Vorrichtung zum Montieren und Demontieren von Felgen in Autopneus Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Montieren und Demontieren von Felgen in Autopneus, und zwar von Felgen, die im Profil un geteilt und aus drei Segmenten gebildet sind. Solche Felgen werden für alle normalen Pneudurchmesser hergestellt und finden an Autorädern aller Fahrzeug typen, insbesondere auch an schweren Lastwagen und Cars Verwendung.
Die Montierung und Demon tierung solcher Felgen in Autopneus erfolgte bisher mittels eines hebelförmigen Handwerkzeuges. Da das Öffnen und Schliessen einer Felge unter Spreizung von zwei, eine Fuge bildende Felgensegmentenden bei gleichzeitiger Verschiebung in radialer Richtung voneinander weg bzw. aufeinander zu erfolgt, ist für das öffnen und Schliessen einer Felge, insbesondere bei schweren Pneus, viel Kraft erforderlich und die radiale Verschiebung der Felgensegmentenden erfolgt plötzlich ruckartig, wodurch ein harter Schlag auf das Werkzeug entsteht.
Ausser viel Kraft braucht die Bedienungsperson viel Übung und Geschicklichkeit, um Schläge des Werkzeugs auf die Hände und ein Abgleiten des Werkzeugs an der Felgenfuge zu ver meiden, was Verletzungen der Bedienungsperson zur Folge haben könnte.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung will das Montieren und Demontieren von im Profil ungeteil ten, aus drei Segmenten gebildeten Felgen in Auto- pneus erleichtern. Die erfindungsgemässe Vorrich tung ist gekennzeichnet durch zwei an einem Träger sitzende, sich gegen zwei Felgenfugen zu legende Stützwangen, einem auf diesem Träger sitzenden Zy linder mit Presskolben und durch eine an der Kol benstange angelenkten, zweiarmigen, sich gegen die dritte Felgenfuge zu legende Wippe.
Zweckmässiger weise können an den Wippenenden Stützrollen ange- lenkt sein, und an der Kolbenstange kann ein schwenkbarer und gegen den einen Arm der Wippe drückender Nocken zum Schrägstellen der Wippe gelagert sein.
Die Vorrichtung ist vom Felgenprofil unabhängig und sowohl zum Montieren und Demontieren von Flachbettfelgen wie von Schrägschulterfelgen oder Tiefbettfelgen geeignet. Auch ist die Vorrichtung vom Felgendurchmesser unabhängig, d. h., die Vor richtung kann an mehrere normmässige Felgendurch messer angepasst werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an hand der Zeichnung näher beschrieben. Die Zeich nung zeigt eine erfindungsgemässe Vorrichtung in einer Draufsicht, eingesetzt in eine aus drei Segmen ten gebildete Felge, wobei der Pneu nicht dargestellt ist.
Die Vorrichtung hat einen Träger 11, der auf zwei Füsse 12 abgestützt ist. Am Träger 11 sitzen zwei Dreikantbolzen 13 und auf jeden Dreikantbol- zen ist eine Stützwange 14 aufgesteckt. Die Füsse 12, die Dreikantbolzen 13 und die Stützwangen 14 lie gen symmetrisch zu einer Mittellinie 15. Die Stütz wangen 14 haben drei zylindrische Stützflächen 16, 17, 18 mit unterschiedlichem Radius zur Achse der Dreikantbolzen 13.
Durch Umstecken der Stützwan gen 14 auf den Dreikantbolzen 13 kann für 24"- Reifen die Stützfläche 16, für 22"-Reifen die Stütz fläche 17 und für 20"-Reifen die Stützfläche 18 nach aussen gekehrt werden.
Auf dem Träger 11 sitzt ein Zylinder 19 der in Übereinstimmung mit den Stütz flächen 16 für 24"-Reifen durch zwei Schrauben 20 auf ein vorderes Lochpaar geschraubt ist und in Übereinstimmung mit den Stützflächen 17 für 22"- Reifen bzw. den Stützflächen 18 für 20"-Reifen auf ein zurückliegendes Lochpaar 21 zu schrauben ist.
Der Zylinder 19 enthält einen nicht dargestellten Presskolben, dessen Kolbenstange 22 aus dem Zylin der herausgeführt ist. Die Kolbenstange 22 trägt an ihrem Ende eine Kappe 23, an der eine zweiarmige Wippe 24 angelenkt ist, die an jedem Ende eine Druckrolle 25 trägt. Der eine Wippenarm hat eine Schulter 26 und an der Kappe 23 ist ein drehbarer Nocken 27 gelagert. Wenn der Nocken 27 an der Schulter 26 liegt, wird die Wippe 24 in eine zur Kolbenstange 22 schräge Lage gedrückt, wie in der Zeichnung dargestellt.
Der Nocken 27 ist mit einem Vierkant 28 versehen, um mit einem auf diesen Vier kant steckbaren Schlüssel den Nocken zu schwenken, damit die Wippe 24 eine normale Querlage zur Kol benstange einnehmen kann.
Damit die Wippe 24 mit den Rollen 25 gegen die Felgensegmentenden an einer zu öffnenden oder zu schliessenden Felgenfuge gedrückt werden können, schliesst die Kolbenstange 22 bzw. die Zylinderachse mit der Mittellinie 15 des Trägers 11 bzw. der Stütz wangen 14 einen Winkel a ein, der etwa zehn Win kelgrade beträgt. Zum Ausfahren der Kolbenstange mit der Wippe wird durch einen Schlauch 29 an der Stirnseite des Zylinders 19 ein Druckmittel, z. B. öl, in den Zylinder gepumpt. Zum Einfahren der Kol benstange wird das Druckmittel durch ein Loch 30 in den Zylinder gepumpt.
Um eine Felge in einen Pneu zu montieren, wer den drei Felgensegmente 31, 32, 33 lose in den Pneu eingelegt, und zwar zuerst das Segment 31 und an dieses anschliessend die Segmente 32 und 33, welche mit dem Segment 31 Stossfugen 34, 35 bilden, und wobei sich die Enden 36, 37 der beiden Segmente überlappen. Dabei liegt das Ende 37 innerhalb des Segmentes 32. Nun wird die Vorrichtung eingesetzt, und zwar so, dass sich die Stützwangen 14 gegen die Felgenfugen 34, 35 stützen. Hierauf wird bei schräg gestellter Wippe die Kolbenstange ausgefahren, wo bei die Druckrollen 25 auf die Segmentenden 36, 37 drücken und diese spreizen, bis die in der Zeichnung dargestellte Lage erreicht ist.
Wird in dieser Lage der Nocken 27 in der Pfeilrichtung gedreht, so kann un ter dem Druck des Pneus die Wippe in die normale Querlage schwenken und die Segmentenden 36, 37 legen sich so gegeneinander, dass sie eine Fuge bil den. Hierauf kann die Kolbenstange wieder einge fahren werden, wobei sich die Fuge schliesst und die Vorrichtung kann aus der Felge wieder heraus genommen werden.
Zum Demontieren einer Felge aus einem Pneu wird die Kolbenstange mit normal querliegender Wippe ausgefahren, bis sich die Fuge zwischen den Enden 36' und 37' etwas öffnet, worauf durch Dre- hen des Nockens 27 gegen die Pfeilrichtung die Wippe in die Schräglage gestellt und die Enden in die dargestellte Lage gespreizt werden, worauf die Kolbenstange 8 wieder eingefahren werden kann.
Da beim Demontieren einer Felge aus einem Pneu die Segmente am Pneu kleben können und sich nicht leicht lösen, ist an der Wippe ein Haken 38 angelenkt, der am Segment 33 eingehängt werden kann, so dass beim Schrägstellen der Wippe und Einfahren der Kolbenstange das Segment 33 durch die Vorrichtung vom Pneu abgezogen wird.
Das Schliessen und Öffnen der Felge mittels der erfindungsgemässen Vorrichtung durch Drehen der Wippe nach deren Ausfahren erfolgt nicht mehr ruckartig wie bei der Benützung von Handhebeln, und das Drehen der Wippe kann ohne besondere Kraftanstrengung erfolgen. Das Montieren und De montieren der Felge wird durch die Vorrichtung we sentlich erleichtert und verläuft völlig gefahrlos.