CH385127A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Webkanten an Geweben - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Webkanten an GewebenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Webkanten an Geweben Die Erfindung bezieht sich zunächst auf ein Ver fahren zur Herstellung von Webkanten an Geweben, die auf Webstühlen mit Fadengreifern hergestellt werden, bei dem die Webkanten durch ein Schlauch gewebe gebildet werden.
Bei den bekannten Verfahren dieser Art tragen die Einlegeleisten bei dicht eingestellter und dicht ge schlossener Ware stark auf. Das führt in der Aus rüstung, insbesondere in der Appretur, zu erheblichen Schwierigkeiten. Der Schusseintrag in diesen Kanten entspricht der doppelten Stärke des Warenfonds. Die Kanten werden während des Ausrüstungsprozesses durch den Eingang der Ware stark wellig, im auf gewickelten, verkaufsfertigen Zustand sind die über höhten Kanten unansehnlich und erschweren den Verkauf erheblich.
Zur Vermeidung dieser welligen und auftragenden Kanten könnte man eine sogenannte Dreherleiste verwenden. Dabei müssten die Kanten mittels einer Schneidvorrichtung abgeschnitten werden. Das aber hat den Nachteil, dass die Ware wegen der fehlenden Kanten schmaler wird und ausserdem kein sauberes Bild an den Warenenden ergibt, weil die Schussenden herausragen.
Nach der Erfindung werden nun diese Mängel da durch behoben, dass das aus Ober- und Unterkante bestehende Schlauchgewebe an seinen beiden Schei teln aufgetrennt und dadurch die Oberkante des Schlauchgewebes vom Gewebe gelöst wird, wobei die am Gewebe verbleibende Unterkante riffelsicher ausgebildet ist. Dadurch ist der Vorteil erzielt, dass die stehengebliebene Unterkante nicht stärker ist als der Warenfond und damit das bisher so lästige Wellen der Kanten vermieden wird. Solche Ware lässt sich erheblich besser verkaufen. Bei einer besonderen Ausführungsform der Er findung wird die Riffelsicherheit der am Gewebe verbleibenden Unterkante durch eine entsprechende Fadenverkreuzung erreicht.
Dabei werden die abzu schneidende Oberkante des Schlauchgewebes in Taffet- bindung und die Unterkante in Rips- und Taffet- bindung hergestellt.
Diese besondere Bindungstechnik ergibt eine ein wandfreie feste Kante, die nicht aufträgt und in der Ausrüstung keinerlei Schwierigkeiten bereitet.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vor richtung zur Durchführung des neuen Verfahrens. Bei dieser Vorrichtung dient zum Auftrennen des Schlauchgewebes eine am Webstuhl angeordnete Schneidvorrichtung. Bei einer besonders einfachen Ausführungsform der Erfindung besteht die Schneid vorrichtung aus einem Grundkörper, der als Träger von Schneidblättern dient, und einem den Gewebe schlauch flachstreckenden Straffer, der mit dem Grundkörper fest verbunden ist. Eine so ausgebildete Schneidvorrichtung arbeitet vollständig selbsttätig; sie erfordert keinen wesentlichen technischen Auf wand.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Beispiel dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Draufsicht auf eine Ausführungs form der Schneidvorrichtung.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Ausführungsform nach Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine andere Seitenansicht der Ausfüh rungsform nach Fig. 1.
Fig. 4 zeigt schematisch die Schäftezahl bei einer Ausführungsform des neuen Verfahrens.
Fig. 5 zeigt den Blattstich bei dieser Ausführungs form. Fig. 6 veranschaulicht die Bindungspatronen bei der gleichen Ausführungsform.
Bei dem neuen Verfahren wird zunächst in der üblichen Weise eine schlauchförmige Kante gebildet, die aus einer Unterkante und einer Oberkante be steht. Beide zusammen würden die doppelte Stärke haben wie der Gewebefond.
Um die Stärke der Webkante auf die des Ge webefonds zu bringen, wird gemäss der Erfindung das die Kante bildende Schlauchgewebe an seinen beiden Scheiteln aufgetrennt, so dass die Oberkante von der Unterkante völlig gelöst wird.
Um der stehengebliebenen Unterkante des ehe maligen Schlauchgewebes die notwendige Festigkeit zu geben und sie riffelsicher zu machen, wird mit Vorteil eine besondere Fadenverkreuzung verwendet. Beispielsweise kann das in der Weise geschehen, dass die abzutrennende Oberkante des Schlauchgewebes eine Taffetbindung und die stehenbleibende Unter kante eine kombinierte Rips- und Taffetbindung er hält.
Die Ober- und Unterkante lassen sich bei einer solchen Bindung organisch voneinander trennen, so dass die stehenbleibende Unterkante einen in sich geschlossenen und festen Webteil darstellt, der die nötige Festigkeit hat und der nicht ausriffeln kann.
In Fig.4 ist zur Erläuterung des geschilderten Verfahrens die Schäftezahl aufgetragen, die für die vorgenannte Bindungstechnik zu verwenden ist. Es ist notwendig, dass besondere Schäfte verwendet wer den, um die erforderliche Bindung zu erreichen, da mit dem Fond diese Bindung nicht erreicht werden kann.
In Fig.5 ist der der Bindungspatronen nach Fig. 6 entsprechende Blattstich dargestellt.
Fig. 6 zeigt die Bindungspatronen der Schlauch kante.
Als Schneidvorrichtung kann die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung dienen. Sie 'besteht aus zwei Platten 1, 2, die durch Schrauben 3 miteinander verbunden sind. Die obere Platte 1 ist mit einem fingerartigen Ansatz 4 versehen, der als Straffer dient. Zwischen der Platte 1 und der Platte 2 sind Schneidblätter 5 und 6 festgeklemmt. Die Schnei- denteile 5' und 6' sind die wirksamen Schneiden.
Die Schneidvorrichtung ist zweckmässig am Brust baum des Webstuhles befestigt. Beim Gebrauch wird der Straffer 4 in das Schlauchgewebe der Web kante eingeführt. Dadurch wird das Schlauchgewebe flachgestreckt, so dass die wirksamen Schneidenteile 5' und 6' die Scheitel des Schlauchgewebes entspre chend dem Vorschub des Gewebes aufschneiden können. Die Unterkante des Schlauchgewebes ver bleibt am Fond des Gewebes, während die Oberkante völlig von der Unterkante in Form eines Streifens losgelöst wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Webkanten an Geweben, die auf Webstühlen mit Fadengreifern hergestellt werden, bei dem die Webkanten durch ein Schlauchgewebe gebildet werden, dadurch ge kennzeichnet, dass das aus Ober- und Unterkante bestehende Schlauchgewebe an seinen beiden Schei teln aufgetrennt und dadurch die Oberkante des Schlauchgewebes vom Gewebe losgelöst wird, wobei die am Gewebe verbleibende Unterkante riffelsicher ausgebildet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Riffelsicherheit der am Ge webe verbleibenden Unterkante durch eine entspre chende Fadenverkreuzung erreicht wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ober kante des Schlauchgewebes in Taffetbindung und die Unterkante in Rips- und Taffetbindung hergestellt werden. PATENTANSPRUCH 1I Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1 und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Auf trennen des Schlauchgewebes eine am Webstuhl an geordnete Schneidvorrichtung dient. UNTERANSPRÜCHE 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung aus ei nem Grundkörper (1, 2), der als Träger von Schneid blättern (5, 6) dient, und einem den Gewebeschlauch flachstreckenden Straffer (4) besteht, der mit dem Grundkörper (1) fest verbunden ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper der Schneidvorrichtung aus zwei zu sammengeschraubten Platten (l, 2) besteht, zwischen denen die Schneidblätter (5, 6) am Grunde des Straf- fers (4) angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ17938A DE1124886B (de) | 1960-04-06 | 1960-04-06 | Verfahren und Schneidvorrichtung fuer die Herstellung von Webkanten an Geweben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH385127A true CH385127A (de) | 1964-11-30 |
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ID=7199703
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH672060A CH385127A (de) | 1960-04-06 | 1960-06-13 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Webkanten an Geweben |
Country Status (3)
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1960
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Also Published As
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