CH385428A - Verfahren zur Herstellung einer exothermen Auskleidung in einer Giessform und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer exothermen Auskleidung in einer Giessform und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens

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CH385428A
CH385428A CH8117059A CH8117059A CH385428A CH 385428 A CH385428 A CH 385428A CH 8117059 A CH8117059 A CH 8117059A CH 8117059 A CH8117059 A CH 8117059A CH 385428 A CH385428 A CH 385428A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/06Ingot moulds or their manufacture
    • B22D7/10Hot tops therefor
    • B22D7/108Devices for making or fixing hot tops

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer     exothermen        Auskleidung    in     einer    Giessform  und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens    Es ist bekannt, die bei der Erstarrung von Stahl  nach dem Giessen in eine Kokille oder eine andere  Giessform durch die Wände erfolgende Wärmeabgabe  durch Anwendung einer     exothermen    Wandausklei  dung zu vermindern, welche die     Lunkerbildung    im  Kopf der Kokille bzw. in der Haube zu vermeiden er  laubt. Anderseits ist es bekannt, zur Bildung einer  derartigen Wandauskleidung ein     exothermes    Produkt  in Kombination mit einem Binder, z. B. aus Wasser  glas, zu verwenden.

   In diesem Fall kann die Härtung  eines derartigen Gemisches durch Einführen von  Kohlendioxyd erzielt werden.  



  Zur     Anbringung    solcher     exothermer    Auskleidungen  im     Kokillenkopf    wurden bisher aus     exothermen    Ge  mischen vorgefertigte Elemente verwendet, die an  der     Kokillenwand    angeklebt oder auf eine andere  Weise befestigt werden mussten. Die damit verbun  dene Arbeit ist langwierig und ausserdem schwierig  durchzuführen, und die erzielte Befestigung weist oft  bedeutende Mängel auf.  



  Die Erfindung zielt darauf ab, diese Nachteile zu  vermeiden und die direkte     Anbringung    einer Ausklei  dung mit     exothermen    Gemischen an der Innenwand  von Kokillen oder anderen Giessformen zu ermög  lichen.  



  Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur  direkten Herstellung einer     exothermen    Auskleidung  im Inneren einer Giessform, welches Verfahren da  durch gekennzeichnet ist, dass an dem zu verkleiden  den Teil der Giessform eine einsetzbare Schablone an  geordnet wird und in den Raum zwischen Schablone  und Giessform ein     härtbares    loses Gemisch, enthaltend       exothermes    Material und ein Bindemittel eingebracht  wird, worauf man zur Härtung des eingefüllten     exo-          thermen    Gemisches in dieses von mehreren Stellen der    Schablone aus ein Gas einführt und die Schablone  vor dem Guss entfernt.  



  Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird es  also unter Anwendung einer Schablone ermöglicht,  dass die     exotherme    Auskleidung in schneller und ein  facher Weise direkt an der     Giessformwand    gebildet  wird, wobei durch Einführen von z. B. Kohlensäure  gas an verschiedenen Stellen des Gemisches ein  rasches Erhärten der Auskleidung     hervorgerufen    wird,  so dass die Giessform auch erst unmittelbar vor dem  Guss rasch vorbereitet werden kann.  



  Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Einrich  tung     mit    einer Schablone zur Durchführung des be  schriebenen Verfahrens. Diese Einrichtung ist da  durch gekennzeichnet, dass die Schablone aus mehre  ren parallel zur     Giessforminnenwand    liegenden und  eine geschlossene Wandung bildenden Elementen, die  mit der     Giessforminnenwand    einen ringförmigen Hohl  raum einschliessen, sowie aus einer Abdichtung am  unteren Rand der     Wandungselemente    besteht,

   wobei  zur     Zufuhr    des die Härtung der     exothermen    Masse  bewirkenden Gases ein zu den Wandungen führendes  Zuleitungssystem und Befestigungsmittel für die  Schablone am     Giessformrand    sowie eine Vorrichtung  zum Loslösen der Schablone von der gebildeten Aus  kleidung vorgesehen sind.  



  Die     Wandungselemente    der Schablone können als  einfache oder als Doppelwand ausgebildet sein. Im  ersten Fall können die Enden der     Kohlensäurezulei-          tungsrohre,    über die     Schablonenelemente    verteilt, di  rekt in die Wand münden. Im zweiten Fall kann die  dem     Schabloneninnern    zugekehrte Wand die Mün  dungen der Gasleitungen tragen, während die der Giess  forminnenwand zugekehrte Seite der Wand durch  bohrt oder perforiert ist, so dass das härtende Mittel,  welches den von den beiden Wänden gebildeten Raum      erfüllt, gleichmässig verteilt dem zu härtenden Ge  misch der Auskleidung zuströmen kann.  



  Die Befestigung der Schablone an der Giessform       erfolgt    vorteilhaft durch eine Vorrichtung, die eine  Höhenverstellung der Schablone gegenüber dem Giess  formrand ermöglicht und ein einfaches Aufsetzen vor  und ein einfaches Abmontieren nach der Herstellung  der Auskleidung ermöglicht. Diese Vorrichtung kann  vorteilhaft eine mit Exzentern oder dergleichen Or  ganen     verriegelbare        Klemmzwinge    oder ein analoges  Befestigungsmittel sein, das an der Giessform in der  gewünschten Stellung     arretierbar    ist.  



  Die Verbindung der einzelnen Elemente der die  Schablone bildenden     Wandungsteile    kann auf ver  schiedene Weise erfolgen. So kann die Schablone bei  spielsweise aus mehreren Einheiten zusammengesetzt  sein, die sich an den Stossstellen überlappen. Nach  einer besonders vorteilhaften     Ausführungsform    kann  auch eine Schablone verwendet werden, die sich aus  zwei oder mehreren Einheiten zusammensetzen lässt,  wobei diese     Einheiten    selbst aus gegeneinander um  eine senkrechte Achse     verschwenkbaren    Elementen  zusammengesetzt sind. Auf diese Weise ist eine ein  fache Montage bzw. Demontage der Schablone mög  lich.  



  Man kann jedoch auch eine Schablone verwenden,  die bereits vollständig zusammengebaut und einstell  bar ist und sich dabei der Giessform anpassen lässt.  Zu diesem Zwecke können die Elemente dieser Wan  dung beispielsweise an einem starren Rahmen ver  stellbar     befestigt    sein. Der Rahmen ist weiters mit  Auflagearmen ausgestattet, die an den Rändern der  Giessform     aufliegen,    um den Rahmen in seiner rich  tigen Lage zu fixieren. Es kann auch eine Einrichtung,  welche eine Verstellung der     Wandungselemente    bzw.

    ein Einziehen dieser Teile nach dem     Giessforminnern     zu ermöglicht, am Rahmen angebracht sein, um so  das Vorschieben der     Wandungselemente    in Arbeits  stellung nach Einsetzen der Schablone in die Giess  form zu bewirken.  



  Nach einer weiteren Ausgestaltung werden die       Wandungselemente    von Tragstangen gehalten, welche  an ihren Enden Zahnstangen bilden und mit diesen in  ein oder mehrere, auf einer zentralen Betätigungs  welle befestigte Zahnräder eingreifen. Diese Trag  bzw. Zahnstangen können in entsprechenden Hülsen  des starren zentralen Rahmens der Schablone geführt  sein. Die erwähnten Zahnräder können entweder von  Hand aus oder mit Hilfe eines Motors, z. B. eines  vom starren Zentralrahmen getragenen Elektromotors,  in Bewegung gesetzt werden.  



  Falls erwünscht, kann zur Gewährleistung einer  vollkommen automatischen Regelung ein Steuer  system, beispielsweise ein elektronisches System, vor  gesehen sein, welches im gewünschten Augenblick den  Motor schaltet. Selbstverständlich kann aber auch auf  dem starren zentralen Rahmen eine Antriebsvorrich  tung anderer Art vorhanden sein.  



  Wenn ein Antriebsmotor für die Bewegung der       Wandungselemente    der Schablone verwendet wird,    kann dieser     gewünschtenfalls    auch zum Antrieb eines       Vibrators    (Rüttlers) dienen, welcher ebenfalls auf  dem starren zentralen Rahmen angeordnet ist und das  Verdichten des eingefüllten     exothermen    Gemisches  bewirkt.  



  Die Wandung der Schablone kann aus einfachen  oder zusammengesetzten Elementen, die den Seiten  flächen der Giessform gegenüberliegen, und aus gebo  genen Flügelteilen, welche die     Giessformecken    ab  decken, gebildet sein. Gemäss einer vorzugsweisen  Ausführungsform kann jeder gebogene Flügelteil mit  einer Seitenkante an einem     Wandungselement    an  gelenkt sein und mit der anderen Seitenkante eine an  der Kante des anderen benachbarten     Wandungsele-          mentes    vorgesehene Führung durchsetzen. Auf diese  Weise erhält man eine in jeder Stellung ununterbro  chene     Schablonenfläche,    was die automatische! Anpas  sung der Schablone an Giessformen mit verhältnis  mässig geringen Massunterschieden ermöglicht.

   Das  Profil des gebogenen Flügelteiles wird entsprechend  der vorgesehenen Führung bestimmt. Beispielsweise  kann die Kante des benachbarten     Wandungselementes          Führungsrollen    tragen, welche zusammen mit dieser  Kante einen für das Durchsetzen des gebogenen Flü  gelteiles geeigneten Zwischenraum bilden.  



  Nachstehend sind an Hand der Zeichnung meh  rere     Ausführungsbeispiele    der erfindungsgemässen  Einrichtung mit der Schablone beschrieben und im  Zusammenhang damit eine Reihe von     Einzelheiten     angegeben. Im übrigen ist auch die Erfindung, die in  Verbindung mit der Zeichnung für Kokillen erläutert  wird, nicht hierauf beschränkt, sondern kann ebenso  zur Bildung von     exothermen    Auskleidungen von an  deren Giessformen verwendet werden.  



  In der Zeichnung zeigen:       Fig.    1 einen Ausschnitt aus dem     Grundriss    einer  Kokille mit einer eingesetzten Schablone,       Fig.    2 einen Vertikalschnitt längs der Linie     II-II     in     Fig.    1,       Fig.    3 eine abgeänderte Form einer in die Kokille  eingesetzten Schablone im Grundriss,       Fig.    4 einen um     90     verdrehten Ausschnitt der       Fig.    3, worin die Führung der Flügelteile für die       Kokillenecken    in vergrössertem     Massstabe    dargestellt  ist,

         Fig.    5 eine weitere     Ausführungsform    einer in die  Kokille eingesetzten Schablone mit abgewinkelten       Wandungselementen    im     Grundriss,          Fig.    6 und 7 eine Schablone mit einer Vorrichtung  zur Höhenverstellung und mit abgedecktem     Schablo-          neninnenraum    im Aufriss und im Grundriss.  



       Fig.    1 und 2 sind die Wand 1 der Kokille und an  deren Innenseite drei     Wandungselemente    2, 3 und 4  der Schablone dargestellt. Diese Elemente sind durch  vertikale Scharniere 5 gelenkig miteinander verbun  den, wobei jedes Element der Schablone dem zugeord  neten     Wandungsteil    der Kokille entsprechend geformt  ist, so dass es im wesentlichen parallel zu diesem ver  läuft.      Die     Wandungselemente    sind doppelwandig aus  gebildet, wobei die gegen den Hohlraum 7 für die  Auskleidung zu liegende Wand 6 mit     regelmässig    ver  teilten Löchern 8 versehen ist, deren Funktion noch  weiter unten näher beschrieben wird.

   Die gegen das       Kokilleninnere    zu liegende Wand 9 des     Schablonen-          elementes    trägt einen oder mehrere Rohranschlüsse  10, die mit Leitungen 11 verbunden sind, welche die  Gaszufuhr von einem Verteiler 12 bewirken. Eine  Leiste 13 begrenzt den Hohlraum für die     exotherme     Auskleidung nach unten zu und trägt an der Kante  einen Streifen 14 aus Leder, Gummi oder dergleichen  elastischem Material, damit ein genügend dichter Ab  schluss gegen die     Kokillenwand    1 hin gesichert ist.  



  Zur Befestigung der     Schablonenelemente    sind       klemmzwingenartige    Haltebügel vorgesehen, die im  ganzen mit 15 bezeichnet sind. Jeder dieser Halte  bügel besteht aus einem     winkelförmig    abgebogenen       U-Eisen,    dessen Vertikalteil (Tragarm) 16 die Ele  mente 2, 3, 4 der Schablone trägt und dessen Hori  zontalteil (Auflagearm) 17 zur Auflage am oberen       Kokillenrand    bestimmt ist.  



  Der Tragarm 16 des Haltebügels 15 weist im       Stegteil    in Abständen Bohrungen 18 auf, in die je  nach Bedarf Schrauben 19 eingreifen, welche an den       Wandungselementen    befestigt sind und mit Muttern  20 die Verbindung zu dem vertikalen Teil sichern.  Auf diese Weise kann die Höhe der Schablone relativ  zum oberen     Kokillenrand    einfach nach Bedarf ein  gestellt werden. In der Zeichnung sind die     Schablo-          nenelemente    2, 3, 4 in ihrer höchsten Stellung ab  gebildet; man kann aber auch diese Elemente entspre  chend der eingegossenen Stahlmenge bei Bedarf auch  tiefer befestigen, so dass sie z. B. etwa bis     in    die Mitte  der Kokille reichen.  



  Der Auflagearm 17 des Haltebügels 15 trägt an  seiner Unterseite einen Anschlag 21     (Fig.    2), damit  sich der Bügel gegen die Innenwand der Kokille ab  stützen kann. Durch den Anschlag ist die Stellung des  Haltebügels in     Horizontalrichtung    bestimmt und da  mit zunächst auch die Dicke der     exothermen    Ausklei  dung. Diese Dicke kann aber dadurch beliebig ver  ändert werden, dass     man    z. B. zwischen die innere  Wand des     Schablonenelements    und den Tragarm 16  des Bügels in der Zeichnung nicht dargestellte Bei  lagscheiben der     gewünschten    Stärke einlegt. Es ist  aber auch möglich, einen Einsatzteil entsprechender  Stärke, z.

   B. aus     Holz,    Gips oder dergleichen, zwischen       Kokillenwand    und     exotherme    Auskleidung einzufüh  ren, so dass der Anschlag dann statt an der Kokillen  wand an diesem Einsatzteil zur Anlage kommt. Der  an der Leiste 13 befestigte Dichtungsstreifen 14 aus  Leder gleicht dann durch Deformation den Dicken  unterschied der Auskleidung beim Abdichten gegen  die Wandung aus.  



  Der Auflagearm 17 des Haltebügels 15 trägt eine  Muffe 22, die auf dem Arm 17 verschoben werden  kann. Diese Muffe trägt einen     abwinkelbaren    Arm 23,  24, der nach unten weist und an seinem freien Ende  einen gegen die     Kokillenaussenwand    gerichteten, mit    einem Anschlagteil 25 versehenen     Bolzen    26 trägt,  der mit einer Feder 27 abgefedert ist. Die eigentliche  Arretierung kann beispielsweise durch eine Exzenter  vorrichtung 28 bewirkt werden, welche im Detail  nicht dargestellt ist.  



  Die Ausführung des     Verfahrens    geht nun beim  Arbeiten mit einer Kokille so vor sich, dass man vor  dem Giessen die beschriebene Schablone im oberen  Teil der Kokille einsetzt, wobei die Höhenlage ent  sprechend dem Volumen des zu erzeugenden Blockes  eingestellt wird. Dabei werden die     Schablonenele-          mente    mit     Hilfe    des     zwingenartigen    Haltebügels 14  befestigt. Dann giesst man in den zwischen Kokillen  innenwand und Aussenwand der Schablone gebildeten  Hohlraum 7 das zur Bildung der Auskleidung be  stimmte     exotherme    Gemisch.

   Dieses Einbringen kann  entweder mit einer Schaufel oder durch ein geeignetes  pneumatisches Gerät erfolgen, worauf das Gemisch  gegebenenfalls durch Stampfen verdichtet werden  kann. Anschliessend lässt man in dieses Gemisch das  Härtemittel, z. B.     Kohlensäuregas,    einströmen, in  dem     man    den Verteiler 12 öffnet, worauf das Gas  durch die     Leitungen    11     in.    die zwischen den Wänden  6 und 9 gebildeten Hohlräume der     Schablonenele-          mente    strömt. Von dort dringt dann das Gas durch  die in der Aussenwand vorgesehenen Löcher 8 in das       exotherme    Gemisch ein, das dann, wie an sich be  kannt, rasch erstarrt.

   Im vorliegenden Fall erfolgt dies  insbesondere durch Umwandlung eines im wesent  lichen aus Wasserglas bestehenden Binders     in    Kiesel  säuregel. Enthält das     exotherme    Gemisch z. B. ein  Kunstharz als härtendes Bindemittel, so kann die Här  tung z. B. durch Zufuhr von Warmluft bewirkt wer  den. Bei Verwendung von Wasserglas als Binder ist  die Erstarrung des eingebrachten Gemisches nach  einigen Sekunden, z. B. 10-20 Sekunden, beendet, so  dass die Schablone anschliessend sofort     entfernt    wer  den kann. Auf diese Weise wird direkt eine     exotherme     Auskleidung gebildet, die schnell hergestellt ist und  an der     Kokillenwand    gut haftet, so dass anschliessend  sofort der Guss erfolgen kann.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    3 weist die  Schablone einen starren, zentralen Rahmen 29 auf,  der aus     rohrförmigen,    durch     Gurtungen    31 verbun  dene Führungen 30 gebildet ist. Die eigentliche Scha  blone besteht aus     Wandungselementen    32 und 33,  welche den Seitenflächen der Kokille zugeordnet sind,  wobei die Elemente 32 für die grössere Seitenfläche  Arme 34 tragen, welche in die rohrförmigen Elemente  30, des Rahmens eingreifen.  



  Die     Wandungselemente    32 und 33 sind mit Zahn  stangen 35 verbunden, welche an den     Führungen    30  und den     Gurtungen    31 verschiebbar gelagert sind und  an ihren Enden     eine        Zahnstange    36 tragen, die     in    ein  Zahnrad 37 eingreifen, welches entweder von Hand  aus oder mit einem z. B. am Rahmen 29 befestigten  Elektromotor bewegt werden kann.

   Die Schablonen  wandung wird durch gebogene     Flügelteile    38 vervoll  ständigt, welche die Ecken der Schablone bilden und  an     einer    Kante mit den seitlichen     Wandungselementen         33 durch Scharniere 39 verbunden sind, wobei die  Flügelteile 38 an der anderen Seitenkante mit einer an  jeder     Seitenkante    der     Wandungselemente    32 vorgese  henen Führung 40 zusammenwirken.  



  Diese Führungen 40 sind zwischen an den Seiten  kanten der     Wandungselemente    32 vorgesehenen Ab  schrägungen 41 und Rollen 42 gebildet, die mit  Armen 43 an den     Wandungselementen    32 befestigt  sind und gegen die     Abschrägungen    41 hin einen Zwi  schenraum 44 für den Durchgang der gebogenen Flü  gelteile 38 frei lassen; auf diese Weise ist bei allen  Stellungen, welche diese Flügelteile in Verbindung  mit den seitlichen     Wandungselementen    33 einnehmen  können, eine ununterbrochene     Oberfläche    der Scha  blone gewährleistet.  



  In     Fig.    4, welche in grösserem Massstab die Aus  bildung der Führung unter     Anlenkung    eines die Ecken  der     Schablonenwandung    bildenden gebogenen Flügel  teile 38 zeigt, ist mit strichpunktierten Linien die Lage  der die Schablone bildenden     Wandungselemente    dar  gestellt, wenn diese zurückgezogen sind, um in den  Oberteil der Kokille eingesetzt werden zu können,  wogegen mit vollen Linien die Lage der     Wandungs-          elemente    nach einer Verdrehung des Zahnrades 37  in Richtung des Pfeiles F     (Fig.    3) zur Erreichung der  Arbeitsstellung an den Wandungen der Kokille ein  gezeichnet ist.  



  Es ist ersichtlich, dass es durch eine     derartigo    Füh  rung der gebogenen Flügelteile 38 möglich ist, die       Schablonenwandung    automatisch an Kokillen mit ver  hältnismässig geringen Massunterschieden anzupassen,  wobei das Profil dieser gebogenen Flügelteile entspre  chend der vorgesehenen     Führung    bestimmt wird.  



  Die in     Fig.    5 dargestellte Schablone weist winkel  förmig abgebogene     Wandungselemente    45 bis 48 auf,  die ungefähr in der Mitte der     Kokillenseitenwände     geteilt sind und sich an den     Berührungsstellen        derart     überlappen, dass ein     Wandungselement    an den beiden  Seitenkanten entweder die benachbarten Elemente  überdeckt oder von diesen überdeckt wird. Jedes der       Wandungselemente    ist mit einer abgestützten Trag  stange 49 verbunden, die am Ende eine Zahnstange  50 trägt. Die den     einzelnen        Wandungselementen    zu  geordneten Tragstangen bzw.

   Zahnstangen zeigen  etwa diagonal in die Mitte der Schablone,     derart,    dass  die Zahnstangen in ein     Ritzel    51, das an einer zentra  len Betätigungswelle 52     befestig    ist, eingreift. Die den       einzelnen    Tragstangen 49 zugeordneten Zahnstangen  50 sind     in        Führungshülsen    53 gelagert, welche an  einer zentralen Platte 54 befestigt sind, die über Ste  her 55 mit den nicht dargestellten     Auflagearmen    ver  bunden sind.

   Dabei sind jeweils     zwei    den beiden in  gleicher     Richtung    verlaufenden Zahnstangen zugeord  nete Hülsen in einer Ebene angeordnet, so dass zwei  parallele Hülsen kreuzend auf dem anderen Paar par  alleler Hülsen     aufliegen.     



  Die     Gaszuführung    zu den einzelnen     Wandungsele-          menten    erfolgt über Schläuche 56, die in     T-Stücke    57,  58 münden, welche mit einem zentralen Zuleitungs-         tätigungswelle    52 verläuft. Vorteilhaft kann an der  Gaszuleitung vor der Abzweigung zu den     einzelnen     Leitungen des     Gaszufuhrsystems    ein Absperrhahn  samt     Wärmvorrichtung    vorgesehen sein, um die Be  dienung zu erleichtern.

   Ausserdem kann für die     Koh-          lensäurezufuhr    eine automatische Schaltuhr vorgese  hen sein, die das Ende der     Begasung    bewirkt. Die ein  zelnen Schlauchstücke münden bei den zugeordneten       Wandungselementen    in ein Verteilungssystem 60, das  mit gleichmässig am     Kokillenumfang    verteilten Rohr  enden in das zugeordnete     Wandungselement    mündet.  Vor den gegen die     Kokilleninnenwand    gerichteten  Mündungen dieser Rohrenden sind Plättchen 61 vor  gesehen, welche siebartig durchlocht sind.

   Wenn die       Bohrungen    in den Plättchen sich nach aussen erwei  ternd ausgebildet sind, wird eine besonders gute Ver  teilung des     Härtungsmittels    erreicht.  



  Die     Fig.    6 und 7 zeigen eine Schablone, die eine  besondere Vorrichtung zur Höhenverstellung der       Schablonenwandung    gegenüber den Auflagearmen  aufweist. Diese Vorrichtung ermöglicht, dass die Aus  kleidung bei jeder Kokille entsprechend der vorgese  henen Füllung mit     Gussmaterial    in der gewünschten  Höhe angebracht werden kann. Zu diesem Zweck ist  eine in einer zentralen Hülse 62 gelagerte und zum  Bewegen der     Wandungselemente    dienende Betäti  gungswelle 63 vorgesehen, welche an ihrem oberen  Ende mit einem Handrad 64 verbunden ist.

   Diese  Betätigungswelle, welche beim unteren Ende ein in  die Zahnstangen eingreifendes     Ritzel    65 trägt, ist an  diesem unteren Ende in einer Platte 66 gelagert,  welche auch die     Führungen    für die Zahnstangen trägt.  Die die Betätigungswelle 63 tragende Hülse 62 ist am  unteren Ende über ein Traggestell 67 mit der Platte  66 verbunden und weist am     Umfang    eine Zahnstange  68 auf, die mit einem Hubrad 69 kämmt. Dieses Hub  rad ist in einem Rohr 70 gelagert, das mit den auf der       Kokillenoberkante    aufliegenden Tragarmen 71 fest  verbunden ist und als     Führung    für die Hülse 62 dient.

    Da die Betätigungswelle 63 in der Hülse 62 drehbar,  aber     unverschieblich    gelagert ist, kann durch Verdre  hen einer das Hubrad 69 tragenden Welle 72 die  Hülse 62 mit der Betätigungswelle 63 in der Höhen  lage gegenüber dem     Kokillenrand    beliebig eingestellt  werden, so dass auch die mit der Hülse verbundenen  Teile, insbesondere die     Wandungselemente    in ihrer  Höhenlage verändert werden können. Die Betäti  gungswelle 63 träg beim oberen Ende der Hülse 62  einen tellerartigen Teil 73 mit einer     Arretierungsvor-          richtung    74, die mit dem     flanschartigen    oberen Ende  75 der Hülse 62 in Eingriff gebracht werden kann.

    Bei Verriegelung der beiden zugeordneten Teile 73  und 75 ist die Welle 63 an ihrer Verdrehung behin  dert, so dass auch die     Wandungselemente    der Scha  blone in der entsprechenden Stellung fixiert sind. Auf  diese Weise oder mit einer analog wirkenden Vorrich  tung kann die Schablone in der gewünschten Stellung,  insbesondere     in    Arbeitsstellung vordem Einschütten des       exothermen    Gemisches, festgehalten werden.

       Ge-          wünschtenfalls    kann anstelle einer besonderen Vor-           rohr    59 verbunden sind, das längs der zentralen     Be-          richtung    die Höhenverstellung der Schablone auch  durch einen Kran bewirkt werden.  



  Zur Erleichterung des     Einschüttens    dieses Ge  misches in den vorgesehenen Raum ist bei der in       Fig.    6 und 7 dargestellten Ausführungsform der Erfin  dung ein Deckel 76 vorgesehen, welcher den von der  Schablone umschlossenen Innenraum nach oben hin  abdeckt. Dieser Deckel ist mehrfach unterteilt und  mit den einzelnen Teilen an den zugeordneten     Wan-          dungselementen    der Schablone befestigt, so dass die  einzelnen     Wandungselemente    mit den daran befestig  ten Deckelteilen von der     Kokilleninnenwand    unbehin  dert abgezogen werden können. Der Deckel 76 ist in  der Mitte mit einer Öffnung 77 versehen, durch  welche die Hülse 62 und die Betätigungswelle 63  ragen.

   Um die     Durchtrittsöffnung    77 im Deckel vom  eingeschütteten Gemisch freizuhalten, ist an dieser  Öffnung eine Manschette 78 vorgesehen, die einerseits  am Deckel 76 und anderseits am Rohr 70 befestigt  ist, in welchem die Hülse 62 verschiebbar gelagert ist.  Durch den Deckel ist ermöglicht, eine vorbestimmte  Menge des     exothermen    Gemisches in die Öffnung der  Kokille ohne besondere Sorgfalt einzuschütten, weil  das auf dem Deckel liegengebliebene Gemisch an  schliessend einfach, z. B. mit einem Besen, in den  Raum 7 zwischen Schablone und Kokille 1 befördert  werden kann.

   Es ist auch möglich, den Deckelteil  gegen die     Horizontale    geneigt auszubilden, so dass das  eingeschüttete Gemisch am Deckel abgleitet und auch  ohne Nachhilfe in den Raum für die zu bildende Aus  kleidung fällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung einer exothermen Auskleidung im Inneren einer Giessform, dadurch ge kennzeichnet, dass an dem zu verkleidenden Teil der Giessform eine einsetzbare Schablone angeordnet wird und in den Raum zwischen Schablone und Giessform wand ein härtbares loses Gemisch, enthaltend exo- thermes Material und ein Bindemittel, eingebracht wird, worauf man zur Härtung des eingefüllten exo- thermen Gemisches in dieses von mehreren Stellen der Schablone aus ein Gas einführt und die Schablone vor dem Guss entfernt. Il.
    Einrichtung mit einer Schablone zur Durchfüh rung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schablone aus mehreren, par allel zur Giessforminnenwand liegenden und eine ge schlossene Wandung bildenden Elementen, die mit der Giessforminnenwand einen ringförmigen Hohl raum einschliessen, sowie aus einer Abdichtung am unteren Rand der Wandungselemente besteht, wobei zur Zufuhr des die Härtung der exothermen Masse bewirkenden Gases ein zu den Wandungen führendes Zuleitungssystem und Befestigungsmittel für die Schablone am Giessformrand sowie eine Vorrichtung zum Loslösen der Schablone von der gebildeten Aus kleidung vorgesehen sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Wandungselemente der Schablone miteinander durch Scharniere zu einer zu sammenklappbaren Einheit verbunden sind. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte getrennte Wan- dungselemente der Schablone einander überlappend ausgebildet sind. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungselemente der Scha blone doppelwandig ausgebildet sind, wobei die gegen das Schabloneninnere zu liegende Wand Anschlüsse für die Gaszufuhr von der Mitte der Schablone her trägt, während die gegen das exotherme Gemisch zu liegende Wand zahlreiche Verteilungsöffnungen für den Gasaustritt aufweist. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaszuleitungen direkt an mehreren Stellen in einfachwandige Schablonenele- mente münden und an den gegen das exotherme Ge misch gerichteten Mündungen je mit einem Siebplätt chen, das z. B. nach aussen sich erweiternde Bohrun gen besitzen kann, verschlossen sind. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel für die Schablone aus abgewinkelten Haltebügeln besteht, welche mit ihrem einen Schenkel zur Auflage auf dem Giessformrand bestimmt sind, während der andere, im wesentlichen parallel zur Giessformwand verlaufende Schenkel das zugeordnete Wandungselement trägt. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Tragarm des Haltebügels und dem Wandungselement durch Schraubenbolzen erfolgt, welche am Wandungs- element befestigt sind und in Öffnungen des Trag armes eingreifen, wobei für jeden Bolzen mehrere Öffnungen vorgesehen sind, so dass das Wandungsele- ment relativ zum Haltebügel höhenverstellbar ist. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel für die Schablone aus einem zentralen starren Rahmen samt Auflagearmen, für das Einhängen der Schablone in die Giessform besteht und dass zum Einführen bzw.
    Los lösen der Schablone ihre Wandungselemente an dem starren Rahmen verschiebbar gelagert sind, derart, dass sie beim Einführen der Schablone in die Giess form bzw. beim Herausnehmen aus der Giessform eine im wesentlichen parallel zur Arbeitsstellung verlau fende, zurückgezogene Stellung einnehmen, dagegen in der vorgeschobenen Arbeitsstellung mit der Ab dichtung an der Giessforminnenwand anliegen und einen geschlossenen, ringförmigen Hohlraum für die Aufnahme des exothermen Gemisches bilden. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung der Schablone aus den Seitenflächen der Giessform zugeordneten Teilen und aus gebogenen Flügelteilen für die Ecken der Giessform gebildet ist. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügelteile mit einer Seiten kante an einem Wandungselement der Schablone an gelenkt sind und mit der anderen Seitenkante eine an der Kante des anderen benachbarten Wandungsele- mentes vorgesehene Führung durchsetzen, so dass die Wandungselemente mitsammen eine ununterbrochene Schablonenfläche bilden. 10.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungselemente der Scha blone winkelförmig ausgebildet sind und etwa von der Mitte einer Giessformseitenfläche zur Mitte der näch sten Giessformseitenfläche reichen und dass das Zu rückziehen bzw. Vorschieben in die Arbeitsstellung in wenigstens annähernd diagonaler Richtung erfolgt. 11.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungselemente der Scha- blone über Tragstangen, die an ihrem Ende Zahn stangen aufweisen, mit einem oder mehreren auf einer zentralen Betätigungswelle angeordneten Zahnrädern gekuppelt sind, wobei die Tragstangen in entsprechen den Hülsen des zentralen Rahmens geführt sind. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Gaszuleitung ein zentrales, an der Betätigungswelle entlanglaufendes Rohr vor gesehen ist, von welchem Zuleitungen zu den Wan- dungselementen abzweigen. 13.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zentrale Rahmen mit den Auflagearmen über eine zentral befestigte, zur Höhen verstellung dienende Winde verbunden ist.
CH8117059A 1958-11-28 1959-11-27 Verfahren zur Herstellung einer exothermen Auskleidung in einer Giessform und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens CH385428A (de)

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