CH385707A - Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Bindemittels mit a-Calciumsulfat-Halbhydrat, insbesondere für Bauzwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Bindemittels mit a-Calciumsulfat-Halbhydrat, insbesondere für Bauzwecke

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CH385707A
CH385707A CH6853459A CH6853459A CH385707A CH 385707 A CH385707 A CH 385707A CH 6853459 A CH6853459 A CH 6853459A CH 6853459 A CH6853459 A CH 6853459A CH 385707 A CH385707 A CH 385707A
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CH
Switzerland
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binder
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mass
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calcium sulphate
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Application number
CH6853459A
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Inventor
Albert Vos Herman
Original Assignee
Interway Union Des Ciments Et
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B11/00Calcium sulfate cements
    • C04B11/28Mixtures thereof with other inorganic cementitious materials
    • C04B11/30Mixtures thereof with other inorganic cementitious materials with hydraulic cements, e.g. Portland cements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


      Herman    Albert     Vos,    Den Haag     (Niederlande),    ist als     Erfinder    genannt worden    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung eines     pulverförmigen    Bindemittels mit       a-Calciumsulfat-Halbhydrat,    das nach Anmachen     mit          einer    wässerigen Flüssigkeit erhärtet, sowie auf eine  Verwendung des nach diesem Verfahren hergestell  ten Bindemittels.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe     zugrunde,    die  Nachteile des     Betons    zu vermeiden und einen Werk  stoff zur Verfügung zu stellen, der folgende Bedürf  nisse befriedigt:  1. Die Herstellungskosten sollen verhältnismässig  gering sein,  2. die     Verarbeitung    möglichst so einfach wie -bei  Beton erfolgen können,  3. das     Entschalen    soll schon nach einer Zeit von  weniger als einer Stunde möglich sein,  4. das     Aufbringen    einer Frischmasse auf die erhär  tete Masse soll erfolgen können, ohne dass man Ver  bindungsmittel, Fugen oder dergleichen vorzusehen  braucht und die erhärtete Masse aufrauhen muss,  5.

   die     Biege-Zugfestigkeit    soll möglichst so hoch  sein, dass     Bewehrungen    entbehrt werden können,  6. die Masse soll frostbeständig sein und sowohl  bei Temperaturen über als auch unter Null verarbei  tet werden können,  7. chemische Einflüsse sollen die Masse nicht  angreifen,  B. diese soll auch in einer Flüssigkeit, beispiels  weise unter Wasser,     vergiessbar    sein, wobei es dann  keine Rolle spielt, dass die     Abbindezeit    etwa doppelt  so gross ist wie die unter Luft,  9. die Masse soll sich mit     anorganischen    und  organischen Baustoffen verbinden lassen, ohne dass  es besonderer Zusatzmittel, wie Klebstoffe, Kitte oder  dergleichen, bedarf,    10.

   der Grad der Ausdehnung beziehungsweise  des     Kriechens    soll veränderbar sein.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass     a-Calciumsulfat-Halbhydrat    mit  einem     Metalloxyde    und     Siliziumoxyde    enthaltenden  Zement, wie z. B. dem im Handel     erhältlichen    Ton  erde-Schmelzzement, in - trockenem Zustand ver  mischt wird.  



  Die ebenfalls erfindungsgemässe     Verwendung    des  so hergestellten Bindemittels für Bauzwecke ist da  durch     gekennzeichnet,    dass das pulverförmige Binde  mittel nach Anmachen mit einer wässerigen Flüssig  keit, wie Wasser, wässeriger Säure oder dergleichen,  zu einem Baukörper vergossen wird.  



  Soll die Dehnung der Masse, d. h.     des    mit einer  wässerigen Flüssigkeit angemachten Bindemittels,     ver-          ringert    und das     Kriechen    während     des        Abbindens     erhöht werden, so kann vorzugsweise der Anteil an  Tonerde im     Tonerde-Schmelzzement    vergrössert wer  den. Um die Kornstruktur der Masse zu verbessern,  empfiehlt es sich, das pulverförmige Bindemittel nach  Anmachen mit einer wässerigen Flüssigkeit in einer  Flüssigkeit, wie Wasser, Säure oder dergleichen, zu  vergiessen.  



  Es ist bereits     bekannt,        a-Calciumsulfat-Halb-          hydrate    zur Fertigung von Formen zu     benutzen,    die  in der keramischen     Industrie    verwendet werden.     Wenn     man ein derartiges Halbhydrat so     anmacht,    dass der       Wasser-Gips-Faktor    beispielsweise 0,766 beträgt       (Einstreumenge    136,5 g), so ergibt sich eine     Biege-          Zugfestigkeit,    die etwa zwischen 46 und 52     kg/cm2     liegt.

   Die     Druckfestigkeit    liegt     dann    etwa     zwischen     115 und 102     kg/cm2.    Wird ein     Wasser-Gips-Faktor     von 0,294     (Einstreumenge    340,0 g) gewählt und der  Gipsbrei     im    Vakuum (0;

  1     kg/cm2)    vorbehandelt, so      ergibt sich eine     Biege-Zugfestigkeit,    die zwischen 120  und 67     kg/cm9    beträgt, wobei die Druckfestigkeit  zwischen 583 und 462     kg/cm2    schwankt.     Hieraus     ergibt sich, dass die     Biege-Zugfestigkeit    bei einem  kleinen     Wasser-Gips-Faktor    schon höher liegt als  die     Biege-Zugfestigkeit    von Beton. Körper aus Halb  hydraten haben jedoch den Nachteil, dass sie sich  bei Aufnahme von Feuchtigkeit mehr oder     minder     schnell auflösen.

   Dieser Werkstoff ist also mit  Wasser angemacht nicht zur Erstellung von Trag  werken und dergleichen     verwendbar.     



  Wird ein     pulverförmiges    Bindemittel aus     a-Cal-          ciumsulfatHalbhydrat    und     Tonerde-Schmelzzement     mit Wasser angemacht, so kann es im Luftraum oder  unter Wasser vergossen werden. Ist die Masse erhärtet  oder hat sie schon abgebunden, dann kann man  neue Masse in flüssigem Zustand auf die bereits  erhärtete     aufbringen,    ohne dass sich eine     Trennebene     bildet.

   Die erhärtete und die noch frische Masse gehen  eine innige     Verbindung    ein.     Etwa    30 Minuten nach  dem Eingiessen einer Masse in eine Schalung kann die  Schalung entfernt werden, ohne dass sich die Masse       verformt.    Nach etwa acht Tagen ist die Masse ab  gebunden und hat dann die sogenannte     28-Tage-          Festigkeit    erreicht. Die Druckfestigkeit der Masse  im Augenblick des     Entschalens,    das heisst nach  30     Minuten,    ist ausreichend, um zu verhindern, dass  sich beim Begehen der     Oberfläche    Abdrücke bilden.

    Damit sich die Schalung nicht mit der Masse ver  bindet, kann dafür gesorgt werden, dass die der Masse  zugewandten Flächen der     Schalung    möglichst glatt  sind. Es empfiehlt sich daher bei Verwendung einer       Holzschalung,    die inneren Wandflächen mit Kunst  stoffplatten,     -folien    oder dergleichen zu belegen. Ist  das     Schalungsholz    rauh, so verbindet sich die Masse  mit dem     Schalungsholz.    Genauso wie diese Masse  sich mit     aufgerauhtem    Holz verbindet, verbindet sie  sich auch mit anderen,     nicht    fettigen, anorganischen  oder organischen Baustoffen, soweit diese rauhe  Oberflächen besitzen.

      Während die     Biege-Zugfestigkeit    von Beton etwa  gleich     1/1o   <B>bis</B>     1/12    der Druckfestigkeit des Betons ist,  beträgt die     Biege-Zugfestigkeit    der in der beschrie  benen Weise erhaltenen Masse etwa     1/5    der Druck  festigkeit derselben, wobei die     Druckfestigkeit    der  Masse etwa der von     Beton    entspricht.  



  Aus vorstehendem ergibt sich,     dass    durch dieses  Bindemittel der Technik neue Wege erschlossen  werden, die bisher mit den bekannten Massen, wie  Beton, nicht begangen werden konnten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Bindemittels mit a-Calciumsulfat-Halbhydrat, das nach Anmachen mit einer wässerigen Flüssigkeit erhärtet, insbesondere für Bauzwecke, dadurch ge kennzeichnet, dass a-Calciumsulfat-Halbhydrat mit einem Metall- und Siliziumoxyde enthaltenden Zement in trockenem Zustand vermischt wird. UNTERANSPRUCH 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als Zement Tonerde-Schmelz- zement verwendet wird.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung des nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Bindemittels für Bau zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass das pulver förmige Bindemittel nach Anmachen mit einer wässe rigen Flüssigkeit zu einem Baukörper vergossen wird. UNTERANSPRUCH 2. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das pulverförmige Bindemittel mit Wasser oder einer wässerigen Säure angemacht wird.
CH6853459A 1958-01-20 1959-01-20 Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Bindemittels mit a-Calciumsulfat-Halbhydrat, insbesondere für Bauzwecke CH385707A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3742913A1 (de) * 1987-12-17 1989-06-29 Polychemie Gmbh Verwendung von gipswerkstoffen als klebe- bzw. verfugungsmasse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3742913A1 (de) * 1987-12-17 1989-06-29 Polychemie Gmbh Verwendung von gipswerkstoffen als klebe- bzw. verfugungsmasse

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