CH385234A - Verfahren zur Darstellung von neuen Anilin-disulfonsäureamid-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von neuen Anilin-disulfonsäureamid-Derivaten

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Publication number
CH385234A
CH385234A CH165660A CH165660A CH385234A CH 385234 A CH385234 A CH 385234A CH 165660 A CH165660 A CH 165660A CH 165660 A CH165660 A CH 165660A CH 385234 A CH385234 A CH 385234A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
disulfonic acid
acid amide
preparation
aniline
ammonia
Prior art date
Application number
CH165660A
Other languages
English (en)
Inventor
Rezsoe Koenig
Zoltan Foeldi
Original Assignee
Chinoin Gyogyszer Es Vegyeszet
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/37Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups having the sulfur atom of at least one of the sulfonamide groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Darstellung von neuen Anilin-disulfonsäureamid-Derivaten
Es wurde gefunden, dass 3-Chlor-l-(a-alkoxyalkyl-)   amino- benzol -4,6 - disulfonsäureamide    teils selbst wertvolle Arzneimittel sind, teils in bekannte wertvolle Arzneimittel, z. B. in 6-Chlor-7-sulfonamido  benzo-dihydro-thiadiazin-1, 1-dioxyde, überführt wer-    den können.



   Die Formel der erfindungsgemäss hergestellten Produkte ist die folgende
EMI1.1     
 wo R Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe und R1 eine   Alkylgruppe    bedeuten.



   Obige Verbindungen werden erfindungsgemäss so dargestellt, dass man eine Verbindung der Formel:
EMI1.2     
 der Einwirkung von Ammoniak unterwirft.



   Die als Ausgangsstoffe dienenden obigen Sulfonsäurechloride sind neu und unseres Wissens in der Literatur noch nicht beschrieben. Diese Verbindungen können wie im Patent Nr. 382 754 beschrieben hergestellt werden; z. B. wird   l-Amino-3-chlor-      benzol-4,6-disulfonsäurechlorid    der Einwirkung von   Mono-chlor-dimethyl-äthor    unterworfen.



   Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird   3-CAhlor-N-methoxymethyl-anilin-4,    6  di sulfonsäure-chlorid    mit Ammoniak umgesetzt. Eine zweckmässige Ausführungsform ist, diese Umsetzung mit Ammoniak in Alkohol als Lösungsmittel durchzuführen. Die Reaktionstemperatur kann weitgehend variiert werden; Temperaturen um   O"    C oder Raumtemperatur wurden am Anfang der Reaktion als zweckmässig gefunden, und am Ende der Reaktion, um die Vollständigkeit der Umsetzung zu sichern, ist es vorteilhaft, die Temperatur auf etwa   80O    C zu erhöhen.



   Eine andere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, dass man 3-Chlor-N-methoxymethyl  anilin-4,6-disulfonsäure-chlorid    mit wasserfreiem flüssigem Ammoniak umsetzt. In diesem Falle ist die Reaktionstemperatur etwa gleich dem Siedepunkt des Ammoniaks oder noch niedriger.



   Beispiele
1. 1,85 g 3-Chlor-N-(methoxymethyl)-anilin-4,6disulfonsäurechlorid (Schmp.   165"C)    werden unter Umrühren und Eiskühlung in 12,5 ml 3,35 n absolut alkoholischen Ammoniak eingetragen. Das Umrühren wird fortgesetzt, bis die gelbe Farbe des Reaktionsgemisches verschwindet. Das Reaktionsgemisch wird 1 Stunde lang unter Rückfluss gekocht, nachher der Alkohol unter vermindertem Druck entfernt.



  Auf den Rückstand werden 10 ml Aceton gegossen, das ungelöste Ammoniumchlorid wird filtriert, mit Aceton gewaschen und die   Yereinigten    Filtrate im Vakuum eingetrocknet.



   5 ml absoluten Methanols werden zum Rückstand gegeben, worauf gewöhnlich Kristallisierung einsetzt. Es werden noch 5   ml    Wasser zugegeben, und der entstandene Kristallbrei wird nach etwas Stehen   filtriert,    mit   500/obigem.    Alkohol gewaschen und getrocknet. 1 g   3-Chlor- 1 -methoxymethyl-amino-      benzol-4, 6 < disulfonsäureamid    wird in Form von schneeweissen Kristallen erhalten. Schmp. etwa   1700 C      (Zersetzung).    Der Methoxygehalt des Produktes beträgt   9,4q/o    in guter Übereinstimmung mit  der Theorie. Aus den Mutterlaugen kristallisieren nach weiterem Stehen 0,2 g des obigen Produktes aus.



   1 g des Produktes kann in 43 ml 0,1 n Natronlauge unter Eiskühlung gelöst und aus dieser Lösung durch Ansäuern mit Essigsäure in Form von Kristallnadeln zurückgewonnen werden. Das Produkt dieses Beispieles zeigt z. B. peroral verabreicht eine ausgezeichnete diuretische, ferner eine hypotensive Wirkung.



   2. In 30   ml    flüssigen Ammoniaks, gekühlt mit einem Gemisch von festem Kohlendioxyd und Alkohol, werden unter Umschütteln und in sieben Portionen insgesamt 3,7 g 3-Chlor-N-methoxymethyl  anilin-4,6-!isulfonsäurechlorid    (Schmp.   162"    C) eingetragen. Das Säurechlorid löst sich mit gelber Farbe, die bald verschwindet. Nach Beendigung des Eintragens wird der Überschuss an Ammoniak verdampft; der teils kristalline, teils amorphe Rückstand wird bei   300 C    unter verminderten Druck gesetzt. Der Rückstand (4,4 g) wird mit 15 ml Wasser versetzt,    worauf zuerst ein klebriges ! Produkt ausscheidet,    welches nach etwas Reiben oder gegebenenfalls nach Zugeben von einigen Tropfen Essigsäure zu einem weissen Pulver zerfällt.

   Nach einstündigem Kühlen in Eiswasser wird auf Saugfilter gebracht, mit 2 X 1   ml    Wasser gewaschen und bei   40O    C unter 10 mm Druck über   P205    getrocknet. 2,9 g von   schneeweissem    3   -Chlor-N-methoxymetliyl-anilin4,6-    disulfonsäureamid werden erhalten, welches in diesem Zustande bei   166  C    schmilzt (Zersetzung).



   Aus den wässerigen Mutterlaugen kristallisieren weitere Mengen des Produktes aus.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von neuen Anilindisulfonsäure-amid-Derivaten, dadurch gekennzeich net, dass man Verbindungen der Formel EMI2.1 wo R Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe und R1 eine Alkylgruppe bedeuten, der Einwirkung von Ammoniak unterwirft.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 3-Chlor-N-methoxy-methyl-anilin- 4, 6-disulfonsäure-chlorid mit Ammoniak umgesetzt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Alkohol als Lösungsmittel durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 3-Chlor-N-methoxy-methyl-anilin- 4,6-disulfonsäure-chlorid mit flüssigem Ammoniak umgesetzt wird.
    Chinoin Gyogyszer- es Vegyeszeti Termekek Gyára RT
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