen den Trommeln und werden danach von einem Anschlag 8 gehemmt. Bei mehreren nebenein- anderliegenden Förderstücken werden die aussenlie genden wechselseitig von einer der Trommeln ange saugt und mitgerissen. Dabei gelangen sie an einen der elastischen Teile 7 des Anschlages B. Biegsame Sendungen werden durch die Trommeln so weit nach aussen abgebogen, bis sie von den Förderbändern 6 oder 6a aufgenommen und in Ausgangsrichtung z. B. an die Stapeleinrichtung oder die nächste Bearbei tungsstelle weitergeleitet werden.
Hierzu dient je ein Riemenpaar 11 oder 11a. Steife Sendungen, die nicht elastisch genug sind, um die starke Richtungsänderung durch die Trommeln mitzumachen oder dickere Sen dungen und Förderstücke mit grosser Masse lösen sich früher von der Trommel und deformieren den elastischen Bereich 7 des Anschlages 8 und gleiten dann in den zentral gelegenen Kanal 10 für Sendun gen, die zur Weiterleitung ungeeignet sind.
Förderstücke, die aus den beschriebenen Gründen nicht ausreichend biegsam sind, um von der Trommel in das betreffende Riemenpaar zu gelangen, werden durch die Abweiser 9, 9a nochmals hinsichtlich ihrer Biegsamkeit getrennt und entweder in die Stapler- oder in die Ausscheidebahn geleitet. Die Abweiser können z. B. aus federnd aufgehängten pflugschar- ähnlichen oder rotierenden Körpern bestehen.
In Fig. 3 befindet sich am Ausgang des zum An liefern des Fördergutes bestimmten Hochkantförder- kanals 1 ein federndes Leitblech 14, das die Förder- stücke an die Seiten des Kanals drängt. Am Ende des Kanals sind zwei Saugdüsen 15,<I>15a</I> einander gegen über angebracht, vor denen die perforierten Abzugs bänder 16, 16a in Förderrichtung vorbeilaufen.
Die Saugdüsen werden abwechselnd über zwei Rohrlei tungen 17 und 18 an eine Saugquelle angeschlossen, von denen die eine (17) im geöffneten Zustand und die andere (18) im geschlossenen Zustand dargestellt ist. Das Fördergut wird hier an die Abzugsbänder 16, 16a gezogen und wird in die Richtung des entspre chenden Riemenpaares 11 oder lla gefördert. Der Fördergutstrom wird also in zwei Wege geteilt und gleichzeitig werden die einzelnen Sendungen für die Abzweigförderstrecken auf Mindestabstände gebracht. Zu steife Sendungen werden von der Weiterbeförde rung ausgeschlossen.
Die übrigen Förderstücke errei chen über die Riemenpaare 11, 11a die Stapler la, <I>12a.</I>
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung an Hochkantförderanlagen zum Ver einzeln und gleichmässigen Aufteilen von unregelmäs- sig und gehäuft angelieferten Förderstücken auf zwei oder mehrere abzweigende Förderstrecken, die zu Empfangsstellen führen, gekennzeichnet durch zwei vor dem Beginn der beiden abzweigenden Strecken einandergegenüberliegend an beiden Seiten des Anlie- fer-Förderkanals angeordnete in Förderrichtung um laufende Saugvorrichtungen, die abwechselnd wirksam sind und so beschaffen und angeordnet sind,dass je weils ein Förderstück vom Ausgang des anliefernden Kanals über diejenige Förderstrecke zur Empfangs stelle gelangt, auf deren Seite die Saugvorrichtung wirksam ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Saugvorrichtungen über ab wechselnd sich öffnende und sich schliessende Ventile mit der Saugquelle verbunden sind. 2.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Saugvorrichtungen sich an einem Teil der Oberflächen umlaufender Trommeln befinden und bei Drehung der Trommel immer in die gleichen Richtungen weisen, so dass sie abwechselnd am Förderkanal liegen. 3. Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Trommeln exzentrisch gelagert sind und miteinander durch ein Kraftübertragungsmit- tel verbunden sind. 4. Anordnung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Trommeln über Zahnräder auf ihren Achsen gemeinsam angetrieben werden.5. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den beiden abzweigenden Förderstrecken der Eingang einer Empfangsstelle oder weiteren Förderstrecke vorgesehen ist, die zur Auf nahme solcher Förderstücke bestimmt ist, welche in folge ihrer Steifigkeit der für ihre Einweisung in eine abzweigende Strecke auftretenden Kraft widerstehen. 6.Anordnung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Eingang der Empfangs stelle oder weiteren Förderstrecke ein schwenkbares Leitblech angeordnet ist, das nur unter Aufwand einer Kraft geschwenkt werden kann, die genügt, dass die für die Ableitung in die abzweigenden Strecken zu steifen Förderstücke an die Empfangsstelle oder weitere Förderstrecken geleitet werden. 7. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die vor den Saugvorrichtungen lie gende Förderkanalsohle abwechselnd gegen die jeweils arbeitende Saugvorrichtung schwenkbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEST14846A DE1103252B (de) | 1959-03-05 | 1959-03-05 | Anordnung an Hochkantfoerderanlagen zum Vereinzeln und gleichmaessigen Aufteilen von unregelmaessig und gehaeuft angeliefertem, flachem Gut auf zwei oder mehrere abzweigende Foerderstrecken |
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