CH385398A - Vorrichtung zum Fördern von körnigem und staubförmigen Material aus einem Silo zu einem Verbraucher, insbesondere von Brennstoff zu einer Feuerungsanlage - Google Patents
Vorrichtung zum Fördern von körnigem und staubförmigen Material aus einem Silo zu einem Verbraucher, insbesondere von Brennstoff zu einer FeuerungsanlageInfo
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Description
Vorrichtung zum Fördern von körnigem und staubförmigem Material aus einem Silo zu einem Verbraucher, insbesondere von Brennstoff zu einer Feuerungsanlage Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von körnigem und staubförmigem Material aus einem Silo zu einem Verbraucher, insbesondere von Brennstoff zu einer Feuerungsanlage.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine stetige Förde rung einer durch entsprechende Steuerung genau zu bestimmenden Fördermenge aus einem Silo zu ge währleisten. Es soll dabei die bekannte Brücken bildung im Siloinnenraum, hervorgerufen durch nicht nachrutschendes Material, verhindert werden.
Diese Aufgaben werden dadurch gelöst, dass zu mindest ein Teil der Bodenfläche des Silos inter- mittierend drehbar ist und im Drehweg des auf der drehbaren Bodenfläche aufsitzenden Materials Mittel zur Wegnahme des Materials von der drehbaren Bodenfläche angeordnet sind und dass das von der Bodenfläche so abgeräumte Material mittels geson derter Fördermittel zum Verbraucher förderbar ist.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den Unter ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung. In der Zeichnung sind rein beispielsweise zwei zweck mässige Ausführungsformen von Vorrrichtungen ge mäss der Erfindung zum Fördern von Brennstoff zu einer Feuerungsanlage dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch den Silo mit Vorrichtung zum Fördern gemäss dem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 2 eine Draufsicht des Silos und der Förder- vorrichtung nach Fig. 1, Fig.3 einen Längsschnitt durch einen anderen Silo mit Fördervorrichtung gemäss dem zweiten Aus führungsbeispiel.
Im Siloinnenraum 1 des Silos 2 befindet sich ein körniger oder staubförmiger Brennstoffvorrat 3, der auf einer Auflagefläche 4 aufliegt. Die Auflagefläche 4 ist durch einen kreisrunden, um eine vertikale Achse drehbaren Boden gebildet, der aus einer stählernen Grundplatte 5 und einer darauf befestigten Holzplatte 6 besteht. Auf dieser Holzplatte 6 sind mehrere die Auflagefläche 4 in mehrere Sektoren 8 aufteilende Mitnehmerleisten 7 befestigt. Der kreis runde Boden 5, 6 wird durch einen Antriebsmotor 9 mittels einer reibschlüssigen Kraftübertragung an getrieben.
Die Kraftübertragung erfolgt dabei stoss weise, so dass sich eine intermittierende Drehbewe gung des Bodens 5, 6 ergibt. Dies kann z. B. durch ein Klinkenschaltgetriebe oder einen Antrieb mittels Malteserkreuz erreicht werden oder aber durch wech selseitiges Ein- und Ausschalten des Antriebsmotors 9. Durch die intermittierende Drehbewegung des Bodens 5, 6 und der darauf für die Mitnahme des Brennstoffes angeordneten Mitnehmerleisten 7 wird auch der sich im Silo befindende Brennstoffvorrat 3 intermittierend gedreht, wodurch eine Brückenbil dung durch nicht nachrutschenden Brennstoff ver hindert wird.
Unmittelbar über der Auflagefläche 4 ist eine archimedische Schnecke 10 liegend angeordnet, so dass die Mitnehmerleisten 7 unter der Schnecke 10 hindurchdrehen können. Die Schnecke 10 wird mittels eines Motors 11 über ein stufenlos regelbares Getriebe 12 mit einer maximalen Übersetzungsstufe von 3:1 angetrieben.
Die Antriebseinrichtung für die Schnecke 10 steht mit der des Bodens 5, 6 derart in Verbindung, dass bei schneller laufender Schnecke 10 auch die Drehzahl des Bodens 5, 6 zunimmt. Die Förderrichtung der Schnecke 10 geht vom Zen trum des Bodens 5, 6 radial zu einem ausserhalb des Silos angeordneten Brennstoff-Förderleitungssystem 13. Durch den den Brennstoffvorrat 3 in Drehung versetzenden Boden 5, 6 wird der gesamten über dem Boden liegenden Wendel der Schnecke 10 ständig zu fördernder Brennstoff beigebracht, und es kann auf die üblichen Siloschrägen zum Abrutschen des Brennstoffes an das Fördermittel verzichtet werden.
Somit kann die Schnecke 10 ständig mit grosser Betriebssicherheit Brennstoff aus dem Silo in die Leitung 13 fördern.
In das Leitungssystem 13 ist ein Luftgebläse ein gebaut, das aus einem Antriebsmotor 14, einem Ventilator 15 und einem Luftansaugstutzen 16 be steht. Die vom Ventilator 15 angesaugte Luft wird mit dem von der Schnecke 10 geförderten Brennstoff vermischt und in eine Brennstoff-Förderleitung 17 gedrückt. Diese Förderleitung 17 führt zu einer nicht dargestellten Brennerdüse, durch die der mit Luft vermischte Brennstoff in eine Feuerungsanlage geblasen wird. Im Leitungssystem 13 sind noch die für die Sicherheit und die Regulierung der Feuerungs- anlage notwendigen Armaturen angeordnet.
Zwischen der nicht gezeigten Brennerdüse und einer Rück schlagklappe 18 hat das Leitungssystem 13 eine nach aussen führende Abzweigung 19, die mit einer Aluminiumfolie 20 verschlossen ist. Bei einem even tuell einsetzenden Flammenrückschlag schliesst sich die Rückschlagklappe 18 sofort, und die im Lei tungssystem 13 sich ausbreitende Druckwelle zer reisst die Aluminiumfolie 20, so dass die Rückzündung nach aussen abgeleitet und vom Siloinhalt ferngehalten wird.
Durch die Anordnung der Motoren 9, 11 und 14 sowie des Getriebes 12 und des Ventilators 15 ausser halb und neben dem Silo sind die Aggregate, die bei ihrem Lauf eine Funkenbildung verursachen können, vom Brennstoffvorrat 3 einwandfrei getrennt und beim eventuellen Brandausbruch zum Löschen von allen Seiten gut zugänglich.
Im Leitungssystem 13 sind noch Regulierklappen 21 und 22 zum Verändern der Luftmenge und damit zur Steuerung der Feuerungsanlage angeordnet.
Durch die im Leitungssystem 13 angeordneten Sicherheitsvorrichtungen, wie Rückschlagklappe 18 und aussprengbare Folie 20, ist ein zuverlässiger Schutz vor Rückzündungen in den Silo erreicht, und es kann auf die übliche Art von Brennstoffentnahme aus Bunkern oder kleineren Tagessilos verzichtet werden, weil man den Brennstoff direkt aus dem Hauptsilo zur Feuerungsanlage fördern kann.
Mit der Vorrichtung gemäss der Erfindung lassen sich Sägespäne, Hobel- und Frässpäne bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von 20 bis 3011/o sowie Schleif staub einzeln oder im Gemisch mit gröberem Brenn stoff verfeuern. Für grobes Spänematerial wird zwischen der Förderschnecke 10 und dem Luft gebläse eine Hackmühle angeordnet, die das grobe Spänematerial auf eine für die Einblasung in die Feuerung geeignete Grösse zerkleinert. Das Luft gebläse im Leitungssystem 13 kann die Luft anstelle aus dem den Silo umgebenden Maschinenraum (Fig. 2) auch aus dem Siloinnenraum 1 entnehmen.
In Fig.3 ist ein höherer Silo 23 gezeigt. Der auf dem Boden 5, 6 liegende Brennstoffvorrat 24 wird in gleicher Weise, wie beim vorher beschriebe nen Beispiel, zur Feuerungsanlage gefördert. Bei dem nun möglichen höheren Stand des Brennstoff vorrates 24 im Innenraum 25 des Silos kann der Brennstoff durch seine Schwere verdichtet werden, so dass sich dann im Siloinnern ein festgepresster Brennstoffturm bildet. Um dies zu verhindern, ist im Siloinnern eine zweite archimedische Schnecke 26 aufrecht angeordnet.
Diese Schnecke 26 steht über eine Gelenkkupplung 27 mit dem sich drehenden Boden 5, 6 in Verbindung und wird damit mit gleicher Drehzahl und ebenso intermitierend wie der Boden 5, 6 angetrieben. Die Förderrichtung der Schnecke 26 ist nach oben zur Silodecke 28, so dass der Brennstoffvorrat 24 im Silo durch die Schnecke 26 aufgelockert wird.
Die Schnecke 26 ist an der Silodecke 28 mittels einer Kette 29 oder eines Seiles pendelnd gelagert. Um eine Funkenbildung an den Lagerstellen der Schnecke 26 auszuschliessen, werden diese aus Kunst stofflagern 30 sowie Gummi-Asbest-Hardischeiben 31 und Kugelgelenken gebildet.
Wie aus Fig.3 ersichtlich, weist die Schnecke 26 nach oben stetig zunehmend grösseren Durch messer auf. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist nicht auf die Förderung von Brennstoff zu einer Feue- rungsanlage beschränkt. Es kann mit der inter- mittierend drehenden Bodenfläche und mit der lie genden Schnecke auch irgendein körniges oder staub- förmiges Material, z. B.
Kunststoffmehl oder Kunst stoffgranulat, aus dem Silo über mechanische Förder- mittel, wie Transportbänder und Schüttrinnen, zu den Kunststoffpressen gefördert werden. Ebenso kann das im Silo befindliche Material, wie Sägemehl oder Hackschnitzel, mit den Fördermitteln zum dosierten Beimischen zu Kunststoffgranulaten in Pressen ge fördert werden. Die Drehzahl der Förderschnecke kann dabei von einer Dosier- oder Mischwaage aus gesteuert werden, so dass eine bestimmte Dosierung eingehalten wird und jedes gewünschte Mischungs verhältnis erreicht werden kann.
Mit der Fördervorrichtung gemäss der Erfindung kann weiterhin Kohle feiner oder mittlerer Körnung, Sand und Kies sowie Zement- und Betonmischungen und Getreide gefördert werden. Grundgedanke der Erfindung ist es jedoch immer. eine stetige und genau zu beeinflussende, z. B. durch Steuerung veränder liche Förderung aus dem Siloinnenraum zu gewähr leisten.
Es ist auch denkbar, die Bodenfläche des Silos mit mehreren intermittierend drehenden Böden zu versehen, die z. B. alle das auf ihnen liegende und ebenfalls sich drehende Material zu irgendeinem Fördermittel, z. B. zu angetriebenen Schürfkübeln, transportieren, die dann das Material aus dem Silo fördern. Die Mittel, die das Material von der drehenden Bodenfläche oder den Bodenflächen weg zum Silo ausgang transportieren, brauchen nicht unbedingt antreibbar zu sein; sie können auch z. B. durch stationäre Leitbleche gebildet sein, die durch ihre Formgebung und Stellung zu den drehenden Böden das auf den letzteren befindliche Material so ab lenken, dass dieses aus dem Siloinnenraum gefördert wird.
Der Antrieb des intermittierend drehenden Bo dens kann auch mittels eines Zeitrelais erfolgen, das mit zwei Zeitscheiben ausgestattet ist, wobei die Zeit des Drehens des Bodens von 1 bis 30 Sekunden wahlweise einstellbar ist und die Dauer des Ausset- zens der Drehbewegung 1 bis 6 Minuten betragen kann, je nach dem jeweils zu fördernden Material, der Siloart und der Verwendungsart des geförderten Materials.
Die Antriebe des Gebläses der Förderschnecke und der drehenden Bodenfläche des Silos sind zweck mässigerweise miteinander schaltbar; somit wird durch nur einen Schalter der gesamte Fördermecha- nismus in Betrieb gesetzt oder ausgeschaltet.
Durch Absicherung eines der Antriebe sind somit auch die anderen Antriebseinrichtungen abgesichert. Die Ein- und Ausschaltung dieser Antriebe braucht dabei nicht gleichzeitig zu erfolgen; um Stockungen im zu fördernden Materialfluss zu vermeiden und um beim Aussetzen der Förderung die Förderleitungen ausserhalb des Silos von Material frei zu haben sowie bei Beginn und Ende einer Förderperiode nicht schlagartig mit voller Brennstoffeinblasung zu begin nen oder zu beenden, erfolgt zweckmässigerweise das Einschalten des Antriebes des Gebläses etwas vor dem Einschalten der anderen beiden Antriebe und das Ausschalten des Antriebes des Gebläses nach dem Ausschalten der anderen beiden Antriebe.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Fördern von körnigem und staubförmigem Material aus einem Silo zu einem Verbraucher, insbesondere von Brennstoff zu einer Feuerungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass zu mindest ein Teil der Bodenfläche des Silos inter- mittierend drehbar ist und im Drehweg des auf der drehbaren Bodenfläche aufsitzenden Materials Mittel zur Wegnahme des Materials von der drehbaren Bodenfläche angeordnet sind und dass das so von der Bodenfläche abgeräumte Material mittels geson derter Fördermittel zum Verbraucher förderbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Silo einen kreisförmigen, drehenden Boden als Auflagefläche für Brennstoff material besitzt und dass unmittelbar über dem Boden eine ständig fördernde archimedische Schnecke an geordnet ist, deren Förderrichtung vom Zentrum des drehenden Bodens aus radial nach aussen zu einer aussenliegenden Brennstoff-Förderleitung geht, wobei sich ausserhalb und neben dem Silo die Antriebs aggregate für den Boden und die Schnecke sowie ein in die Brennstoff-Förderleitung mündendes Gebläse und die für die Sicherheit und die Regulierung der Feuerungsanlage notwendigen Armaturen angeordnet sind. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Bodenfläche radiale, stabförmige und die Bodenfläche für den Brennstoff in mehrere Sektoren aufteilende Erhebun gen besitzt. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Förderschnecke stufenlos veränderlich ist. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Bodens mit der Änderung der Drehzahl der Förderschnecke in gleichem Sinne veränderlich ist. 5.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des Silos die Brenn- stoff-Förderleitung zwischen einer Brennerdüse und einer eventuelle Flammenrückschläge absichernden Rückschlagklappe eine mit einer folienartigen Wan dung verschlossene Überdrucköffnung besitzt. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Mitteln zur Weg nahme des Materials von der drehbaren Boden fläche und den das so von der Bodenfläche ab geräumte Material zum Verbraucher fördernden Fördermittel eine Mühle zum Zerkleinern des körni gen Materials angeordnet ist. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Siloinnenraum eine nach oben fördernde archimedische Schnecke zwischen einer unteren Anlenkung an der drehbaren Boden fläche und einer oberen Anlenkung an der Silo decke pendelnd angeordnet ist. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecke mit der Boden fläche auf Drehung gekuppelt ist. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schnecke und der Silodecke eine Kette oder ein Seil angeordnet ist. 10.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecke nach oben stetig zunehmend grösseren Durchmesser aufweist. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ein- und Ausschalten des Antriebs der drehbaren Bodenfläche mittels eines mit zwei Zeitscheiben ausgestatteten Zeitrelais erfolgt, wobei die Einschaltdauer von 1 bis 30 Sekunden und die Ausschaltdauer von 1 bis 6 Minuten einstell bar sind. 12.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des als Fördermittel für das aus dem Silo entnommene Material zum Verbraucher dienenden Gebläses zusammen mit dem Antrieb der drehbaren Bodenfläche und dem Antrieb der das Material von der drehbaren Bodenfläche abräumenden Mittel gemeinsam ein- und ausschaltbar sind. 13. Vorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschalten des Antriebes des Gebläses vor dem Einschalten der anderen beiden Antriebe und das Ausschalten des Antriebes des Gebläses nach dem Ausschalten der anderen beiden Antriebe erfolgt.
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| US4092014A (en) * | 1976-10-13 | 1978-05-30 | Hughes Steel Products Pty. Ltd. | Feed mixer |
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- 1961-04-07 CH CH414961A patent/CH385398A/de unknown
Cited By (1)
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