CH385127A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Webkanten an Geweben - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Webkanten an Geweben

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CH385127A
CH385127A CH672060A CH672060A CH385127A CH 385127 A CH385127 A CH 385127A CH 672060 A CH672060 A CH 672060A CH 672060 A CH672060 A CH 672060A CH 385127 A CH385127 A CH 385127A
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CH
Switzerland
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fabric
tubular fabric
selvedges
lower edge
cutting device
Prior art date
Application number
CH672060A
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English (en)
Inventor
Felder Kuno
Wittwer Siegfried
Boegershausen Rolf
Kreitz Bruno
Original Assignee
Jung & Simons
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J1/00Auxiliary apparatus combined with or associated with looms
    • D03J1/06Auxiliary apparatus combined with or associated with looms for treating fabric
    • D03J1/08Auxiliary apparatus combined with or associated with looms for treating fabric for slitting fabric
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
    • D03D47/40Forming selvedges
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J1/00Auxiliary apparatus combined with or associated with looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Auxiliary Weaving Apparatuses, Weavers' Tools, And Shuttles (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Webkanten an Geweben    Die Erfindung bezieht sich zunächst auf ein Ver  fahren zur Herstellung von Webkanten an Geweben,  die auf Webstühlen mit Fadengreifern hergestellt  werden, bei dem die Webkanten durch ein Schlauch  gewebe gebildet werden.  



  Bei den bekannten Verfahren dieser Art tragen  die Einlegeleisten bei dicht eingestellter und dicht ge  schlossener Ware stark auf. Das führt in der Aus  rüstung, insbesondere in der Appretur, zu erheblichen  Schwierigkeiten. Der     Schusseintrag    in diesen Kanten  entspricht der doppelten Stärke des Warenfonds. Die  Kanten werden während des Ausrüstungsprozesses  durch den Eingang der Ware stark wellig, im auf  gewickelten, verkaufsfertigen Zustand sind die über  höhten Kanten unansehnlich und erschweren den       Verkauf    erheblich.  



  Zur Vermeidung dieser welligen und auftragenden  Kanten könnte man eine sogenannte     Dreherleiste     verwenden. Dabei müssten die Kanten mittels einer       Schneidvorrichtung    abgeschnitten werden. Das aber  hat den Nachteil, dass die Ware wegen der fehlenden  Kanten schmaler wird und ausserdem kein sauberes  Bild an den Warenenden ergibt, weil die     Schussenden     herausragen.  



  Nach der Erfindung werden nun diese Mängel da  durch behoben, dass das aus Ober- und Unterkante  bestehende Schlauchgewebe an seinen beiden Schei  teln aufgetrennt und dadurch die Oberkante des  Schlauchgewebes vom Gewebe gelöst wird, wobei  die am Gewebe verbleibende Unterkante     riffelsicher     ausgebildet ist. Dadurch ist der Vorteil erzielt, dass  die stehengebliebene Unterkante nicht stärker ist  als der Warenfond und damit das bisher so lästige  Wellen der Kanten vermieden wird. Solche Ware  lässt sich erheblich besser verkaufen.    Bei einer besonderen Ausführungsform der Er  findung wird die     Riffelsicherheit    der am Gewebe  verbleibenden Unterkante durch eine entsprechende       Fadenverkreuzung    erreicht.

   Dabei werden die abzu  schneidende Oberkante des Schlauchgewebes     in        Taffet-          bindung    und die Unterkante in     Rips-    und     Taffet-          bindung    hergestellt.  



  Diese besondere Bindungstechnik ergibt eine ein  wandfreie feste Kante, die nicht aufträgt und in der  Ausrüstung keinerlei Schwierigkeiten bereitet.  



  Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vor  richtung zur Durchführung des neuen Verfahrens.  Bei dieser Vorrichtung dient zum     Auftrennen    des  Schlauchgewebes eine am Webstuhl angeordnete       Schneidvorrichtung.    Bei     einer    besonders einfachen  Ausführungsform der Erfindung besteht die Schneid  vorrichtung aus einem Grundkörper, der als Träger  von     Schneidblättern    dient, und     einem    den Gewebe  schlauch flachstreckenden Straffer, der mit dem  Grundkörper fest verbunden ist. Eine so     ausgebildete          Schneidvorrichtung    arbeitet vollständig selbsttätig;  sie erfordert keinen wesentlichen technischen Auf  wand.  



  In der Zeichnung ist die Erfindung an einem  Beispiel dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt die Draufsicht auf eine Ausführungs  form der     Schneidvorrichtung.     



       Fig.    2 ist eine Seitenansicht der Ausführungsform  nach     Fig.    1.  



       Fig.    3 zeigt eine andere Seitenansicht der Ausfüh  rungsform nach     Fig.    1.  



       Fig.    4 zeigt schematisch die     Schäftezahl    bei einer       Ausführungsform    des neuen Verfahrens.  



       Fig.    5 zeigt den Blattstich bei dieser Ausführungs  form.           Fig.    6 veranschaulicht die Bindungspatronen bei  der gleichen     Ausführungsform.     



  Bei dem neuen Verfahren wird zunächst in der  üblichen Weise eine schlauchförmige Kante gebildet,  die aus einer Unterkante und einer Oberkante be  steht. Beide zusammen würden die doppelte Stärke  haben wie der Gewebefond.  



  Um die Stärke der Webkante auf die des Ge  webefonds zu bringen, wird gemäss der Erfindung das  die Kante bildende Schlauchgewebe an seinen beiden       Scheiteln        aufgetrennt,    so dass die Oberkante von der  Unterkante völlig gelöst wird.  



  Um der stehengebliebenen Unterkante des ehe  maligen Schlauchgewebes die notwendige Festigkeit  zu geben und sie     riffelsicher    zu machen, wird mit  Vorteil eine besondere     Fadenverkreuzung    verwendet.  Beispielsweise kann das in der Weise geschehen, dass  die abzutrennende Oberkante     des    Schlauchgewebes  eine     Taffetbindung    und die stehenbleibende Unter  kante eine     kombinierte        Rips-    und     Taffetbindung    er  hält.

   Die Ober- und Unterkante lassen sich bei einer  solchen Bindung organisch voneinander trennen, so  dass die stehenbleibende Unterkante einen in sich  geschlossenen und festen Webteil darstellt, der die  nötige Festigkeit hat und der nicht     ausriffeln    kann.  



       In        Fig.4    ist zur Erläuterung des geschilderten  Verfahrens die     Schäftezahl    aufgetragen, die für die  vorgenannte Bindungstechnik zu verwenden ist. Es  ist notwendig, dass besondere Schäfte verwendet wer  den, um die erforderliche Bindung zu erreichen, da  mit dem Fond diese Bindung nicht erreicht werden  kann.  



  In     Fig.5    ist der der Bindungspatronen nach       Fig.    6 entsprechende Blattstich dargestellt.  



       Fig.    6 zeigt die Bindungspatronen der Schlauch  kante.  



  Als     Schneidvorrichtung    kann die in den     Fig.    1  bis 3 dargestellte Vorrichtung dienen. Sie     'besteht    aus  zwei Platten 1, 2, die durch Schrauben 3 miteinander  verbunden sind. Die obere Platte 1 ist mit einem  fingerartigen Ansatz 4 versehen, der als Straffer  dient. Zwischen der Platte 1 und der Platte 2 sind       Schneidblätter    5 und 6 festgeklemmt. Die     Schnei-          denteile    5' und 6' sind die wirksamen Schneiden.  



  Die     Schneidvorrichtung    ist zweckmässig am Brust  baum des Webstuhles befestigt. Beim Gebrauch  wird der Straffer 4 in das Schlauchgewebe der Web  kante eingeführt. Dadurch wird das Schlauchgewebe       flachgestreckt,    so dass die wirksamen     Schneidenteile       5' und 6' die Scheitel des Schlauchgewebes entspre  chend dem Vorschub des Gewebes aufschneiden  können. Die Unterkante des Schlauchgewebes ver  bleibt am Fond des Gewebes, während die Oberkante  völlig von der Unterkante in Form eines Streifens  losgelöst wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Webkanten an Geweben, die auf Webstühlen mit Fadengreifern hergestellt werden, bei dem die Webkanten durch ein Schlauchgewebe gebildet werden, dadurch ge kennzeichnet, dass das aus Ober- und Unterkante bestehende Schlauchgewebe an seinen beiden Schei teln aufgetrennt und dadurch die Oberkante des Schlauchgewebes vom Gewebe losgelöst wird, wobei die am Gewebe verbleibende Unterkante riffelsicher ausgebildet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Riffelsicherheit der am Ge webe verbleibenden Unterkante durch eine entspre chende Fadenverkreuzung erreicht wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ober kante des Schlauchgewebes in Taffetbindung und die Unterkante in Rips- und Taffetbindung hergestellt werden. PATENTANSPRUCH 1I Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1 und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Auf trennen des Schlauchgewebes eine am Webstuhl an geordnete Schneidvorrichtung dient. UNTERANSPRÜCHE 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung aus ei nem Grundkörper (1, 2), der als Träger von Schneid blättern (5, 6) dient, und einem den Gewebeschlauch flachstreckenden Straffer (4) besteht, der mit dem Grundkörper (1) fest verbunden ist. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper der Schneidvorrichtung aus zwei zu sammengeschraubten Platten (l, 2) besteht, zwischen denen die Schneidblätter (5, 6) am Grunde des Straf- fers (4) angeordnet sind.
CH672060A 1960-04-06 1960-06-13 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Webkanten an Geweben CH385127A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR1095384A (fr) * 1953-12-01 1955-06-01 Perfectionnements à l'établissement des lisières dans les métters à tisser sansnavettes

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NL6607862A (de) 1966-08-25
DE1124886B (de) 1962-03-01

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