CH385281A - Einrichtung zur Überwachung der Belegung einschienig isolierter Gleise in Eisenbahnanlagen mit mindestens zwei Schienenstromkreisen, welche einander unmittelbar auf derselben Schiene folgen - Google Patents

Einrichtung zur Überwachung der Belegung einschienig isolierter Gleise in Eisenbahnanlagen mit mindestens zwei Schienenstromkreisen, welche einander unmittelbar auf derselben Schiene folgen

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    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/18Railway track circuits
    • B61L1/181Details
    • B61L1/182Use of current of indifferent sort or a combination of different current types

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  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description


  Einrichtung zur Überwachung der Belegung einschienig     isolierter    Gleise in Eisenbahnanlagen  mit mindestens zwei     Schienenstromkreisen,    welche     einander        unmittelbar    auf derselben  Schiene folgen    Bei einschienig isolierten Gleisen stösst die iso  lierte Schiene normalerweise an jedem Ende an eine  geerdete Nachbarschiene. Ein elektrischer Schluss des       Isolierstosses    wird     angezeigt,    indem der durch kein  Fahrzeug besetzte Schienenstromkreis als belegt ge  meldet wird.

   Dies bedingt aber, dass bei einander fol  genden isolierten Gleisen die     Schienenstromkreise     sich wechselseitig auf der     einen    und der anderen  Schiene folgen müssen. Dadurch wird einerseits die  doppelte Anzahl an Isolierstössen erforderlich gegen  über der Lösung, alle isolierten Schienenstromkreise  auf derselben Schiene einander folgen zu lassen, an  derseits ist die wechselseitige Anordnung besonders  in grossen     Bahnhofanlagen    mit enger     Vermaschung     der Weichen nicht in allen Fällen möglich.  



  Stossen nun die isolierten Schienen verschiedener  Schienenstromkreise unmittelbar aneinander und sind  sie in der bisherigen     Art    gespeist und mit einem be  kannten Empfänger versehen, so können die     Isolier-          stösse    nicht mehr auf Schluss überwacht werden. Die       Überbrückung    eines Isolierstosses durch Versagen der  Isolation, durch einen Fremdkörper oder durch über  walzen des Schienenkopfes wird somit nicht mehr auf  gezeigt und kann zu schweren Betriebsgefährdungen  führen.  



  Es     rnuss    also die Bedingung gelten, dass bei einem  Schluss eines beliebigen Isolierstosses mindestens eines  der beiden an den defekten Stoss anschliessenden  Gleise als besetzt gemeldet wird.  



  Diese Bedingung wird nicht erfüllt, auch wenn die  einander folgenden Gleisstromkreise z. B. abwechs  lungsweise mit Wechselstrom verschiedener Frequenz  oder der eine mit Gleich-, der andere mit Wechsel  strom gespeist und diese Ströme in bekannter Weise    nachgewiesen werden. In allen diesen Fällen tritt  wohl bei Schluss eines Isolierstosses eine Verringerung  des     Bettungswiderstandes    auf, aber eine sichere An  zeige als belegtes Gleis erfolgt nicht.  



  Die genannte Bedingung setzt voraus, dass die  Empfänger auch dann die Stellung für belegtes Gleis  einnehmen, wenn gleichzeitig neben der arteigenen  eine artfremde Spannung am Empfänger liegt. Es  muss natürlich darauf geachtet werden, dass nie zwei       art-    und phasengleiche Schienenstromkreise einen ge  meinsamen Isolierstoss haben.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrich  tung zur     überwachung    der Belegung einschienig iso  lierter Gleise in Eisenbahnanlagen mit mindestens  zwei Schienenstromkreisen, welche einander unmittel  bar auf derselben Schiene folgen, wobei jeder der       Schienenstromkreise    eine Speiseeinrichtung und eine  Empfangseinrichtung aufweist, welche Empfangsein  richtung den Nachweis zur Feststellung des belegten  oder nicht belegten, Zustandes des Gleises enthält, und       mindestens    einer der Speiseeinrichtungen ein Steuer  apparat zugeordnet ist, und ist dadurch gekennzeich  net, dass der Nachweisteil mindestens eines dieser  Schienenstromkreise einen über einen magnetisch ge  steuerten Transformator gespeisten Zusatzteil ein  schliesst,

   wobei dieser Transformator sowohl vom  Speisestrom als auch vom Empfangsstrom des zu  gehörigen Schienenstromkreises gesteuert wird.  



  Bei mehreren einander folgenden Schienenstrom  kreisen erweist es sich als notwendig, dass der wenig  stens einer der Speiseeinrichtungen zugeordnete  Steuerapparat eine periodisch arbeitende Umschalt  vorrichtung     einschliesst,    welche die Speisespannung so  an     benachbarte        isolierte    Schienen legt, dass die eine      Schiene unter Spannung steht, wenn die andere oder  die anderen spannungsfrei ist oder sind und um  gekehrt.  



  Die Spannungsfreiheit kann durch Abschalten der       Speisestromquelle    oder durch     Wegkompensieren    mit  tels eines gleich- oder     andersphasigen    inversen Codes,  welcher dem normalen Code überlagert wird, bewirkt  werden.  



  Für die Speisung     derartiger    einander folgender  Schienenstromkreise können Gleich- oder Wechsel  strom mit einem     codierten    Strom oder codierte mit  codierten Strömen, aber mit verschiedenem Code       und/oder    verschiedener Phase, an einem gemeinsamen  Isolierstoss benachbart sein.  



  Der in der Nachweisvorrichtung eingeschlossene,  über einen magnetisch gesteuerten Transformator ge  speiste Zusatzteil kann sowohl elektromagnetische  Schaltmittel, wie Relais, Magnetschalter, Schütze  usw., als auch elektronische Schaltmittel, wie Transi  storen, Dioden, Röhren usw., enthalten.  



  Nachstehend sei die Erfindung an Beispielen er  läutert:     In,        Fig.    1 ist eine normale, bis heute angewen  dete Anordnung, wie sie in der Einleitung beschrie  ben ist, dargestellt.     Jl-J5    sind isolierte, während G  geerdete Schienen sind.  



  In     Fig.    2 ist eine Anordnung dargestellt, wie sie  der Erfindung zugrunde liegt. Hier folgen einander  vier     isolierte    Schienen     JI    J4 auf derselben Gleisseite;  sie sind durch die Isolierstösse 1, 2 und 3 voneinander  getrennt, während die beiden Stösse 4 und 5 geerdete  Nachbarschienen G haben. Die Speisestellen der iso  lierten Schienen sind mit     Sl-S4    bezeichnet, während  die Empfangsstellen die Bezeichnungen El E4 tragen.  



       Fig.    3 zeigt eine mögliche Empfängerschaltung.  Feld 2 enthält einen magnetisch gesteuerten Trans  formator mit dem Kern 20 und den Wicklungen 21  bis 24. Hierbei wird die Wicklung 21 durch einen  Hilfsgenerator 1     mit    hohem Innenwiderstand ge  speist. Der magnetisch gesteuerte Transformator er  hält somit Strom einerseits vom     Hilfsgenerator    über  die Klemmen M und N, anderseits vom Gleis her  über die     Klemmen   <I>A</I> und<I>B.</I> Die Lastwicklung 23  speist im Feld 3 eine Zusatzeinrichtung, im Beispiel  ein über einen Gleichrichter 31 angeschlossenes Relais  32, zu dessen Wicklung ein Kondensator 33 parallel  geschaltet ist. Die Wicklung 22 wird über ein Relais  41 (Feld 4) mit parallelem Kondensator 42 vom Gleis  her gespeist.

   Dieses Relais ist das Nachweisrelais für  die Gleisbelegung. Wird das Gleis durch ein Fahrzeug  besetzt, so bleibt die Speisung dieser Wicklung vom  Gleis her aus und Relais 41 fällt ab.  



  Die Wicklung 24 des gesteuerten Transformators  wird vom Speisestrom des Schienenstromkreises durch  flossen. Das Fliessen dieses Stromes sättigt den Kern  des Transformators, wodurch die Energieübertragung  von Wicklung 21 auf Wicklung 23 unterbleibt. Unter  bricht der Steuerapparat 5     (Fig.    5) diesen Strom, so  wird das Relais 32 wieder gespeist. Die Kondensato  ren 33 und 42 sind     s6    bemessen, dass die Relais 32  und 41     dauernd    angezogen bleiben und nicht dem    Takt der Umschaltvorrichtung folgen. In normalem  Betriebszustand wird also der Transformator sowohl  durch die Wicklung 22 wie durch die Wicklung 24  im Takt mit der Umschaltvorrichtung 51     (Fig.    5) ge  steuert, das heisst geöffnet und gesperrt.

   Werden bei  nicht belegtem Gleis zufolge eines Defektes eines der  Isolierstösse zwei isolierte Schienen miteinander ver  bunden, so     fliesst    über die Wicklung 22, herkommend  von den Klemmen<I>A</I> und<I>B,</I> auch der Strom des be  nachbarten Schienenstromkreises. Da im Nachbar  stromkreis Strom fliesst, wenn der betrachtete Strom  kreis stromlos ist und umgekehrt (bewirkt durch den  Steuerapparat 5,     Fig.    5) bleibt der gesteuerte Trans  formator 2 dauernd gesperrt durch Sättigung seines  Kernes 20, wodurch das Relais 32 abfällt und beleg  tes Gleis meldet. Dasselbe tritt auch ein, wenn der  Nachbarkreis beispielsweise mit Gleichstrom gespeist  wird.. Relais 41 bleibt dagegen dauernd angezogen.  



  Es geht aus dem Gesagten hervor, dass jede Art  Strom, wenn er von solcher Stärke ist, dass das Relais  41 anziehen könnte und dessen Rhythmus und Phase  von denen des normalen Speisestromes verschieden  sind, eine Sperrung des magnetisch gesteuerten Trans  formators und somit eine     Gleisbelegtmeldung    durch  die Zusatzeinrichtung 3 bewirkt.  



  Zur Verhinderung einer Rückwirkung des     Hilfs-          generators    1 auf die mit dem Gleis verbundenen An  schlüsse     A-B    und<B>C -D</B> der Wicklungen 22 und 24  kann die Empfängerschaltung der     Fig.3    aus zwei  Transformatoren statt nur aus einem aufgebaut wer  den. Die vier Wicklungen 21, 22, 23 und 24 sind  dann paarweise vorhanden.

   Die     Serieschaltung    des  Wicklungspaares an den Klemmen     N-M    (entspre  chend der Wicklung 21 der     Fig.    3) und das die Zu  satzeinrichtung 3 speisende Wicklungspaar (entspre  chend Wicklung 23) ist gleichphasig durchgeführt,  während das Wicklungspaar an den Klemmen     A-B     und jenes an den Klemmen     C-D    gegenüber den  übrigen beiden Paaren in Opposition     seriegeschaltet     ist, so dass an den Klemmen     A-B    und     C-D    keine  Wechselspannung auftritt. Statt dieser zwei Transfor  matoren kann auch ein einzelner Transformator tre  ten, wobei ein     mehrschenkliger    Kern verwendet wird,  z.

   B. mit drei Schenkeln; die Lastwicklungen werden  in gleicher Weise wie bei den beiden getrennten  Transformatoren auf den zwei symmetrisch zum drit  ten Schenkel liegenden Kernen verteilt, während die  Steuerwicklungen (an den Klemmen     A-B    und     C-D)     auf dem Mittelkern aufgebracht sind.  



       Fig.    4 zeigt ein Blockschema, auf welchem die  gesamte Schaltung bei zwei einander folgenden Schie  nenstromkreisen dargestellt ist. Hierin sind     J1    und  J2 die isolierten Schienen und G die geerdeten Schie  nen, 11 und 12 die Hilfsgeneratoren, 51 die Um  schaltvorrichtung des Steuerapparates 5, 6 die  Speiseeinrichtung für die Schienenstromkreise, 71 die  Empfangseinrichtung zu der isolierten Schiene     J1     und 72 die Empfangseinrichtung zu der isolierten  Schiene J2, F eine Sicherung zum Schutz des Speise  gerätes und R ein Begrenzungswiderstand des Kurz-           schlussstromes    der einzelnen Schienenstromkreise bei  belegtem Zustand des Gleises.

   Die     Klemmenbezeich-          nungen    entsprechen denjenigen der     Fig.    3.  



       Fig.    5 zeigt     eine    weitere Ausführungsform der  Empfangseinrichtung.  



  Die nachfolgenden Erklärungen sind der Ein  fachheit halber nur auf einen Stromkreis bezogen.  Feld 2 enthält den magnetisch steuerbaren Transfor  mator mit dem Kern 20 und den Wicklungen 21-23.  Die Wicklung 24 fällt bei dieser Ausführung weg. Ihre  Funktion übernimmt Wicklung 21. Die Wicklung 21  wird von dem     Hilfsgenerator    11 gespeist, der in die  sem Beispiel durch den Steuerapparat 5 geschaltet  wird. Dieses Ein- und Ausschalten geschieht so, dass  der     Hilfsgenerator    während der Impulse, welche die  periodisch arbeitende Umschaltvorrichtung 51 auf den  zu überwachenden Gleisabschnitt gibt, ausgeschaltet  und während der Impulspausen eingeschaltet ist.  



  Da während der Impulspausen der     Hilfsgenerator     11 durch die Schaltvorrichtung 51     eingeschaltet    wird  und während dieser Zeit kein Strom durch die Emp  fangswicklung 22 fliesst, kann der Transformator 2  die     Wechselstromenergie    über die Wicklung 23 und  die Diode 31 auf das Relais 32 übertragen. Die Kon  densatoren 33 und 42 haben die bereits     früher    er  wähnte Funktion, den Abfall der Relaisanker so zu  verzögern, dass sie dem Takt der Umschaltvorrichtung  nicht mehr folgen. Im normalen, unbelegten Zustand  des Gleisabschnittes sind also beide Relais 41 und 32  dauernd angezogen. Wird der Gleisabschnitt belegt,  so     hört    die Speisung vom Gleis her auf, und das  Relais 41 fällt ab.  



  Ist ein Isolierstoss defekt, so erhalten das Relais  41 und auch die Steuerwicklung 22 sowohl Strom vom  eigenen wie vom benachbarten     Schienenstromkreis.     Der Transformator bleibt gesättigt, und die Energie  übertragung vom Hilfsgenerator 1 auf das Relais 32  hört auf, so dass dieses letztere abfällt.  



  Die Sperrung des Transformators muss keine voll  ständige, sondern bloss derart sein, dass die vom       Hilfsgenerator        übertragene    Energie kleiner ist als die  Halteenergie des Relais 32. Das gleiche gilt, wenn  der Impuls vom Gleis synchron mit dem Einschalten  des     Hilfsgenerators    auftritt, das heisst, wenn das  falsche Impulsprogramm auf den Empfänger gegeben  wird.

   In diesem Fall ist der Transformator durch die  Steuerwicklung 22 während der Einschaltzeit des  Hilfsgenerators gesättigt; während der Umschaltpau  sen ist die Speiseleitung des Hilfsgenerators unter-         brochen,    und das Relais 32 bleibt somit dauernd     ab-          gefallen.    Die     Sicherung    F und der Widerstand R  haben die unter     Fig.    4 beschriebenen Aufgaben.  



  Wird an Stelle einer     Gleichstromspeisequelle     Wechselstrom von geeigneter Frequenz zur Speisung  der     Schienenstromkreise    benützt, so ist Speisegerät 6  in     Fig.    4 und 5 eine     Wechselstromquelle.    Die     Hilfs-          generatoren    11 und 12 können dann durch     ein    An  passungsgerät mit hohem Innenwiderstand (11, 12 in       Fig.    4, 5) ersetzt werden, wobei die notwendige Wech  selspannung direkt dem Speisegerät 6     entnommen     wird. Der Empfänger 4 muss zusätzlich mit einem  gleichrichtenden Element für die Umformung des ein  treffenden Wechselstromes in Gleichstrom ausgerü  stet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Überwachung der Belegung ein schienig isolierter Gleise in Eisenbahnanlagen, mit mindestens zwei Schienenstromkreisen, welche ein ander unmittelbar auf derselben Schiene folgen, wo bei jeder dieser Schienenstromkreise eine Speiseein richtung (6) und eine Empfangseinrichtung (7) auf weist, welche Empfangseinrichtung den Nachweisteil (4) zur Feststellung des belegten oder nicht belegten Zustandes des Gleises enthält, und mindestens einer der Speiseeinrichtungen ein Steuerapparat (5) zu geordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Nach weisteil (4) mindestens eines dieser Schienenstrom kreise einen über einen magnetisch gesteuerten Trans formator (2) gespeisten Zusatzteil (3) einschliesst,
    wo bei dieser Transformator sowohl vom Speisestrom (21, 24) als auch vom Empfangsstrom (22) des zu gehörigen Schienenstromkreises gesteuert wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzteil (3) elektromagne tische oder elektronische Schaltmittel enthält. 2. Einrichtung gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenig stens einer der Speiseeinrichtungen zugeordnete Steuerapparat (5) eine periodisch arbeitende Um schaltvorrichtung (51) einschliesst, welche die Speise spannung so an benachbarte isolierte Schienen legt, dass die eine Schiene unter Spannung steht, wenn die andere oder die anderen spannungsfrei ist oder sind und umgekehrt. ,
CH380061A 1961-04-01 1961-04-01 Einrichtung zur Überwachung der Belegung einschienig isolierter Gleise in Eisenbahnanlagen mit mindestens zwei Schienenstromkreisen, welche einander unmittelbar auf derselben Schiene folgen CH385281A (de)

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