Verfahren zur Herstellung einer exothermen Auskleidung in einer Giessform und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens Es ist bekannt, die bei der Erstarrung von Stahl nach dem Giessen in eine Kokille oder eine andere Giessform durch die Wände erfolgende Wärmeabgabe durch Anwendung einer exothermen Wandausklei dung zu vermindern, welche die Lunkerbildung im Kopf der Kokille bzw. in der Haube zu vermeiden er laubt. Anderseits ist es bekannt, zur Bildung einer derartigen Wandauskleidung ein exothermes Produkt in Kombination mit einem Binder, z. B. aus Wasser glas, zu verwenden.
In diesem Fall kann die Härtung eines derartigen Gemisches durch Einführen von Kohlendioxyd erzielt werden.
Zur Anbringung solcher exothermer Auskleidungen im Kokillenkopf wurden bisher aus exothermen Ge mischen vorgefertigte Elemente verwendet, die an der Kokillenwand angeklebt oder auf eine andere Weise befestigt werden mussten. Die damit verbun dene Arbeit ist langwierig und ausserdem schwierig durchzuführen, und die erzielte Befestigung weist oft bedeutende Mängel auf.
Die Erfindung zielt darauf ab, diese Nachteile zu vermeiden und die direkte Anbringung einer Ausklei dung mit exothermen Gemischen an der Innenwand von Kokillen oder anderen Giessformen zu ermög lichen.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur direkten Herstellung einer exothermen Auskleidung im Inneren einer Giessform, welches Verfahren da durch gekennzeichnet ist, dass an dem zu verkleiden den Teil der Giessform eine einsetzbare Schablone an geordnet wird und in den Raum zwischen Schablone und Giessform ein härtbares loses Gemisch, enthaltend exothermes Material und ein Bindemittel eingebracht wird, worauf man zur Härtung des eingefüllten exo- thermen Gemisches in dieses von mehreren Stellen der Schablone aus ein Gas einführt und die Schablone vor dem Guss entfernt.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird es also unter Anwendung einer Schablone ermöglicht, dass die exotherme Auskleidung in schneller und ein facher Weise direkt an der Giessformwand gebildet wird, wobei durch Einführen von z. B. Kohlensäure gas an verschiedenen Stellen des Gemisches ein rasches Erhärten der Auskleidung hervorgerufen wird, so dass die Giessform auch erst unmittelbar vor dem Guss rasch vorbereitet werden kann.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Einrich tung mit einer Schablone zur Durchführung des be schriebenen Verfahrens. Diese Einrichtung ist da durch gekennzeichnet, dass die Schablone aus mehre ren parallel zur Giessforminnenwand liegenden und eine geschlossene Wandung bildenden Elementen, die mit der Giessforminnenwand einen ringförmigen Hohl raum einschliessen, sowie aus einer Abdichtung am unteren Rand der Wandungselemente besteht,
wobei zur Zufuhr des die Härtung der exothermen Masse bewirkenden Gases ein zu den Wandungen führendes Zuleitungssystem und Befestigungsmittel für die Schablone am Giessformrand sowie eine Vorrichtung zum Loslösen der Schablone von der gebildeten Aus kleidung vorgesehen sind.
Die Wandungselemente der Schablone können als einfache oder als Doppelwand ausgebildet sein. Im ersten Fall können die Enden der Kohlensäurezulei- tungsrohre, über die Schablonenelemente verteilt, di rekt in die Wand münden. Im zweiten Fall kann die dem Schabloneninnern zugekehrte Wand die Mün dungen der Gasleitungen tragen, während die der Giess forminnenwand zugekehrte Seite der Wand durch bohrt oder perforiert ist, so dass das härtende Mittel, welches den von den beiden Wänden gebildeten Raum erfüllt, gleichmässig verteilt dem zu härtenden Ge misch der Auskleidung zuströmen kann.
Die Befestigung der Schablone an der Giessform erfolgt vorteilhaft durch eine Vorrichtung, die eine Höhenverstellung der Schablone gegenüber dem Giess formrand ermöglicht und ein einfaches Aufsetzen vor und ein einfaches Abmontieren nach der Herstellung der Auskleidung ermöglicht. Diese Vorrichtung kann vorteilhaft eine mit Exzentern oder dergleichen Or ganen verriegelbare Klemmzwinge oder ein analoges Befestigungsmittel sein, das an der Giessform in der gewünschten Stellung arretierbar ist.
Die Verbindung der einzelnen Elemente der die Schablone bildenden Wandungsteile kann auf ver schiedene Weise erfolgen. So kann die Schablone bei spielsweise aus mehreren Einheiten zusammengesetzt sein, die sich an den Stossstellen überlappen. Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann auch eine Schablone verwendet werden, die sich aus zwei oder mehreren Einheiten zusammensetzen lässt, wobei diese Einheiten selbst aus gegeneinander um eine senkrechte Achse verschwenkbaren Elementen zusammengesetzt sind. Auf diese Weise ist eine ein fache Montage bzw. Demontage der Schablone mög lich.
Man kann jedoch auch eine Schablone verwenden, die bereits vollständig zusammengebaut und einstell bar ist und sich dabei der Giessform anpassen lässt. Zu diesem Zwecke können die Elemente dieser Wan dung beispielsweise an einem starren Rahmen ver stellbar befestigt sein. Der Rahmen ist weiters mit Auflagearmen ausgestattet, die an den Rändern der Giessform aufliegen, um den Rahmen in seiner rich tigen Lage zu fixieren. Es kann auch eine Einrichtung, welche eine Verstellung der Wandungselemente bzw.
ein Einziehen dieser Teile nach dem Giessforminnern zu ermöglicht, am Rahmen angebracht sein, um so das Vorschieben der Wandungselemente in Arbeits stellung nach Einsetzen der Schablone in die Giess form zu bewirken.
Nach einer weiteren Ausgestaltung werden die Wandungselemente von Tragstangen gehalten, welche an ihren Enden Zahnstangen bilden und mit diesen in ein oder mehrere, auf einer zentralen Betätigungs welle befestigte Zahnräder eingreifen. Diese Trag bzw. Zahnstangen können in entsprechenden Hülsen des starren zentralen Rahmens der Schablone geführt sein. Die erwähnten Zahnräder können entweder von Hand aus oder mit Hilfe eines Motors, z. B. eines vom starren Zentralrahmen getragenen Elektromotors, in Bewegung gesetzt werden.
Falls erwünscht, kann zur Gewährleistung einer vollkommen automatischen Regelung ein Steuer system, beispielsweise ein elektronisches System, vor gesehen sein, welches im gewünschten Augenblick den Motor schaltet. Selbstverständlich kann aber auch auf dem starren zentralen Rahmen eine Antriebsvorrich tung anderer Art vorhanden sein.
Wenn ein Antriebsmotor für die Bewegung der Wandungselemente der Schablone verwendet wird, kann dieser gewünschtenfalls auch zum Antrieb eines Vibrators (Rüttlers) dienen, welcher ebenfalls auf dem starren zentralen Rahmen angeordnet ist und das Verdichten des eingefüllten exothermen Gemisches bewirkt.
Die Wandung der Schablone kann aus einfachen oder zusammengesetzten Elementen, die den Seiten flächen der Giessform gegenüberliegen, und aus gebo genen Flügelteilen, welche die Giessformecken ab decken, gebildet sein. Gemäss einer vorzugsweisen Ausführungsform kann jeder gebogene Flügelteil mit einer Seitenkante an einem Wandungselement an gelenkt sein und mit der anderen Seitenkante eine an der Kante des anderen benachbarten Wandungsele- mentes vorgesehene Führung durchsetzen. Auf diese Weise erhält man eine in jeder Stellung ununterbro chene Schablonenfläche, was die automatische! Anpas sung der Schablone an Giessformen mit verhältnis mässig geringen Massunterschieden ermöglicht.
Das Profil des gebogenen Flügelteiles wird entsprechend der vorgesehenen Führung bestimmt. Beispielsweise kann die Kante des benachbarten Wandungselementes Führungsrollen tragen, welche zusammen mit dieser Kante einen für das Durchsetzen des gebogenen Flü gelteiles geeigneten Zwischenraum bilden.
Nachstehend sind an Hand der Zeichnung meh rere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Einrichtung mit der Schablone beschrieben und im Zusammenhang damit eine Reihe von Einzelheiten angegeben. Im übrigen ist auch die Erfindung, die in Verbindung mit der Zeichnung für Kokillen erläutert wird, nicht hierauf beschränkt, sondern kann ebenso zur Bildung von exothermen Auskleidungen von an deren Giessformen verwendet werden.
In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 einen Ausschnitt aus dem Grundriss einer Kokille mit einer eingesetzten Schablone, Fig. 2 einen Vertikalschnitt längs der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 eine abgeänderte Form einer in die Kokille eingesetzten Schablone im Grundriss, Fig. 4 einen um 90 verdrehten Ausschnitt der Fig. 3, worin die Führung der Flügelteile für die Kokillenecken in vergrössertem Massstabe dargestellt ist,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform einer in die Kokille eingesetzten Schablone mit abgewinkelten Wandungselementen im Grundriss, Fig. 6 und 7 eine Schablone mit einer Vorrichtung zur Höhenverstellung und mit abgedecktem Schablo- neninnenraum im Aufriss und im Grundriss.
Fig. 1 und 2 sind die Wand 1 der Kokille und an deren Innenseite drei Wandungselemente 2, 3 und 4 der Schablone dargestellt. Diese Elemente sind durch vertikale Scharniere 5 gelenkig miteinander verbun den, wobei jedes Element der Schablone dem zugeord neten Wandungsteil der Kokille entsprechend geformt ist, so dass es im wesentlichen parallel zu diesem ver läuft. Die Wandungselemente sind doppelwandig aus gebildet, wobei die gegen den Hohlraum 7 für die Auskleidung zu liegende Wand 6 mit regelmässig ver teilten Löchern 8 versehen ist, deren Funktion noch weiter unten näher beschrieben wird.
Die gegen das Kokilleninnere zu liegende Wand 9 des Schablonen- elementes trägt einen oder mehrere Rohranschlüsse 10, die mit Leitungen 11 verbunden sind, welche die Gaszufuhr von einem Verteiler 12 bewirken. Eine Leiste 13 begrenzt den Hohlraum für die exotherme Auskleidung nach unten zu und trägt an der Kante einen Streifen 14 aus Leder, Gummi oder dergleichen elastischem Material, damit ein genügend dichter Ab schluss gegen die Kokillenwand 1 hin gesichert ist.
Zur Befestigung der Schablonenelemente sind klemmzwingenartige Haltebügel vorgesehen, die im ganzen mit 15 bezeichnet sind. Jeder dieser Halte bügel besteht aus einem winkelförmig abgebogenen U-Eisen, dessen Vertikalteil (Tragarm) 16 die Ele mente 2, 3, 4 der Schablone trägt und dessen Hori zontalteil (Auflagearm) 17 zur Auflage am oberen Kokillenrand bestimmt ist.
Der Tragarm 16 des Haltebügels 15 weist im Stegteil in Abständen Bohrungen 18 auf, in die je nach Bedarf Schrauben 19 eingreifen, welche an den Wandungselementen befestigt sind und mit Muttern 20 die Verbindung zu dem vertikalen Teil sichern. Auf diese Weise kann die Höhe der Schablone relativ zum oberen Kokillenrand einfach nach Bedarf ein gestellt werden. In der Zeichnung sind die Schablo- nenelemente 2, 3, 4 in ihrer höchsten Stellung ab gebildet; man kann aber auch diese Elemente entspre chend der eingegossenen Stahlmenge bei Bedarf auch tiefer befestigen, so dass sie z. B. etwa bis in die Mitte der Kokille reichen.
Der Auflagearm 17 des Haltebügels 15 trägt an seiner Unterseite einen Anschlag 21 (Fig. 2), damit sich der Bügel gegen die Innenwand der Kokille ab stützen kann. Durch den Anschlag ist die Stellung des Haltebügels in Horizontalrichtung bestimmt und da mit zunächst auch die Dicke der exothermen Ausklei dung. Diese Dicke kann aber dadurch beliebig ver ändert werden, dass man z. B. zwischen die innere Wand des Schablonenelements und den Tragarm 16 des Bügels in der Zeichnung nicht dargestellte Bei lagscheiben der gewünschten Stärke einlegt. Es ist aber auch möglich, einen Einsatzteil entsprechender Stärke, z.
B. aus Holz, Gips oder dergleichen, zwischen Kokillenwand und exotherme Auskleidung einzufüh ren, so dass der Anschlag dann statt an der Kokillen wand an diesem Einsatzteil zur Anlage kommt. Der an der Leiste 13 befestigte Dichtungsstreifen 14 aus Leder gleicht dann durch Deformation den Dicken unterschied der Auskleidung beim Abdichten gegen die Wandung aus.
Der Auflagearm 17 des Haltebügels 15 trägt eine Muffe 22, die auf dem Arm 17 verschoben werden kann. Diese Muffe trägt einen abwinkelbaren Arm 23, 24, der nach unten weist und an seinem freien Ende einen gegen die Kokillenaussenwand gerichteten, mit einem Anschlagteil 25 versehenen Bolzen 26 trägt, der mit einer Feder 27 abgefedert ist. Die eigentliche Arretierung kann beispielsweise durch eine Exzenter vorrichtung 28 bewirkt werden, welche im Detail nicht dargestellt ist.
Die Ausführung des Verfahrens geht nun beim Arbeiten mit einer Kokille so vor sich, dass man vor dem Giessen die beschriebene Schablone im oberen Teil der Kokille einsetzt, wobei die Höhenlage ent sprechend dem Volumen des zu erzeugenden Blockes eingestellt wird. Dabei werden die Schablonenele- mente mit Hilfe des zwingenartigen Haltebügels 14 befestigt. Dann giesst man in den zwischen Kokillen innenwand und Aussenwand der Schablone gebildeten Hohlraum 7 das zur Bildung der Auskleidung be stimmte exotherme Gemisch.
Dieses Einbringen kann entweder mit einer Schaufel oder durch ein geeignetes pneumatisches Gerät erfolgen, worauf das Gemisch gegebenenfalls durch Stampfen verdichtet werden kann. Anschliessend lässt man in dieses Gemisch das Härtemittel, z. B. Kohlensäuregas, einströmen, in dem man den Verteiler 12 öffnet, worauf das Gas durch die Leitungen 11 in. die zwischen den Wänden 6 und 9 gebildeten Hohlräume der Schablonenele- mente strömt. Von dort dringt dann das Gas durch die in der Aussenwand vorgesehenen Löcher 8 in das exotherme Gemisch ein, das dann, wie an sich be kannt, rasch erstarrt.
Im vorliegenden Fall erfolgt dies insbesondere durch Umwandlung eines im wesent lichen aus Wasserglas bestehenden Binders in Kiesel säuregel. Enthält das exotherme Gemisch z. B. ein Kunstharz als härtendes Bindemittel, so kann die Här tung z. B. durch Zufuhr von Warmluft bewirkt wer den. Bei Verwendung von Wasserglas als Binder ist die Erstarrung des eingebrachten Gemisches nach einigen Sekunden, z. B. 10-20 Sekunden, beendet, so dass die Schablone anschliessend sofort entfernt wer den kann. Auf diese Weise wird direkt eine exotherme Auskleidung gebildet, die schnell hergestellt ist und an der Kokillenwand gut haftet, so dass anschliessend sofort der Guss erfolgen kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 weist die Schablone einen starren, zentralen Rahmen 29 auf, der aus rohrförmigen, durch Gurtungen 31 verbun dene Führungen 30 gebildet ist. Die eigentliche Scha blone besteht aus Wandungselementen 32 und 33, welche den Seitenflächen der Kokille zugeordnet sind, wobei die Elemente 32 für die grössere Seitenfläche Arme 34 tragen, welche in die rohrförmigen Elemente 30, des Rahmens eingreifen.
Die Wandungselemente 32 und 33 sind mit Zahn stangen 35 verbunden, welche an den Führungen 30 und den Gurtungen 31 verschiebbar gelagert sind und an ihren Enden eine Zahnstange 36 tragen, die in ein Zahnrad 37 eingreifen, welches entweder von Hand aus oder mit einem z. B. am Rahmen 29 befestigten Elektromotor bewegt werden kann.
Die Schablonen wandung wird durch gebogene Flügelteile 38 vervoll ständigt, welche die Ecken der Schablone bilden und an einer Kante mit den seitlichen Wandungselementen 33 durch Scharniere 39 verbunden sind, wobei die Flügelteile 38 an der anderen Seitenkante mit einer an jeder Seitenkante der Wandungselemente 32 vorgese henen Führung 40 zusammenwirken.
Diese Führungen 40 sind zwischen an den Seiten kanten der Wandungselemente 32 vorgesehenen Ab schrägungen 41 und Rollen 42 gebildet, die mit Armen 43 an den Wandungselementen 32 befestigt sind und gegen die Abschrägungen 41 hin einen Zwi schenraum 44 für den Durchgang der gebogenen Flü gelteile 38 frei lassen; auf diese Weise ist bei allen Stellungen, welche diese Flügelteile in Verbindung mit den seitlichen Wandungselementen 33 einnehmen können, eine ununterbrochene Oberfläche der Scha blone gewährleistet.
In Fig. 4, welche in grösserem Massstab die Aus bildung der Führung unter Anlenkung eines die Ecken der Schablonenwandung bildenden gebogenen Flügel teile 38 zeigt, ist mit strichpunktierten Linien die Lage der die Schablone bildenden Wandungselemente dar gestellt, wenn diese zurückgezogen sind, um in den Oberteil der Kokille eingesetzt werden zu können, wogegen mit vollen Linien die Lage der Wandungs- elemente nach einer Verdrehung des Zahnrades 37 in Richtung des Pfeiles F (Fig. 3) zur Erreichung der Arbeitsstellung an den Wandungen der Kokille ein gezeichnet ist.
Es ist ersichtlich, dass es durch eine derartigo Füh rung der gebogenen Flügelteile 38 möglich ist, die Schablonenwandung automatisch an Kokillen mit ver hältnismässig geringen Massunterschieden anzupassen, wobei das Profil dieser gebogenen Flügelteile entspre chend der vorgesehenen Führung bestimmt wird.
Die in Fig. 5 dargestellte Schablone weist winkel förmig abgebogene Wandungselemente 45 bis 48 auf, die ungefähr in der Mitte der Kokillenseitenwände geteilt sind und sich an den Berührungsstellen derart überlappen, dass ein Wandungselement an den beiden Seitenkanten entweder die benachbarten Elemente überdeckt oder von diesen überdeckt wird. Jedes der Wandungselemente ist mit einer abgestützten Trag stange 49 verbunden, die am Ende eine Zahnstange 50 trägt. Die den einzelnen Wandungselementen zu geordneten Tragstangen bzw.
Zahnstangen zeigen etwa diagonal in die Mitte der Schablone, derart, dass die Zahnstangen in ein Ritzel 51, das an einer zentra len Betätigungswelle 52 befestig ist, eingreift. Die den einzelnen Tragstangen 49 zugeordneten Zahnstangen 50 sind in Führungshülsen 53 gelagert, welche an einer zentralen Platte 54 befestigt sind, die über Ste her 55 mit den nicht dargestellten Auflagearmen ver bunden sind.
Dabei sind jeweils zwei den beiden in gleicher Richtung verlaufenden Zahnstangen zugeord nete Hülsen in einer Ebene angeordnet, so dass zwei parallele Hülsen kreuzend auf dem anderen Paar par alleler Hülsen aufliegen.
Die Gaszuführung zu den einzelnen Wandungsele- menten erfolgt über Schläuche 56, die in T-Stücke 57, 58 münden, welche mit einem zentralen Zuleitungs- tätigungswelle 52 verläuft. Vorteilhaft kann an der Gaszuleitung vor der Abzweigung zu den einzelnen Leitungen des Gaszufuhrsystems ein Absperrhahn samt Wärmvorrichtung vorgesehen sein, um die Be dienung zu erleichtern.
Ausserdem kann für die Koh- lensäurezufuhr eine automatische Schaltuhr vorgese hen sein, die das Ende der Begasung bewirkt. Die ein zelnen Schlauchstücke münden bei den zugeordneten Wandungselementen in ein Verteilungssystem 60, das mit gleichmässig am Kokillenumfang verteilten Rohr enden in das zugeordnete Wandungselement mündet. Vor den gegen die Kokilleninnenwand gerichteten Mündungen dieser Rohrenden sind Plättchen 61 vor gesehen, welche siebartig durchlocht sind.
Wenn die Bohrungen in den Plättchen sich nach aussen erwei ternd ausgebildet sind, wird eine besonders gute Ver teilung des Härtungsmittels erreicht.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine Schablone, die eine besondere Vorrichtung zur Höhenverstellung der Schablonenwandung gegenüber den Auflagearmen aufweist. Diese Vorrichtung ermöglicht, dass die Aus kleidung bei jeder Kokille entsprechend der vorgese henen Füllung mit Gussmaterial in der gewünschten Höhe angebracht werden kann. Zu diesem Zweck ist eine in einer zentralen Hülse 62 gelagerte und zum Bewegen der Wandungselemente dienende Betäti gungswelle 63 vorgesehen, welche an ihrem oberen Ende mit einem Handrad 64 verbunden ist.
Diese Betätigungswelle, welche beim unteren Ende ein in die Zahnstangen eingreifendes Ritzel 65 trägt, ist an diesem unteren Ende in einer Platte 66 gelagert, welche auch die Führungen für die Zahnstangen trägt. Die die Betätigungswelle 63 tragende Hülse 62 ist am unteren Ende über ein Traggestell 67 mit der Platte 66 verbunden und weist am Umfang eine Zahnstange 68 auf, die mit einem Hubrad 69 kämmt. Dieses Hub rad ist in einem Rohr 70 gelagert, das mit den auf der Kokillenoberkante aufliegenden Tragarmen 71 fest verbunden ist und als Führung für die Hülse 62 dient.
Da die Betätigungswelle 63 in der Hülse 62 drehbar, aber unverschieblich gelagert ist, kann durch Verdre hen einer das Hubrad 69 tragenden Welle 72 die Hülse 62 mit der Betätigungswelle 63 in der Höhen lage gegenüber dem Kokillenrand beliebig eingestellt werden, so dass auch die mit der Hülse verbundenen Teile, insbesondere die Wandungselemente in ihrer Höhenlage verändert werden können. Die Betäti gungswelle 63 träg beim oberen Ende der Hülse 62 einen tellerartigen Teil 73 mit einer Arretierungsvor- richtung 74, die mit dem flanschartigen oberen Ende 75 der Hülse 62 in Eingriff gebracht werden kann.
Bei Verriegelung der beiden zugeordneten Teile 73 und 75 ist die Welle 63 an ihrer Verdrehung behin dert, so dass auch die Wandungselemente der Scha blone in der entsprechenden Stellung fixiert sind. Auf diese Weise oder mit einer analog wirkenden Vorrich tung kann die Schablone in der gewünschten Stellung, insbesondere in Arbeitsstellung vordem Einschütten des exothermen Gemisches, festgehalten werden.
Ge- wünschtenfalls kann anstelle einer besonderen Vor- rohr 59 verbunden sind, das längs der zentralen Be- richtung die Höhenverstellung der Schablone auch durch einen Kran bewirkt werden.
Zur Erleichterung des Einschüttens dieses Ge misches in den vorgesehenen Raum ist bei der in Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsform der Erfin dung ein Deckel 76 vorgesehen, welcher den von der Schablone umschlossenen Innenraum nach oben hin abdeckt. Dieser Deckel ist mehrfach unterteilt und mit den einzelnen Teilen an den zugeordneten Wan- dungselementen der Schablone befestigt, so dass die einzelnen Wandungselemente mit den daran befestig ten Deckelteilen von der Kokilleninnenwand unbehin dert abgezogen werden können. Der Deckel 76 ist in der Mitte mit einer Öffnung 77 versehen, durch welche die Hülse 62 und die Betätigungswelle 63 ragen.
Um die Durchtrittsöffnung 77 im Deckel vom eingeschütteten Gemisch freizuhalten, ist an dieser Öffnung eine Manschette 78 vorgesehen, die einerseits am Deckel 76 und anderseits am Rohr 70 befestigt ist, in welchem die Hülse 62 verschiebbar gelagert ist. Durch den Deckel ist ermöglicht, eine vorbestimmte Menge des exothermen Gemisches in die Öffnung der Kokille ohne besondere Sorgfalt einzuschütten, weil das auf dem Deckel liegengebliebene Gemisch an schliessend einfach, z. B. mit einem Besen, in den Raum 7 zwischen Schablone und Kokille 1 befördert werden kann.
Es ist auch möglich, den Deckelteil gegen die Horizontale geneigt auszubilden, so dass das eingeschüttete Gemisch am Deckel abgleitet und auch ohne Nachhilfe in den Raum für die zu bildende Aus kleidung fällt.