CH385709A - Verfahren zur Herstellung von Zementklinker aus branntkalkhaltigem Rohmehl und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zementklinker aus branntkalkhaltigem Rohmehl und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH385709A
CH385709A CH935560A CH935560A CH385709A CH 385709 A CH385709 A CH 385709A CH 935560 A CH935560 A CH 935560A CH 935560 A CH935560 A CH 935560A CH 385709 A CH385709 A CH 385709A
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CH
Switzerland
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raw meal
production
carrying
preheater
cement clinker
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Application number
CH935560A
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English (en)
Inventor
Josef Dr Wuhrer
Original Assignee
Rheinische Kalksteinwerke
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/2016Arrangements of preheating devices for the charge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Furnace Details (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren zur Herstellung von    Zementklinker   aus    branntkalkhaltigem   Rohmehl    und   Einrichtung zur    Durchführung   des    Verfahrens   Die Herstellung von    Zement   aus    ganz   oder teilweise    vorgebrannten   Rohstoffen ist bekannt. Dabei werden insbesondere    Abfallkalke      verwendet,   wie z. B. gebrannter    Absiebkalk,   der vornehmlich in Kalkwerken anfällt.

   Er entsteht durch    Absiebung   des ofenfallendes Gutes und enthält die natürlichen Verunreinigungen und die Asche des    Brennstoffes   und musste früher wegen seines    verringerten      CaO-Gehaltes   ungenutzt auf die Halde gegeben werden. 



  Es ist bekannt, dass man bei    Verwendung   solcher Rohstoffe das reine    Trockenbrennverfahren   anwendet. Das Rohmehl wird aus dem Abfallkalk unter Zusatz von vorgetrocknetem Ton oder Sand oder auch von vorgetrockneter    Hochofenschlacke   und ähnlichem im richtigen und für Zement üblichen Verhältnis durch    Mahlung   hergestellt und in dieser Form auch dem Brennapparat aufgegeben. Eine Aufgabe in Form von    Granalien   wäre unzweckmässig, da hierzu Wasser    erforderlich   ist, wodurch zwangsweise eine Löschung des    Ca0   zu    Ca(OH)2   erfolgt.

   Die    bei   diesem    Lösch-      prozess   freiwerdende    Wärme   müsste dann später im    Brennofen   wieder zusätzlich aufgebracht werden. 



  Weiterhin ist bekannt, dass der    Branntkalk,   insbesondere in der feingemahlenen Form, in der er in einem solchen Rohmehl    vorliegt,   begierig Kohlensäure    aufnimmt.   



  Eine    Vorwärmung   des    Rohmehles,   bei der also eine intensive Berührung des Rohmehles mit den Ofenabgasen stattfindet, ist daher    ungeeignet,   denn das entstehende    CaCO3   müsste vor der    Sinterung   durch zusätzliche    Brennstoffaufgabe   wieder zersetzt werden. Die    Wärmewirtschaft   des Verfahrens würde dadurch    verschlechtert.   



  So konnte durch wissenschaftliche und praktische Untersuchungen nachgewiesen werden, dass bei einer solchen    Vorw'ärmung   mit    intensiver   Berührung im Bereich zwischen 400 und 750  C ein erheblicher Teil der    Verbrennungskohlensäure   des Drehofenabgases durch das C110 absorbiert wird. Etwa    1811/o   C110 im Rohmehl waren in    CaCo3   umgewandelt. Dies hat zur Folge, dass mehr als 100    kcal/kg   Klinker zusätzlich wieder zu deren Zersetzung aufgewendet werden müssen. 



  Deshalb hat man bei    branntkalkhaltigen   Rohmehlen auf die    in   der    Zementindustrie   bekannten und üblicherweise verwendeten    Vorwärmer   verzichtet, obwohl diese eine    intensive   Wärmeausnutzung der Ofenabgase    ermöglichen.      Branntkalkhaltiges   Rohmehl    wird      deshalb   direkt dem Drehofen aufgegeben, da hier die Berührung des Abgases mit dem Gut nur auf die Oberfläche der    Füllung   beschränkt bleibt, also wesentlich geringer ist. Die hierbei    stattfindende      Kar-      bonatisation   ist praktisch belanglos. 



  Allerdings ist dabei die    wärmewirtschaftliche   Ausnutzung der Ofenabgase nicht so vorteilhaft. Ausserdem kann die Wärme des    Klinkers,   der den Drehofen mit etwa 1300-1400  C verlässt, nur zu einem    kleinen   Teil, und zwar in    Form.   von heisser    Verbrennungsluft   und soweit    möglich,   als    Überschuss-      luft,   dem Prozess zurückgeführt werden.    Fast   die Hälfte der    Klinkerwärme   geht verloren.

   Gegenstand der Erfindung ist ein    Verfahren   zur Herstellung von    Zementklinker   aus    branntkalkhaltigem      Rohmehl   im Drehofen mit vorgeschalteter    Vorwärmeeinrich-      tung,   welches dadurch gekennzeichnet    ist,   dass das fertige Rohmehl in dem    Vorwärmer   nur    mit   Heissluft aufgeheizt wird. 



  Das z. B. im richtigen und üblichen Mischungsverhältnis von Kalk, Ton    und   Kieselsäure oder Hoch    ofenschlacke   durch einen Mahlgang hergestellte Rohmehl wird    zweckmässigerweise   nach einer Homogenisierung einem    Vorwärmer,   z. B. einem Schwebegas- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    wärmetauscher,   aufgegeben, dieser aber von unten nicht mit dem Ofenabgas, sondern mit Heissluft, z.

   B. aus der    Klinkerkühlung,      beaufschlagt,   wobei    im   letzteren Falle die gesamte    Kühlerheissluft   in den Bedarf zur    Verbrennung   des in den Drehofen eingeblasenen    Brennstoffes   und in die wesentlich grössere Menge für den    Vorwärmer   aufgeteilt wird. Bei diesem Verfahren ist es nicht erforderlich, die Verbrennung mit einem mehr als üblichen    Luftüberschuss   vorzunehmen.

   Die    Wärme   der heissen Ofenabgase, deren Temperatur und damit deren    Wärmeinhalt   durch entsprechende Länge des    Ofens   gesenkt werden kann, kann    zweckmässigerweise   zum Trocknen von Ton und Sand oder    Hochofenschlacke   usw. benutzt werden. 



     Mit   dem Ofenabgas kann aber auch z. B. durch einen    Rekuperator   Luft aufgeheizt werden, die man ebenfalls dem    Vorwärmer   aufgibt, z. B. an einer Stelle, an der    die   von unten kommende Kühlerheissluft dieselbe Temperatur hat. 



  Gegenstand der    Erfindung   ist weiterhin eine Vorwärmeeinrichtung an    Zementdrehöfen,   zur Durchführung des Verfahrens gemäss    Patentanspruch   I, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass der Vorwärmer in seinem unteren Teil lediglich eine Zuführung für    Heissluft   und    einen   Auslauf für das heisse Rohmehl zum Drehofen besitzt. 



  In der Zeichnung ist ein Schema    eines   Beispiels der Vorrichtung und des Verfahrens für den Fall dargestellt, dass die Ofenabgase zum Trocknen von    Ton-      und   Sand oder auch von    Hochofenschlacke   verwendet oder benötigt werden. Die    Vorrichtung   besteht im    wesentlichen   aus einem    Vorwärmer   2 vor dem Ofen 6, einer Zufuhr 3 für Heissluft und einem Austrag 5 für das erhitzte Rohmehl. Das    homogenisierte   Rohmehl gelangt durch die    Dosiervorrichtung   1 von oben in den    Vorwärmer   2, in den von unten durch 3    Heissluft   aus dem    Klinkerkühler   4 eintritt. Das vorgewärmte Rohmehl fliesst durch 5 in den Drehofen 6.

   Der entstehende    Portlandklinker   fällt in den    Klinkerkühler   4 und    wird   durch    Entgegenströmen   der    Kaltluft   7 abgekühlt, wobei sich letztere    aufheizt.   



  Der Abgas des Drehofens wird durch 8    in   den Trockner 9    eingeleitet,   in den Ton und Sand oder    Hochofenschlacke   durch 10 aufgegeben werden. Das getrocknete Gut wird zusammen mit dem Abfallkalk 11 in der Mühle 12 vermahlen und das entstehende Rohmehl in 13 homogenisiert. 



  Durch die    Vorrichtung   und das in ihr betriebene Verfahren ist es möglich, gegenüber dem Brennen von    Branntkalkrohmehl   in    einem   Drehofen ohne Vorwärmer den    Wärmeverbrauch   um etwa    25"/a   zu senken. Gegenüber einem Verfahren, bei dem im Vorwärmer die Ofenabgase den    Branntkalk      karbonatisie-      ren,   ist der    Wärmegewinn   sogar    401/a.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Zementklinker aus branutkalkhaltigem Rohmehl im Drehofen mit vorgeschalteter Vorwärmeeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das fertige Rohmehl in dem Vorwärmer nur mit Heissluft aufgeheizt wird. II. Vorwärmeeinrichtung an Zementdrehöfen, zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorwärmer in seinem unteren Teil lediglich eine Zuführung für Heissluft und einen Auslauf für das heisse Rohmehl zum Drehofen besitzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Kühlerheissluft verwendet wird.
CH935560A 1959-08-22 1960-08-18 Verfahren zur Herstellung von Zementklinker aus branntkalkhaltigem Rohmehl und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens CH385709A (de)

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